Archive for Juni, 2009

Category: Derbys Deutschland,Derbys Großbritannien – Autor: Derbysieger – 14:08

Ja, es war „nur“ die U21-Nationalmannschaft, die gestern im schwedischen Malmö Geschichte schrieb und durch einen überraschend deutlichen und hochverdienten 4:0-Triumph über den ewigen Rivalen England zum ersten Mal den Europameistertitel für Deutschland unter Dach und Fach brachte. Über 8 Millionen Zuschauer bundesweit berauschten sich an dem Ergebnis und der beeindruckenden Vorstellung der Jungs von Bundestrainer Horst Hrubesch und sahen die mit Abstand beste Tuniervorstellung des Teams zum bestmöglichen Zeitpunkt. Auch diese imposante Zahl verdeutlicht das Heraustreten der vormals oft stiefmütterlich behandelten Nachwuchsarbeit aus den Tiefen der Bedeutungslosigkeit ins strahlende Rampenlicht. Darüber hinaus gibt es weitere äußerst erfreuliche Begleiterscheinungen:

Zunächst ist Deutschlands Nachwuchs endgültig und nachhaltig aus seinem Dornröschenschlaf erwacht und hat nach den EM-Titeln mit der U17 und der U19 das Titel-Triple perfekt gemacht. Die jahrelange Dominanz der anderen Nationen, vorwiegend der Holländer, Spanier und Italiener konnte gebrochen und ein richtungsweisendes Signal für die Zukunft des deutschen Fußballs ausgesandt werden. Grundlage dafür waren die zielgerichteten Investitionen in die Nachwuchsförderung in den letzten Jahren, die die Ausbildung zahlreicher hochtalentierter und erfolgshungriger Nachwuchskicker in den Leistungszentren ermöglichten. Auch die Tatsache, dass alle im Kader befindlichen Spieler ihre Meriten in der 1. oder 2. Bundesliga erwerben, ist ein interessanter Aspekt. Die Arbeit in den Klubs wird durch diesen Erfolg deutlich aufgewertet und lässt darauf hoffen, dass auch in Zukunft vermehrt auf den eigenen Nachwuchs gesetzt wird, den Nachweis der Tauglichkeit haben die Jungs von Bundestrainer Horst Hrubesch jedenfalls nachhaltig und eindrucksvoll erbracht – nun gilt es, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen, um vielleicht auch künftig wieder im Vereinsfußball die erste Geige zu spielen, allem Gejammere über fehlende Fernseheinnahmen und Ölscheichs zum Trotz, vielleicht erleben wir gerade die Geburt einer neuen „goldenen Generation“.

Der eigentliche Glanz des Erfolges drückt sich jedoch im gedemütigten Gegner und seinen Rundumschlägen der meinugsbildenden Organen aus: England, das Mutterland des Fußballs und Erzrivale seit der allerersten Stunde, wurde nicht nur besiegt, nein, es wurde förmlich zerstört und gedemütigt. Ein ganz besonderer Genuss – weiß man doch über die sonst literweise ausgeschüttete Häme des englischen Boulevards über den ungeliebten Nachbarn im gegenteiligen Fall. Allein deshalb gilt es diesen Moment zu genießen und voll auszukosten, schließlich kann man sich bei all den Peinlichkeiten der Insulaner im Nationaltrikot in den vergangenen Jahren nicht sicher sein, ob sich die Wege beim nächsten großen Turnier wirklich kreuzen, oder ob nicht erneut die Qualifikation, die Gruppenphase oder allerspätestens ein Elfmeterschießen in der KO-Runde einem Duell im Wege steht.

