Derbysieg News

Category: Derbys Spanien – Author: Derbysieger – 09:03

Vor nicht einmal drei Wochen holten sich die Königlichen letztmals den obligatorischen Dreier im „Derbi madrileno“ ab – schon an diesem Freitag werden Real und Atletico Madrid nun an deutlich prominenterer Stelle erneut zusammengeführt. Im Finale um den nationalen Pokal wird sich entscheiden, welcher hauptstädtische Klub zum Saisonende wenigstens einen Cup in den Händen hält: Mit Blick auf die traditionell hohe Anspruchshaltung, steht dabei natürlich insbesondere das Team von Jose Mourinho unter erheblichen Druck.

Mourinhos vorerst letzte Schlacht

Denn dass der portugiesische Startrainer unmittelbar vor dem Absprung nach England steht, ist keinesfalls nur auf atmosphärische Störungen zwischen „The Special One“ und der Mannschaft zurückzuführen – Mourinho wird vor allem auch angelastet, dass der Titelregen in den vergangenen drei Jahren deutlich spärlicher als erhofft ausgefallen ist. Zwar gelang es Real zuletzt immer erfolgreicher, die Dominanz des zuvor enteilten FC Barcelona zu brechen; mehr als jeweils ein Sieg in der Meisterschaft, im Pokal und dem Supercup haben die Bemühungen dem weißen Ballett dennoch nicht eingebracht – und auch auf europäischer Ebene mussten sich Team und Anhängerschaft mit drei glücklosen Halbfinal-Teilnahmen in der Champions League begnügen.

Da die Verpflichtung von Mourinho vornehmlich auf die Rückeroberung des europäischen Thrones zielte, lässt die stets verpasste „Decima“ einen ungewohnt dunklen Flecken auf der ansonsten überaus erfolgreichen Vita des Trainers zurück – auch ein Sieg im nunmehr anstehenden Endspiel um den Copa del Rey wird somit kaum verhindern können, dass man den 50-jährigen in wenigen Wochen mit Freuden ziehen lässt. Vor allem zuletzt ins Abseits gedrängte Stars wie Casillas und Pepe dürften einen Neuanfang kaum noch erwarten können.

Rojiblancos mit deprimierender Bilanz

Zumindest in den 90 Minuten des Pokalfinales wird die vergiftete Atmosphäre innerhalb des Vereins jedoch von der Notwendigkeit verdrängt, den Lokalrivalen in die Schranken zu verweisen: Angesichts der langen Durststrecke der Rojiblancos im madrilenischen Derby, ordnet Real den zu erwartenden Pflichtsieg jedoch schon fast in die Kategorie „Folklore“ ein. Mittlerweile wartet Atletico immerhin schon seit 25 Partien auf einen Sieg – letztmals mussten sich die Königlichen dem kleinen Nachbarn im Jahre 1999 geschlagen geben.

Um einiges deutlicher als der momentane Zwischenstand in der Primera Division, weist somit die lange Niederlagenserie im Derby der Mannschaft von Diego Simeone die deutliche Rolle des Außenseiters zu. Gänzlich unverdrossen werden im Lager Atleticos die Hoffnungen nun vor allem auf die beiden schlagkräftigen Offensivkräfte Falcao und Diego Costa gesetzt: Während sich der Kolumbianer bereits in mehreren Europa-League-Finals als entscheidender Mann erwies, schlug Diego Costa im laufenden Wettbewerb bereits beachtliche sieben Mal zu.

Real plagen Defensivsorgen

Befeuert werden die Hoffnungen des Underdogs durch dem Umstand, dass es um die Abwehr der Königlichen derzeit nicht zum Besten steht, während in der Offensive unter anderem die Rückkehr von Özil für Entlastung sorgt, erscheint die Viererkette angesichts der Ausfälle von Varana und Arbeola sowie der angeschlagenen Marcelo und Sergio Ramos mit ziemlich heißer Nadel gestrickt zu sein. Hinzu kommt, dass Mourinho um keinen Preis auf Landsmann Pepe zurückgreifen will: Da müsste es schon fast mit dem Teufel zugehen, wenn sich die Defensive Reals im heimischen Bernabeu Stadion nun dennoch als stabilisierender Faktor erweist.

Für ein vermindertes Selbstvertrauen können allerdings auch solche personellen Probleme nicht sorgen; immerhin war es Real kürzlich bereits in der Liga geglückt, mit einer reinen B-Elf drei glückliche Zähler aus dem gegnerischen Estadio Vincente Calderon zu entführen. Im Endspiel um den Copa del Rey verspricht nicht zuletzt auch die Teilnahme Özils ein entscheidender Erfolgsfaktor zu werden – immerhin hat das Team bislang alle sieben Derbys in Gegenwart des deutschen Nationalspielers zu einem erfolgreichen Ende gebracht. Somit liegt es nahe, dass auch die Wettanbieter bereits vorab geklärte Verhältnissen vermuten – die Quoten legen nahe, dass allein Real im Endspiel triumphieren kann.

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Category: Derbys Schweiz – Author: Derbysieger – 14:21

Der Schweizer Rekordmeister Grasshoppers Zürich hat ein paar richtig harte Jahre hinter sich: Als wäre es nicht schon schlimm genug, dass der große nationale Fußball mittlerweile im ungeliebten Basel zu Hause ist, musste sich der 27-fache Titelträger in der Vorsaison sogar lange Zeit gegen den eigentlich undenkbaren Abstieg stemmen. In der laufenden Spielzeit hat Trainer Uli Forte die Hoppers nun allerdings wieder richtig auf Vordermann gebracht: Vor dem sonntägliche Stadtderby gegen den FC Zürich mischt der Traditionsklub noch immer im Kampf um die Meisterschaft mit.

Basels Fehler blieben bislang ungenutzt

Zwar liegt der Titelverteidiger aus Basel fünf Spieltage vor dem Saisonfinale nach wie vor mit drei Zählern in Front; das unerwartet erfolgreiche Abschneiden in der Europa League ist auf den Spitzenreiter jedoch nicht ohne Wirkung geblieben. Die zusätzlichen Belastungen haben in den letzten Wochen zu einem kleinen Einbruch in der Super League geführt – da der FCB nur eines seiner letzten drei Ligaspiele gewann, scheint für die Grasshoppers noch alles möglich zu sein.

