Was hat der Fußballgott gegen den 1.FC Köln und was für eine rituelle Schlacht gibt es in Mönchengladbach? Der Fußballgott war an diesem Derby-Wochenende auf Achse, um nach den Rechten seiner gläubigen Anhänger zu schauen.
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Derbysieger aus Tradition
Und wieder einmal gab es heiße Ohren für die Fans des 1.FC Köln. Als wären sie mit den zwei letzten Derby-Pleiten, 0:4 und 1:5 aus Kölner Sicht, noch nicht ausreichend bedient, hat sich die Elf in Rot-Weiß-Rot erneut von Schwarz-Weiß-Grün abschlachten lassen.
Zunächst kamen die Gastgeber besser ins Spiel und drängten die Gäste aus Mönchengladbach weit in ihre eigene Hälfte, doch als Mike Hanke zum 0:1 traf und gleich drauf Juan Arango per Freistoß auf 0:2 erhöhte, teerte die Borussia die Siegesstraße. Gleich nach dem Seitenwechsel war es dann erneut Hanke, der auf 0:3 erhöhte. Am Ende hätte es durchaus 0:4 oder 0:5 ausgehen können, Reus vergab zwei hochkarätige Chancen, konnte aber dennoch an seine starken Leistungen der letzten Wochen anknüpfen.
Borussia Mönchengladbach ist Derbysieger aus Tradition, die Stimmung dementsprechend gut im Block. Genialer Auswärtssupport, die Mannschaft hat aber auch alles dafür getan. Sollte jemand nachträglich behaupten, dass die Stimmung der Gladbacher nicht gut gewesen ist, dann hat er das Spiel definitiv nicht im Stadion verfolgt, sondern am Bildschirm mit fehlenden Mikros in der Gästekurve.
Und auf der anderen Seite? In den Blöcken der Kölner lichteten sich die Ränge ab Minute 75, der Oberrang der Südkurve war ab Minute 80 zu 3/4 geleert. Diese Schmach wohl für einige zu schwer zu ertragen, nur die Hartgesottenen aus dem Unterrang blieben bis zum Schluss.
Und sonst? Es darf die Frage erlaubt sein, ob Köln denn nur aus Ossendorf-Ottos, Ehrenfeld-Esel und Köln-Kalk verkalkte Alkköppe besteht? Nach dem 2:0 der Gladbacher kam ein Transparent mit der Aufschrift “Missgeburten”, das nicht auf die eigenen Spieler bezogen war. Vermutlich hatte es eine andere Verwendung, aber die Ottos, Esel und Alkköppe sind nun eben keine schlauen Menschen, zeigten sich eher als ganz schlechte Verlierer. Dabei ist Köln doch eine Studentenstadt, es ist doch die selbsternannte schönste Stadt Deutschlands, doch wo ist die Schönheit und vor allem wo sind die schlauen Menschen? Sind alles nur zugezogene mit deutschen Migrationshintergrund? Wo ist die Kreativität geblieben? Da ist man weitaus anderes aus der Domstadt gewohnt, auch das Winken mit etwa 20 geklauten Derbymützen der Gladbacher geschah nicht zum Intro, sondern aus dem Frust nach dem zweiten Gegentor. Und was das Transparent “MG+Lev – peinlich, peinlicher – Hand in Hand – saufen sich durchs ganze Land” oder so ähnlich zu bedeuten hat, weiß Pablo Picasso wohl nur allein.
Ein Transparent ließ jedoch traurige Erinnerungen wach werden, auch in Mönchengladbach, es bezog sich auf den vor 20 Jahren verstorbenen Maurice Banach. UNVERGESSEN Mucki Banach!
