Im 387. Old Firm Derby triumphierten die Glasgow Rangers im heimischen Ibrox Park mit 1:0 gegen die Stadt Rivalen von Celtic Glasgow. Damit zogen die Rangers mit 10 Punkten in der Tabelle davon und sind somit wieder auf Titelkurs. Es wäre die 53. Meisterschaft für die Blauen aus Glasgow. Celtic hingegen muss sich “nur” mit Platz 2 begnügen, hat aber angekündigt im nächsten Jahr wieder angreifen zu wollen und in dieser Saison den schottischen FA Cup gewinnen zu wollen, denn noch halten die Celtics im Vergleich zu den Rangers hier den Rekord. 34 Pokalsiege gingen an die Greens, 33 an die Blues, eine never ending Story zwischen den schottischen Erzrivalen aus Glasgow.
Carlos Tevez war der entscheidende Mann im Halbfinal-Hinspiel des Carling-Cups und erzielte beide Treffer beim 2:1-Erfolg von Manchester City gegen Stadtrivale und Titelverteidiger Manchester United. Der argentinische Nationalspieler, der vor der Saison nach langem Hin und Her und unter dubiosen Umständen die Vereinsfarben wechselte, um beim Lokalrivalen anzuheuern, war an diesem Abend kaum zu stoppen und glühte vor Motivation.
„Es war ein sehr besonderes Spiel für mich – aber das war heute für die Fans von City“, sagte Tevez nach der Partie, als er mit provokanten Gesten nach seinem Siegtreffer zum 2:1 (65.) in Richtung United-Bank die Stimmung zum Kochen brachte. Nach Vorlage des Ex-HSV-Spielers Vincent Kompany drückte Tevez das Spielgerät aus kurzer Distanz per Kopf über die Linie. Zuvor hatte der 25-Jährige bereits in der 42. Minute nach einem umstrittenen Foulelfmeter die verdiente Gästeführung durch Ryan Giggs (17.) ausgeglichen. Rafael da Silva soll Craig Bellamy in dieser Szene elfmeterwürdig gefoult haben. In den letzten Minuten der Partie drehte United noch einmal mächtig auf und hatte durch Wayne Rooney und Michael Owen noch zwei gute Chancen zum Ausgleich. City-Coach Mancini zeigte sich nach dem Spiel leicht optimistisch und meinte: „Jetzt haben wir ungefähr eine 51%-ige Chance. Für Carlos war es etwas ganz Besonderes heute und er hat eine exzellente Leistung gezeigt.“ In dieser Verfassung kann sich auch Nationaltrainer Diego Maradona auf die Auftritte seines Stars bei der Fußball-WM im Sommer in Südafrika freuen.
Die „Citizens“ gehen also mit einem knappen Vorsprung in das Rückspiel im altehrwürdigen Old Trafford am kommenden Mittwoch, wo sich entscheiden wird, welcher der beiden Erzrivalen ins Finale am 28. Februar in Wembley einziehen wird. Dort wird vor allem der frühere Publikumsliebling Tevez sehr kritisch empfangen werden und kann sich auf einen heißen Tanz gefasst machen. Die United-Anhänger haben dem Angreifer seinen Wechsel übel genommen und vermuten ausschließlich finanzielle Interessen und Fremdsteuerung seines umstrittenen Beraters Kia Joorabchian, der entscheidenden Einfluss auf seinen Schützling genommen haben soll.
Vor der Partie waren die Wettquoten für einen Auswärtssieg von ManU übrigens in den Keller gesunken, nachdem bekannt wurde, dass „Sir“ Alex Ferguson im Gegensatz zu seiner sonstigen Gewohnheit, nun doch seine beste Elf auch im Pokalwettbewerb aufbieten würde.
Der Gegner im Finale wird bereits heute Abend zwischen den Blackburn Rovers und Aston Villa ermittelt, das Hinspiel am vergangenen Donnerstag hatte der fünfmalige Titelgewinner Villa auswärts mit 1:0 für sich entschieden und damit alle Trümpfe in der Hand.