Dabei hätten die Züricher schon längst die Tabellenführung übernommen, wären sie zuletzt nicht ähnlich müde zu Werke gegangen; aufgrund der beiden Niederlagen gegen Thun und Bern, musste der Angriff auf die Spitze schon mehrfach verschoben werden. Am vergangenen Wochenende hatten es die Hoppers sogar den Kollegen vom FC Zürich zu verdanken, dass das Titelrennen weiter spannend bleibt: Am Letzigrund musste sich Basel ein wenig überraschend mit 1:3 geschlagen geben.

Letzigrund Zürich Derby

Der Letzigrund – Schauplatz der Begegnung der beiden Stadtrivalen Grasshoppers Zürich und FC Zürich Quelle: wikimedia.org

 

Im direkten Duell darf der Tabellenzweite nun allerdings keinerlei Nachbarschaftshilfe erwarten; für die Anhänger des FC Zürich kommt es schließlich der Wahl zwischen Pest und Cholera gleich, ob am Ende der Lokalrivale oder doch wieder der Seriensieger aus Basel das Rennen macht. Die beiden Spitzenteams sind für die Mannschaft von Urs Meier gleichermaßen ein rotes Tuch: Dennoch wäre es dem selbsternannten „Stadtclub“ nun natürlich ein Fest, wenn dem unmittelbaren Nachbarn beim Derby erfolgreich in die Parade gefahren werden kann.

Der FCZ fürchtet ein verlorenes Jahr

Gründe gibt es für den „gastierenden“ FC in jedem Falle genug, sich wieder einmal im einzigen echten Derby der Schweizer Liga hervorzutun, unter dem Aufschwung der Hoppers hatte in den vergangenen Monaten nämlich nicht zuletzt auch der Stadtrivale zu leiden gehabt. Behielt der FCZ in den Derbys der vergangenen Jahren noch mehrheitlich die Oberhand, wurden in dieser Saison alle drei bereits absolvierten Meiserschafts-Duelle in den Sand gesetzt – zu allem Überfluss ging vor einem knappen Monat auch noch das nationale Pokalhalbfinale gegen den Rekordpokalsieger verloren.

Die knappe 1:2-Niederlage n. V. war dabei nicht nur aus Prestigegründen ausgesprochen ärgerlich – immerhin schien dem FCZ der Einzug in das Endspiel einen Ausweg aus der gegenwärtigen Mittelmäßigkeit zu bieten. Als Tabellenfünfter droht das Jahr für den Verein erneut ohne die Qualifikation für die Europa League zu Ende zu gehen: Wird nun auch noch gegen die Grashoppers verloren, könnten die Züricher den Mitbewerber vom FC Sion bereits vollends aus den Augen verlieren.

Das anstehende Stadtduell hat somit fast alles zu bieten, was sich ein Derby-Freund überhaupt nur wünschen kann: Neben einer rassigen Rivalität, die bis in das späte 19. Jahrhundert zurückzuverfolgen ist, steht für die beiden Kontrahenten auch noch der erfolgreiche Saisonabschluss auf dem Spiel. Die Fußball-Wettanbieter lassen sich bei ihren Prognosen übrigens hauptsächlich von dem aktuellen Lauf der Hoppers leiten: Die Quoten deuten darauf hin, dass auch das fünfte Derby des Jahres an den Meisterschafts-Aspiranten fällt.

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Category: Derbys Türkei – Author: Derbysieger – 10:19

Eine Woche bevor am kommenden Sonntag zum 374. Mal das Interkontinental-Derby am Bosporus steigt, sicherte sich Galatasaray vorzeitig zum 19. Mal den Titel und krönte sich damit auch zum alleinigen türkischen Rekordmeister. Vor allem in  Istanbul, aber auch in anderen europäischen Städten – wie Berlin oder Wien – feierten die türkischen Fans lautstark.

Enttäuschung bei Fenerbahce

Für die Anhänger von Fenerbahce ist der Triumph des Stadtrivalen dagegen dreifach bitter. Nicht nur, dass man den Gala-Fans beim Feiern zusehen und den – bisher mit den „Löwen“ geteilten – Titel des „Rekordmeisters“ abtreten muss, auch der so sehr erhoffte internationale Paukenschlag blieb aus Sicht der „Kanarienvögel“ leider aus.

Zwar gelang Fener mit dem Erreichen des Halbfinales in der Europa League der größte internationale Erfolg der Klubgeschichte, aber nach dem Ausscheiden bei Benfica Lissabon war die Enttäuschung grenzenlos. Zu gern hätte man es Galatasaray gleich gemacht, die im Jahr 2000 den UEFA-Pokal und den europäischen Supercup nach Istanbul geholt hatten. Somit müssen sich die Gelb-Blauen sowohl national als auch international mit Platz zwei der türkischen Rangliste bescheiden.

Europa gegen Asien

Als Interkontinental-Derby gilt das Aufeinandertreffen der  beiden türkischen Großklubs, da die Klubeinrichtungen von Galatasaray sich überwiegend im europäischen Teil Istanbuls befinden, während Fenerbahce im asiatischen Teil der Stadt beheimatet ist.

Galatasaray (gegründet 1905) ist knapp zwei Jahre älter als der Lokalrivale und hatte seine Anhänger anfangs vor allem in der Mittelschicht, während Fenerbahce vermehrt von Arbeitern unterstützt wurden. Im Laufe der Jahre haben sich diese Gegensätze allerdings – wie bei vielen anderen Vereinen auch – verwischt.

Fenerbahce im direkten Duell voran

Am 17. Januar 1909 trafen Galatasaray und Fenerbahce erstmals aufeinander, die „Löwen“ siegten mit 2:0. Erst fünf Jahre später gelang den „Kanarienvögeln“ der erste Sieg und der erste Torerfolg beim 4:2 am 4. Januar 1914. Die ersten Aufeinandertreffen in der gesamt-türkischen Liga fanden 1959 statt.