Wie bereits erwähnt, war der Gladbacher Support 1A, die Fohlenelf hat es den Jungs aber auch einfach gemacht, ein wahrer Festtag, der auch dazu genutzt wurde dem Gegner aus der Südkurve immer wieder mit Liedgut zu foppen. “Wo ist Euer Oberrang?” schallte es aus dem Gästeblock, als sich die FC-Fans frühzeitig auf die Heimreise begeben hatten und als Lukas Podolski in der zweiten Hälfte zum Abseitstor traf, wurde es mit dem bekannten DöpDöpDöp-Torjingle der Gladbacher gefeiert. Frust auf der einen Seite, auf der anderen Seite Schadenfreude und Freude über den erneuten Derbysieg!
Derbysieger aus Traditon – Borussia Mönchengladbach!!!
79. Rheinisches Derby
Zum 79. Mal treffen am Freitag in Müngersdorf Borussia Mönchengladbach und der 1.FC Köln in der Liga aufeinander, insgesamt soll es Spiel 113 der beiden Erzrivalen sein.
In den Siebzigern spielte man um den Titel, seit den späten Neunzigern kämpften beide Vereine um die Klasse, bzw. um den Aufstieg. Und heute? Heute rankt die Borussia auf Platz 3 der Bundesliga, der FC mit einem Spiel weniger auf Platz 11. Für viele geht Mönchengladbach als Favorit ins Spiel, denn nach zuletzt drei Siegen in Folge hat man zusätzlich Selbstvertrauen getankt und möglicherweise die Angst beim Gegner geschürt.
Auch die direkte Bilanz spricht für den VfL, in 78 Spielen ging man 42 als Sieger vom Platz bei 21 Niederlagen. Und auch die letzten beiden Spiele sprechen für die Elf von Lucien Favre, 4:0 in Köln und 5:1 im heimischen Borussia Park. Eigentlich sollten die Kölner die Hosen voll haben, doch Podolski und Co. wollen Wiedergutmachung.
Und die Fans? Auf beiden Seiten ist es verdächtig ruhig. Waren die letzten Derbys noch als Sicherheitsrisiko eingestuft, ist dies beim jetzigen Aufeinandertreffen nicht der Fall, die Polizei geht von einem ruhigen Abend aus. 49 Borussen und 130 Kölner sollen ein schriftliches Stadtverbot erhalten haben. Ums Stadion soll es ein Alkohol- und Glasflaschenverbot geben, dies wird vermutlich einige Dolle nicht daran hindern trotzdem mit Glas auf die fahrende Straßenbahn zu werfen. Wir werden sehen wie ruhig der Abend verlaufen wird.
In diesem Sinne
DERBYZEIT!!!
Derby-Cup in Aachen
Noch befinden sich die Profis in der Sommerpause, viele Fans können den Saisonstart kaum erwarten, sie überbrücken das Sommerloch so gut es geht, die Vorfreude auf die Transfers, die neuen Spieler und auf die neue Saison ist groß.
Bevor die Saison aber los geht, bereiten sich die Teams vor. Am 04.07.2011 kommt es am Aachener Tivoli zu einem Leckerbissen aus Derbysieg-Sicht. Bei dem Blitzturnier in Aachen, welches als Sport1-Derby-Cup ausgerufen wird, sind neben dem Gastgeber Alemannia Aachen, auch Borussia Mönchengladbach und Fortuna Düsseldorf am Start. Dabei spielen die Teams jeweils gegeneinander, ein Spiel dauert 45 Minuten, der Gruppenerste wird Turniersieger sein.
Sport1 überträgt den Derby-Cup live und wird die genauen Sendezeiten noch bekannt geben.

M´gladbach - Köln 5:1
5:1, in Worten FÜNF zu EINS! Nach dem 4:0 Hinspiel Erfolg der Borussia, macht das 9:1 Tore und 6 Punkte, ein toller Erfolg, aber die Abstiegssorgen sind nach wie vor groß und die Hoffnung gering, doch diese ist zurückgekehrt in den Borussia Park.
