Derbysieg News

Category: 1. FC Köln,Bor. M`gladbach,Derbys Deutschland – Author: Derbysieger – 16:37

Erstmals seit zweieinhalb Jahren findet am Sonntag wieder ein Rhein-Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach statt. Beide Vereine hatten ihre große Zeit in den 1960er- und 1970er-Jahren, in denen sie insgesamt acht Mal (5 x Mönchengladbach, 3 x Köln) die Meisterschaft an den Rhein holten und gemeinsam mit Bayern München den deutschen Vereinsfußball dominierten. In den 1990er-Jahren ging es jedoch mit den beiden Klubs steil bergab. Die Talfahrt endete schließlich sowohl für Köln, als auch für Gladbach mit dem Abstieg in die Zweitklassigkeit.

Gladbach im Aufwärtstrend – zieht Köln nach?

Erst in den letzten drei Jahren zeigte sich Borussia Mönchengladbach wieder erholt, etablierte sich im oberen Tabellendrittel und qualifizierte sich in der vorigen Saison erneut für die Europa League. Auch in der neuen Saison ist die vom Schweizer Lucien Favre trainierte Mannschaft noch unbesiegt und zeigte vor allem mit dem 4:1-Heimsieg am vergangenen Wochenende über den Vorjahrs-Dritten Schalke 04 einen deutlichen Formanstieg.

Ganz so weit ist der langjährige Rivale aus Köln noch nicht. In den vergangenen Jahren erwies sich der erste Bundesliga-Meister der Saison 1963/64 als „Fahrstuhlmannschaft“ und pendelte zwischen Liga 1 und 2 hin und her. Nun ging es mit den Geißböcken aber wieder aufwärts. In souveräner Manier wurde in der vergangenen Saison der Titel in der 2. Bundesliga geholt und dieser Umstand gibt den Anhängern der Kölner Hoffnung, dass die mageren Jahre nun vorbei sind.

Dennoch tritt der nüchterne österreichische Meistertrainer Peter Stöger immer wieder auf die Euphorie-Bremse, um die Erwartungen nicht allzu hoch steigen zu lassen. Das straffe Defensivkonzept ging bisher auf, die Kölner sind als einziges Team der Bundesliga in dieser Saison noch ohne Gegentreffer. In der Offensive dagegen ist noch einige Luft nach oben. Nur in Stuttgart gelangen bisher (zwei) Tore, die beiden anderen Spiele endeten jeweils torlos.

Gladbach in der Derby-Bilanz klar voran

Was die direkte Bilanz der beiden Vereine betrifft, so spricht diese deutlich zugunsten der Gladbacher. Von 80 Begegnungen in der Bundesliga haben die Borussen doppelt so viele (44) für sich entschieden wie die Kölner (21). Besonders bemerkenswert ist, dass Mönchengladbach auswärts genau so oft wie daheim gegen die Geißböcke gewonnen hat, nämlich 22 Mal. Köln gewann nur 12 von 40 Heimspielen, woran zu sehen ist, dass der Heimvorteil in den Begegnungen der beiden Klubs keine überaus große Rolle spielt.

Das zeigt auch ein Blick auf die Statistik der letzten Jahre. Von den letzten vier Heimspielen gegen den Rivalen haben die Kölner drei verloren und nur ein einziges Mal einen Punkt geholt. Der einzige Kölner Sieg in den letzten acht Jahren resultierte aus einem 2:1-Auswärtserfolg am 4. Oktober 2008. Seitdem feierten Mönchengladbach in sieben Spielen fünf Siege, nur zwei Mal erreichte der FC ein Unentschieden.

Aus der Sicht der Fußball-Wetten ist der Ausgang dieser Partie einigermaßen offen. Leichte Vorteile werden auf Seiten der Gladbacher gesehen, die sich in den vergangenen Jahren in der Spitze behaupten konnten. Aufgrund der starken Kölner Defensive deutet aber auch einiges auf eine Punkteteilung hin.

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Category: Derbys Spanien – Author: Derbysieger – 17:14

Von manchen Derbys kann man eben nie genug bekommen: Wurde bis vor kurzem noch das einzig wahre Clasico zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid völlig zurecht als das alles überstrahlende Highlight des spanischen Fußballs angesehen, schwingt sich zunehmend auch das „Derbi madrileno“ zu einem prestigeträchtigen Duell zweier nahezu gleichwertiger Giganten auf. Nachdem die Stadtmeisterschaft jahrzehntelang unter der faktischen Chancenlosigkeit Atleticos zu leiden hatte, steht die Mannschaft von Diego Simeone mittlerweile regelmäßig zu Auftritten auf absoluter Augenhöhe bereit – auch beim anstehenden Gastspiel im Bernabeu sind die Erfolgsaussichten der Rojiblancos vermutlich deutlich besser, als sich dies zunächst den obligatorischen Außenseiterquoten der Wettanbieter entnehmen lässt.

Die zahlreichen Vergleiche der vergangenen Wochen und Monaten lassen in jedem Falle nur die Schlussfolgerung zu, dass mit nennenswerten Vorteilen für eine Mannschaft kaum zu rechnen ist: Immerhin hatte sich sowohl das Champions-League-Endspiel als auch der folgende Kampf um den nationalen Supercup als ein völlig offener Ritt auf der Rasierklinge erwiesen. Während die Königlichen auf dem europäischen Parkett dank eines zunächst glücklichen, bald furiosen Endspurts das bessere Ende für sich verbuchten, konnte sich der amtierende Meister dann kürzlich nach zwei weiteren Duellen mit dem Gewinn der „Supercopa“ revanchieren – angesichts der jeweiligen Millimeterentscheidungen hätten beide Wettbewerbe jedoch ebenso gut auch einen anderen Sieger finden können.

Reals königlicher Derby-Triumph überstrahlt alles

Mit der prestigeträchtigen europäischen Krone scheint Real unter dem Strich zwar deutlich besser weggekommen zu sein; dieser seit über einem Jahrzehnt sehnsüchtig erwartete Erfolg täuscht allerdings etwas darüber hinweg, dass sich Atetico in den regelmäßigen Derbys der vergangenen 15 Monate alles in allem durchaus achtbar geschlagen hat. Nach den sieben Begegnungen in der Meisterschaft, dem nationalen Pokal, dem Supercup und der besagten Champions League springt für die Königlichen mit drei Siegen, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen gerade einmal ein hauchdünner Vorsprung heraus, der obendrein auch nur dem von Atletico bereits halbherzig weggeschenkten Rückspiel im Copa del Rey geschuldet ist.