Insgesamt traten die beiden Klubs in unterschiedlichen Bewerben bisher 373 Mal gegeneinander an und zumindest in dieser Statistik liegen die Gelb-Blauen gegenüber den Rot-Gelben voran. 141 Mal siegte Fenerbahce und 119 Mal war Galatasaray bisher erfolgreich. Dem stehen 113 Unentschieden gegenüber. Das erste Aufeinandertreffen in der laufenden Saison endete mit einem 2:1-Heimsieg von Gala. Fenerbahce siegt zuletzt am 22. April 2012, ebenfalls mit 2:1 beim Stadtrivalen. Der letzte Heimsieg der Gelb-Blauen liegt bereits etwas länger zurück. Am 22. Oktober 2009 gab es einen 3:1-Erfolg im Sükrü-Saracoglu-Stadion.

Bei den Wettanbietern wird in diesem Spiel Fenerbahce eine leichte Favoritenrolle eingeräumt, bei einem Sieg der Gastgeber ehält man das 2,4- bis 2,5-fache (bei Tipico und Mybet) des Wetteinsatzes. Ein Auswärtssieg des Meisters ist dagegen mit bis zu 2,9 (bei Tipico und Interwetten) dotiert. Für ein Unentschieden kann man bei Tipico das 3,4-fache des eingesetzten Kapitals gewinnen.

 

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Category: Derbys Großbritannien – Author: Derbysieger – 12:08

Am kommenden Sonntag kommt es in Liverpool zur 220. Auflage des „Merseyside Derbys“. In der Liga findet es zum 188. Mal statt. In der Gesamtbilanz liegt der FC Liverpool mit 88:66-Siegen voran.

Das erste Aufeinandertreffen fand bereits am 13. Oktober 1894 statt, es ist somit eines der traditionsreichsten Derbys der Fußballgeschichte. Der FC Everton gewann das erste Derby im heimischen Goodison Park mit 3:0, das Retourspiel an der Anfield Road endete einen Monat später 2:2.

Gemeinsame Wurzeln

Die Blues waren zunächst auch das erfolgreichere der beiden Teams aus Liverpool. Den ersten Meistertitel gewann der 1878 gegründete FC Everton – 1888 auch eines der 12 Gründungsmitglieder der englischen Liga – bereits 1891. Ein Jahr, bevor der FC Liverpool gegründet wurde. Diese Gründung hängt eng mit dem heutigen Stadtrivalen zusammen. Nach dem Gewinn des Meistertitels 1891 beschloss der Brauereibesitzer John Houlding als Inhaber des Grundstücks an der Anfield Road – auf dem der FC Everton bis dahin seine Heimspiele austrug – eine kräftige Mieterhöhung.

Das wollten sich einige Vereinsmitglieder nicht gefallen lassen und zogen auf ein anderes Grundstück an der nahe gelegenen Goodison Road um. Die an der Anfield Road verbliebenen Mitglieder gründeten unter der Führung Houldings den FC Liverpool, der von nun an seine Spiele an der Anfield Road austrug. In der Saison 1900/01 wurden die Reds erstmals englischer Meister und zogen damit an Titelgewinnen mit dem Stadtrivalen gleich.

Friendly Derby

Trotz aller Rivalität gilt das Aufeinandertreffen des FC Everton mit dem FC Liverpool als „Friendly Derby“. Im Gegensatz zu den meisten anderen Stadtderbys werden die rivalisierenden Anhänger nicht durch unterschiedliche politische und religiöse Einstellungen oder soziale Zugehörigkeit getrennt. Vielmehr sind in vielen Familien sowohl „Blues“ als auch „Reds“ zu finden.

Besonders in der Zwischenkriegszeit zwischen 1919 und 1939 gehörten die beiden Klubs aus Liverpool zu den besten des Landes. Während der FC Liverpool in den Jahren 1922 und 1923 zwei Mal in Folge den Titel holte, hatte anschließend der FC Everton mit den Titelgewinnen 1928, 1932 und 1939 seine erfolgreichste Zeit.

Der Siegeszug des FC Liverpool

Bis zu Beginn der 1970er-Jahre hielten sich die Erfolge der beiden Klubs in Waage. Dann begann unter den erfolgreichen Managern Bill Shankly und Bob Paisley der Siegeszug der Reds durch Europa. 1973 gewann der FC Liverpool neben dem Meistertitel mit dem UEFA-Pokal seine erste internationale Trophäe. 1976 wiederholten sie diesen Triumph und thronten 1977 und 1978 mit dem Sieg im Europapokal der Landesmeister an der Spitze des europäischen Klubfußballs. Auch 1981 und 1984 ging die begehrteste Trophäe Europas an den FC Liverpool. Zwischen 1976 und 1990 holten die Reds 10 Mal den englischen Meistertitel.

Mitten in der großen Zeit des Stadtrivalen feierte auch der FC Everton seinen größten internationalen Erfolg. 1985 wurden die Toffees nicht nur erstmals seit 15 Jahren wieder englischer Meister, sondern holten auch den Europapokal der Pokalsieger.

Die Heysel-Tragödie und die Folgen

Zwei Wochen nach diesem Triumph kam es vor dem Meistercup-Finale im Brüsseler Heyselstadion zwischen dem FC Liverpool und Juventus zu Fanausschreitungen, bei denen 39 Menschen ums Leben kamen. Aufgrund dieser Vorkommnisse wurden die englischen Klubs im Allgemeinen und der FC Liverpool im Speziellen für mehrere Jahre von den internationalen Bewerben ausgeschlossen. Auch der FC Everton durfte als regierender Meister weder 1985 noch 1987 am Europapokal teilnehmen.

Seit 1990 wurde keiner der beiden Vereine aus Liverpool englischer Meister. Während Everton seit dem 5. Sieg im FA-Cup 1995 keinen Titel mehr holte, konnten sich die Reds – neben den FA-Cup-Siegen 2001 und 2006 – auch international in Szene setzen. 2001 holte der FC Liverpool den UEFA-Cup und 2005 gewann er mit einem Sieg im Elfmeterschießen über den AC Mailand sogar die Champions League. In der nationalen Meisterschaft belegten die Reds in dieser Saison hinter Everton nur Platz fünf.

