Was gibt es schöneres für einen Fan der Wiener Austria oder des SK Rapid, als ein Wiener Derby vor ausverkauftem Haus? Nichts! Und eben deshalb machen sich rund 17.000 Leute auf nach Hütteldorf, um ihre Mannschaft zum Derbysieg zu peitschen.
Eine einzigartige Atmosphäre, eine Stadt in Euphorie, ein ausverkauftes Stadion, aggressive Fans, Hooligans in violett und grün und rund 800 Polizisten im Einsatz – das Wiener Derby steht wieder vor der Tür!
Die Begegnung zwischen der Austria und Rapid ist bedeutender als nur ein gewöhnliches Aufeinandertreffen. Das traditionelle Prestigeduell der beiden Stadtrivalen ist Kult.
Beide Mannschaften werden mit viel Selbstvertrauen in das bereits 290. Derby gehen. Die Austria befindet sich momentan im nationalen Höhenflug. Nach dem glücklichen 0:1 Sieg in Graz haben die Veilchen das Duell um die Tabellenführung gegen Sturm für sich entscheiden können. Die „Schwoazn“ dominierten großteils das Spiel, konnten aber den ausgezeichneten Austria-Schlussmann Safar nicht bezwingen. Nach 5 Spielen sind bereits 12 Punkte auf dem Konto der Austrianer.
In der Europa League bleibt die Daxbacher-Truppe ebenfalls erfolgreich. Gegen Metalurg Donezk gelang nach spannender Verlängerung der Aufstieg in die Gruppenphase.
Für Rapid fand in der vergangenen Runde ein kleines Schützenfest im St. Hanappi statt. Die Hütteldorfer triumphierten vor heimischer Kulisse gegen den chancenlosen LASK mit 4:1.
International gelang eine kleine Sensation. Mit Aston Villa stand den Rapidlern in der 4. Qualifikationsrunde ein harter Brocken bevor. Der Kroate Jelavic erzielte bereits nach 16 Sekunden den entscheidenden 1:0-Siegestreffer für die Wiener in der Hinrunde. Beim Rückspiel in Birmingham gingen sie als glückliche Verlierer mit einem Auswärtstor vom Platz (2:1). Weiters darf man auch noch Sturm Graz zum Aufstieg in die Gruppenphase der Europa League gratulieren.
Kaum haben Rapid und die Austria den Sprung in die Europa League geschafft, steht mit dem Derby der nächste Schlager bevor. Statistisch gesehen führen die Hütteldorfer im ewigen Duell. Wer das 290. Derby für sich entscheiden kann zeigt sich am Sonntag.
Cupsieger Austria Wien empfängt Aufsteiger SC Wr. Neustadt
Für den SC Magna Wiener Neustadt war die Saisonvorbereitung ein voller Erfolg. Höhepunkt war der 2:1 Sensationssieg über Hertha BSC Berlin in Ritzing. Die Truppe von Helmut Kraft präsentierte sich während der Vorbereitung in guter Form. Somit verlief auch der Saisonauftakt nach Wunsch. Dem SC Wr. Neustadt gelang vor heimischer Kulisse ein Sieg über Kärnten. Die Niederösterreicher verpflichteten den 14-fachen Teamspieler Roland Gercaliu vom Meister Red Bull Salzburg. Desweiteren verstärkt Diego Viana, der Torschützenkönig der ADEG Erste Liga, das Team. Der 26-jährige brasilianische Torjäger erzielte in den beiden vergangenen Jahren für den SV Grödig 57 Toren.
Bei der Wiener Austria hingegen verlief der Saisonauftakt etwas unglücklich. Zu Gast bei den Bullen in Salzburg traten die Wiener die Heimreise ohne Punkt an. Der Kärntner Neuzugang Zlatko Junuzovic bescherte der Austria die 1:0 Führung. Salzburg gelang der Ausgleich und schlussendlich in der Nachspielzeit der Siegestreffer durch den Kameruner Somen Tchoyi.
Der Fokus wird u.a. auch auf Milliardär Frank Stronach liegen. Neben der Gründung seiner erfolgreichen Fußballakademie in Hollabrunn unterstützte er mehrere Jahre die Austria finanziell mit seinem Unternehmen Magna. Als Hauptsponsor investierte er in mehrere Legionäre, die den Verein auch auf internationaler Ebene vertreten sollten. Stronach verließ 2007 die Violetten.
