Derbys Großbritannien

Category: Derbys Großbritannien – Autor: Derbysieger – 15:40

Zwei Heimsiege in den Londoner Derbys

Der Montag stand ganz im fußballerischen Zeichen zweier mit Spannung erwarteter Londoner Derbys in der Premier League. Zunächst empfing Tottenham Hotspur vor ausverkauftem Haus an der White Hart Lane Lokalrivale West Ham United, direkt im Anschluss bat Tabellenführer FC Chelsea an der Stamford Bridge den FC Fulham zum innerstädtischen Tanz. Am Ende durften sich die Fans beider Heimmannschaften über Erfolge freuen.

Lennon mit Gala-Auftritt

Die Spurs waren von Beginn an das spielbestimmende Team, ließen den Ball schnell und direkt durchs Mittelfeld wandern und kamen vor allem immer wieder über die bärenstarke rechte Seite mit dem pfeilschnellen Aaron Lennon gefährlich vors Gästetor. Folgerichtig fiel dann auch in der 11. Minute die frühe Führung für die Hausherren nach einem neuerlichen Sprint Lennons über die rechte Außenbahn und einer präzisen Hereingabe in die Mitte, wo Luka Modric gekonnt und artistisch vollendete. Der kroatische Nationalspieler stand erstmals seit August wieder in der Startformation von Tottenham und feierte ein gelungenes Comeback. West Ham dagegen, mit Gianfranco Zola an der Seitenlinie, fand nie in diese Partie und hätte schon zur Pause deutlicher in Rückstand liegen können. So dauerte es schließlich bis zur 81. Minute, als der englische Nationalspieler und aktuelle Top-Torjäger der Premier League, Jermain Defoe, mit seinem 14. Saisontreffer, der die Standfestigkeit des Tornetzes nachhaltig prüfte, alles klar machte. Tottenham verbesserte sich in der Tabelle durch den elften Saisonsieg mit 37 Punkten zunächst auf den vierten Platz und hält weiter Kurs in Richtung internationales Geschäft. Die Hammers dagegen stehen mit 18 Punkten weiter tief im Tabellenkeller und bleiben in dieser Verfassung ernsthaft abstiegsgefährdet.

Drogba dreht das Spiel für Chelsea

Nachdem die Meisterschaftsrivalen Manchester United FC und Arsenal FC ihre Spiele am Sonntag gewonnen hatten, lastete der Druck nun auf den Blues, die nur eines ihrer letzten sieben Pflichtspiele erfolgreich bestreiten konnten. Zunächst schien sich die Krise von Chelsea zuzuspitzen, denn Zoltán Gera brachte die Gäste nach Vorarbeit von Paul Konchesky von links und unter gütiger Mithilfe von Ricardo Carvalho schon in der vierten Minute in Führung. In seinem letzten Spiel, ehe er für mehrere Wochen in Richtung Afrika Cup entschwinden wird, gelang Didier Drogba in der 73. Minute per Kopf und seinem 14. Saisontreffer der Ausgleich, ehe Chris Smalling zwei Minuten später per Eigentor für den Siegtreffer der Blues sorgte, bei denen Michael Ballack über 90 Minuten zum Einsatz kam. Teammanager Carlos Ancelotti zeigte sich nach dem Erfolg erleichtert: „Es war kein guter Dezember für uns, aber er ist nun vorbei und ich hoffe, dass wir es im Januar wieder besser machen.“ Chelsea konnte seine Tabellenführung durch den Erfolg zunächst auf fünf Punkte ausbauen. Für Fulham, das letzte Woche Manchester United geschlagen hatte, war es die erste Niederlage nach sieben Spielen.

Marc Strasser

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Category: Derbys Großbritannien – Autor: Derbysieger – 20:30

North London DerbyGanz locker spielte Arsenal London gegen den Stadtrivalen Tottenham Hotspurs auf und gewann klar mit 3:0 das 162. Nord London Derby. Der Erzrivale hatte nichts entgegenzusetzen und musste in nur 50 Sekunden (42/43min.) einen Doppelschlag von van Persie und Fabregas hinnehmen. Van Persie war es, der nur sieben Minuten später das dritte Tor für die “Gunners” und damit den verdienten Sieg erzielte. Seit nun mehr 20 Spielen warten die “Spurs” auf einen Derbysieg im direkten Vergleich. Arsenal London festigt nach dem Erfolg Platz 2, die Tottenham Hotspurs weiterhin auf 4, können aber noch hinter Aston Villa und Manchester City zurückfallen.