Stellvertretend dafür ein Auszug aus dem „Telegraph“: „More Gotterdammerung for England against the Germans and this one was even composed by Wagner at the end. How embarrassing. England were utterly outclassed, utterly out-thought by Germany. Don’t mention the four.“

Doch genug Spott und Häme für den am Boden liegenden Gegner für den Moment. Stattdessen ein dickes Dankeschön an die junge Rasselbande, die von dem überragenden Torhüter Manuel Neuer, der bärenstarken Innenverteidigung mit Benedikt Höwedes und Jerome Boateng, Kapitän Sami Khedira und dem im Finale überragenden und zu jeder Zeit Spielwitz und Torgefährlichkeit ausstrahlenden Mesut Özil zum Titel geführt wurde. Der Architekt dieses intakten Mannschaftsgefüges und historischen Erfolges aber ist Horst Hrubesch, vormals als Relikt aus der peinlich anmutenden Ribbeck-Ära um die Jahrtausendwende abgestempelt, der mit seiner feinen und geradlinigen Menschenführung, eine verschworene Einheit formte, die vor Ehrgeiz brannte. Als erster Verband ist der DFB nun im Besitz aller drei EM-Trophäen im Jugendbereich. Präsident Theo Zwanziger brachte es beim Mannschafts-Bankett treffend auf den Punkt: „Horst Hrubesch hat eine großartige Leistung vollbracht. Da werden wir ihm auch die nächsten Knollen verzeihen, die er sich immer mal wieder auf der Autobahn einfängt und die manchmal beim DFB landen.“

Marc Strasser

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29 Jun

Endspiel 1959

Category: Eintracht Frankfurt,Kickers Offenbach – Autor: Derbysieger – 18:02

Das Los hat ergeben, dass die Erzrivalen aus Hessen, die Städte, die nur einen Steinwurf voneinander entfernt sind, in der ersten Runde des DFB Pokals aufeinander treffen.
1959, als die Bilder noch schwarz-weiß und die meisten von uns noch Bettgeflüster waren, spielten die zwei Teams aus Hessen das Endspiel der deutschen Meisterschaft aus. Nach nur wenigen Sekunden stand es schon 1:0 für die Eintracht, doch nur sieben Minuten später glichen Kickers bereits aus. Das torreiche Spiel ging in die Verlängerung und ist in beiden Lagern legendär, aber seht selbst:

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Category: Eintracht Frankfurt,Kickers Offenbach – Autor: Derbysieger – 18:49

Derbyzeit HessenIn der ersten DFB Pokal Runde treffen die Kickers auf Offenbach auf den Erzrivalen Eintracht Frankfurt. Dieses Los zog die „Glücksfee“ Renate Lingor so eben in der ARD Sportschau. Damit kommt es endlich wieder zum Klassiker. Zwar spielt die Eintracht meist höherklassig, im direkten Vergleich weisen sie gegenüber den Kickers aber eine negative Bilanz auf. In bisher 104 Derbys gewann Offenbach 43 mal bei 39 Niederlagen, 22 mal trennten sich die Clubs unentschieden.

„Eine bessere Saisoneröffnung hätten wir uns nicht wünschen können“, freute sich Eintracht-Trainer Michael Skibbe. „Das wird ein Derby, auf das sich ganz Hessen freut. Klar ist natürlich, dass wir als Sieger vom Platz gehen wollen.“ Auch Heribert Bruchhagen ist zufrieden. „Jetzt dürfen sich die Fußballanhänger in Rhein-Main freuen“, sagte der Eintracht-Vorstandschef.

Und auch der Wunsch von Kickers-Manager Andreas Möllers ging in Erfüllung: „Klar, ein Derby gegen die Eintracht ist immer klasse“, hatte Möller vor der Auslosung gesagt, „zumal es wegen des Stadion-Neubaus das letzte auf dem legendären Bieberer Berg wäre“, so der Ex-Weltmeister.

Im letzten Aufeinandertreffen 2006/2007 im DFB Pokal scheiterte Kickers Offenbach gegen Eintracht Frankfurt im Viertelfinale, drei Jahre zuvor schmissen die Frankfurter in der ersten Runde ebenfalls die Offenbacher raus, damals benötigten sie gegen den damaligen Regionalligisten aber ein Elfmeterschießen.

Endlich wieder Derbyzeit in Hessen!!!