Ziel Europa League

In den letzten drei Saisonen landeten beide Liverpooler Klubs in der Premier League jeweils zwischen den Rängen sechs und acht und traten damit international zumeist nur in der Europa League in Erscheinung. Dennoch sind der FC Liverpool und Everton an Punkten gemessen weiterhin die beiden erfolgreichsten Vereine der englischen Ligageschichte. Erst 2009 löste der FC Liverpool in der ewigen Tabelle (seit 1888) die Blues nach Punkten an der Spitze ab. Der FC Everton spielt 2012/13 seine 110. Saison in der höchsten Spielklasse, kein anderer Verein kann hier mit den Toffees mithalten. (Aston Villa: 102. Saison; FC Liverpool: 98; Arsenal: 96; Manchester United: 88)

Merseyside Derby

Das traditionelle Merseyside Derby zwischen dem FC Liverpool und dem Stadtrivalen Everton FC – in England wird diese Begegnung auch als das “Friendly Derby” bezeichnet. Quelle: wikimedia.org

 

Vor dem Derby am kommenden Wochenende liegt der FC Everton in der Tabelle unmittelbar vor dem Stadtrivalen auf Platz sechs. Allerdings haben die Blues fünf Punkte Vorsprung und damit im Gegensatz zum FC Liverpool noch Chancen auf einen Europa League-Startplatz. Dennoch wird den Gastgebern im Derby an der Anfield Road von den internationalen Wettanbietern die Favoritenrolle eingeräumt. Während bei einem Heimsieg des FC Liverpool lediglich das 1,9 bis 2-fache (bei Tipico, Info und Porträt hier) des Wetteinsatzes zu gewinnen ist, stehen die Quoten bei einem Sieg von Everton zwischen 3,6 und 4,2 (bei Bet365).

Der letzte Sieg in einem Merseyside-Derby gelang dem FC Everton am 17. Oktober 2010, mit 2:0 im Goodison Park, seither blieben die Blues in fünf Derbys sieglos – drei Mal siegten die Reds, zwei Mal gab es ein Unentschieden. An der Anfield Road hat Everton seit dem 27. September 1999 (1:0) nicht mehr gewonnen.

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Category: Derbys Italien – Author: Derbysieger – 09:57

Zum 186. Mal in einem Bewerbspiel treffen am Sonntag der FC Turin und Juventus im „Derby di Torino“ bzw. „Derby della Mole“ aufeinander. In der Serie A gab es bisher 135 Begegnungen, in denen Juventus nach Siegen mit 60:34 voran liegt. 41 Mal gab es ein Unentschieden.

In den 1970er- und 1980er-Jahren war das Turiner Derby in Italien von sehr hohem Stellenwert und noch stets besonders hart umkämpft, wenn auch schon damals die Schwarz-Weißen zumeist als das erfolgreichere Team aus den Auseinandersetzungen hervorgingen. Seit damals wurde die Dominanz der „Alten Dame“ aber noch deutlicher. So wartet der FC Turin bereits seit dem 2:1-Erfolg am 9. April 1995 auf einen Derbysieg.

Im Jahr darauf stiegen die „I Granata“ ab und gerieten in der Folge auch in wirtschaftliche Turbulenzen. Im Jahr 2005 – fast 100 Jahre nach der Klubgründung – musste der Verein Insolvenz anmelden. Der neu gegründete „FC Turin“ trat an die Stelle des „AC Turin“.

Die Superga-Tragödie

Dieser hatte seine erfolgreichste Zeit in der Zeit zwischen 1942 und 1949, in der die Mannschaft fünf von insgesamt sieben italienischen Meistertiteln des Klubs fixierte. Diese größe Ära der „Grande Torino“ ging am 4. Mai 1949 jäh zu Ende. Bei einem Flugzeugabsturz, der „Tragödie von Superga“, kam fast die gesamte Mannschaft ums Leben.

An die Erfolge von damals konnte der Verein nie wieder anschließen. In der Saison 1975/76 gewann der AC Turin noch einmal den Meistertitel. Drei Mal siegte man in der „Coppa Italia“ und in der Saison 1991/92 drang man bis ins Finale des UEFA-Pokals vor und scheiterte dort erst an Ajax Amsterdam.

Juve an der Spitze Europas

In Turin galt der FC Turin lange Zeit als die populärere Mannschaft. Durch die vielen Erfolge lief Juventus in den letzten Jahrzehnten aber dem Stadtrivalen den Rang ab. Eine Parallele zu München, wo im Laufe der Zeit die “Löwen” vom TSV 1860 auch vom weitaus erfolgreicheren FC Bayern in den Schatten gestellt wurden.

Juventus wurde 1897 gegründet und holte bereits 1905 den ersten nationalen Meistertitel. Die großen Erfolge kamen für „Juve“ aber mit dem Einstieg des Agnellli-Clans in den 1920er-Jahren. Von 1931 bis 1935 holten die „Zebras“ fünf Titel in Folge. Ab den 1970er-Jahren kamen zu den nationalen auch die großen internationalen Erfolge. Mit insgesamt sechs Europacup-Titeln – darunter auch zwei Mal die Champions League (bzw. „Europapokal der Landemeister“) gehört Juventus zu den erfolgreichsten Klubs der Welt. Nur Real Madrid und der FC Barcelona (je 11), der AC Mailand (9) und der FC Liverpool (8) holten mehr Europacup-Titel als die Turiner.

Vor dem 29. Scudetto

In der laufenden Saison steuert Juventus auf eine erfolgreiche Titelverteidigung und damit den 29. Meistertitel der Klubgeschichte zu. Am vergangenen Sonntag behaupteten die Schwarz-Weißen mit einem 1:0-Sieg in der Juventus-Arena über den AC Mailand den 11-Punkte-Vorsprung in der Tabelle. Mit einem Sieg im Stadtderby könnte bereits an diesem Wochenende der Meistertitel fixiert werden – falls der nächste Verfolger Neapel im Spiel am Samstag bei Schlusslicht Pescara Punkte lassen sollte. Aber selbst wenn die Entscheidung noch um eine Woche vertagt werden sollte, gibt es keine Zweifel am erneuten Titelgewinn.