Nächstes englisches Derby
28.11.2009 Everton – Liverpool | Merseyside-Derby

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Category: Derbys Großbritannien – Autor: Derbysieger – 22:58

In London gibt es fast jede Woche ein Derby. Zumindest könnte mann es meinen, wenn man die Anzahl der Vereine in Betracht zieht. Brentford, Chelsea, Fulham, QPR, Millwall, West Ham, Charlton Athletic und Crystal Palace kämpfen jedes Jahr um die Vorherrschaft in London. Bei den Fans jedoch gilt das Nord-London Derby zwischen Arsenal FC und den Tottenham Hotspurs als das emotionalste und am meisten umkämpfte Derby in Englands Hauptstadt. Am kommenden Samstag ist es wieder soweit. Das Topspiel des 11. Spieltages der English Premier League ist ohne Frage die Partie zwischen Tabellendritten gegen vierten – Arsenal gegen Tottenham.

Seit 1913 besteht die starke Rivalität zwischen den beiden Vereinen aus Nord-London. Das erste Aufeinandertreffen war jedoch schon im Jahre 1887, als Arsenal noch ihre Heimat in Plumstead (heute im Umkreis von London) hatte. Damals trafen beide Mannschaften in einem Freundschaftsspiel aufeinander und wegen zunehmender Dunkelheit wurde das Spiel 15 Minuten vor Schluss abgebrochen. Als Arsenal dann 1913 von Plumstead nach Highbury umzog, wurde die Rivalität der beiden Klubs verschärft. Die Stadien waren nun nur noch knapp neun Kilometer auseinander und naturgemäß wurde Arsenal durch dieses “Einwandern” in Tottenhams Heimat zum größten Rivalen erklärt.

1919 eskalierte die Rivalität. Die First Division (heute Premier League) sollte um zwei Mannschaften erweitert werden und der Verband entschied dies anhand einer Wahl festzulegen. Chelsea belegte damals den 19. Platz und hätte eigentlich den Gang in die Second Division gehen müssen, jedoch bekamen sie einen der beiden Plätze in der ersten Liga. Tottenham hatte in der abgelaufenen Saison den 20. Platz belegt und wäre somit ebenfalls abgestiegen. Aufgrund der Tatsache dass Chelsea bereits den Platz in der First Division sicher hatte, hoffte Tottenham ebenfalls auf einen Verbleib in der damals besten Liga Englands. Jedoch gewann Arsenal die Wahl nach einer Befürwortung durch den Liga Präsident und zahlreiche andere Fußball-Größen in England zu der Zeit. Oft wurden dem damaligen Arsenal Boss, Sir Henry Norris, Bestechung und andere illegale Machenschaften vorgeworfen, um dieses Ergebnis zu erzielen. Die Tottenham-Anhänger waren mit der Entscheidung nicht im geringsten einverstanden und sahen ihren Stadt-Nachbarn Arsenal als Hauptverantwortlichen für den Zwangsabstieg. Eine große Rivalität entstand.

Seit 1950 gab es erst eine Saison (1977/78) in der Arsenal und Tottenham nicht in derselben Liga spielten. Es gab viele legendäre Aufeinandertreffen und wie bei jeder großen Fußball Rivalität, herrscht zwischen den Fan-Lagern beider Klubs eine ganz besondere Atmosphäre.

Am Samstag den 31. Oktober ist es also wieder soweit. Das North-London Derby zwischen Arsenal FC und Tottenham Hotspurs, dritter gegen vierten, verspricht wieder ein heißer Tanz zu werden.

Felix Röber bloggt für betfair.