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21 Jun

Fla-Flu Derby

Category: Derbys Weltweit – Autor: Derbysieger – 17:27

Während Europa Urlaub macht, rollt der Ball im Sommer am Zuckerhut. Am 28.06.09 findet in Brasilien das wohl eines der spektakulärsten Fußballderbys statt. Es treffen sich zum großen Showdown im sogenannten Fla-Flu Flamengeo Rio de Janeiro und Fluminese Rio de Janeiro, wobei Flu das Heimrecht im altwürdigen Maracaná haben wird. Am Sonntag ist Fußball-Karneval in Rio, ganz Brasilien und Südamerika wird auf dieses Derby schielen, hier ein Vorgeschmack aufs Spiel:

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Category: Derbys Weltweit – Autor: Derbysieger – 17:07

Jeder von uns könnte eine Top 20 der besten Fußball-Derbys aufstellen und immer würde die Top 20 anders aussehen, rein subjektiv eben. Rein subjektiv ist auch die folgende Top 20, die von einem in München lebenden Griechen zusammengestellt wurde. Im fünften und damit letzten Teil mit dabei:

  • Cracovia Krakau – Wisla Krakau
  • Galatasaray Istanbul – Fenerbahce Istanbul

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Category: Derbys Weltweit – Autor: Derbysieger – 17:31

Andres Escobar (13 March 1967 - 2 July 1994)Wenn man an Kolumbien denkt, denkt man an politische Morde, an kriminelle Banden, an Guerilla-Krieger, an Armut, an die Mafia, an den Drogenhandel, an den Anbau von Kokain und an Pablo Escobar. Man denkt aber auch an einen Fußballer, der den selben Namen trug, wie der mächtige El Patron, ich spreche von Andres Escobar, einem ehemaligen kolumbianschen Fußballprofi, der wegen seines Eigentors bei der WM 1994, Kolumbien schied aus, in seiner Heimat erschossen wurde.

Wenn man aber an den Fußball in Kolumbien denkt, so denkt man auch an das zotelige Haar von Valderama oder an den verrückten Rene Higuita, der durch seine schrägen Torparaden Bekanntheit erlangte. Der Fußball ist Nationalsport in Kolumbien und wenn alle vier Jahre die FIFA zur Fußball-WM bittet, ist Kolumbien immer ein gern gesehener Gast. Ansonsten wissen wir in Europa sehr wenig über den Fußball in Columbien. Im Land des Copa America Siegers von 2001 jedoch sind die Fans nicht weniger fußballverrückt, als anderswo. 2 Teams spielen ein Derby aus, das zu den bekanntesten Südamerikas zählt. Die Rede ist vom Bogota-Derby zwischen Santa Fe Corporación Deportiva und den Los Millonarios.

Beide Teams sind die einzigen ihres Landes, die noch nie den Gang in die zweite Liga haben antreten müssen. Die Erfolge beider Teams liegen schon eine Weile zurück. 1988 wurden die Millionarios, die in blau-weiß ihre Heimspiele austragen, zuletzt Meister. Santa Fe, schmückt sich mit rot-weißen Vereinsfarben, feierte zuletzt 1989 einen Titel, vor 20 Jahren gewannen sie die Copa Columbia. Offiziell wurde das „Blaue Balett“ (Millionarios) 1946 gegründet, 1937 soll der Club aber seine Anfänge gehabt haben. 1941 wurde der Erzrivale in rot-weiß unter dem damaligen Namen Independiente Santa Fe gegründet. Bisher gab es über 250 Classicos, wovon die meisten Siege der blaue Sektor bejubeln durfte. Das Stadion in der Hauptstadt Kolumbiens teilen sich beide Vereine, ausverkauft ist das Nemesio Camacho bei jedem Klassiker, und ausverkauft heißt, es platzt aus allen Nähten.

Trotz youtube und Co. ist es mir nicht gelungen längere Impressionen als diese hier zu finden:
Millionarios vs. Santa Fé Bogotá Derby 2009

Die nächsten Termine für das Bogota-Derby stehen bereits fest. Am 13.September 2009 empfängt Santa Fe die Millionairos, am 18.Oktober tragen die Millionairos ihr Heimspiel aus. Dann vielleicht mit weiteren Impressionen.

Gruß Derbysieger

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Category: Derbys Österreich – Autor: Derbysieger – 17:00

Eine Film-Dokumentation über das Vienna Derby!