Mit Blick auf diese stets engen Kisten mag man es sich kaum noch vorstellen, dass es für die Rojiblancos unmittelbar nach der Jahrtausendwende über ein Jahrzehnt lang nie mehr als einen warmen Händedruck im Derby madrileno zu gewinnen gab: Angesichts der vermeintlichen feindlichen Übermacht wurden die Zähler fast immer zum Nulltarif an den größeren Stadtrivalen herausgerückt. Diese schier endlose Durststrecke konnte erst zum Ende der Saison 2012/13 beendet werden, als mit dem Sieg im spanischen Pokalfinale ausgerechnet im gegnerischen Bernabeu eine besonders süße Rache für die erlittenen Demütigungen gelang.

Bei einer Derbypleite droht der Stotter-Start

Obwohl seit jenem Triumph noch nicht einmal ganz anderthalb Jahre vergangen sind, findet nun das Wiedersehen in der Primera Division unter gänzlich gewandelten Vorzeichen statt: Spätestens mit dem vorjährigen Gewinn der Meisterschaft ist den Rojiblancos der Nachweis geglückt, dass die angeblich zementierten „spanischen Verhältnisse“ keineswegs in Stein gemeißelt sind. Im nunmehr zu konstatierenden Dreikampf mit dem FC Barcelona sind in der neu gestarteten Spielzeit derzeit aber gleich beide Stadtrivalen hinten dran: Während sich Atletico schon am Premierenspieltag im kleinen Derby gegen Rayo Vallecano mit einem mageren 0:0 zufriedengab, wurde Real in der zweiten Runde beim 2:4 in San Sebastian nach einem Blitzstart noch regelrecht überrollt.

Somit steht im spanischen Topspiel des kommenden Wochenendes wohl nur vordergründig der Kampf um die Stadtmeisterschaft auf dem Spiel; das Hauptaugenmerk beider Rivalen dürfte schließlich vor allem darauf gerichtet sein, den gemeinsamen katalanischen Konkurrenten nicht schon frühzeitig entkommen zu lassen. Zumindest die ersten Auftritte deuteten immerhin an, dass man mit der Blaugrana nach einer durchweg enttäuschend verlaufenen Saison fortan wieder rechnen muss – möglicherweise bleibt es somit also doch einmal mehr dem Clasico vorbehalten, im Meisterrennen über Sieg und Niederlage zu entscheiden.

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Category: Derbys Österreich – Author: Derbysieger – 13:45

Zum 310. Mal wird am kommenden Sonntag das Wiener Derby zwischen Austria und Rapid ausgetragen. In den bisherigen 309 Duellen sind neben 277 Meisterschaftsspielen auch 31 Cup-Partien und ein Supercup-Spiel enthalten. Die letzten drei Aufeinandertreffen entschieden jeweils die Rapidler für sich, darunter auch die letzten beiden Begegnungen in der Generali-Arena – jener Austria-Heimstätte, in der das Derby auch diesmal wieder zur Austragung kommt.

Damit schraubten die Grün-Weißen die Gesamtbilanz zu ihren Gunsten auf 127 Siege. 112 Mal war die Austria erfolgreich, 70 Partien endeten unentschieden. Mittlerweile warten die Violetten bereits seit fünf Derbys auf einen vollen Erfolg über den Erzrivalen. Derartige Serien sind in der Derbygeschichte allerdings nicht ungewöhnlich. Schließlich musste Rapid in den Jahren 2011 bis 2013 insgesamt 10 Spiele auf einen Sieg warten. Die längsten Erfolgsserien – Rapid von 1996 bis 2000 und Austria von 2001 bis 2005 – dauerten jeweils 16 Spiele an. Die längste Siegesserie feierte Rapid zu Beginn der Derbyhistorie, als die ersten 11 Begegnungen (von 1911 bis 1917) allesamt gewonnen wurden.

Die Wiener Vorherrschaft ist Vergangenheit

Jahrzehntelang dominierten die beiden Wiener Vereine – mit kurzen Unterbrechungen – den österreichischen Fußball. Von 102 ausgetragenen Meisterschaften seit 1911/12 holten Rapid (32) und Austria (24) mit 56 Titeln deutlich mehr als die Hälfte. Das hat sich in den letzten Jahren geändert. Im vergangenen Jahrzehnt gewannen die beiden Wiener Klubs nur noch je zwei Titel. Allein fünf Mal holte sich in diesem Zeitraum das Red Bull-Imperium aus Salzburg den Meisterteller ab.

In der neuen Saison sieht es für Rapid und Austria allerdings noch düsterer aus. Aus fünf Meisterschaftsrunden holten die erfolgsverwöhnten Wiener Klubs insgesamt nur einen einzigen Sieg (1:0 von Rapid über die SV Ried am 2. Spieltag). Vor dem Aufeinandertreffen im Derby rangieren die Grün-Weißen nach der 0:1-Heimpleite gegen Aufsteiger Altach nur auf Platz sieben, die Austria – 2013 immerhin noch Meister – liegt gar auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Ein Derbysieg als Rettungsanker?

Daher hat das Derby am Sonntag einen ganz besonderen Stellenwert. Der Sieger kann etwas durchatmen und darf sich wieder mehr nach oben orientieren, für den Verlierer wird die Lage dagegen immer schwieriger. Die Unzufriedenheit der Fans war zuletzt auf beiden Seiten spürbar. Die Austria-Spieler erhielten im Training bereits Besuch von aufgebrachten Anhängern und auch im grün-weißen Lager ist die Stimmung angespannt.

Tatsache ist, dass beide Mannschaften ihr Potential bisher nicht ausschöpfen konnten. Während die Austria noch nicht so spielt, wie es sich ihr neuer Trainer Gerald Baumgartner vorstellt, hat es bei Rapid vor allem mit dem personellen Aderlass im Sommer zu tun. Mit Trimmel, Boskovic, Burgstaller, Sabitzer und Boyd verließen fünf Stützen den Verein. Vor allem die drei letztgenannten Offensivspieler konnten bisher nicht entsprechend ersetzt werden. Bei Austria wurde für den nach Frankreich abgewanderten Topscorer Philipp Hosiner der israelische Teamspieler Omer Damari geholt. In fünf Meisterschaftsspielen erzielten Rapid und Austria jeweils nur vier Tore. Im gleichen Zeitraum verbuchte Tabellenführer Red Bull Salzburg 24 Treffer (bei nur einem Gegentor).