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Category: Derbys Großbritannien – Autor: Derbysieger – 16:31

Celtic vs. RangersCeltic Glasgow musste im “Old Firm” Derby die erste Saisonniederlage hinnehmen. In einem packenden Derby behielten letzendlich die Rangers die Oberhand, die sich damit auf einen Punkt an Celtic in der Tabelle herangeschoben haben. Schon nach sieben Minuten netzte der Mann des Tages Kenny Miller zum 1:0 ein, nur acht Minuten später traf er zum 2:0. Zwar traf McGeady für die Celtics in der 25 Minute per Foulelfmeter, am Ende hieß es jedoch 2:1 für die Rangers, die somit das erste “Old Firm” der laufenden Saison für sich entscheiden konnten. Fußball-Nationalspieler Andreas Hinkel sah das Spiel nur von der Tribüne, da er derzeit an Oberschenkelproblemen laboriert. Alles in allem ein packendes Derby im Ibrox Park von Glasgow. Das nächste Glasgower Derby steigt voraussichtlich am 02.01.2010.

Bild rangersfansvcelticfans.com

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Category: Derbys Großbritannien – Autor: Derbysieger – 20:59

Am Sonntag schwappen in Glasgow wieder die Emotionen über. Das 385. Old Firm Derby steht an. Kann sich Celtic bereits am 7. Spieltag mit 7 Punkten vor den Rangers absetzen oder kommen die Blues bis auf einen Punkt heran? Welches Glasgower Team wird am Sonntag seine erste Niederlage der Saison verbuchen? Oder gibt es ein Unentschieden, wie zuletzt im Dezember 2006? Am Sonntag wissen wir mehr, hier ein Vorgeschmack auf das Old Firm Derby:

Relevante Links:
Old Firm auf wikipedia.org
Old Firm auf derbysieg.com
rangersfansvcelticfans.com

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Category: Derbys Großbritannien – Autor: Derbysieger – 07:40

So brisant es auch für die Stadt sein mochte, wirklich einordnen ließ sich das Manchester-Derby nie in die Reihe der großen Lokalduelle in Europa. Zu unterschiedlich waren Qualität und Ziele bei United und City. Doch mehrere hundert Millionen Euro machen es möglich, dass die “kleinen” Citizens – zumindest jetzt zu Saisonbeginn – den “großen” Red Devils auf Augenhöhe begegnen. Und nach einigen Ereignissen im Sommer ist erst recht Feuer drin im ersten Topspiel des Wochenendes am Sonntagnachmittag!

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Category: Derbys Großbritannien – Autor: Derbysieger – 15:34

Das Second City Derby ist das Spiel zwischen  Birmingham City und Aston Villa. Da beide Clubs in Birmingham beheimatet sind, wird dieses Derby auch das Birmingham Derby oder Derby of Birmingham genannt.

Die Rivalität ist deutlich größer als zu West Bromwich Albion, das geografisch näher an Aston gelegen ist. Die Derbys zwischen Aston Villa und Birmingham City gehen bis in das Jahr 1879 zurück. Damals gewann City mit 1:0, die zu der Zeit noch Small Heath Alliance hießen. In 115 Pflichtspielen haben sich beide bisher duelliert, 49 mal ging Aston als Sieger vom Platz, 37 mal City. 1895 fielen die meisten Tore in einem Spiel, vor weit über 100 Jahren schoß Aston Villa Birmingham City mit 7:3 vom Platz. 1988 demütigte Birmingham den Rivalen mit einem 5:0. Der letzte Sieg von Birmingham liegt allerdings 4 1/2 Jahre zurück, im März 2005 gewann City, danach gab es nur noch Niederlagen. Das kommende Second City Derby findet am 13.09 um 13 Uhr statt.

Derbysieger
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Category: Derbys Großbritannien – Autor: Derbysieger – 10:36

Man stelle sich vor es gibt zwei verfeindete Hooligangruppen, die jahrelang auf dieses eine Duell warten müssen, um sich dann mit voller Freude vor die Glocke hauen zu dürfen. Es war wieder so weit. Im englischen Liga Pokal trafen sich Westham United und der FC Millwall. Beide Clubs sind bekannt für ihre gewaltbereiten Fans. So wurde sogar im Film “Hooligans” diese Rivalität thematisiert. Auf der einen Seite die “Inter City Firm”, auf der anderen Seite die “Millwall Bushwhackers”, insofern man es auf diese zwei Gruppen beschränken kann. Sicherlich gibt es auch weitere Gruppen, möglicherweise auch aktuellere Gruppen. Fakt jedoch ist, dass der Hass und die Gewaltbereitschaft nicht weniger geworden ist. Im gestrigen Derby musste der Schiedsrichter mehrmals das Spiel unterbrechen, da es auf den Rängen immer wieder zu Schlägereien gekommen und immer wieder das Spielfeld von den verfeindeten Gruppen gestürmt worden ist. Schon im Vorfeld der Partie kam es in den Straßen von London zu Ausschreitungen, bei dem ein Mann durch einen Messerstich in die Brust verletzt wurde.