Der FC Turin hat keines der letzten vier Saisonspiele gewonnen, nur beim 2:2 in Bologna gab es einen Punktegewinn. Gegen den SSC Neapel (3:5) und am vergangenen Wochenende beim AC Florenz (3:4) gab es zuletzt torreiche Niederlagen. Im Falle einer Derby-Niederlage könnte der Aufsteiger noch einmal in Abstiegsnöte geraten. Als Tabellen-Sechzehnter beträgt der Vorsprung auf die Abstiegsplätze fünf Spieltage vor Schluss sieben Punkte.

Aus Sicht der internationalen Wettanbieter ist die Favoritenrolle auch diesmal klar verteilt. Während für einen Sieg von Juventus der 1,7-fache Wetteinsatz ausbezahlt wird (Bestquote Stand 26.4. beim Anbieter Tipico, ohne Wettsteuer), könnte man sich im Falle eines Außenseitersieges des FC Turin über das 5,5 bis 6-fache des eingesetzten Kapitals freuen. Bei einem Unentschieden springt schließlich eine Wettquote von rund 3,5 heraus.

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Category: Derbys Spanien – Author: Derbysieger – 09:39

Der landläufigen Meinung, dass letztlich die Clásicos zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona über das Gelingen einer Saison entscheiden, wird zumindest in der spanischen Hauptstadt nur bedingt gefolgt: Für zahlreiche Anhänger der beiden ansässigen Top-Klubs stellt schließlich noch immer ein Sieg im lokalen Derby das Höchste der Gefühle dar. Zwar hat das traditionsreiche Duell im vergangenen Jahrzehnt darunter gelitten, dass die „Colchoneros“ stets chancenlos waren – in dieser Spielzeit könnte der ewige Underdog den Königlichen nun jedoch gleich in mehreren Wettbewerben die Vorherrschaft streitig machen.

Vor dem samstäglichen Aufeinandertreffen liegt Atletico in der Primera Division nämlich gerade einmal drei Zähler hinter Real zurück; im Falle eines Sieges im heimischen Estadio Vincente Calderón, wäre der Kampf um die Vize-Meisterschaft entsprechend gänzlich neu entflammt. Dennoch kommt dieser Partie lediglich der Charakter einer Generalprobe zu: Schließlich wird es erst so richtig ernst, wenn sich die beiden Vereine dann am 17. Mai im nationalen Pokalfinale gegenüberstehen.

Kopf-an-Kopf-Rennen in der Liga und dem Pokal

Dass das Endspiel um die Copa del Rey dann ausgerechnet im „Real-Tempel“ Estadio Santiago Bernabéu über die Bühne geht, muss nach der Überzeugung der geschichtsgläubigen Anhänger der Rot-Weißen noch nicht einmal ein schlechtes Omen sein: In der anekdotenreichen Historie des städtischen Derby haben schließlich vor allem die Pokalendspiele in der Arena des großen Rivalen für die seltenen Lichtblicke gesorgt. Während das einzige vor heimischer Kulisse ausgetragene Endspiel erwartungsgemäß verlorenging (1975), hielt Atletico nach den drei Partien im Bernabéu stets aufs Neue den begehrten Cup in der Hand (1960, 1961, 1992).

Mit Blick auf die Gesamtbilanz muss es allerdings schon beinahe als schlechter Witz erscheinen, dass die Copa nach den finalen Derbys mehrheitlich in den Süden der Hauptstadt ging: Dass Real als Weltmacht des Fußballs gilt, schlägt ansonsten nämlich auch in den regelmäßigen Vergleichen mit Atletico überdeutlich durch. Konnte das weiße Ballett in den bisherigen 151 Duellen stolze 81 Siege verbuchen, entschied Atletico lediglich 35 Matches für sich – und der letzte dieser Triumphe liegt mittlerweile schon unfassbare 14 lange Jahre zurück.

Der Koloss Real scheint unbezwingbar

Im neuen Jahrtausend war der Mannschaft von Diego Simeone folglich noch kein einziger Sieg im Derby vergönnt – dabei wurden seit dem Wiederaufstieg Atleticos im Jahre 2002 schon ganze 21 Mal die Klingen gekreuzt. Mit 16 Siegen und fünf Unentschieden unterstrichen die Königlichen hier regelmäßig ihre Dominanz: Und ähnlich wie in den erwähnten Pokalendspielen, schlug Real auch hier auf dem Platz des Gegners stets besonders unbarmherzig zu. Doch obwohl den letzten zehn Heimspielen der Colchoneros nur ein mageres Unentschieden entsprungen ist, übt sich das Team vor der anstehenden Neuauflage in ungewohnter Zuversicht – und wohl niemanden dürfte es weiter verwundern, dass daran auch Borussia Dortmund einen entscheidenden Anteil hat.

Der Umstand, dass das Derbi madrileno dieses Mal nämlich nur die Wartezeit auf das Rückspiel im Champions-League-Halbfinale verkürzt, dürfte entscheidenden Einfluss auf die Startaufstellung der Gäste nehmen: Auch wenn sich Real nach dem Debakel im Signal-Iduna-Park nun gewiss nicht auch noch die Blöße eines verlorenen Derbys geben möchte, hat Jose Mourinho dennoch vor allem ein Fußball-Wunder am kommenden Dienstagabend im Blick. Um die benötigte Aufholjagd dann mit halbwegs frischen Kräften in Angriff nehmen zu können, wird am Wochenende mit Sicherheit so mancher Leistungsträger auf der Ersatzbank zu finden sein.

Die Wettanbieter erwarten ein völlig offenes Derby

Dennoch darf natürlich mit Spannung erwartet werden, wie sich das weiße Ballett nach der 1:4-Pleite in Dortmund präsentiert: Immerhin sollte es zum Standardrepertoire einer jeden Spitzenmannschaft gehören, dass sie auf eine herbe Enttäuschung eine angemessene Trotzreaktion folgen lässt. Gerade auch für die Stimmung im Umfeld könte es von enormer Bedeutung sein, dass das Starensemble ein erkennbares Lebenszeichen zeigt: Wenn in wenigen Tagen der vorjährige deutsche Meister kommt, wird Real mehr denn je auf die Unterstützung der eigenen Anhänger angewiesen sein.