Wie sehr schwächt die Europa League?

Ein Vorteil für die gastgebende Austria könnte darin liegen, dass sich die Mannschaft eine Woche lang ganz auf die Begegnung mit dem Erzrivalen konzentrieren und sich auf den Gegner einstellen kann. Das ist bei Rapid ganz und gar nicht der Fall, müssen die Grün-Weißen doch noch am Donnerstag das Play-off in der Europa League in Finnland gegen HJK Helsinki bestreiten. Von diesem Spiel wird es wohl auch abhängen, in welcher Verfassung die Gäste am Sonntag antreten werden. Sollte das internationale Abenteuer von Erfolg gekrönt sein, könnte sich das auch im Derby positiv bemerkbar machen.

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Category: Derbys Spanien – Author: Derbysieger – 15:24

Nicht zum ersten Mal kommt es in dieser Saison zum Aufeinandertreffen der beiden Stadtrivalen aus Madrid, Real und Atletico. Während in der nationalen Meisterschaft Atletico mit einem 1:0 auswärts und einem 2:2 im Heimspiel knapp die Oberhand behielt, setzte sich Real im Halbfinale der Copa del Rey mit 3:0 und 2:0 ganz deutlich durch. Aber das Gipfeltreffen am 24. Mai im Finale der Champions League in Lissabon wird alle bisherigen Begegnungen in den Schatten stellen. Noch nie kam es in einem Finale im Europapokal zu einem Stadt-Derby. Diese Premiere bleibt nun den beiden Vereinen aus Madrid vorbehalten.

Real will „La Decima“

Standen einander noch im Endspiel der letzten Saison mit Bayern München und Borussia Dortmund zwei deutsche Mannschaften gegenüber, so eroberte die spanische Primera Division in dieser Saison wieder ihre Vormachtstellung zurück. Dabei eliminierte Real Madrid mit dem BVB und den Bayern beide Vorjahrsfinalisten, wobei die Gegenwehr der Dortmunder (Gesamtscore: 3:2) wesentlich heftiger ausfiel, als jene des Titelverteidigers, der nach eine 0:1-Niederlage im Bernabeu-Stadion vor eigenem Publikum mit 0:4 sang- und klanglos unterging.

Vor allem diese jüngste Machtdemonstration stempelt Real zum Favoriten in Sachen Fußball-Wetten. Und das, obwohl Atletico die heimische Liga vor dem letzten entscheidenden Spiel gegen den FC Barcelona anführt und sich auch in der Königsklasse gegen die favorisierten Katalanen durchsetzte. Aber die Rolle des Außenseiters liegt den Rojiblancos ohnehin. Schließlich ist es der Arbeiterverein aus Madrid gewöhnt, im langen Schatten des „Weißen Balletts“ zu stehen, das sich am Samstag endlich „ La Decima“, den zehnten Triumph im höchsten europäischen Klubbewerb, holen will.

Atletico bleibt der Außenseiter

Für Atletico Madrid wäre es dagegen der erste Triumph in der Champions League. Vor 40 Jahren stand man schon einmal im Endspiel des Europapokals der Landesmeister. Da hatte man in Brüssel den FC Bayern bereits am Rande einer Niederlage. Nach torlosen 90 Minuten ging Atletico in der Verlängerung durch – den in diesem Jahr verstorbenen – Luis Aragones mit 1:0 in Führung. Aber kurz vor dem Abpfiff gelang den Bayern durch einen Treffer des aufgerückten Verteidigers „Katsche“ Schwarzenbeck noch der Ausgleich. Da es damals noch kein Elfmeterschießen gab, wurde ein Wiederholungsspiel angesetzt. Zwei Tage später ließen völlig verwandelte Bayern den Spaniern keine Chance. Je zwei Treffer von Uli Hoeneß und Gerd Müller sorgten für einen souveränen 4:0-Sieg.

Während die Bayern in den darauf folgenden beiden Jahren den Titel erfolgreich verteidigten, musste Atletico bis zum heutigen Tag auf eine weitere Finalteilnahme im Meistercup warten. Dafür konnten sich die Spanier 1974 nach einem Sieg über Independiente mit dem Gewinn des Weltpokals trösten, da die Münchner auf eine Teilnahme verzichtet hatten. Auch sonst konnte Atletico international durchaus reüssieren. Bereits 1962 wurde der Europapokal der Pokalsieger gewonnen und in den Jahren 2010 und 2012 gewann Atletico Madrid jeweils die Europa League.

Zwei Finalspiele für Atletico

Die Saison 2013/14 könnte somit die erfolgreichste in der Geschichte von Atletico Madrid werden. Aber noch stehen die Rojiblancos ohne Titel da. Zwei Finalspiele stehen noch an. In der Meisterschaft darf die abschließende Partie gegen den FC Barcelona im Camp Nou nicht verloren werden, um erstmals seit 1996 wieder den nationalen Meistertitel zu gewinnen. Seitdem musste Atletico zwischenzeitlich sogar in die 2. Liga.

Im Pokalfinale 2013 wurde Real Madrid auswärts im Bernabeu-Stadion mit 2:1 besiegt. Das war der erste Titel für Atletico seit 17 Jahren. Sollte ein Jahr später ein weiterer Erfolg über den Stadtrivalen folgen, thronen die Rojiblancos an der Spitze des europäischen Klub-Fußballs.

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Category: Bayern München,Derbys Deutschland,VfB Stuttgart – Author: Derbysieger – 18:29

Am letzten Spieltag der Bundesliga treffen am Samstag, den 10. Mai, der FC Bayern München und der VfB Stuttgart zum 94. Mal in der Bundesliga aufeinander. Ob sich diese Begegnung auch unter dem Begriff “Derby” einordnen lässt, da scheiden sich die Geister. Aber aufgrund der relativen Nähe und der langjährigen regelmäßigen Begegnungen auf höchster Ebene scheint der Begriff “Süd-Derby” zumindest nicht allzu fehl am Platze zu sein.

