WH96 zum Intro in Leverkusen

Dezember 14, 2010 0 Von admin

Das Intro, das die Ultraszene Köln beim Auswärtsspiel in Leverkusen hinlegte, erinnerte stark an italienische Verhältnisse. Es waren nicht 1-2 bengalische Fackeln, die im Gästeblock brannten, sondern 10-20 Bengalen mehr. Wenige Tage vorher haben Ultragruppen aus ganz Deutschland eine gemeinsame Erklärung (Pyrotechnik legalisieren) herausgebracht, darunter auch die Ultraszene Köln.

In dieser Erklärung wurde gefordert kontrollierte Pyrotechnik zu legalisieren, Pyrotech sollte verantwortungsvoll eingesetzt werden:

  • Schluss mit Böllern, Kanonenschlägen und sonstigen Knallkörpern. Die Dinger sind klein und fies, weil niemand auf den Schlag vorbereitet ist. Und Feierstimmung schaffen sie auch nicht.
  • Pyrotechnik gehört in die Hand, auf keinen Fall in die Luft und nach Möglichkeit nicht auf den Boden. Leuchtspurgeschosse sind ebenso tabu wie die „Entsorgung“ von Bengalischen Feuern in den Innenraum, auf’s Spielfeld oder in Nachbarblöcke.

Dass ausgerechnet Köln Veränderungen fordert, ehrt sie, aber man sollte auch kritisch erwähnen dürfen, dass gerade diese Szene schon viel Mist mit Pyroartikeln gemacht hat, „Entsorgung“ von Bengalischen Feuern in den Innenraum, auf’s Spielfeld oder in Nachbarblöcke. war keine Seltenheit. Auch beim Derby in Leverkusen, nur wenige Tage nach dieser Erklärung flogen genau von dieser Szene wieder Bengalen auf den Platz. Szene ist nicht gleich Szene, die Wilde Horde 96 distanziert sich mit folgenden Worte von dieser Aktion:
„Erneut wurde seitens der Gastgeber sämtliches Tifomaterial verboten. Somit gab es zum Einlaufen der Mannschaften ein nett anzusehendes Pyro-Intro im Steh- und Sitzplatz-Gästeblock zu sehen. Leider wurde die ansonsten kontrolliert durchgeführte Aktion wieder einmal von ein paar Vollidioten gestört, die die Chance des Pyro-Intros nutzten, um einen Rauchtopf auf das Spielfeld und Pyro zu werfen sowie Böller im Block hochgehen zu lassen.“
Weiteres dazu, so wie Bilder gibt es auf wh96.com

Schön anzusehen war es und die Beteiligten hatten mit Sicherheit ihren Spaß, aber mit dieser Aktion, wird die Erklärung nur wenige Tage danach zunichten gemacht, auch wenn im Vorfeld klar war, dass die DFL, die Polizei, die Feuerwehr und die Behörden nur schwer zu überzeugen sind.