Doch wenngleich die Königlichen am Samstagabend verlorengegangenen Kredit zurückgewinnen möchten, wird bei Atletico verständlicherweise auf einen gleichermaßen angeschlagenen wie abgelenkten Gegner gehofft. Nicht zuletzt dank der ausgeglichenen Quoten der Wettanbieter, ist bei den Hausherren unverhohlene Zuversicht zu spüren – und sollte die Partie letztlich doch in den gewohnten Bahnen verlaufen, werden die Karten dann vielleicht ja im Copa del Rey neu gemischt.

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Category: 1. FC Nürnberg,Derbys Deutschland,SpVgg Fürth – Author: Derbysieger – 16:39

Erstmals seit 49 Jahren findet am späten Sonntagnachmittag ein erstklassiges Frankenderby in Nürnberg statt – auch wenn man beim Club und in Fürth wohl gewiss nicht noch einmal derart lange auf eine Neuauflage des Klassikers warten muss, wird dieses Aufeinandertreffen doch zumindest in näherer Zukunft nicht mehr in der Bundesliga zu sehen sein. Die Kleeblätter haben in ihrer Premierensaison bekanntermaßen ein echtes Seuchen-Jahr erwischt: Wenn es für die Mannschaft von Frank Kramer so richtig bitter kommt, könnte der Abstieg nun ausgerechnet in der Grundig Arena besiegelt werden.

Es war einmal…

Doch wie immer, wenn es zwischen den beiden fränkischen Rivalen zur Sache geht, wird auch dieses Mal die eher triste Gegenwart von der glorreichen Vergangenheit beiseite gewischt, in der die Teams aus Nürnberg und Fürth gemeinschaftlich die Speerspitze des deutschen Fußballs bildeten. So konnten die beiden Klubs etwa in den 1920er Jahren schon einmal im Alleingang die deutsche Nationalmannschaft bestückt – entsprechend wurde auch die Meisterschaft in jener glorreichen Zeit regelmäßig untereinander ausgespielt.

Die häufigen Duelle in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts sind auch maßgeblich dafür verantwortlich, dass das Prestigeduell der unmittelbar aneinandergrenzenden Städte das meistgespielte Derby in Deutschland ist. Mittlerweile blicken die Teams aus Nürnberg und Fürth auf sagenhafte 255 Vergleiche zurück, in denen der Club mit 137 Siegen deutlich häufiger die Oberhand behielt.

Die bislang letzte Partie beider Mannschaften hat sich allerdings nur eine untergeordnete Position in der ereignisreichen Geschichte des Derby verdient – dabei waren die ewigen Kontrahenten hier erstmals in der Bundesliga aufeinandergetroffen. Beim torlosen Remis im Hinspiel wurden jedoch beide Parteien sichtlich von ihrer damals kritischen tabellarischen Situation gehemmt: Nicht zuletzt weisen zwei Platzverweise das Match am Ronhof im Nachhinein als dreckiges Kampfspiel aus.

Nürnberg bleibt vorerst die fränkische Nummer 1

Hatten sich im vergangenen Herbst jedoch noch beide Klubs mit Abstiegssorgen herumplagen müssen, konnten sich in der Zwischenzeit wenigstens die Nürnberger aus ihrer kritischen Situation befreien. Unter dem in der Winterpause verpflichteten Hecking-Nachfolger Michael Wiesinger, legte der FCN in der Rückserie eine stolze Serie hin und kämpfte sich zwischenzeitlich sogar an die europäischen Startplätze heran.

Am vergangenen Wochenende hat der Club diesbezüglich allerdings einen herben Dämpfer erhalten; beim bayrisch-fränkischen Derby in der Allianz Arena wurde den Nürnbergern von einer B-Elf der Bayern eine ordentliche Abreibung verpasst. Die letztlich mitbekommene 0:4-Klatsche hatte eine Serie von neun Spielen ohne jede Niederlage mit einem schmerzhaften Paukenschlag zu Ende gehen lassen – angesichts dieser Packung könnte es sich nun jedoch als Glücksfall erweisen, dass sich der Gastgeber schon an diesem Wochenende im Duell der beiden Nachbarn rehabilitieren kann.

Dennoch sind es natürlich vor allem die Gäste, die im Derby etwas gutzumachen haben; schließlich hat auch die Spielvereinigung erst vor wenigen Tagen mächtig Prügel gekriegt. Im heimischen Stadion musste sich Fürth den Dortmunder Borussen mit 1:6 geschlagen geben; die bislang höchste Niederlage der kurzen Bundesliga-Geschichte hat dabei allerdings nur für einen weiteren Tiefpunkt in einem ganz düsteren Jahr der Kleeblätter gesorgt.

Da der eigenen Anhängerschaft ein Sieg über die Clubberer jedoch über fast alles geht, könnte der Abstecher in die Eliteliga für die Gäste nun doch noch ein versöhnliches Ende nehmen: In den anstehenden 90 Minuten würde Fürth mit einem erfolgreichen Auftritt bereits einen großen Teil des verlorengegangenen Kredits zurückgewinnen. Da das Team in der laufenden Spielzeit gerade einmal zwei Partien gewonnen hat, scheinen die Aussichten auf einen Dreier zwar alles andere als gut zu stehen – doch nicht von ungefähr predigen wir Woche für Woche, dass ein Derby seine eigenen Gesetze hat.

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Category: Derbys Österreich – Author: Derbysieger – 10:43

Am Sonntag, den 21. April 2013 kreuzen die Wiener Vereine Austria und Rapid zum insgesamt 305. Mal in einem Bewerbspiel die Klingen. In einem Meisterschaftsspiel ist es das 273. Aufeinandertreffen, wobei Rapid in der Gesamtbilanz mit 113:94-Siegen voran liegt.

In der jüngeren Vergangenheit hatten die Grün-Weißen aber nichts zu jubeln. Seit acht Derbys wartet der österreichische Rekordmeister auf einen Sieg gegen den Stadtrivalen. Auch in den bisherigen drei Begegnungen in der laufenden Saison jubelten ausschließlich die Austria-Fans. Mit einem weiteren Sieg würde der Tabellenführer einen weiteren großen Schritt zum ersten Meistertitel seit 2006 machen. Derzeit liegt die Mannschaft von Trainer Peter Stöger in der Tabelle acht Punkte vor Red Bull Salzburg.