Derby oder nicht?

Mit 190 Kilometern ist die Distanz zwischen München und Stuttgart etwa doppelt so groß wie jene zwischen Hamburg und Bremen (95 km), deren Klubs HSV und Werder seit Jahrzehnten unwidersprochen zum “Nord-Derby” antreten. Dieses fand in diesem Frühjahr zum 100. Mal statt, ob es in der nächsten Saison zu einer weiteren Neuauflage kommt, ist vor dem letzten Spieltag der Saison 2013/14 noch fraglich.

Mit 93 Begegnungen in der Bundesliga zählt das Duell zwischen dem FC Bayern und dem VfB Stuttgart mit zu den traditionsreichsten im Lande. Wobei der 1893 gegründete VfB um fast sieben Jahre älter ist als der FCB. Ansonsten haben die Münchner jedoch in nahezu allen Belangen die Nase vorn. Sie holten bereits 1932 ihren ersten deutschen Meistertitel, während die Schwaben bis 1950 darauf warten mussten. Dafür holten sie sich zwei Jahre später bereits die nächste Meisterschaft.

Beginn des bayrischen Höhenflugs

Die wirklich große Zeit der Bayern begann jedoch erst am Ende der 1960er-Jahre, als man innerhalb von vier Jahren drei Mal den DFB-Pokal gewann und 1967 mit dem Sieg im Europapokal der Pokalsieger auch den ersten internationalen Titel holte. 1968/69 wurden die Bayern zum zweiten Mal Meister und gewannen erstmals das Double. Ab dann ging es Schlag auf Schlag. In den 1970er-Jahren wurden drei weitere Meistertitel und darüber hinaus drei Mal in Folge der Europapokal der Landesmeister an die Isar geholt.

In der Saison 2013/14 wurden die Bayern zum insgesamt 24. Mal Deutscher Meister und sind damit der Konkurrenz weit voraus. Getrübt wurde die über weite Strecken großartig verlaufene Saison erst in den letzten Wochen, als die Truppe von Pep Guardiola im Halbfinale der Champions League mit einem Gesamtscore von 0:5 die Segel streichen musste, womit der Traum von der erfolgreichen Titelverteidigung ein abruptes Ende erfuhr.

Stuttgart bleibt erstklassig

Von diesem Niveau konnten die Stuttgarter in den letzten Jahren nur träumen. 2007 wanderte der letzte von bisher fünf Meistertiteln an den Neckar. Der letzte große internationale Erfolg – die Finalteilnahme im Europacup der Pokalsieger 1998 – liegt bereits 16 Jahre zurück. Aktuell sind die Schwaben jedoch vor allem froh, dass sie auch in der nächsten Saison weiterhin in der Bundesliga vertreten sind. Zwar ging das Heimspiel am vergangenen Wochenende gegen Wolfsburg mit 1:2 knapp verloren, aber da auch die Vereine auf den dahinter liegenden Plätzen ihre Spiele verloren, ist der VfB schon vor dem Duell mit den Bayern gerettet.

Allzu groß wären die Chancen der Stuttgarter in der Allianz-Arena wohl nicht gewesen, wenn es noch einmal eng geworden wäre. Von den 93 Begegnungen mit dem Rekordmeister haben die Schwaben 56 verloren und nur 17 gewonnen. Den letzten Erfolg über die Bayern feierte der VfB aber auswärts. Am 27. März 2010 gab es in der Allianz-Arena einen 2:1-Sieg der Stuttgarter. Seitdem gingen aber alle sieben weiteren Duelle – egal ob in München oder in Stuttgart – an die Bayern. Daher sind auch aus Sicht der Fußballwetten die Bayern als klare Favoriten anzusehen. So stehen die Quoten für einen Heimsieg der Bayern um 1,2, während ein Auswärtssieg der Stuttgarter das 11- bis 13-fache des Wetteinsatzes einbringen würde.

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Category: WM 2014 – Author: Derbysieger – 09:30

Bei der kommenden Fußball-WM in Brasilien werden die deutschen Fernsehzuschauer voll auf ihre Kosten kommen. Erstmals in der Geschichte des Sportspektakels sind alle 64 Spiele im Free-TV und als als Live-Stream im Internet zu sehen. ARD und ZDF haben sich die Übertragungsrechte gesichert und werden vom 12. Juni bis zum 13. Juli „Fußball satt“ in die deutschen Wohnzimmer transportieren.

Durchaus angenehme Anstoßzeiten für Fernsehzuschauer

Die Diskussion über die vermeintlich späten Anstoßzeiten, erweist sich bei genauerer Betrachtung als Sturm im Wasserglas. Die Austragungsorte in Brasilien liegen in insgesamt drei verschiedenen Zeitzonen, mit entsprechend unterschiedlichen Abweichungen von unserer heimischen Mitteleuropäischen Sommerzeit (MEZ). Die Zeitverschiebung beträgt je nach Austragungsort 5-6 Stunden, da die meisten WM-Spiele aber schon am Nachmittag brasilianischer Zeit angepfiffen werden, können die deutschen Zuschauer mit Anstoßzeiten zwischen 18.00 und 22.00 Uhr MEZ planen. Lediglich 11 WM-Spiele werden später angepfiffen, davon keines in der K.o.-Phase.

Das Auftaktspiel zwischen Gastgeber Brasilien und Kroatien ist am 12 Juni ab 22.00 Uhr im ZDF zu sehen. Die deutschen Vorrundenspiele in der Gruppe G finden zwischen 18.00 und 21.00 Uhr MEZ statt:

1. Gruppenspiel: Deutschland – Portugal am 16. Juni in Salvador – Anstoß 18.00 Uhr in der ARD
2. Gruppenspiel Deutschland – Ghana am 21. Juni in Fortaleza – Anstoß 21.00 Uhr in der ARD
3. Gruppenspiel Deutschland – USA am 26. Juni in Recife um 18.00 Uhr im ZDF

Ab dem Achtelfinale wird kein WM-Spiel später als 22.00 Uhr MEZ angepfiffen, dass gilt natürlich auch für die DFB-Elf, die als Gruppensieger auf den Zweiten der Gruppe H treffen würde, in der Russland, Belgien, Algerien und Südkorea um den Achtelfinaleinzug kämpfen.