Das Wiener Derby ist eine in den 50er Jahren entstandene Bezeichnung für das Aufeinandertreffen der beiden Fußballvereine SK Rapid Wien und FK Austria Wien. Bislang gab es rund 400 Spiele zwischen den beiden Teams, davon waren 286 Pflichtspiele und hiervon wieder 254 Aufeinandertreffen in der Bundesliga. Damit ist das Wiener Derby das am zweitmeisten gespielte Fußballderby Europas, nach dem Old Firm zwischen Celtic Glasgow und Glasgow Rangers.
Quelle wikipedia

1. Teil

2. Teil

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Category: Derbys Deutschland,Lok Leipzig,Sachsen Leipzig – Autor: Derbysieger – 17:13

Die Fans von Lok Leipzig und Sachsen Leipzig treffen sich in der nächsten Saison zum Derbyklatsch in der Oberliga. Ein Hingucker für alle Fans dieses Derbyklassikers. Beide Vereine können sich leiden, wie die Moslems das Schwein, wie Bin Laden die USA oder wie Tante Else den Achselschweiß von Ekel Alfred. Doch eine Gemeinsamkeit werden beide Clubs bald haben, den Hass gegenüber Red Bull Leipzig, den Kampf gegen den kommerziellen Fußball und die Erniedrigung von neumodernen „Fans“.

In Kürze wird der SSV Markranstädt, ebenfalls Teil der Oberliga und im Landkreis Leipzig zu Hause, eine Kooperation mit Red Bull eingehen – um dann den kontinuierlichen Aufstieg in den Profifußball anzustreben. Unter neuem Namen allerdings: als Rasen-Ball Leipzig e. V., kurz RB Leipzig, ergo: Red Bull Leipzig. Die Verträge liegen bereits in der Rechtsabteilung.

Die Medien werden diese Übernahme feiern, wie das „Wunder“ Hoppenheim und eine Fankultur wird entstehen, bei dem jedem richtigen Fan die Galle hochkommen dürfte. Der DFB samt ihrer Redensführer wird dieses Projekt loben und plötzlich will Hinz und Kunz über dieses neue Fußballwunder sprechen.

Lok und Sachsen sind schon gestraft genug und nun das. Wofür gibt es die 50+1 Regel überhaupt, wenn Investoren wie Bayer, VW, Hopp/SAP und nicht zuletzt Red Bull diese geschickt umgehen?

Solidarität mit Lok und Chemie, gegen die moderne Fußballwelt!!!

Satire kann zur Realität werden:

lt. DFB: „BuLi heisst demnächst: DISNEY-LIGA“ !

+++eilmeldung+++

DFB-Zentrale, 30. Mai 2013

Wie der DFB und die DFL heute mitteilten, konnte der Umbau der Fussball-Bundesliga nun auch mit dem neuen Namensgeber, der Walt Disney Corp. abgeschlossen werden.

„Es ist uns gelungen, den deutschen Konsumenten nun endlich eine saubere und familienfreundliche high-end-solution für das Premium-Produkt „Fussball“ anzubieten.“, so der amtierende DFL-Vorstandsvorsitzende.