West Ham gewann das Derby mit 3:1 nach Verlängerung und zieht somit in die dritte Runde des Ligapokals ein. Hier einige Impressionen vom “Spiel”:

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Category: Derbys Großbritannien – Autor: Derbysieger – 10:50

Großbritanien hat wohl die meisten Derbys. Derbys im klassischen Sinne. Statdrivalen und Cityderbies gibt es auf der Insel wie Sand am Meer und auch diese Saison knallt es wieder in Sheffield, Manchester, London, Liverpool und in Glasgow:

Datum Heim Auswärts Ergebnis Derby
22.08.2009 England Fulham Chelsea London -:- West London
22.08.2009 England Westham Utd. Tottenham Hotspur -:- London
22.08.2009 Wales Cardiff City Bristol City -:- Severnside
29.08.2009 England Nottingham Forest Derby County -:- East Midlands
12.09.2009 England Birmingham City Aston Villa -:- Second City
19.09.2009 England Manchester Utd. Manchester City -:- Manchester
19.09.2009 England Sheffield Utd. Sheffield Wedn. -:- Steel City
03.10.2009 Schottland Glasgow Rangers Celtiv Glasgow -:- Old Firm
17.10.2009 England Blackburn Rovers Burnley -:- East Lancashire
31.10.2009 England Arsenal London Tottenham H. -:- North London
07.11.2009 Schottland Hearts of Midl. Hibernian -:- Edinburgh
07.11.2009 Wales Swansea City Cardiff City -:- South Wales
28.11.2009 England Everton Liverpool -:- Merseyside
19.12.2009 England Newcastle Utd. Middlesbrough -:- Tyne-Tees
26.12.2009 England Southend Utd. Colchester Utd. -:- Essex
28.12.2009 England Chelsea London FC Fulham -:- West London
28.12.2009 England Tottenham Hotspur Westham Utd. -:- London
02.01.2010 Schottland Celtic Glasgow Glasgow Rangers -:- Old Firm
02.01.2010 Schottland Hibernian Hearts of M. -:- Edinburgh
26.01.2010 Wales Bristol City Cardiff City -:- Severnside
30.01.2010 England Derby County Nottingham Forest -:- East Midlands
06.02.2010 England Colchester Utd. Southend Utd. -:- Essex
06.02.1010 England Liverpool FC Everton FC -:- Merseyside
27.02.1010 Schottland Glasgow Rangers Celtiv Glasgow -:- Old Firm
13.03.2010 England Middlesbrough Newcastle Utd. -:- Tyne-Tees
20.03.1010 Schottland Hearts of M. Hibernian -:- Edinburgh
27.03.1010 England Burnley Blackburn -:- East Lancashire
03.04.2010 Wales Cardiff City Swansea City -:- South Wales
10.04.1010 England Tottenham Hotspur Arsenal London -:- North London
17.04.1010 England Sheffield Wedn. Sheffield Utd. -:- Steel City
17.04.1010 England Manchester City Manchester Utd. -:- Manchester
24.04.1010 England Aston Villa Birmingham City -:- Second City
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Category: Derbys Deutschland,Derbys Großbritannien – Autor: Derbysieger – 14:08

Ja, es war „nur“ die U21-Nationalmannschaft, die gestern im schwedischen Malmö Geschichte schrieb und durch einen überraschend deutlichen und hochverdienten 4:0-Triumph über den ewigen Rivalen England zum ersten Mal den Europameistertitel für Deutschland unter Dach und Fach brachte. Über 8 Millionen Zuschauer bundesweit berauschten sich an dem Ergebnis und der beeindruckenden Vorstellung der Jungs von Bundestrainer Horst Hrubesch und sahen die mit Abstand beste Tuniervorstellung des Teams zum bestmöglichen Zeitpunkt. Auch diese imposante Zahl verdeutlicht das Heraustreten der vormals oft stiefmütterlich behandelten Nachwuchsarbeit aus den Tiefen der Bedeutungslosigkeit ins strahlende Rampenlicht. Darüber hinaus gibt es weitere äußerst erfreuliche Begleiterscheinungen:

