Es ist makaber, das zum einen, es ist fies, das zum anderen. Die Ultras Gelsenkirchen nehmen auf ihre Art Abschied vom Rivalen Rot Weiß Essen, der letzten Freitag Insolvenz anmelden musste. Auf der Webseite der UGE beerdigen sie RWE mit dem Satz “In Erinnerung an einen Gegner, der nie wirklich einer war”, sie haben ein Kreuz aufgestellt mit der Inschrift “1907-2010″ und können sich die Schadenfreude nicht verkneifen.
Die Vereinsführung von Essen ist in erster Linie für das Debakel verantwortlich, der DFB in dem Fall nur der Richter. Es mag hart klingen, aber wer nicht zahlen kann, wird dafür bezahlen…
DOCH wo ist die Gleichberechtigung? Dem RWE wird die Lizenz entzogen, weil dem Verein 2.200.000 € fehlen, doch wie viel Verbindlichkeiten plagen dem Nachbarn aus Gelesenkirchen? Waren es nicht zuletzt irgendwas mit über 100.000.000 €? Schalke, sowie der andere Revier-Rivale aus Dortmund finanzieren ihr Leben auf Pump, allein aus dem Grund hat diese Provokation der UGE einen richtig fetten faden Beigeschmack, denn Schalke spielt nicht nur fußballerisch in einer anderen Liga, sondern auch was die Schulden betrifft. Der DFB schaut zu, drückt n´ Auge zu, Schalke spielt zum Glück der Fans erfolgreich, kommt in die Champions League und hat einen möglichen Bankrott noch mal abgewendet.
Nicht den Schalkern, nicht den Essener Fans, es ist eigentlich niemanden zu wünschen, dass die eigene Vereinsführung ihren Club kaputt macht. Den Fans von Essen alles Gute für die Zukunft, den Schalkern viel Glück, dass der DFB nicht irgendwann den Gürtel enger schnallt und dass der eigene Verein noch sportlich erfolgreich spielt, damit das Leben auf Pump nicht zum Tod und damit zur Schadenfreude des/der anderen wird.
P.S. In den 70iger Jahren, als Schalke 04 und Arminia Bielefeld ihre Konkurrenten, die Fußball Bundesliga und ganz Deutschland beschissen haben, war Rot Weiß Essen der leidtragende Verein. Wer weiß wo RWE heute wäre, hätte Gelsenkirchen nicht betrogen.



Das geplante Regionalligaspiel zwischen Fortuna Düsseldorf II und Rot Weiß Essen wird auf den 01.03.2010 verschoben. Auf Rat der Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze, kurz ZIS, hat der DFB das Spiel verlegt, da die ZIS ein Gefahrenpotential für dieses Derby sieht. Parallel spielt nämlich die erste Mannschaft von Fortuna gegen Aachen, was auch ein wenig Brisanz mit sich zieht. Ziel ist es so wenige Fortunen wie möglich beim Derby zu haben, um so mögliche Ausschreitungen im Vorfeld zu verhindern. Die Düsseldorfer sind mit der Entscheidung gar nicht einverstanden. Zum einen fallen Zuschauereinanahmen weg, zum anderen sieht Fortuna Düsseldorf eine Wettbewerbsverzerrung, da Rot Weiß Essen unter Profibedingungen arbeitet, bei der Fortuna hingegen würde es Spieler geben, die Montags arbeiten gehen müssen oder zur Schule gehen. Auch die Fans sind mit der Entscheidung nicht zufrieden, denn grad bei so einem Spiel unterstützt man gern sein Team.