Wer lieber mit dem Hund Gassi war, mit der Familie picknicken oder zum Komasaufen im Biergarten war, um sich selbst zu schützen, der wird sich hinterher ärgern nicht dabei gewesen zu sein. Zum ersten mal seit langem war das Derby in Mönchengladbach nicht ganz ausverkauft, teilweise wurden Tickets zurückgegeben, weil man sich die Schmach des Erzfeindes nicht antun wollte, doch diese blieb größtenteils aufgrund des Spektakels aufm Platz aus. Mit 53.104 Zuschauern und Fans war der Borussia Park dennoch gut besucht.

Intro FC Fans
Apropo Polizei, da war ja noch was: “MG ♥ 110″ war auf Tshirts der Kölner zu lesen, was auch immer das heißen mag, der Block 1900 bedankte sich artig für die nachträglichen Glückwünsche zum Anlass des 110. Geburtstag der Borussia.
Ein einseitiges Derby
Wenn am Sonntag die Borussia den verhassten FC empfängt, dann ist es vermutlich die allerletzte Chance für Mönchengladbach nochmal Hoffnung auf den Klassenerhalt zu verbreiten. Die Fanszene ist zwiegespalten, für viele steht der Abstieg bereits fest, auch wenn rechnerisch noch alles möglich ist, aber das ist Theorie und wohl Wunschdenken, das totale Ausblenden der Realität und das Nagen am letzten Strohhalm. Die Realität sieht anders aus, gegen die direkte Konkurrenz konnte mehrfach nicht gewonnen werden, es sind 5 Punkte auf den Relegationsplatz, den die Millionentruppe von VW belegt, auf Platz 15 sind es sogar 7 Punkte, die Verantwortlichen räumen keine Fehler ein und müssen am Ende der Saison dafür grade stehen. Und wenn das noch nicht genug, kommt mal eben so eine Opposition um die Ecke, die sich “Initiave Borussia” nennt, die aus dem ganzen Kapital schlägt, auch wenn die Masse der Nordkurve diese Leute nicht will.
Und ausgerechnet jetzt kommt das Derby! Das Derby gegen eine Mannschaft, die nach dem 0:4 Hinspiel bereits tot war, Trainer Soldo wurde wenige Tage später entlassen, Manager Pleitemeier folgte kurz darauf. Seitdem geht es in Köln aufwärts, das Glück kam zurück und mittlerweile kann man aufgrund eines klaren Kopfes und erledigter Abstiegssorgen befreit aufspielen. Dieses Derby kommt für alle Fans des FC Kölns zum richtigen Zeitpunkt, all die Schlachten, die in den letzten Jahren verloren gingen, kann man mit einem Akt zunichte machen, denn wenn man in Gladbach gewinnt, dann mit Sicherheit zur Freude von rot-weiß-rot und zum Leid von schwarz-weiß-grün.
Das Schmerzvolle an der Sache ist, die Fans von Borussia Mönchengladbach können keine Antwort darauf geben, stattdessen meiden einige dieses Spiel, gehen lieber mit dem Hund Gassi, mit der Familie picknicken oder zum Komasaufen in den Biergarten. Zu viel für die Mönchengladbacher Seele, die sich den Sommer herbeisehnt und vor allem die neue Saison, um dann mal wieder mit Freude und Jubel ihre Borussia in vollen Zügen genießen zu können, das ist die Hoffnung, die nach der Resthoffnung Klassenerhalt bleibt, Hoffnung auf bessere Tage.
Es ist Derbyzeit im Rheinland, doch bisher ist davon wenig zu spüren. Es ist ruhig, hier und da liest man vereinzelte Threads und Postings, die einen freuen sich, andere haben regelrechte Angst dieses Derby zu verlieren. Vielleicht liegt es an der Situation beider Vereine, denn der FC und auch die Borussia sitzen am Tabellenende fest, die direkte Konkurrenz um den Klassenerhalt ist bereits Meilen voraus. Wer am Samstag verliert, der wird Spott ernten und der wird doppelt schmerzen, denn keiner von beiden Clubs kann sich eine Niederlage erlauben. Ein Unentschieden wäre symptomatisch, würde ebenso keinen helfen, außer der Konkurrenz.