Zunächst ist Deutschlands Nachwuchs endgültig und nachhaltig aus seinem Dornröschenschlaf erwacht und hat nach den EM-Titeln mit der U17 und der U19 das Titel-Triple perfekt gemacht. Die jahrelange Dominanz der anderen Nationen, vorwiegend der Holländer, Spanier und Italiener konnte gebrochen und ein richtungsweisendes Signal für die Zukunft des deutschen Fußballs ausgesandt werden. Grundlage dafür waren die zielgerichteten Investitionen in die Nachwuchsförderung in den letzten Jahren, die die Ausbildung zahlreicher hochtalentierter und erfolgshungriger Nachwuchskicker in den Leistungszentren ermöglichten. Auch die Tatsache, dass alle im Kader befindlichen Spieler ihre Meriten in der 1. oder 2. Bundesliga erwerben, ist ein interessanter Aspekt. Die Arbeit in den Klubs wird durch diesen Erfolg deutlich aufgewertet und lässt darauf hoffen, dass auch in Zukunft vermehrt auf den eigenen Nachwuchs gesetzt wird, den Nachweis der Tauglichkeit haben die Jungs von Bundestrainer Horst Hrubesch jedenfalls nachhaltig und eindrucksvoll erbracht – nun gilt es, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen, um vielleicht auch künftig wieder im Vereinsfußball die erste Geige zu spielen, allem Gejammere über fehlende Fernseheinnahmen und Ölscheichs zum Trotz, vielleicht erleben wir gerade die Geburt einer neuen „goldenen Generation“.

Der eigentliche Glanz des Erfolges drückt sich jedoch im gedemütigten Gegner und seinen Rundumschlägen der meinugsbildenden Organen aus: England, das Mutterland des Fußballs und Erzrivale seit der allerersten Stunde, wurde nicht nur besiegt, nein, es wurde förmlich zerstört und gedemütigt. Ein ganz besonderer Genuss – weiß man doch über die sonst literweise ausgeschüttete Häme des englischen Boulevards über den ungeliebten Nachbarn im gegenteiligen Fall. Allein deshalb gilt es diesen Moment zu genießen und voll auszukosten, schließlich kann man sich bei all den Peinlichkeiten der Insulaner im Nationaltrikot in den vergangenen Jahren nicht sicher sein, ob sich die Wege beim nächsten großen Turnier wirklich kreuzen, oder ob nicht erneut die Qualifikation, die Gruppenphase oder allerspätestens ein Elfmeterschießen in der KO-Runde einem Duell im Wege steht.

Stellvertretend dafür ein Auszug aus dem „Telegraph“: „More Gotterdammerung for England against the Germans and this one was even composed by Wagner at the end. How embarrassing. England were utterly outclassed, utterly out-thought by Germany. Don’t mention the four.“

Doch genug Spott und Häme für den am Boden liegenden Gegner für den Moment. Stattdessen ein dickes Dankeschön an die junge Rasselbande, die von dem überragenden Torhüter Manuel Neuer, der bärenstarken Innenverteidigung mit Benedikt Höwedes und Jerome Boateng, Kapitän Sami Khedira und dem im Finale überragenden und zu jeder Zeit Spielwitz und Torgefährlichkeit ausstrahlenden Mesut Özil zum Titel geführt wurde. Der Architekt dieses intakten Mannschaftsgefüges und historischen Erfolges aber ist Horst Hrubesch, vormals als Relikt aus der peinlich anmutenden Ribbeck-Ära um die Jahrtausendwende abgestempelt, der mit seiner feinen und geradlinigen Menschenführung, eine verschworene Einheit formte, die vor Ehrgeiz brannte. Als erster Verband ist der DFB nun im Besitz aller drei EM-Trophäen im Jugendbereich. Präsident Theo Zwanziger brachte es beim Mannschafts-Bankett treffend auf den Punkt: „Horst Hrubesch hat eine großartige Leistung vollbracht. Da werden wir ihm auch die nächsten Knollen verzeihen, die er sich immer mal wieder auf der Autobahn einfängt und die manchmal beim DFB landen.”

Marc Strasser

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