Der Umbau konnte insbesondere in den vergangenen drei Jahren rapide beschleunigt werden. Nachdem bereits bis 2009 der BAYER-Konzern, VW und SAP ihre Produkte auf dem populärsten deutschen Entertainment-Segment platzieren konnten, erlebte die Fussball-Bundesliga in den darauffolgenden Jahren bis heute einen regelrechten Marken-Boom. Red Bull präsentierte sich seit 2009 in Leipzig mit dem RB Leipzig. Es folgten Bertelsmann Gütersloh, das in nur 18 Monaten eine heimelige und medieal hochmoderne Arena für 28.500 Zuschauer mit bis dahin ungeahnten hostility und marketing-Möglichkeiten on location schuf. Nach der Übernahme von Mainz 05 durch den ZDF-Fernsehgarten und der Erlangung der Aktienmehrheit von Langnese beim finanziell angeschlagenen BVB aus Dortmund, der seitdem als „Dolomiti Dortmund“ firmiert, konnte auch endlich SIEMENS Unterhaching den FC Bayern von einem Champions-League-Startplatz verdrängen.
Einem weiteren Traditionsverein, dem ehemaligen Bonner SC gelang als „Telekom-Teddys“ der Durchmarsch ins Fussball-Oberhaus in Hoffenheimer Manier. Unvergessen bleibt die logistische Meisterleistung, mit der Telekom-Teddys-Macher Callmund die Zuschauer für die in nur 15 Monaten errichtete und mit allen erdenklichen Freizeitangeboten angereicherte, 25.000 Zuschauer fassende Arena direkt aus dem nahegelegenen Phantasialand „ankarrte“, wie er es selbst gerne beschrieb.
Wer kennt heute noch einen Helmut Rahn und seinen Heimatverein Rot-Weiss Essen?! Für Nostalgie ist heute kein Platz mehr – so entschied das RWE nach dem Wegfall der “50+1“ Regel vor drei Jahren. “Energy Essen“ ist seitdem der dritte leuchtende Stern des Ruhrgebiets neben “gazprom schalkski“ und “Dolomiti Dortmund“. Die drei Vereine können ihre Spielstätten immerhin oft zur Hälfte füllen. Denn natürlich verlangte der Umbau zu einer zukunftsträchtigen Liga mit Chancen im europäischen Wettbewerb Opfer: ehemals stolze Traditionsvereine wie Eintracht Frankfurt, der VfB Stuttgart, Werder Bremen und der Hamburger SV konnten dem finanziellen Einsatz der Konzerne nichts entgegen setzen.
Besonders tragisch auch der Fall von Borussia Mönchengladbach, das zwar einen potenten Sponsor hätte präsentieren können, doch scheiterte der Übernahmeversuch seinerzeit an dem Widerstand der Mitglieder, angeführt von einem gewissen “Preussenkasper“, der es nicht hinnehmen wollte, dass der Verein statt “Borussia VfL“ nun „Russia Petrol Mönchengladbach“ heissen sollte.
Keine Chance besassen fortan vormals mächtige Mäzene wie der Nürnberger Teppich-Klopfer oder Martin Kind in Hannover. Im Kampf der Mogule um den attraktivsten Markt in Europa, gelang es Ferrero mit „Nutella Offenbacherers“ als letztem Konzern einen Startplatz in der künftigen Disney-Liga zu ergattern, ehe sie nach amerikanischem Vorbild gesperrt wurde: Abstiege waren den Investoren nicht zuzumuten. Und wo kein Abstieg, da auch kein Aufstieg.

DFL und DFB betonen unisono, dass die Disney-Liga ein hohes Maß an sozialer Verantwortung widerspiegele; die Wahl der Sponsoren trage dem Rechnung. Auf den Trikots dürfen heute keine Bier-Marken mehr angepriesen werden, sondern nur familienfreundliche Produkte wie Brause-Getränke oder Spielwaren. Die immerhin halbvollen Stadien (alle um die 25.000 – 30.000 Zuschauer) reflektierten den Erfolg der Disney-Liga.
Einwänden, in der 2. Liga, der sogenannten „Traditions-Liga“ mit Vereinen wie eben Borussia Mönchengladbach, Eintracht Frankfurt, dem 1.FC Köln, Werder Bremen, dem Hamburger SV, dem Club aus Nürnberg, Hannover 96, Fortuna Düsseldorf, 1860 München oder Hertha BSC Berlin , seien die Stadien aber stets ausverkauft, die Zuschauerzahlen 4 x höher und die Stimmung unvergleichlich gegenüber den Arbeitskreisen „Stimmung“ der Disney-Liga, entgegnen die DFL-Macher:
„Wir präsentieren ein Hochglanz-Produkt und akzeptieren auch nur Hochglanz-Vereine mit auf Hochglanz poliertem Image. Startschwierigkeiten bleiben nicht aus. Wir anerkennen allerdings das Markt-Potenzial einiger Vereine aus der schmuddeligen “Traditions-Ecke“. Und wir haben einen großen Sponsoren-Pool“. Die Disney.Liga ist offen für Expansionen. Wenn also ein Verein sich an einen unserer Partner aus dem Sponsoren-Pool verkaufen möchte…, willkommen!“

