Osteuropäische Verhältnisse in England

Dezember 3, 2010 0 Von admin

Eigentlich kennt man bengalische Fackeln und sonstige Pyroartikel eher von Supportern aus Italien, Österreich, Schweiz, Deutschland, Frankreich, Niederlande und dem Ostblock, von England jedoch kennt man es nicht. Viel weniger kennt man es von England, dass sich gegnerische Fans mit Leuchtspuren beschießen, so geschehen vorgestern im englischen League-Cup.

Zum 120. Mal standen sich Birmingham City und Aston Villa in einem Pflichtspiel gegenüber. Das Spiel auch „Second City Derby“ genannt, gehört zu den bekanntesten und laut mehrerer Internetumfragen zu den 10. besten englischen Derbys. Vor sage und schreibe 131 Jahren kam es zum ersten Duell beider Clubs. Aston Villa ist der erfolgreichere Club im Vergleich, doch den größten Sieg gelang City, als sie 1963 im Finale des Ligapokal ausgerechnet den Lokalrivalen Villa schlugen. Hinzufügen müssen wir, dass dieses Derby ein Cityderby ist, denn Aston ist ein Stadtteil von Birmingham.

Aus Internetrecherchen geht hervor, dass das Derby mittlerweile nur noch vormittags um 12 Uhr angepfiffen wird, weil man sich davon weniger Randale zwischen der Fangruppen verspricht. Das Pokalspiel am vergangenen Mittwoch wurde jedoch zur besten Fußballzeit um 20:45 angepfiffen. Nikola Zigic traf in der 84. Minute zum 2:1 für Birmingham und besiegelte damit das KO-Aus für Aston Villa. Nach dem Spiel kam es dann zu den Szenen, die man so aus England nicht kennt. Birmingham-Fans hatten den Platz gestürmt und schmissen mit Bengalen, diese wiederum und auch Sitzschalen flogen aus dem Block der Aston-Fans zurück:

Der englische Fußballverband hat nun eine Untersuchung der Ausschreitungen angekündigt und eingeleitet, die britische Polizei arbeite an der Identifizierung der Täter.

Böse Zungen werden jetzt behaupten, dass dieser Vorfall Einfluss auf die Vergabe der Fußball Weltmeisterschaft 2018 hatte, doch daran wird es nicht gelegen haben, Russland und auch Katar hatten die besseren Argumente, GELD!

Gruß Derbysieg