WM 2014 Brasilien

Bei einem Sieg der DFB-Elf ginge es im Viertelfinale gegen einen Gegner aus den Gruppen E oder F in denen Frankreich und Argentinien eindeutig die stärksten Mannschaften stellen. Im Halbfinale könnte es schlimmstenfalls gegen Gastgeber Brasilien, Angstgegner Italien oder England gehen, frühestens im Finale wäre eine Begegnung mit Titelverteidiger Spanien möglich.

Deutschland inmitten der WM-Titelfavoriten

Das Endspiel wird am 13. Juli in Rio de Janeiro stattfinden (Anstoß um 21.00 Uhr). Die Buchmacher tippen auf den fünften Triumph der Brasilianer, die deutsche Elf liegt bei den Titelquoten aber nur knapp hinter dem Gastgeber (Stand Anfang Mai 2014, siehe wm-quoten-2014.com). Ebenfalls unter den Top Favoriten befinden sich die Mannschaft von Argentinien sowie der amtierende Weltmeister Spanien. Alle anderen traditionellen Fußballnationen liegen bereits deutlich abgeschlagen auf den hinteren Plätzen der Favoritenliste mit teilweise erstaunlich hohen Wettquoten.

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Category: Derbys Italien – Author: Derbysieger – 13:44

Inter Mailand gegen AC Milan ist ein Duell, das nicht nur elektrisiert, sondern die Mailänder Bevölkerung in zwei Teile spaltet. Auf der einen Seite die Nerazzurri, die in der „Curva Nord“ des Giuseppe Meazza-Stadion beheimatet sind, auf der anderen die Anhänger des AC Milan, die sich traditionellerweise in der Südkurve befinden. Beiden gemeinsam ist, dass bei einem Mailänder Derby immer wieder besondere Choreographien zur Aufführung gelangen. Am Sonntag (20:45 Uhr) ist es wieder soweit: der AC Mailand und Inter treffen sich in der Liga zum 182. Mal, um den Sieger im Mailänder Derby zu küren.

Das Derby de Madonnina, wie das Duell der Stadtrivalen nach der Madonnenstatue auf der zentralen Turmspitze des Mailänder Doms auch genannt wird, hat bereits bessere Zeiten gesehen. Lag der Scudetto um die Mitte der 2000er Jahre fest in Mailänder Hand (fünf Mal sicherte sich Inter die Meisterschaft, zwei Mal Milan, auch aufgrund des Zwangsabstiegs von Juve, Anm.) haben die beiden Mailänder Großklubs mit der Meisterschaftsentscheidung heuer nichts zu tun. Während Inter mit der Europa League vorlieb nehmen muss, droht den Rossoneri gar eine Saison ohne internationale Beteiligung.

Milan braucht unbedingt Sieg für die Europa League

Dementsprechend ist vor allem Gastgeber Milan unter enormen Druck. Der Rückstand auf Inter, das sich auf Platz fünf befindet, beträgt vor dem 36. Spieltag der Serie A sechs Zähler. Nur mit einem Sieg könnten sich die Rossoneri noch Chancen auf einen internationalen Bewerb ausrechnen. Die beiden Mailänder Klubs sind heuer nur ein Schatten ihrer selbst. Jeweils 18 Mal sicherten sich die beiden Lokalrivalen den Scudetto, doch in den letzten beiden Jahren hat Juventus Turin das Kommando übernommen. Milan und Inter sind in dieser Saison nur noch Mitläufer.

Dennoch ist das Stadtderby eine extrem wichtige Angelegenheit. In der höchsten Spielklasse sind die beiden Mannschaften bereits 181 Mal aufeinander getroffen. Milan hat mit 60:68 Siegen etwas Nachholbedarf. Nimmt man jedoch alle, auch die inoffiziellen Partien, zusammen, dann haben die Rossoneri die Nase vorne. Von insgesamt 294 Aufeinandertreffen konnte der AC Mailand 110 für sich entscheiden, Inter gewann 106 Partien. 78 Mal gab es ein Unentschieden.

In den letzten Wochen hat sich der AC allerdings recht gut geschlagen. Die Mannschaft von Clarence Seedorf hat fünf Siege in Serie feiern können. Am vergangenen Wochenende setzte es allerdings wieder einen Rückschlag. Gegen den Tabellenzweiten AS Rom kassierten die Rossoneri mit 0:2 die erste Pleite seit Mitte März.

Inter muss um internationalen Startplatz zittern

Auch bei den Nerazzurri läuft die Saison alles andere als zufriedenstellend. Die Champions League wird neuerlich nicht erreicht werden, die Mannschaft wird sich aller Voraussicht nach mit der Europa League zufrieden geben müssen. Der fünfte Platz ist zwar mit fünf Zählern abgesichert, doch im Falle einer Niederlage im Derby könnte es für die Elf von Walter Mazzarri noch einmal eng werden.

Inter hat zwar die letzten sechs Liga-Spiele nicht verloren, allerdings davon auch nur zwei gewonnen. Durch die vielen Unentschieden haben es die Nerazzurri verabsäumt, eine Vorentscheidung im Kampf um die EL-Plätze herbeizuführen. Vor allem die Punkteverluste gegen Nachzügler wie Udine, Bologna oder Livorno taten den Fans extrem weh. Ein Sieg im Derby de Madonnina würde einerseits diese Wunden wieder schließen und andererseits wohl den endgültige Teilnahme an der Europa League sichern. Dementsprechend können sich die Fans auf eine überaus interessante Partie freuen, auch wenn es beim 182. Mailänder Liga-Derby bei weitem nicht um die Meisterschaft geht.

Mailänder Derbys sorgen immer für Emotionen

Die Emotionen bei einem Stadtderby in der Modemetropole sind ohnehin immer besonders hoch. Allerdings nicht aufgrund von lokaler, sozialer oder politischer Unterschiede, sondern aufgrund der vielen Gemeinsamkeiten. Inter Mailand ist im Jahre 1908 aus dem “Milan Cricket and Football Club“ (dem heutigen AC Mailand) entstanden. Beide Klubs haben 18. Mal die Meisterschaft gewonnen und nutzen das San Siro-Stadion als gemeinsame Heimstätte. Zudem ist Mailand die einzige Stadt, die zwei Champions League-Sieger in ihren Mauern hat.