2008 übernahm er, aufgrund der wirtschaftlichen Vereinssorgen, den SC Schwanenstadt. Stronach gründete daraus den SC Magna Wr. Neustadt. Mit der Lizenz des SC Schwanenstadt gelang dem SC Magna Wr. Neustadt der Meistertitel in der ADEG Erste Liga und somit der Aufstieg in die Bundesliga. Der bereits bestehende Verein SC Wiener Neustadt ist in der fünfthöchsten Liga vertreten und spielt ab sofort als zweite Mannschaft des SC Magna.
Zuletzt trafen die beiden Mannschaften im April beim ÖFB-Cup Semifinale aufeinander. Die Veilchen zogen mit einem 1:0 Sieg über den SC ins Finale ein und sicherten sich dort gegen Admira Mödling zum 27. Mal den Cupsieg.
Fünf Akteure des SC werden besonders motiviert in die Partie gehen. Aigner, Fornezzi, Kuljic, Sariyar und Grünwald kehrten im Sommer 2008 ihren Exklub Austria Wien den Rücken zu und unterschrieben für den neu gegründeten SC Magna. Nach bisherigen Stand der Dinge können beide Trainer ihr Team in stärkster Besetzung im Horr-Stadion auflaufen lassen. Derweil muss weder Karl Daxbacher noch Helmut Kraft verletzungsbedingt auf einen Spieler verzichten.
Die Schweiz und Österreich sind nicht reich an Derbys. Das hat vorallem damit zu tun, dass die Ligen in beiden Ländern nicht grad groß sind. 12 Teams duellieren sich in Österreich und gar nur 10 in der Schweiz. Vier mal insgesamt stehen sich die Rivalen in einer Saison gegenüber, so kommt es wenigstens zu Wiener Derbys. Der schweizer Fußballverband hat mal wieder eine Reform angekündigt, im nächsten Jahr schaut es dort wieder anders aus. Nichts desto trotz haben auch unsere Nachbarländer 2009/2010 was zu bieten, wobei die “Derbys de Suisse” keine eigentlichen Derbys sind, sondern mehr von Rivalität geprägt sind:
Das Wiener Derby ist eine in den 50er Jahren entstandene Bezeichnung für das Aufeinandertreffen der beiden Fußballvereine SK Rapid Wien und FK Austria Wien. Bislang gab es rund 400 Spiele zwischen den beiden Teams, davon waren 286 Pflichtspiele und hiervon wieder 254 Aufeinandertreffen in der Bundesliga. Damit ist das Wiener Derby das am zweitmeisten gespielte Fußballderby Europas, nach dem Old Firm zwischen Celtic Glasgow und Glasgow Rangers.
Quelle wikipedia
Wenn in Wien Rapid und Austria aufeinandertreffen, elektrisiert dieses Derby die Massen. Kein Sieg ist schöner und wichtiger, als der gegen den Erzrivalen. Das Vienna-Derby unterscheidet sich dabei nicht von anderen Derbys dieser Welt.
Das ORF überträgt am Sonntag live:
BUNDESLIGA LIVE 31. RUNDE: RAPID – AUSTRIA WIEN
DAS WIENER DERBY
Wird der Kampf um Platz zwei noch einmal spannend? Das große Wiener Derby steht diesmal auf dem “Bundesliga live”-Programm. Oliver Polzer meldet sich live aus dem Hanappi-Stadion. Für die Analysen sorgen Rainer Pariasek und Peter Schöttel.
Mit 2:2 ist im ausverkauften Horr-Stadion das Derby zwischen der Austria und Rapid am Sonntag zu Ende gegangen. 800 Polizisten waren im Einsatz. Weitgehend verlief alles ruhig, doch explodierten vor dem Spiel einige Knallkörper.
Und schon wieder steigt das Vienna Derby. 3 Wochen nach dem letzten Klassiker ist diesmal Rapid zu Gast im ausverkauften Horr-Stadion. Rapid brennt auf die Revanche, denn beim letzten Aufeinandertreffen war es die Austria, die drei Punkte mitgenommen hat. Die Chancen stehen garnicht so schlecht, denn beim zuletzt 8:1 Heimsieg gegen Altach haben sich die Grünen das nötige Selbstvertrauen geholt. Die Fangruppen beider Vereine sind nach wie vor auf Bewährung. So etwas wie beim vorletzten Derby, als Torwart Georg Koch von einem Böller schwer verletzt wurde, darf nicht wieder passieren. Sicherheitstechnisch hätte man das Spiel am liebsten in den Prater verlegt, so werden jetzt 1200 Beamte am Horr-Platz im Derby-Einsatz sein.