Es ist zwar Derbyzeit, aber das Derby kommt zum falschen Zeitpunkt. Die RP schreibt: “Wer morgen die Nerven verliert, der wird auch die wegweisende Bundesliga-Begegnung verlieren”, genau das trifft den Nagel aufn Kopf, ein Nervenspiel, reine Kopfsache also und der Kopf ist nicht frei, der ist voller Sorgen, voller Abstiegssorgen.
Vielleicht ist es aber auch die Ruhe vor dem Sturm, die Borussen haben bereits in dieser Saison gezeigt zu was sie im stande sind, das Problem ist nur, dass 4 Tore geschossen werden müssen, um ein Spiel zu gewinnen. Vier Tore hat man in Köln schon öfter geschossen, zuletzt beim 2:4 Auswärtssieg im März 2009. Aber auch der FC hat bereits gezeigt, dass sie durchaus schnellen und starken Fußball spielen können. Das Heimspiel gegen Hoffenheim ging zwar 1:1 aus, aber die Geißböcke haben ein starkes Spiel gezeigt und die Hopp-Elf am Rand einer Niederlage gehabt. Zu Hause hat der FC Köln 7 von seinen 8 Punkten geholt, der 3:2 Sieg gegenüber dem Hamburger SV ist noch frisch. Der letzte Heimsieg der Kölner gegen Gladbach ist jedoch bereits 5 Jahre her, damals traf u.a. Prinz Poldi, der auch in diesem Jahr wieder mit von der Partie ist und gemeinsam mit Milivoje Novakovič dafür sorgen möchte, dass der Schnitt von 3 Gegentoren Mönchengladbach erhalten bleibt.
Derbytime, doch Freude sieht anders aus!
Krisengipfel am Rhein
D-E-R-B-Y-T-I-M-E
Montag der 08.11.2010, noch 5 Tage, mit jedem Atemzug und jedem Gedanken an die bevorstehende Schlacht schlägt das Herz schneller, das Adrenalin hat die Aufgabe den Körper auf Kampf und Furcht vorzubereiten, es erhöht die Durchblutung in den Muskelgruppen. Gladbacher und Kölner geben sich die Infusion, das traditionelle und hoch explosive Derby im Rheinland steht bevor. Auch die Sicherheitsbeamten bereiten sich darauf vor, in ersten Gerüchten hieß es, dass für die Gästefans aus Mönchengladbach vor dem Stadion Zelte aufgebaut werden sollen, in denen Leibesvisitationen durchgeführt werden sollen, bisher wurden dieses Gerücht aber nicht bestätigt.
Fakt ist aber, dass auch dieses Jahr wieder ein Glasflaschenverbot eingeführt wurde, das aber wieder nur Fans von der Borussia betrifft. Schon bei der Abfahrt in Mönchengladbach soll es zu Kontrollen kommen, gut möglich, dass Fans ohne Karte erst gar nicht den Bahnhof betreten dürfen. Schon im Vorfeld gab es reichlich Briefe für ein Stadt- und Stadionverbot auf beiden Seiten. Nun ist die Nichtmitnahme von Glasflaschen nachzuvollziehen, doch auf der anderen Seite wird es Glasflaschen wieder auf Höhe des Bistros in Köln regnen, wie immer. Wenigstens dürfen die Gladbacher Gastronomen wieder Alkohol ausschenken, im Stadion selbst soll es am Samstag keinen Alkohol geben. Mehr als 1000 Polizisten wollen für Ordnung und Sicherheit sorgen. Auch im Vorfeld sollen sich Vertreter der “Fangruppen” in Mönchengladbach am Borussia Park getroffen haben. Warum im Borussia Park, das Spiel findet nicht in MG, sondern in Köln statt, und warum man wieder kuscht und am Ende wieder mit Flaschen beworfen wird, weiß der Kuckuck.