Die Wettanbieter gehen bei ihren Fußballwetten von einer knappen Angelegenheit aus, sehen allerdings in ihren Prognosen leichte Vorteile auf Seiten des AC Milan. Allerdings hat Inter Mailand vier der letzten fünf Mailänder Derbys für sich entscheiden können. Im Februar 2013 gab es ein Unentschieden. Den letzten Derby-Sieg der Rossoneri in der Serie A gab es vor fast genau drei Jahren.

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Category: Derbys Deutschland,Eintracht Frankfurt,FSV Mainz 05 – Author: Derbysieger – 15:22

Im Rhein-Main-Derby zwischen Frankfurt und Mainz steht insbesondere für die Gäste eine ganze Menge auf dem Spiel: Während sich die Eintracht dank einer deutlich verbesserten Rückrunde mittlerweile in relativ solide wirkenden tabellarischen Regionen befindet, will die Mannschaft von Thomas Tuchel ihre Erfolgssaison mit dem Einzug in einen der europäischen Wettbewerbe krönen. Da sich die 05er derzeit jedoch auf dem undankbaren siebten Tabellenplatz befinden, wird das Team nun mit Sicherheit auch in der Commerzbank-Arena mit aller Macht auf einen weiteren Ausbau der positiven Derby-Bilanz drängen.

Die 05er gewannen drei der letzten vier Duelle

Zwar liegt das Premieren-Duell beider Klubs in der 1. Bundesliga noch nicht einmal ganze neun Jahre zurück (zuvor war es rund um die Jahrtausendwende allerdings schon zu häufigeren unterklassigen Vergleichen gekommen), bereits diese kurze Zeitspanne offenbart jedoch, wie sich das Kräfteverhältnis zunehmend zuungunsten der Hessen verschoben hat. Konnte sich in den ersten sieben Partien bei regelmäßigen Punkteteilungen allenfalls die Eintracht gelegentliche Vorteile erspielen, wurde von den Mainzern mit dem 3:0-Erfolg im April 2011 die gegnerische Vorherrschaft dauerhaft gebrochen. In der Folge sorgten zwei weitere Siege dafür, dass derzeit die Rheinländer der knappe Derbykönig sind (3 Siege, 6 Remis, 2 Niederlagen) – wenngleich sich die Vereine im Zweifelsfalle nach wie vor am liebsten zu einem Unentschieden bereiterklären.

Bemerkenswert ist hier jedoch nicht zuletzt, dass die Mainzer ausgerechnet im Vorjahr ihren ersten Derby-Auswärtssieg verbuchten, als eigentlich die Mannschaft von Armin Veh mit ihrem Sturm in das oberste Tabellendrittel in der Liga für Furore sorgte: Obwohl die Frankfurter im Aufstiegsjahr in ihrem eigenen Stadion eine gefürchtete Festung errichteten, zogen die damals im Umbruch befindlichen Gäste dennoch mit einem überraschenden 3:1-Triumph davon. Da es für die 05er in dieser Saison nun deutlich besser läuft, möchte der Karnevalsverein diesen Erfolg nun natürlich nur allzu gerne wiederholen – immerhin lässt überdies auch die abgeflachte Heimbilanz der Adlerträger erahnen, dass in der Banken-Metropole ein Dreier möglich ist.

Frankfurt verspürt Aufwind in der Commerzbank-Arena

Insbesondere im vergangenen Herbst wurde schließlich überdeutlich, dass sich die Frankfurter mit der Teilnahme an der Europa League ein bisschen zu viel zugemutet haben: In den gesamten Hinrunde bekam das Publikum folgerichtig keinen einzigen Heimsieg ihrer Mannschaft zu sehen. Obwohl diese Negativ-Serie dann gleich beim ersten Rückrundenauftritt mit einem glücklichen 1:0-Erfolg über die Berliner Hertha beendet werden konnte, wechselten sich bei der Eintracht auch in der Folge Licht und Schatten ab. Wurde bei den weiteren Siegen gegen Braunschweig, Stuttgart und Gladbach einerseits ein deutlicher Aufwärtstrend erkennbar, fiel anderntags entweder die Leistung (etwa beim 0:0 gegen Bremen) oder das Ergebnis (1:4 gegen den SC Freiburg) erneut merklich ab.

Insgesamt kann dennoch das vorläufige Fazit gezogen werden, dass sich die Frankfurter insbesondere dank ihrer verbesserten Heimspiele wieder berappelt haben: Auch die Ankündigung des allseits anerkannten Armin Veh, seinen Vertrag in der Main-Metropole zum Saisonende auslaufen zu lassen, wurde von den Spielern in positive Energien umgemünzt. Statt mit einer – wie von Schwarzmalern befürchtet- im Angesicht des bevorstehenden Umbruchs auseinanderfallenden Mannschaft, bekamen es die Konkurrenten zuletzt regelmäßig mit einer aufopferungsvoll kämpfenden Gegner zu tun, der darüber hinaus aber auch in tabellarisch etwas düsteren Zeiten nie den Sinn für das Fußballspielen verlor.

Da sich die Frankfurter mit der siebtbesten Bilanz der Rückrunde zumindest im neuen Jahr (rein virtuell) in Richtung europäischer Startplätze orientieren, darf sich der künftige Nachfolger von Armin Veh auf ein bestens bestelltes Feld begeben: Die gewaltigen Fußstapfen des ungleich erfolgreicheren Vorjahres vermögen momentan jedoch allenfalls die Mainzer Gäste auszufüllen. Bereits zum zweiten Mal in seiner Amtszeit ist es Thomas Tuchel gelungen, mit bescheidenen Mitteln ein Team von internationalem Format zusammenzustellen – selbst eine baldige Teilnahme an der Champions League scheint angesichts eines Vier-Punkte-Rückstandes auf Bayer Leverkusen derzeit nicht nur eine verrückte Träumerei zu sein.