Rapid in der Krise

Ein weiterer Derby-Sieg der Austria würde zudem  eine Premiere bedeuten. Noch nie gelang es einem der beiden Wiener Teams seit Einführung der Zehnerliga in der Saison 1974/75 alle vier Meisterschafts-Derbys in einer Saison für sich zu entscheiden. Die Violetten stehen nun kurz davor, zumal Rapid sich derzeit in einer der schwersten Krisen der letzten Jahre befindet.

So blieben die Grün-Weißen in der Rückrunde der Meisterschaft zunächst neun Spiele in Folge sieglos – damit wurde der Negativ-Rekord aus dem Jahr 1988 eingestellt. Mit dem Unterschied, dass die Wiener damals trotz dieser schwarzen Serie überlegen den Meistertitel holten. Von diesem Ziel ist die Mannschaft derzeit meilenwert entfernt. Aber als Tabellen-Dritter ist zumindest der Startplatz für die Europa League weiterhin ein Thema.

Das Schlimmste schien bereits überwunden, als die Hütteldorfer am vergangenen Wochenende mit einem 2:0-Heimerfolg über den SC Wiener Neustadt den ersten Sieg im Kalenderjahr 2013 holten. Aber wenige Tage später blamierte sich die Mannschaft mit dem Cup-Aus im Heimspiel gegen den Regionalligisten Pasching bis auf die Knochen. Trainer Peter Schöttel wurde am Tag darauf von seinen Aufgaben entbunden, nachdem bereits zuvor die Fan-Proteste – die beim Spiel gegen Wr. Neustadt mit einem Protestmarsch während der 1. Hälfte ihren vorläufigen Höhepunkt fanden –  immer heftiger wurden. Nun soll der bisherige Amateure-Coach Zoran Barisic – der die Mannschaft bereits 2011 nach dem Abgang von Peter Pacult für einige Spiele betreute – das Traineramt übernehmen.

Austria in der Favoritenrolle

Dagegen nehmen sich die Probleme der Austria sehr bescheiden aus. Zwar konnten sich auch die Violetten in den letzten fünf Meisterschaftsspielen nur ein Mal über einen vollen Erfolg freuen. Aber selbst nach der 0:4-Pleite im Heimspiel gegen Aufsteiger Wolfsberg wurde die Mannschaft umjubelt. Man ist in Wien-Favoriten zuversichtlich, den Vorsprung in den verbleibenden sieben Spielen nicht mehr aus der Hand zu geben.

Ist in einem Wiener Derby sonst oft nur schwer ein Favorit auszumachen, so sind sich die Fußball Wettanbieter diesmal darin einig, dass der Austria die größeren Chancen zugebilligt werden. Für einen Heimsieg der Violetten belaufen sich die Quoten auf das 1,8 bis, 1,9-fache des Wetteinsatzes, während man sich bei einem Rapid-Sieg auf einen 3,8 bis 4,3-fachen Gewinn freuen kann. Bei einem Unentschieden winkt in den meisten Fällen etwa das 3,5 fache des Einsatzes.

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Category: Derbys Großbritannien – Author: Derbysieger – 10:50

Schon seit 1881 wird von den beiden großen Klubs aus Manchester regelmäßig um die sportliche Vorherrschaft gerungen – vor reichlich 130 Jahren traten allerdings noch die jeweiligen Vorläufer Newton Heath (United) und St. Marks’s (City) im Kampf um die begehrte Stadtmeisterschaft gegeneinander an. Die enorme Bedeutung des Derbys wird nicht zuletzt auch daran erkennbar, dass über die heißblütig geführten Duelle sogar ein eigenständiger Artikel auf Wikipedia zu finden ist: Am kommenden Montagabend wird der ohnehin schon endlos erscheinenden Story nun das 165. Kapitel hinzugefügt.

United war lange Zeit weit voraus

Aufgrund der wechselvollen Gesichte beider Klubs, hat auch das Derby in der Vergangenheit bereits einige Wendepunkte erlebt; zwar konnten in aller Regel die Red Devils von Manchester United das Geschehen diktieren; in den 70er-Jahren des 20. Jahrhundert wurde der Spieß von den Citizens dann aber zumindest vorübergehend umgedreht. Als der Weg von ManU nämlich kurzzeitig sogar in die zweite Liga führte, war der blaugewandete Verein die klare Nummer 1 in der Stadt – spätestens der Beginn der Ära von Alex Ferguson leitete für die Citizens dann jedoch eine bleierne Zeit des Leidens ein.

Vor allem die langjährige Existenz als Fahrstuhlmannschaft ließ den dreifachen englischen Meister auch stadtintern ins Hintertreffen geraten; seit der 13-jährigen „Epoche“ ohne einen einzigen Derbysieg vor der Jahrtausendwende, haftet den Citizens der Ruf des ewigen Underdogs im Duell der beiden Rivalen an. Für den Understatement-Charakter des Vereins konnte sich in der Folge allerdings auch jede Menge Prominenz begeistern: Von Mark E. Smith über Joy-Division-Legende Ian Curtis bis zu den Gallagher-Brüdern hatten beziehungsweise haben sich etliche Stars einen Schal von Manchester City an die Wohnzimmerwand gehängt.

Heutzutage ist der große Reiz des Manchester-Derbys jedoch auch darauf zurückzuführen, dass bei diesem Duell noch immer die weitestgehend der Vergangenheit angehörende Atmosphäre des vielerorts heißblütig geliebten englischen Fußballs zu spüren ist. Denn während sich die Premier League in den vergangenen Jahrzehnten zunehmend zu einem weltweit vermarkteten Premium-Produkt verwandelte, bestimmt hier noch immer größtenteils die angestammten Anhänger das Bild. Die klassische Klientel fällt dabei allerdings nach wie vor immer einmal wieder mit Grenzüberschreitungen unangenehm auf: So warf etwa beim jüngsten Aufeinandertreffen ein erboster Citizen-Fan dem United-Spieler Rio Ferdinand beim Torjubel eine Münze an den Kopf.