Sportlich gesehen sind beide Vereine auf Augenhöhe. Seit Jahren, an sich war es ja immer schon so, bis auf wenige Ausnahmen, dass sich beide Clubs im Gleichschritt in der Liga bewegen. Seit vielen Jahren kennt man in Mönchengladbach, als auch in Köln nichts anderes als den Abstiegskampf. Und auch dieses Jahr stehen die Vereine wieder mitten im Schlamassel. Borussia auf 18, der FC auf 17, Krisengipfel am Rhein. Ein Derby zu verlieren ist nie schön, aber wer dieses Derby verliert, ist auf dem besten Weg zurück in die zweite Liga, auch wenn es noch “früh” in der Saison ist. Vielleicht steigen am Ende der Saison beide Vereine ab, das wäre nur symptomatisch für die Parallele beider Clubs.
Auch für das Weitermachen beider Trainer ist der Ausgang des Spiels stark ergebnisabhängig. Gewinnt der kölsche Interimstrainer Frank Schaefer, darf er weitermachen. Bei einer Niederlage dürfte er seinen Platz wieder räumen, Huub Stevens und der ehemalige Gladbach-Coach Hans Meyer sollen die Favoriten auf dessen Posten sein. Auch Michael Frontzeck ist zum Siegen verdammt. Nur 7 Punkte konnte das Urgestein aus 11 Spielen holen, seine Abwehr kassiert im Schnitt 3 Tore pro Spiel, zu viel für einen Bundesligisten. Verliert er in Köln, dann hat er vielleicht noch 1-2 Spiele auf Bewährung, in Gladbach will man mit ihm weiter arbeiten, doch der Druck würde bei einer Niederlage weiter zunehmen.
Am 13.11.2010 um 17:15 (+1) wissen wir mehr, doch bis dahin schlägt das Herz … schneller und schneller, Bluthochdruck im Rheinland, da hilft nur noch eine Pille und die heißt:
D-E-R-B-Y-S-I-E-G
Borussia Mönchengladbach und der 1.FC Köln trennten sich beim gestrigen Derby am Rhein 1:1, dabei ging das Ergebnis in Ordnung, sodass beide Teams, sowie die Anhängerschaft nicht unzufrieden sein können. Hauptsache nicht verloren, mag sich so manch einer gedacht haben.
Dass der Schiedsrichter nach genau 90 Minuten Spielzeit das Spiel abgepiffen hat, mag wohl auch aus Deeskaltionsgründen geschehen sein. Nach dem Spiel ging alles seelenruhig, als wäre es ein Freundschaftsspiel gewesen, geschlossen in die nahegelegenden Verkehrsmittel, zwar hörte man hier und da Anfeindungen, die hört man allerdings auch, wenn Schnee Weiß Betlehem auf Grün Weiß Donnerstag trifft. Einzig vorm Spiel gab es ein-zwei Aktionen, die an vergangene Derbys erinnerten.
Schon bei der Abfahrt in Mönchengladbach wurden die Fans in schwarz nach Flaschen, Alkohol und sonstigen Sachen kontrolliert, andere sogar mussten ihre Karten und ihre Ausweise vorzeigen. So ging es mit dem Mob im Sonderzug Richtung Köln-Ehrenfeld, wo ein riesiges Polizeiaufgebot den Gast aus Gladbach begrüßte. In Schwarz und Grün ging es dann mit der Straßenbahn über die Aachener Straße nach Müngersdorf. Die kölsche Fans begrüßten die Borussen weniger freundlich, wieder flogen Flaschen und andere Gegegenstände gegen die Straßenbahn und genau hier kann man kritisch hinterfragen was für einen Sinn ein Flaschenverbot für die Gladbacher hatte, wenn die Gefahr mit Flaschen beworfen zu werden viel größer war. Zum Glück ist auch diesmal wieder niemand von einer Flasche getroffen worden, nur wenn es weiterhin solche Idioten gibt, wird der Tag auch kommen, wo jemand verletzt wird. Den Flaschenschmeißern sollte klar sein, dass es keine Wattebällchen sind, die man sich in der sonstigen Freizeit zuwirft.