Carlos Tevez war es, der für Manchester City in der 65 Minute im Manchester Derby gegen United zum 2:1 Siegtreffer traf. Ausgerechnet Tevez werden sich die Anhänger von Manu denken, denn der Argentinier wechselte erst diese Saison von den Red Devils zum Lokalrivalen. Das Rückspiel findet am 17. Januar nur wenige Kilometer weiter im Old Trafford statt und egal wer ins Finale einzieht, Manchester ist am 28. Februar in Wembley vertreten.
Müde wird man, wenn man über nichts zu berichten hat, doch so langsam wacht der Fußball in Europa wieder auf und damit auch Derbysieg. Zwar gibt es noch Langschläfer, aber die meisten Vereine stehen mitten in der Vorbereitung. Ein Vorbild ist ja dagegen der britische Fußball, denn auf der Insel gibt es keinen Winterschlaf. Am zweiten Weihnachtstag gab es das Essex Derby zwischen Southend United und Colchester United, das Colchester mit 2:1 für sich entscheiden konnte. Das London-Wochenende nur zwei Tage später hatte zwei Cityderbies im Programm, dabei schlug Chelsea Fulham mit 2:1 und Tottenham Westham mit 2:0.
Das neue Jahr begann mit dem Glasgower Derby, dem so genannten “Old Firm”. Bekannt ist, dass das Old Firm Derby das meistgespielteste Derby Europas ist und zu eines der ältesten der Welt gehört. Einen Tag nach Neujahr trafen sich die großen Rivalen zum 386. Stadt-Derby. Glasgow ist reich beschenkt, was Titel angeht, denn die Meisterschaft wird jedes Jahr unter den beiden Clubs ausgemacht, seit 1985 hat es kein anderes Team geschafft die Glasgower Fußballclubs zu enttrohnen. Nach zuletzt drei Meisterschaften in Folgen für Celtic, konnten 2009 die Rangers ihre 52. Meisterschaft feiern. Dass sie daraus 53 machen, scheint wohl ziemlich sicher, denn nach dem 1:1 Unentschieden am 02.01.10, haben die Rangers 7 Punkte Vorsprung vor den Celtics.
Am selben Tag fand das Edinburg Derby zwischen Hibernian und den Hearts of Midlothian statt, das ebenso 1:1 endete.
Das nächste britische Derby findet am 26.01.10 aber weder in England, noch in Schottland statt, sondern in Wales, genauer genommen in Bristol, denn dort empfangen die Gastgeber Bristol City die nicht gerngesehenden Gäste von Cardiff City zum Severnside-Derby.
Der Montag stand ganz im fußballerischen Zeichen zweier mit Spannung erwarteter Londoner Derbys in der Premier League. Zunächst empfing Tottenham Hotspur vor ausverkauftem Haus an der White Hart Lane Lokalrivale West Ham United, direkt im Anschluss bat Tabellenführer FC Chelsea an der Stamford Bridge den FC Fulham zum innerstädtischen Tanz. Am Ende durften sich die Fans beider Heimmannschaften über Erfolge freuen.
Lennon mit Gala-Auftritt
Die Spurs waren von Beginn an das spielbestimmende Team, ließen den Ball schnell und direkt durchs Mittelfeld wandern und kamen vor allem immer wieder über die bärenstarke rechte Seite mit dem pfeilschnellen Aaron Lennon gefährlich vors Gästetor. Folgerichtig fiel dann auch in der 11. Minute die frühe Führung für die Hausherren nach einem neuerlichen Sprint Lennons über die rechte Außenbahn und einer präzisen Hereingabe in die Mitte, wo Luka Modric gekonnt und artistisch vollendete. Der kroatische Nationalspieler stand erstmals seit August wieder in der Startformation von Tottenham und feierte ein gelungenes Comeback. West Ham dagegen, mit Gianfranco Zola an der Seitenlinie, fand nie in diese Partie und hätte schon zur Pause deutlicher in Rückstand liegen können. So dauerte es schließlich bis zur 81. Minute, als der englische Nationalspieler und aktuelle Top-Torjäger der Premier League, Jermain Defoe, mit seinem 14. Saisontreffer, der die Standfestigkeit des Tornetzes nachhaltig prüfte, alles klar machte. Tottenham verbesserte sich in der Tabelle durch den elften Saisonsieg mit 37 Punkten zunächst auf den vierten Platz und hält weiter Kurs in Richtung internationales Geschäft. Die Hammers dagegen stehen mit 18 Punkten weiter tief im Tabellenkeller und bleiben in dieser Verfassung ernsthaft abstiegsgefährdet.
