Nur noch 2 Tage…
So 24.10. 13:45 Celtic Glasgow – Glasgow Rangers
Im Mutterland der Derbys gibt es zahlreiche Fußballderbies. In dieser Saison fällt leider das Steel City weg, das Spiel zwischen den Stadtrivalen aus Sheffield, da Wednesday in die Leauge One abgestiegen ist. Dennoch bereitet sich die Insel auf ihre Highlights vor, hier die Paarungen im ersten Halbjahr der Saison 2010/2011:
| Datum | Heim | Auswärts | Ergebnis | Derby | |
| 11.09.2010 | ![]() |
Coventry City | Leicester City | -:- | M69 |
| 25.09.2010 | ![]() |
Westham Utd. | Tottenham | -:- | London |
| 03.10.2010 | ![]() |
Chelsea FC | Arsenal FC | -:- | London |
| 16.10.2010 | ![]() |
Cardiff City | Bristol City | -:- | Severnside |
| 17.10.2010 | ![]() |
Everton FC | Liverpool FC | -:- | Merseyside |
| 23.10.2010 | ![]() |
Celtic Glasgow | Glasgow Rangers | -:- | Old Firm |
| 31.10.2010 | ![]() |
Aston Villa | Birmingham | -:- | Second City |
| 06.11.2010 | ![]() |
Hibernian | Hearts of M. | -:- | Edinburgh |
| 06.11.2010 | ![]() |
Cardiff City | Swansea City | -:- | South Wales |
| 10.11.2010 | ![]() |
Man. City | Man Utd. | -:- | Manchester |
| 10.11.2010 | ![]() |
Chelsea | Fulham | -:- | West London |
| 21.11.2010 | ![]() |
Arsenal FC | Tottenham | -:- | North London |
| 28.12.2010 | ![]() |
Derby County | Nottingham Forest | -:- | East Midlands |
Deutschland demontiert England im Klassiker und hat seine Gerechtigkeit für 1966. Highlights vom Spiel:
“It´s germ warfare“…titelte die Sun kurz nachdem feststand, dass Deutschland Achtefinalgegner der Engländer ist. Immer wieder packen die “Tommies”, wie sie hierzulande auch genannt werden, schmutzige Schlagzeilen aus, wenn es zum Aufeinandertreffen der zwei Rivalen kommt. Die Schlagzeilen sind nicht nur schmutzig, sie gehen oft unter die Gürtellinie, sind respektlos und sind alles andere als Satire.
Doch woher kommt diese Antipathie? Ist es der Neid, die Eifersucht, nicht verdaute Niederlagen oder der immer wiederkehrende sportliche deutsche Arschtritt? Wohl sowohl als auch, doch viel mehr liegt der Nährboden einige Generationen zurück. Der 1. Weltkrieg und viel mehr der 2. Weltkrieg hat dazu beigetragen, dass “wir” die motherfucking Krauts sind. Ohne näher darauf eingehen zu wollen, doch wenn man die Geschichte kennt, dann ist es nachzuvollziehen, doch Verbrechen und Leid gab es auf beiden Seiten.
Sportlich hat sich die Rivalität bei und nach der WM 1966 entwickelt, als England seinen bisher einzigen World Cup gewinnen konnte. Gegner war die deutsche Nationalmannschaft, die aufgrund der Ereignisse einige Jahre zuvor nicht gern gesehen wurde. Es stand 2:2, als das bekannteste und umstrittenste Tor der Fußballgeschichte gefallen ist, das Wembley-Tor. Jedem ist die Geschichte bekannt, man muss nicht näher drauf eingehen. Die Engländer streiten bis heute ab, dass es eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters war, auch wenn die modernen TV-Bilder das Gegenteil beweisen. Bis heute feiern die englischen Supporter den Erfolg hämisch in dem Song: “Two World Wars and One World Cup”…
England redet es sich schön und blendet dabei aus, dass in den Folgejahren meist die deutsche Nationalmannschaft die Nase vorn hatte. 1970 schmiss der DFB die Three Lions im Viertelfinale mit 3:2 raus. 1990, bei dem dritten Titel der DFB-Elf, war im Halbfinale Endstation. Dramatisch war der Elfmeterkrimi, bei dem Deutschland mit 4:3 gewann, genau so dramatisch das Elfmeterschießen 1996, als man England im eigenen Land, ebenfalls im Halbfinale raus warf. Und wer holte den Cup? Richtig, Deutschland!
Von der 1:5 Niederlage 2001 in München redet man in Deutschland nicht gern, in England wird diese Demontage noch heute gefeiert.
Deutschland gegen England, das ist auf der einen Seite Krieg, auf der anderen Seite eine Rivalität, von der der Fußball und die Weltmeisterschaft lebt. Das sind die Momente, worauf man sich freut. Das Adrenalin und der Puls steigen, das Bier fließt, die Emotionen kochen und wäre die WM nicht in Südafrika, dann würden sicherlich auch wieder Tische und Stühle fliegen.