Am Stadion angekommen wurden Gladbacher und Kölner streng getrennt. Während die Gäste durchgelotst wurden, wurden die Gastgeber festgehalten. Erst als die “Fohlen” durch waren, öffneten sich die Schranken für die Geißböcke und genau hier kam es zum zweiten Zwischenfall. Hinter der Gästekurve gab es einen Zaun, der die Gladbacher und die Kölner, die ihrerseits eine Karte für die Nordkurve hatten, getrennt. Dieser Zaun wurde von einem großen Gladbacher Mob gestürmt. Wie zwei Gruppen kläffender Hunde stand man sich kurzzeitig gegenüber, die Polizei war schnell vor Ort, genau so schnell war Gladbach wieder auf seiner Seite.
Insgesamt war es ein ruhiges Derby. Zum einen hatte das mächtige Polizeiaufgebot Eindruck gemacht, zum anderen sorgte das zufriedenstellende Unentschieden nach dem Spiel für Ruhe. Vor dem Spiel kam Kritik auf warum man ein solches Hochsicherheitsspiel Freitags um 20:30 anpfeifen lässt. Am Ende kann die Staatsmacht mit bestem Gewissen sagen, sie habe alles richtig gemacht, keine bis wenig Fehler gemacht. Die Müdigkeit der Fangruppen tat sein übriges. Der Sonderzug kam gegen 1 Uhr nachts am Hauptbahnhof in Mönchengladbach an.
Zum Support beider Fangruppen ist zu sagen, dass der Punkt zumindestens bis zum 1:1 Ausgleich an Gladbach ging. Beeindruckend war der Gladbacher Wechselgesang in der ersten Hälfte. Die Fans vom FC hatten es schwer sich dagegen zu stämmen, vereinzelt kamen sie durch, im großen und ganzen bleibt aber die Erkenntnis, dass die Südkurve von Köln das gleiche Problem hat, wie viele Heimkurven. Auf eine Choreo verzichtete Köln, einzig einige Spruchbänder wie “Kontrolliertes Abbrennen von Pyrotechnik ist kein Verbrechen” wurden präsentiert. Die Banner der kölschen Fanclubs waren verkehrt herum aufgehangen als Protest gegen die Repressalien, die angedacht sind/waren und auch vollzogen wurden.
Das Spiel beider Mannschaften war ausgeglichen, letztlich kann man von einem gerechten 1:1 Unentschieden sprechen, auch wenn die Kölner in der Schlussviertelstunde das gefährlichere Team waren und sogar nach dem Ausgleich die Riesenchance zum Führungstreffer hatten. Beide Tore waren echt sehenswert, das von Reus durch ein tolles Solo und schön abgeschlossen und das Tor von Maniche, das der Portugiese mit einem Sonntagsschuss oben rechts in den Winkel abschloss. Somit gab es keinen Sieger, aber eben auch keinen Verlierer und genau das ist die positive Erkenntnis, denn nichts ist schlimmer, als gegen den Rivalen zu verlieren.
In diesem Sinne, DERBYSIEG!!!



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Aschermittwoch in Köln, dabei hatte die Karnevalszeit doch erst zwei Tage zuvor angefangen. Der 12 Spieltag wird den FC-Anhängern lange in Erinnerung bleiben. Ein Derby zu verlieren ist immer schmerzhaft, man kann ein Derby verlieren, aber man darf es nicht, schon gar nicht in der Form wie es geschehen ist. Aus 11 Spielen kassierte die Fohlen-Elf 33 Tore, das macht 3 Gegentore pro Spiel, in keinem Spiel blieb Gladbach zu 0, doch gegen den FC blieb der Kasten sauber.