Die Kräfteverhältnisse wandeln sich

Während sich manche unschöne Randerscheinungen also wohl niemals ändern werden, stellen die Vergleiche zwischen United und den Citizens in sportlicher Hinsicht mittlerweile mehr denn je den absoluten Höhepunkte des englischen Liga-Fußballs dar – noch ist es schließlich ein ganz neues Phänomen, dass die beiden Teams aus Manchester den Takt der Premier League bestimmen: Sorgte in der Vergangenheit meist das Duell zwischen großem Favorit und vermeintlich hoffnungslosen Außenseiter für den bekannten Reiz, wird im Stadtderby mittlerweile die Vorherrschaft des britischen Fußballs ausgespielt.

Wettquoten Manchester Derby

Die Wettquoten zum Manchester-Derby: United zu Hause leichter Favorit gegen City, im Stadtderby geht es mittlerweile um die Vorherrschaft im englischen Fußball. Quelle: wettfreunde.net

 

So bereiteten etwa die beiden Siege der Citizens in der zurückliegenden Saison dem ersten Meistertitel seit 44 Jahren den Weg – im Vorjahr hatte das Team von Roberto Mancini den Red Devils dabei insbesondere mit dem 6:1 in Old Trafford eine vernichtende Niederlage für die Geschichtsbücher beigebracht. In dieser Saison konnte sich die Elf von Alex Ferguson jedoch bereits mit einem späten Sieg im Etihad Stadium für die damalige Blamage revanchieren: Die Rache Uniteds wird zudem durch den Umstand komplettiert, dass das Team zum Jahressende auch in der Premier League wieder vor dem Stadtrivalen zu finden sein wird.

Acht Spieltage vor Schluss führt ManU die Tabelle der englischen Liga schließlich bereits mit einem schier uneinholbaren Vorsprung von 15 Zählern an; der FA Cup hält für den Vorjahresmeister längst die letzte Titelchance des Jahres bereit. Dass sich das Kräfteverhältnis somit zumindest vorübergehend wieder klar zu den Red Devils verschoben hat, sollte den Citizens am Montagabend jedoch nur noch ein zusätzlicher Ansporn sein, nun wenigstens im Derby wieder für Aufsehen zu sorgen.

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Category: Derbys Italien – Author: Derbysieger – 19:21

Am kommenden Montag findet im Römer Olympiastadion zum 140. Mal in der Serie A das „Derby della Capitale“ zwischen dem AS Rom und Lazio statt. Darüber hinaus gab es noch 17 Aufeinandertreffen in der Coppa Italia, sodass die Zahl der Römer Derbys die 150er-Marke bereits deutlich übersteigt. In der Gesamtbilanz liegt der AS Rom in der Meisterschaft mit 48:37-Siegen voran. Gleich 54 direkte Duelle endeten unentschieden.

Der AS Rom wurde 1927 als Zusammenschluss mehrerer römischer Vereine gegründet, zwei Jahre später wurde in der Saison 1929/30 die erste gesamtitalienische Meisterschaft ausgetragen, in der es auch zu den ersten Duellen mit dem bereits 1900 gegründeten Stadtrivalen Lazio kam. Der AS Rom gewann die ersten beiden Derbys mit 1:0 sowie 3:1 und es dauerte bis zum Jahr 1932, bis auch Lazio mit 2:1 den ersten Derbysieg landen konnte.

Harte Konkurrenz im eigenen Land

Was die Erfolge betrifft, so können die beiden Römer Klubs nicht mit jenen der Vereine aus Norditalien wie dem AC Mailand, Internazionale oder Juventus Turin mithalten. Insgesamt holten der AS Rom (1942, 1983 und 2011) und Lazio (1974, 2000) nur fünf Mal den italienischen Meistertitel in die Hauptstadt. Auch die internationalen Erfolge sind im Vergleich eher dünn gesät. So gewann der AS Rom 1961 den Messepokal und stand zwei Mal im Endspiel eines europäischen Wettbewerbs. 1984 verlor man im Europapokal der Meister nach Elfmeterschießen gegen den FC Liverpool, 1991 musste man sich im UEFA-Cup Inter Mailand geschlagen geben. Lazio feierte 1999 den größten Erfolg mit dem Sieg im Europapokal der Pokalsieger und dem anschließenden Gewinn des europäischen Supercups.

Die besondere Brisanz liegt in der unterschiedlichen Herkunft der beiden Klubs. Während die Wurzeln des AS Rom in den Arbeiterbezirken der Stadt liegen, ist Lazio im wohlhabenderen Teil im Norden Roms beheimatet. Die sozialen Grenzen haben sich allerdings wie in vielen anderen Städten im Laufe der Jahrzehnte verwischt. Heute wird die Rivalität vor allem von den jeweiligen Ultra-Gruppierungen geprägt, die beide als rechtsgerichtet angesehen werden. Lazio wurde national und international bereits mehrfach wegen des Verhaltens seiner Fans bestraft. So mussten die Italiener ihr letztes  Europa-League-Heimspiel wegen rassistischer Sprechchöre vor leeren Rängen ausgetragen.

Lazio zuletzt erfolgreicher

Seit 1960 werden die Derbys im für die Olympischen Spiele erbauten Olympiastadion ausgetragen, das beiden Vereinen als Heimstätte dient.

In den direkten Duellen hatte zuletzt meist Lazio das bessere Ende für sich. Die letzten drei Stadtderbys endeten allesamt mit Siegen der Adler. Der AS Rom siegte zuletzt am 13. März 2011 in einem Derby. Damals erzielte Roma-Urgestein Francesco Totti beide Tore zum 2:0-Sieg.

In der Tabelle liegen die beiden nach 30 Spieltagen unmittelbar hintereinander auf den Plätzen sechs (Lazio) und sieben (AS Rom) und auch bei den diversen Sportwetten zeichnet sich anhand der Wettquoten ein völlig ausgeglichenes Kräfteverhältnis in diesem Spiel ab. Mit einem Derbysieg könnten die Giallorossi den Stadtrivalen überholen und sich weiter Hoffnungen auf die Teilnahme an der nächstjährigen Europa League machen.

Wobei es auch im Endspiel der Coppa Italia noch einmal zu einem Römer Derby kommen könnte. Während Lazio nach einem Sieg über Juventus bereits im Finale des Pokalbewerbs steht, muss der AS Rom noch Inter aus dem Weg räumen. Im Rückspiel in Mailand haben die Römer aus dem Heimspiel einen 2:1-Vorsprung zu verteidigen.

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