Die Mainzer befinden sich zwischen Müssen und Wollen

Doch wenn gleich sich für die 05er schon mit der bloßen Qualifikation für die Königsklasse bislang undenkbare finanzielle Perspektiven ergeben würden, dürfe den Verein zum Saisonende sicherlich bereits das Startrecht für die kleinere Europa League in einen Freudentaumel versetzen. Allerdings sind die Ambitionen des Klubs längst groß genug, um nun nicht mehr völlig unbefangen in den Endspurt starten zu können. Wenngleich die Eroberung des sechsten Tabellenplatzes freilich keine unumstößliche Verpflichtung ist, wäre die Enttäuschung nichtsdestotrotz riesengroß, sollte das Team nach der bislang so vielversprechend verlaufenden Rückrunde am Ende doch leer ausgehen.

Im neuen Jahr haben es bis dato nämlich nur die Top-Klubs aus München, Gelsenkirchen und Dortmund auf eine bessere Bilanz als die Mainzer gebracht: Folglich dürfen im anstehenden Vergleich nicht nur die wiedererstarkten Hessen, sondern auch die nach oben drängenden Rheinländer mit einer richtig breiten Brust erwartet werden. Ein gleichermaßen hochklassiges wie rassiges Duell scheint angesichts solcher erfreulichen Vorzeichen geradezu garantiert zu sein – und es käme keineswegs überraschend, sollte das meist so ausgeglichene Derby auch in diesem Fall wieder einmal mit einem Unentschieden zu Ende gehen.

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Category: Bayern München,Derbys Deutschland,FC Augsburg – Author: Derbysieger – 14:45

Schon vor einiger Zeit sind sowohl dem FC Bayern als auch dem FC Augsburg die angestammten Lokalrivalen abhandengekommen: Während sich die Münchener Löwen nunmehr bereits seit über zehn Jahren standhaft weigern, in die 1. Bundesliga zurückzukehren, dümpelt der TSV Schwaben Augsburg inzwischen jenseits von Gut und Böse in der “Bezirksliga Schwaben Süd” herum. Folglich ist es kein Wunder, dass sich die Derbyfans aus der Fuggerstadt längst in Richtung der nur 50 Kilometer entfernten Landeshauptstadt orientieren – und da sich die Mannschaft von Markus Weinzierl zunehmend in der deutschen Eliteliga etabliert, werden dann ja vielleicht auch die Vergleiche mit dem großen Platzhirsch demnächst mit der für ein echtes Derby unverzichtbaren Tradition aufgeladen.

Gegen die die Schwaben hält die Münchener Serie

Dass es sich bei den Duellen der beiden Nachbarn bislang rein gefühlsmäßig lediglich um ein halbes Derby handelt, ist dabei jedoch nur teilweise dem Umstand geschuldet, dass es am Sonntag in der SGL-Arena wettbewerbsübergreifend gerade einmal zum neunten Aufeinandertreffen der noch immer ziemlich ungleichen Vereine kommt: Dem Aufkommen von echter Gänsehaut-Atmosphäre musste vielmehr die regelmäßige Unterlegenheit der Augsburger abträglich sein. Wenngleich sich der Außenseiter mal mehr, mal weniger nach Kräften wehrte, war den Gastgebern bislang nicht einmal im eigenen Stadion der kleinste Achtungserfolg vergönnt – in der Allianz Arena haben sich die Hoffnungen auf eine Sensation dann erst recht nicht erfüllen können.

Als großer emotionaler Höhepunkt der bisherigen Derby-Geschichte ragt somit allein ein Platzverweis von Franck Ribery heraus, der sich im Pokal-Achtelfinale der Vorsaison zu einer vergleichsweise verzeihlichen Unbeherrschtheit hinreißen ließ. Die folgende Überzahl wussten die Augsburger tatsächlich dafür zu nutzen, die Bayern zumindest zeitweise in Bedrängnis zu bringen: Weil sich die Fuggerstädter der gegnerischen Übermacht damals erst nach dem 2:0 durch Shaqiri in der 85. Minute endgültig beugen mussten, waren die Schwaben hier noch am allerdichtesten an einer Überraschung vorbeigeschrammt – letztlich stand aber auch in jenem Match die Abschlussschwäche der Hausherren einem besseren Abschneiden im Weg.

Neuer war zuletzt nicht zu überwinden

Zwar drängt sich angesichts der 40 erzielten Treffer an den bisherigen 28 Spieltagen nicht unbedingt der Eindruck von unbeherrschbaren Augsburger Sturm-Problemen auf; in den Derbys gegen die Münchener hat sich die Offensivabteilung des Außenseiters dann aber doch regelmäßig viel zu lieb präsentiert. Zwei magere Törchen in den acht absolvierten Vergleichen sind maßgeblich dafür verantwortlich, dass am bayrischen Machtgefüge nie ernsthaft gerüttelt wurde – passenderweise legte die Mannschaft nun auch beim jüngsten 0:3 in Mainz die Vermutung nahe, dass sie sich schon einmal seelisch und moralisch auf die nächste Pleite gegen den übermächtigen Triple-Champion vorbereitet.

Dabei sollten sich die Augsburger aber dennoch darüber freuen können, dass die sich dem Ende entgegen neigende Saison dieses besondere Highlight zu bieten hat: Schien die Luft bei der Mannschaft aufgrund der weitgehend geklärten Tabellenverhältnisse zuletzt ein wenig raus zu sein, dürfte das Derby nun doch noch einmal die Lebensgeister der Spieler zum Leben erwecken. Zwar kann die inzwischen deutlich nach unten weisende Formkurve (nur ein Punkt aus den letzten vier Partien) den Gastgebern vermutlich kaum ein Duell auf Augenhöhe versprechen: Schon allein durch die Erhöhung des Tempos im anstehenden Match könnte der FCA jedoch etwas zusätzlichen Schwung für die noch kommenden Aufgaben gewinnen.

Wie reagieren die Gäste auf die ungewohnte Unentschieden-”Schwemme”?

Obendrein deutete sich in den vergangenen Tagen vage an, dass den Bayern das Wissen um die bereits eingefahrene Blitz-Meisterschaft das Abrufen der gewohnten Siegermentalität ganz sicher nicht leichter macht: Immerhin ist es angesichts der vorangestellten Siegesserie schon bemerkenswert, dass sich die Elf von Pep Guardiola zuletzt gegen Hoffenheim und Manchester United gleich zwei Mal hintereinander in ein Unentschieden fügen musste. Wenngleich dem Tabellenführer der enorme Ballbesitz und die optische Überlegenheit natürlich auch in diesen Partien nicht zu nehmen war, stellte sich die Dominanz doch insbesondere in Old Trafford bisweilen als ein falscher Zauber heraus: Schließlich gelang es den hochfavorisierten Gästen beim schwächelnden englischen Meister nur im Ausnahmefall, eine halbwegs vielversprechend Torchance zustande zubringen.

