The Unity, eine Supporter-Gruppe der Borussia aus Dortmund, ruft zu einem Derby-Boykott auf. Grund dafür ist die Entwicklung der Preise im Fußball, im speziellen für das kommende Derby in Gelsenkirchen. Die Preise in der Arena auf Schalke wurden auf bis zu 50% angehoben, so kostet die Eintrittskarte für den Stehplatzbereich in der Gästekurve 22 €, für den Sitzplatzbereich satte 55 € im Schnitt. Mittlerweile haben mehrere Fanclubs ihre Bereitschaft signalisiert, u.a. die Desperados und auch schwatzgelb.de unterstützen diese Aktion.
Doch bringt es etwas? Sicherlich setzt man damit ein Zeichen, aber genau so sicher dürfte sein, dass damit andere Fans im Kartenverkauf zugreifen werden und so die Arena füllen werden. Der Verein Schalke 04 wird sich nicht unter Druck setzen lassen, schließlich hat man kürzlich erst ein deutliches Zeichen gegeben, dass man sich nicht in die Vereinspolitik reinreden lassen will, wurde doch der Fanbeauftragte Rolf Rojek mit der Begründung entlassen, er würde zu sehr die Interessen der Fans vertreten, was ja eigentlich Sinn der Sache ist, aber Kritik und Druck aus der Fanszene möchte man auf Schalke mit diesen Mitteln entgegen wirken. In Gelsenkirchen drücken Altlasten, neue Weltklasse-Spieler, die ihren Preis haben, sind hinzugekommen, geschätzt werden nach wie vor 250 Millionen €uro Verbindlichkeiten und irgendwie muss der Club sich ja finanzieren, der Weg über die Eintrittspreise ist einer davon.
An dieser Stelle viel Glück für die Aktion, man darf gespannt sein, ob die organisierten Fans in Schwarz und Gelb etwas bewirken können, mal sehen, ob die Kurve leer bleibt oder ob es Fans gibt, die alles mit sich machen lassen und dem Erzrivalen die Schulden bezahlen, vielleicht noch das ein oder andere alkoholfreie Bier trinken, das noch etwas günstiger ist, als auf der Wiesn in München. Den Verantwortlichen von Schalke wird es egal sein, die Preise werden ja trotzdem gezahlt, das Derby ruhiger, die Polizei und Ordnungskräfte haben weniger zu tun, aber auch die Stimmung wird nachlassen, doch auch das dürfte dem ein oder anderen im Nadelstrifenanzug egal sein.

Europa hat sein erstes Stadtderby in dieser Saison. In der Eredivisie geben sich am Sonntag den 15.08.10 Feyenoord Rotterdam und Excelsior Rotterdam die Ehre. Wobei es mehr für den Aufsteiger Excelsior eine Ehre ist, für Feyenoord eher ein Pflichtprogramm. Dennoch ist es ein Derby, ein richtiges Derby, worauf ganz Holland schauen wird. Es ist zurecht das Topspiel des zweiten Spieltages.
“We call it a Klassiker”, hieß es vorm Spiel gegen England. “We call it a Klatsche”, hieß es jeweils nach dem Spiel gegen England, als auch gegen Argentinien. Wahnsinn!!!
“It´s germ
Sportlich hat sich die Rivalität bei und nach der WM 1966 entwickelt, als England seinen bisher einzigen World Cup gewinnen konnte. Gegner war die deutsche Nationalmannschaft, die aufgrund der Ereignisse einige Jahre zuvor nicht gern gesehen wurde. Es stand 2:2, als das bekannteste und umstrittenste Tor der Fußballgeschichte gefallen ist, das Wembley-Tor. Jedem ist die Geschichte bekannt, man muss nicht näher drauf eingehen. Die Engländer streiten bis heute ab, dass es eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters war, auch wenn die modernen TV-Bilder das Gegenteil beweisen. Bis heute feiern die englischen Supporter den Erfolg hämisch in dem Song: “Two World Wars and One World Cup”…
Das geplante Regionalligaspiel zwischen Fortuna Düsseldorf II und Rot Weiß Essen wird auf den 01.03.2010 verschoben. Auf Rat der Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze, kurz ZIS, hat der DFB das Spiel verlegt, da die ZIS ein Gefahrenpotential für dieses Derby sieht. Parallel spielt nämlich die erste Mannschaft von Fortuna gegen Aachen, was auch ein wenig Brisanz mit sich zieht. Ziel ist es so wenige Fortunen wie möglich beim Derby zu haben, um so mögliche Ausschreitungen im Vorfeld zu verhindern. Die Düsseldorfer sind mit der Entscheidung gar nicht einverstanden. Zum einen fallen Zuschauereinanahmen weg, zum anderen sieht Fortuna Düsseldorf eine Wettbewerbsverzerrung, da Rot Weiß Essen unter Profibedingungen arbeitet, bei der Fortuna hingegen würde es Spieler geben, die Montags arbeiten gehen müssen oder zur Schule gehen. Auch die Fans sind mit der Entscheidung nicht zufrieden, denn grad bei so einem Spiel unterstützt man gern sein Team.
Ein Derby zu verlieren ist nie schön, aber in einem Derby vorgeführt zu werden, ist demütigend. Motta, Milito, Maicon und Stankovic machten den 4:0 “Auswärtserfolg” beim Erzrivalen perfekt. Schon nach 45 Minuten führte Inter mit 3:0, Gattuso für Milan musste schon vor dem Halbzeitpfiff zum Duschen, nachdem er innerhalb von 6 Minuten zuerst die gelbe und dann die gelb-rote Karte gesehen hatte. In 200 Pflichtspielen (Serie A, Coppa und CL) konnte sich 70 mal Internazionale und 69 mal Milan durchsetzen, bei 61 Unentschieden, ausgeglichener kann eine Statistik nicht sein. Nach dem Abgang von Kaka könnte die Saison für Milan eine schwierige werden, Inter hingegen hat mit Sneijder und Eto zwei Verstärkungen hinzubekommen und dürfte nicht erst seit gestern Ansprüche auf den 5 Titel in Folge stellen.
Wenn man an Kolumbien denkt, denkt man an politische Morde, an kriminelle Banden, an Guerilla-Krieger, an Armut, an die Mafia, an den Drogenhandel, an den Anbau von Kokain und an Pablo Escobar. Man denkt aber auch an einen Fußballer, der den selben Namen trug, wie der mächtige El Patron, ich spreche von Andres Escobar, einem ehemaligen kolumbianschen Fußballprofi, der wegen seines Eigentors bei der WM 1994, Kolumbien schied aus, in seiner Heimat erschossen wurde.