Drogba dreht das Spiel für Chelsea
Nachdem die Meisterschaftsrivalen Manchester United FC und Arsenal FC ihre Spiele am Sonntag gewonnen hatten, lastete der Druck nun auf den Blues, die nur eines ihrer letzten sieben Pflichtspiele erfolgreich bestreiten konnten. Zunächst schien sich die Krise von Chelsea zuzuspitzen, denn Zoltán Gera brachte die Gäste nach Vorarbeit von Paul Konchesky von links und unter gütiger Mithilfe von Ricardo Carvalho schon in der vierten Minute in Führung. In seinem letzten Spiel, ehe er für mehrere Wochen in Richtung Afrika Cup entschwinden wird, gelang Didier Drogba in der 73. Minute per Kopf und seinem 14. Saisontreffer der Ausgleich, ehe Chris Smalling zwei Minuten später per Eigentor für den Siegtreffer der Blues sorgte, bei denen Michael Ballack über 90 Minuten zum Einsatz kam. Teammanager Carlos Ancelotti zeigte sich nach dem Erfolg erleichtert: „Es war kein guter Dezember für uns, aber er ist nun vorbei und ich hoffe, dass wir es im Januar wieder besser machen.“ Chelsea konnte seine Tabellenführung durch den Erfolg zunächst auf fünf Punkte ausbauen. Für Fulham, das letzte Woche Manchester United geschlagen hatte, war es die erste Niederlage nach sieben Spielen.
Ganz locker spielte Arsenal London gegen den Stadtrivalen Tottenham Hotspurs auf und gewann klar mit 3:0 das 162. Nord London Derby. Der Erzrivale hatte nichts entgegenzusetzen und musste in nur 50 Sekunden (42/43min.) einen Doppelschlag von van Persie und Fabregas hinnehmen. Van Persie war es, der nur sieben Minuten später das dritte Tor für die “Gunners” und damit den verdienten Sieg erzielte. Seit nun mehr 20 Spielen warten die “Spurs” auf einen Derbysieg im direkten Vergleich. Arsenal London festigt nach dem Erfolg Platz 2, die Tottenham Hotspurs weiterhin auf 4, können aber noch hinter Aston Villa und Manchester City zurückfallen.
Nächstes englisches Derby
28.11.2009 Everton - Liverpool | Merseyside-Derby
In London gibt es fast jede Woche ein Derby. Zumindest könnte mann es meinen, wenn man die Anzahl der Vereine in Betracht zieht. Brentford, Chelsea, Fulham, QPR, Millwall, West Ham, Charlton Athletic und Crystal Palace kämpfen jedes Jahr um die Vorherrschaft in London. Bei den Fans jedoch gilt das Nord-London Derby zwischen Arsenal FC und den Tottenham Hotspurs als das emotionalste und am meisten umkämpfte Derby in Englands Hauptstadt. Am kommenden Samstag ist es wieder soweit. Das Topspiel des 11. Spieltages der English Premier League ist ohne Frage die Partie zwischen Tabellendritten gegen vierten – Arsenal gegen Tottenham.
Seit 1913 besteht die starke Rivalität zwischen den beiden Vereinen aus Nord-London. Das erste Aufeinandertreffen war jedoch schon im Jahre 1887, als Arsenal noch ihre Heimat in Plumstead (heute im Umkreis von London) hatte. Damals trafen beide Mannschaften in einem Freundschaftsspiel aufeinander und wegen zunehmender Dunkelheit wurde das Spiel 15 Minuten vor Schluss abgebrochen. Als Arsenal dann 1913 von Plumstead nach Highbury umzog, wurde die Rivalität der beiden Klubs verschärft. Die Stadien waren nun nur noch knapp neun Kilometer auseinander und naturgemäß wurde Arsenal durch dieses “Einwandern” in Tottenhams Heimat zum größten Rivalen erklärt.