Fortsetzung folgt…
Im 387. Old Firm Derby triumphierten die Glasgow Rangers im heimischen Ibrox Park mit 1:0 gegen die Stadt Rivalen von Celtic Glasgow. Damit zogen die Rangers mit 10 Punkten in der Tabelle davon und sind somit wieder auf Titelkurs. Es wäre die 53. Meisterschaft für die Blauen aus Glasgow. Celtic hingegen muss sich “nur” mit Platz 2 begnügen, hat aber angekündigt im nächsten Jahr wieder angreifen zu wollen und in dieser Saison den schottischen FA Cup gewinnen zu wollen, denn noch halten die Celtics im Vergleich zu den Rangers hier den Rekord. 34 Pokalsiege gingen an die Greens, 33 an die Blues, eine never ending Story zwischen den schottischen Erzrivalen aus Glasgow.
Carlos Tevez war der entscheidende Mann im Halbfinal-Hinspiel des Carling-Cups und erzielte beide Treffer beim 2:1-Erfolg von Manchester City gegen Stadtrivale und Titelverteidiger Manchester United. Der argentinische Nationalspieler, der vor der Saison nach langem Hin und Her und unter dubiosen Umständen die Vereinsfarben wechselte, um beim Lokalrivalen anzuheuern, war an diesem Abend kaum zu stoppen und glühte vor Motivation.
„Es war ein sehr besonderes Spiel für mich – aber das war heute für die Fans von City“, sagte Tevez nach der Partie, als er mit provokanten Gesten nach seinem Siegtreffer zum 2:1 (65.) in Richtung United-Bank die Stimmung zum Kochen brachte. Nach Vorlage des Ex-HSV-Spielers Vincent Kompany drückte Tevez das Spielgerät aus kurzer Distanz per Kopf über die Linie. Zuvor hatte der 25-Jährige bereits in der 42. Minute nach einem umstrittenen Foulelfmeter die verdiente Gästeführung durch Ryan Giggs (17.) ausgeglichen. Rafael da Silva soll Craig Bellamy in dieser Szene elfmeterwürdig gefoult haben. In den letzten Minuten der Partie drehte United noch einmal mächtig auf und hatte durch Wayne Rooney und Michael Owen noch zwei gute Chancen zum Ausgleich. City-Coach Mancini zeigte sich nach dem Spiel leicht optimistisch und meinte: „Jetzt haben wir ungefähr eine 51%-ige Chance. Für Carlos war es etwas ganz Besonderes heute und er hat eine exzellente Leistung gezeigt.“ In dieser Verfassung kann sich auch Nationaltrainer Diego Maradona auf die Auftritte seines Stars bei der Fußball-WM im Sommer in Südafrika freuen.
Die „Citizens“ gehen also mit einem knappen Vorsprung in das Rückspiel im altehrwürdigen Old Trafford am kommenden Mittwoch, wo sich entscheiden wird, welcher der beiden Erzrivalen ins Finale am 28. Februar in Wembley einziehen wird. Dort wird vor allem der frühere Publikumsliebling Tevez sehr kritisch empfangen werden und kann sich auf einen heißen Tanz gefasst machen. Die United-Anhänger haben dem Angreifer seinen Wechsel übel genommen und vermuten ausschließlich finanzielle Interessen und Fremdsteuerung seines umstrittenen Beraters Kia Joorabchian, der entscheidenden Einfluss auf seinen Schützling genommen haben soll.
Vor der Partie waren die Wettquoten für einen Auswärtssieg von ManU übrigens in den Keller gesunken, nachdem bekannt wurde, dass „Sir“ Alex Ferguson im Gegensatz zu seiner sonstigen Gewohnheit, nun doch seine beste Elf auch im Pokalwettbewerb aufbieten würde.
Der Gegner im Finale wird bereits heute Abend zwischen den Blackburn Rovers und Aston Villa ermittelt, das Hinspiel am vergangenen Donnerstag hatte der fünfmalige Titelgewinner Villa auswärts mit 1:0 für sich entschieden und damit alle Trümpfe in der Hand.
Marc Strasser
Carlos Tevez war es, der für Manchester City in der 65 Minute im Manchester Derby gegen United zum 2:1 Siegtreffer traf. Ausgerechnet Tevez werden sich die Anhänger von Manu denken, denn der Argentinier wechselte erst diese Saison von den Red Devils zum Lokalrivalen. Das Rückspiel findet am 17. Januar nur wenige Kilometer weiter im Old Trafford statt und egal wer ins Finale einzieht, Manchester ist am 28. Februar in Wembley vertreten.
Müde wird man, wenn man über nichts zu berichten hat, doch so langsam wacht der Fußball in Europa wieder auf und damit auch Derbysieg. Zwar gibt es noch Langschläfer, aber die meisten Vereine stehen mitten in der Vorbereitung. Ein Vorbild ist ja dagegen der britische Fußball, denn auf der Insel gibt es keinen Winterschlaf. Am zweiten Weihnachtstag gab es das Essex Derby zwischen Southend United und Colchester United, das Colchester mit 2:1 für sich entscheiden konnte. Das London-Wochenende nur zwei Tage später hatte zwei Cityderbies im Programm, dabei schlug Chelsea Fulham mit 2:1 und Tottenham Westham mit 2:0.
