Ein einseitiges Derby

April 5, 2011 0 Von admin

Wenn am Sonntag die Borussia den verhassten FC empfängt, dann ist es vermutlich die allerletzte Chance für Mönchengladbach nochmal Hoffnung auf den Klassenerhalt zu verbreiten. Die Fanszene ist zwiegespalten, für viele steht der Abstieg bereits fest, auch wenn rechnerisch noch alles möglich ist, aber das ist Theorie und wohl Wunschdenken, das totale Ausblenden der Realität und das Nagen am letzten Strohhalm. Die Realität sieht anders aus, gegen die direkte Konkurrenz konnte mehrfach nicht gewonnen werden, es sind 5 Punkte auf den Relegationsplatz, den die Millionentruppe von VW belegt, auf Platz 15 sind es sogar 7 Punkte, die Verantwortlichen räumen keine Fehler ein und müssen am Ende der Saison dafür grade stehen. Und wenn das noch nicht genug, kommt mal eben so eine Opposition um die Ecke, die sich „Initiave Borussia“ nennt, die aus dem ganzen Kapital schlägt, auch wenn die Masse der Nordkurve diese Leute nicht will.

Und ausgerechnet jetzt kommt das Derby! Das Derby gegen eine Mannschaft, die nach dem 0:4 Hinspiel bereits tot war, Trainer Soldo wurde wenige Tage später entlassen, Manager Pleitemeier folgte kurz darauf. Seitdem geht es in Köln aufwärts, das Glück kam zurück und mittlerweile kann man aufgrund eines klaren Kopfes und erledigter Abstiegssorgen befreit aufspielen. Dieses Derby kommt für alle Fans des FC Kölns zum richtigen Zeitpunkt, all die Schlachten, die in den letzten Jahren verloren gingen, kann man mit einem Akt zunichte machen, denn wenn man in Gladbach gewinnt, dann mit Sicherheit zur Freude von rot-weiß-rot und zum Leid von schwarz-weiß-grün.

Das Schmerzvolle an der Sache ist, die Fans von Borussia Mönchengladbach können keine Antwort darauf geben, stattdessen meiden einige dieses Spiel, gehen lieber mit dem Hund Gassi, mit der Familie picknicken oder zum Komasaufen in den Biergarten. Zu viel für die Mönchengladbacher Seele, die sich den Sommer herbeisehnt und vor allem die neue Saison, um dann mal wieder mit Freude und Jubel ihre Borussia in vollen Zügen genießen zu können, das ist die Hoffnung, die nach der Resthoffnung Klassenerhalt bleibt, Hoffnung auf bessere Tage.