Die WM in Südafrika ist im vollen Gange. Die nervigen Vuvuzelas begleiten uns tagtäglich, doch die Tröten gehören zur Fankultur des Landes. In einem Land wo Heiler ganz offiziell die Rolle der Mediziner einnehmen, verwundert es nicht, dass Südafrika ein Entwicklungsland ist, auch was die Fußballkultur betrifft. Es soll viel Gewalt in Südafrika herrschen, doch wenn die Orlando Pirates und die Kaizer Chiefs alljährlich aufeinandertreffen, ist von Gewalt nichts zu spüren.
Soweto liegt südwestlich von Johannesburg, wo u.a. die Pirates und die Chiefs zu Hause sind. Zwar besteht zwischen beiden Clubs eine Rivalität, die in den 70igern ihren Anfang gefunden hat, – Damals wurden die Chiefs gegründet und warben viele Spieler der Pirates ab – doch stehen die Fans teilweise im selben Block, schmücken diesen mit ihren Vereinsfarben und feiern gemeinsam den Fußball und das Derby.
Aktuell gibt es keine großen Auseinandersetzungen zwischen den Fangruppen, sie tanzen zusammen, lachen miteinander, sind für 90 Minuten Rivalen, um nach dem Spiel in Freundschaft das Stadion zu verlassen. Dennoch sind die Fans mit dem Herzen bei ihren Vereinen, es soll wie in Europa und Südamerika eine Art von Religion sein. In den frühen 90igern kam es aber dennoch zu Gewalt, es soll zu Messerstechereien gekommen sein, woraus eine Panik entstanden sein soll, in dieser Panik verloren 42 Fans ihr Leben. 10 Jahren später im Jahre 2001 kam es erneut zu einer Massenpanik, in der 40 Menschen ihr Leben lassen mussten. Es waren aber keine Ausschreitungen, die dran schuld waren, sondern die Funktionäre, die zu viele Fans ins Stadion gelassen hatten. Seitdem und nicht zuletzt wegen der WM ist die Sicherheit ein wichtiges Thema geworden. Zwar ist es alles noch ziemlich locker im Gegensatz zu Deutschland, aber die Standards sind angezogen wurden, selbst die beiden Clubs, die Kaizer Chiefs und die Orlando Pirates treten gemeinsam für ein besseres Image auf, auch diese Aktion hat beide Fangruppen näher zusammen gebracht.
Trotz dieses freundlichen Derbys zählt nur ein Sieg, beim letzten Aufeinandertreffen gab es ein Unentschieden, womit beide leben konnten, hauptsache nicht verloren.


Wenn man an Kolumbien denkt, denkt man an politische Morde, an kriminelle Banden, an Guerilla-Krieger, an Armut, an die Mafia, an den Drogenhandel, an den Anbau von Kokain und an Pablo Escobar. Man denkt aber auch an einen Fußballer, der den selben Namen trug, wie der mächtige El Patron, ich spreche von Andres Escobar, einem ehemaligen kolumbianschen Fußballprofi, der wegen seines Eigentors bei der WM 1994, Kolumbien schied aus, in seiner Heimat erschossen wurde.







Auch im kleinen Rheinderby in der Regionalliga zwischen den U23 Mannschaften von Borussia Mönchengladbach und dem 1.FC Köln gab es keinen Sieger. Etwas enttäuschend sahen nur 380 Zuschauer das Spiel, das ohne besonderen Vorkomnisse blieb. Zwar teilten sich die zweite Mannschaft vom VfB Stuttgart und die Stuttgarter Kickers auch die Punkte, aber dafür hatte das Stuttgarter Derby es in sich. Obwohl die U23 vom VfB bereits mit 4:1 geführt hatte, kamen die Kickers noch zu einem 4:4 Ausgleich.
#Brasilien und Argentinien waren an diesem Wochenende Schauplatz von spannenden Derbys. Das brasilianische Fussballgeschehen stand am vergangenen Wochenende ganz im Zeichen des sogenannten Choque Rei in São Paulo, das diesmal eine besonders feurige Atmosphäre zu bieten hatte. Palmeiras, das unbedingt punkten musste, um seine Titelchancen zu wahren, machte gegen den FC São Paulo im Palestra Italia einen 0:2-Rückstand wett und schaffte noch den Ausgleich. Im Clásico dos Milhões in Rio kam Flamengo zu einem knappen 1:0-Erfolg über Vasco da Gama. Im Mittelpunkt des Geschehens stand der unglückliche Vasco-Verteidiger Jorge Luiz, dessen Eigentor der Mengão drei Punkte bescherte.