Das neue Jahr begann mit dem Glasgower Derby, dem so genannten “Old Firm”. Bekannt ist, dass das Old Firm Derby das meistgespielteste Derby Europas ist und zu eines der ältesten der Welt gehört. Einen Tag nach Neujahr trafen sich die großen Rivalen zum 386. Stadt-Derby. Glasgow ist reich beschenkt, was Titel angeht, denn die Meisterschaft wird jedes Jahr unter den beiden Clubs ausgemacht, seit 1985 hat es kein anderes Team geschafft die Glasgower Fußballclubs zu enttrohnen. Nach zuletzt drei Meisterschaften in Folgen für Celtic, konnten 2009 die Rangers ihre 52. Meisterschaft feiern. Dass sie daraus 53 machen, scheint wohl ziemlich sicher, denn nach dem 1:1 Unentschieden am 02.01.10, haben die Rangers 7 Punkte Vorsprung vor den Celtics.
Am selben Tag fand das Edinburg Derby zwischen Hibernian und den Hearts of Midlothian statt, das ebenso 1:1 endete.
Das nächste britische Derby findet am 26.01.10 aber weder in England, noch in Schottland statt, sondern in Wales, genauer genommen in Bristol, denn dort empfangen die Gastgeber Bristol City die nicht gerngesehenden Gäste von Cardiff City zum Severnside-Derby.
Gruß Derbysieger
Bildquelle:bz-berlin.de
Zwei Heimsiege in den Londoner Derbys
Der Montag stand ganz im fußballerischen Zeichen zweier mit Spannung erwarteter Londoner Derbys in der Premier League. Zunächst empfing Tottenham Hotspur vor ausverkauftem Haus an der White Hart Lane Lokalrivale West Ham United, direkt im Anschluss bat Tabellenführer FC Chelsea an der Stamford Bridge den FC Fulham zum innerstädtischen Tanz. Am Ende durften sich die Fans beider Heimmannschaften über Erfolge freuen.
Lennon mit Gala-Auftritt
Die Spurs waren von Beginn an das spielbestimmende Team, ließen den Ball schnell und direkt durchs Mittelfeld wandern und kamen vor allem immer wieder über die bärenstarke rechte Seite mit dem pfeilschnellen Aaron Lennon gefährlich vors Gästetor. Folgerichtig fiel dann auch in der 11. Minute die frühe Führung für die Hausherren nach einem neuerlichen Sprint Lennons über die rechte Außenbahn und einer präzisen Hereingabe in die Mitte, wo Luka Modric gekonnt und artistisch vollendete. Der kroatische Nationalspieler stand erstmals seit August wieder in der Startformation von Tottenham und feierte ein gelungenes Comeback. West Ham dagegen, mit Gianfranco Zola an der Seitenlinie, fand nie in diese Partie und hätte schon zur Pause deutlicher in Rückstand liegen können. So dauerte es schließlich bis zur 81. Minute, als der englische Nationalspieler und aktuelle Top-Torjäger der Premier League, Jermain Defoe, mit seinem 14. Saisontreffer, der die Standfestigkeit des Tornetzes nachhaltig prüfte, alles klar machte. Tottenham verbesserte sich in der Tabelle durch den elften Saisonsieg mit 37 Punkten zunächst auf den vierten Platz und hält weiter Kurs in Richtung internationales Geschäft. Die Hammers dagegen stehen mit 18 Punkten weiter tief im Tabellenkeller und bleiben in dieser Verfassung ernsthaft abstiegsgefährdet.
Drogba dreht das Spiel für Chelsea
Nachdem die Meisterschaftsrivalen Manchester United FC und Arsenal FC ihre Spiele am Sonntag gewonnen hatten, lastete der Druck nun auf den Blues, die nur eines ihrer letzten sieben Pflichtspiele erfolgreich bestreiten konnten. Zunächst schien sich die Krise von Chelsea zuzuspitzen, denn Zoltán Gera brachte die Gäste nach Vorarbeit von Paul Konchesky von links und unter gütiger Mithilfe von Ricardo Carvalho schon in der vierten Minute in Führung. In seinem letzten Spiel, ehe er für mehrere Wochen in Richtung Afrika Cup entschwinden wird, gelang Didier Drogba in der 73. Minute per Kopf und seinem 14. Saisontreffer der Ausgleich, ehe Chris Smalling zwei Minuten später per Eigentor für den Siegtreffer der Blues sorgte, bei denen Michael Ballack über 90 Minuten zum Einsatz kam. Teammanager Carlos Ancelotti zeigte sich nach dem Erfolg erleichtert: „Es war kein guter Dezember für uns, aber er ist nun vorbei und ich hoffe, dass wir es im Januar wieder besser machen.“ Chelsea konnte seine Tabellenführung durch den Erfolg zunächst auf fünf Punkte ausbauen. Für Fulham, das letzte Woche Manchester United geschlagen hatte, war es die erste Niederlage nach sieben Spielen.
Marc Strasser