1919 eskalierte die Rivalität. Die First Division (heute Premier League) sollte um zwei Mannschaften erweitert werden und der Verband entschied dies anhand einer Wahl festzulegen. Chelsea belegte damals den 19. Platz und hätte eigentlich den Gang in die Second Division gehen müssen, jedoch bekamen sie einen der beiden Plätze in der ersten Liga. Tottenham hatte in der abgelaufenen Saison den 20. Platz belegt und wäre somit ebenfalls abgestiegen. Aufgrund der Tatsache dass Chelsea bereits den Platz in der First Division sicher hatte, hoffte Tottenham ebenfalls auf einen Verbleib in der damals besten Liga Englands. Jedoch gewann Arsenal die Wahl nach einer Befürwortung durch den Liga Präsident und zahlreiche andere Fußball-Größen in England zu der Zeit. Oft wurden dem damaligen Arsenal Boss, Sir Henry Norris, Bestechung und andere illegale Machenschaften vorgeworfen, um dieses Ergebnis zu erzielen. Die Tottenham-Anhänger waren mit der Entscheidung nicht im geringsten einverstanden und sahen ihren Stadt-Nachbarn Arsenal als Hauptverantwortlichen für den Zwangsabstieg. Eine große Rivalität entstand.
Seit 1950 gab es erst eine Saison (1977/78) in der Arsenal und Tottenham nicht in derselben Liga spielten. Es gab viele legendäre Aufeinandertreffen und wie bei jeder großen Fußball Rivalität, herrscht zwischen den Fan-Lagern beider Klubs eine ganz besondere Atmosphäre.
Am Samstag den 31. Oktober ist es also wieder soweit. Das North-London Derby zwischen Arsenal FC und Tottenham Hotspurs, dritter gegen vierten, verspricht wieder ein heißer Tanz zu werden.
Celtic Glasgow musste im “Old Firm” Derby die erste Saisonniederlage hinnehmen. In einem packenden Derby behielten letzendlich die Rangers die Oberhand, die sich damit auf einen Punkt an Celtic in der Tabelle herangeschoben haben. Schon nach sieben Minuten netzte der Mann des Tages Kenny Miller zum 1:0 ein, nur acht Minuten später traf er zum 2:0. Zwar traf McGeady für die Celtics in der 25 Minute per Foulelfmeter, am Ende hieß es jedoch 2:1 für die Rangers, die somit das erste “Old Firm” der laufenden Saison für sich entscheiden konnten. Fußball-Nationalspieler Andreas Hinkel sah das Spiel nur von der Tribüne, da er derzeit an Oberschenkelproblemen laboriert. Alles in allem ein packendes Derby im Ibrox Park von Glasgow. Das nächste Glasgower Derby steigt voraussichtlich am 02.01.2010.
Am Sonntag schwappen in Glasgow wieder die Emotionen über. Das 385. Old Firm Derby steht an. Kann sich Celtic bereits am 7. Spieltag mit 7 Punkten vor den Rangers absetzen oder kommen die Blues bis auf einen Punkt heran? Welches Glasgower Team wird am Sonntag seine erste Niederlage der Saison verbuchen? Oder gibt es ein Unentschieden, wie zuletzt im Dezember 2006? Am Sonntag wissen wir mehr, hier ein Vorgeschmack auf das Old Firm Derby:
So brisant es auch für die Stadt sein mochte, wirklich einordnen ließ sich das Manchester-Derby nie in die Reihe der großen Lokalduelle in Europa. Zu unterschiedlich waren Qualität und Ziele bei United und City. Doch mehrere hundert Millionen Euro machen es möglich, dass die “kleinen” Citizens - zumindest jetzt zu Saisonbeginn - den “großen” Red Devils auf Augenhöhe begegnen. Und nach einigen Ereignissen im Sommer ist erst recht Feuer drin im ersten Topspiel des Wochenendes am Sonntagnachmittag!