Uberblick DISNEY-Liga:
1. VW Wolfsburg
2. SAP Hoffenheim
3. BAYER Leverkusen
4. RED BULL Leipzig
5. BERTELSMANN Gütersloh
6. SIEMENS Unterhaching
7. TELEKOM Teddys Bonn
8. RWEnergy Essen
9. gazprom schalksi
10. DOLOMITI Dortmund
11. NUTELLA Offenbacherers
12. MICROSOFT Magdeburg
13. COCA COLA Cottbus
14. FC ALLIANZ München
15. PLAYSTATION Potsdam
16. Alemannia ALDI
17. NESTLE Neuruppin
18. LUFTHANSA Rostock

Quelle borussen.net
geschrieben von vaughn

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Category: Derbys Skandinavien – Autor: Derbysieger – 07:14

Spannung und Emotionen versprach das 100. skandinavische Derby zwischen Schweden und Dänemark in Gruppe 1. In Stockholm war der in der Tabelle viertplatzierte Gastgeber um Superstar Zlatan Ibrahimovic zum Erfolg gezwungen. Nach der gestrigen 0:1 Niederlage gegen das Team von Morten Olsen hat Schweden schon zehn Punkte Rückstand, damit haben sie nur noch geringe Chancen auf eine Teilnahme an der WM 2010. Den Siegtreffer erzielte Kahlenberg nach einem krassen schwedischen Abwehrfehler.

Während die gelbe Fangemeinde gestern nichts zu feiern hatte und vermutlich auch im nächsten Jahr nichts zu feiern haben wird, stehen hingegen die Danish Dynamites mit einem Bein in der Endrunde und dürfen sich berechtigte Hoffnungen auf Südafrika machen.

1 Dänemark Dänemark 6 5 1 0 13:2 11 16
2 Ungarn Ungarn 6 4 1 1 8:2 6 13
3 Portugal Portugal 6 2 3 1 8:4 4 9
4 Schweden Schweden 5 1 3 1 2:2 0 6
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Category: Holstein Kiel,VfB Lübeck – Autor: Derbysieger – 20:25

Sommerpause? Noch nicht ganz. Bevor es auch für Holstein Kiel und dem VfB Lübeck in den Urlaub geht, steht am Sonntag das Schleswig-Holstein-Derby der Rivalen an. Dabei geht es für Kiel um dem Aufstieg in die 3. Bundesliga. Lübeck hingegen könnte es den Kielern vermiesen, viel mehr jedoch hat für den VfB das Landespokalfinale am kommenden Mittwoch Priorität, denn darüber könnte sich der VfB für den kommenden DFB-Pokal Wettbewerb qualifizieren.

Kiel ist eine Handballmacht, der Fußball hat einen geringeren Stellenwert, um das zu ändern, muss der Aufstieg her. Unmöglich ist es nicht, zwar punktgleich mit Halle, aber mit der besseren Tordifferenz empfängt man den Erzrivalen, der vermutlich Kräfte für das Landespokalfinale schont. Die Spieler von Lübeck geben sich aber emotionsvoll kämpferisch. „Das Duell mit Kiel wird reizvoll. Wir werden denen in die Aufstiegssuppe spucken“, sagte Defensivspieler Nils Lange. Und Torjäger Bastian Henning meinte: „Wir wollen Holstein in der Liga halten. Ich fahre lieber nach Kiel als nach Halle.“ Für die Fans des VfB Lübecks dürfte es nichts schöneres geben, wenn man Kiel den Aufstieg vermasselt, 1999 war es nämlich umgekehrt. Damals vermasselte Holstein den Lübeckern am letzten Spieltag den Aufstieg.

Für die Fans von Kiel wäre es die Krönung auf eine super Saison, sollte man über den Erzrivalen in die 3. Bundesliga aufsteigen.

10.000 Zuschauer werden erwartet, sollte es keine Liveübetragung im Free TV geben, gibt es hier am Sonntag Hinweise zu einem möglichen Livestream.

Es lohnt sich einen Blick auf dieses Spiel zu werfen, beim Schleswig Holstein Derby ist immer was los:

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