Trotzdem wäre es natürlich reichlich verwegen, aus zwei Punkteteilungen gegen sich jeweils am Limit bewegende Gegner den Verdacht einer kleinen sportlichen Krise zu konstruieren: Läuft es die für Augsburger nun richtig dumm, könnten die Münchener Gäste die etwas „weltlicheren“ Ergebnisse der vergangenen Tage sogar als eine zusätzliche Motivationsspritze für das Derby verstehen. Nach wie vor werden die Bayern schließlich von dem großen Wunsch geleitet, den Rekord-Punktestand des Vorjahres noch einmal weiter in die Höhe zu schrauben – und in diesem Sinne kommt dem Spitzenreiter das Gastspiel beim verlässlichen Punktelieferanten aus der Fuggerstadt vermutlich gerade recht.

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Category: Derbys Österreich – Author: Derbysieger – 09:21

Zum 277. Mal treffen die beiden Wiener Traditionsklubs Austria und Rapid am Sonntag den 6. April in einem Meisterschaftsspiel aufeinander. Mit 115:94-Siegen liegen die Grün-Weißen in der Gesamtbilanz voran und auch in den letzten Partien hatte der Rekordmeister zumeist das bessere Ende für sich. In den letzten vier Derbys blieb Rapid unbesiegt und gewann die letzten beiden.

Dabei drohte den Grün-Weißen noch in der Saison 2012/13 die Schmach, erstmals in der Geschichte alle vier Saisonderbys gegen die Violetten zu verlieren. Aber mit einem 2:2 in der letzten Begegnung in der Generali-Arena konnte das Schlimmste noch abgewendet werden. Seit damals verlor Rapid kein Derby mehr.

Kampf um einen internationalen Startplatz

Auch aktuell hat Rapid die etwas bessere Serie. Vier Spiele in Folge sind die Grün-Weißen zuletzt unbesiegt geblieben und ließen dabei kein einziges Gegentor zu. Aber auch die Austria legte nach dem Trainerwechsel von Nenad Bjelica zu Herbert Gager punktemäßig zu und ist unter dem neuen Trainer noch ungeschlagen. Diese Serie hing am vergangenen Wochenende in Ried an einem seidenen Faden, ehe in der Nachspielzeit doch noch der Ausgleich zum 2:2 gelang. Damit wuchs der Rückstand in der Tabelle auf die zweitplatzierten Rapidler jedoch auf zwei Punkte an.

Mit einem Sieg im Derby könnte der Stadtrivale in der Tabelle wieder überholt werden. Der Traum von einer erfolgreichen Titelverteidigung platzte in dieser Saison für die Austria angesichts einer überragenden Mannschaft von Red Bull Salzburg bereits sehr früh. Nun soll zumindest die Qualifikation für die Europa League gesichert werden. Das wäre auch aktuell mit dem dritten Platz der Fall, aber auch der lange Zeit starke Aufsteiger Grödig und die SV Ried haben den Kampf um Europa noch nicht aufgegeben.

Rapid zuletzt zwei Mal erfolgreich

Das letzte Derby in Favoriten endete mit einem 1:0-Sieg der gastierenden Rapidler. Zwei Minuten vor dem Ende sorgte Terrence Boyd per Kopf für den Siegtreffer. Ähnliches wird sich diesmal nicht wiederholen, da der US-Amerikaner im letzten Meisterschaftsspiel gegen Sturm Graz die fünfte Gelbe Karte sah und gesperrt ist. Aber auch im ersten Derby des Jahres 2014 am 9. Februar 2014 im Hanappi-Stadion war Boyd aufgrund einer Sperre nicht dabei, dennoch siegte Rapid nach 0:1-Rückstand noch mit 3:1.

Aus Sicht der Fußballwetten werden – wohl aufgrund des Heimvorteils – diesmal jedoch der Austria die etwas besseren Chancen eingeräumt. Bei einem Sieg der Violetten werden Quoten um 2,2 fällig, während ein Auswärtssieg von Rapid den mehr als dreifachen Wetteinsatz bringen würde. Etwa ebenso viel ist bei einem Tipp auf ein Unentschieden zu gewinnen.

Trainer mit grün-weißen Wurzeln

Brisanz verspricht auch das Duell der beiden Trainer. Zoran Barisic und Herbert Gager spielten von Kindesbeinen an zusammen im grün-weißen Nachwuchs. Nachdem der um acht Monate ältere Gager 1989 zu seinen ersten Einsätzen in der Rapid-Kampfmannschaft kam, wurde er 1990 zum Wiener Sport-Club verliehen, wo er abermals mit dem ebenfalls zu den Hernalsern transferierten Barisic zusammentraf. Gemeinsam kassierten sie mit 1:7 (daheim) und 0:5 (auswärts) zwei schwere Niederlagen gegen Rapid.

Beide kehrten anschließend wieder zu ihrem Stammverein zurück, hatten aber in der Folge einen gänzlich unterschiedlichen Karriereverlauf. Zoran Barisic feierte von 1993 bis 1996 große Erfolge mit den Grün-Weißen, wurde Meister, Cupsieger und zog ins Europacupfinale ein. Auch nach seinem Abschied von Rapid war er ab 1997 vor allem beim FC Tirol (3 Mal Meister) sehr erfolgreich tätig und kehrte 2006 als Co-Trainer zu Rapid zurück.

Herbert Gager dagegen, der einst sämtliche Rapid-Nachwuchsteams als Kapitän aufs Feld geführt hatte, blieb nur bis 1993 bei den Grün-Weißen. In jener Zeit absolvierte er auch seine einzigen Partien für das österreichische Nationalteam. Anschließend führte ihn sein Weg über Stahl Linz, Mödling und die Admira schließlich erstmals zur Austria, für die er von 1996 bis 1998 tätig war. Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn heuerte er als Nachwuchstrainer bei den Violetten an und ist seit diesem Jahr Trainer der Austria, blieb bisher unbesiegt und möchte das auch nach dem Duell mit dem Verein seiner Jugendjahre bleiben.

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