Derbysieg News

Category: Derbys Großbritannien – Author: Derbysieger – 13:55

Am kommenden Wochenende steht das 168. Stadtderby zwischen Manchester City und Manchester United auf dem Programm. Mit 69:48-Siegen liegen die Red Devils in der Gesamtbilanz klar voran, allerdings haben sich die Kräfteverhältnisse in den vergangenen Jahren deutlich zugunsten der Citizens verschoben.

Fergusons Fußstapfen sind zu groß

Seit dem Abgang von Trainerlegende Alex Ferguson, der 27 Jahre lang die Verantwortung trug und der sich 2013 mit dem Gewinn des 13. Meistertitels in seiner Ära verabschiedete, hinkt Manchester United meilenweit hinter den eigenen Ansprüchen hinterher. Nachdem Ferguson 1.500 Mal auf der Trainerbank des englischen Rekordmeisters saß, hielt sich dessen schottischer Landsmann David Moyes als Nachfolger nicht einmal 50 Spiele lang. Unter ihm verkam United zu einer Durchschnittsmannschaft, die sogar die Qualifikation für einen europäischen Bewerb verpasste.

Zu Saisonbeginn wurde er vom holländischen Erfolgscoach Louis van Gaal abgelöst, aber auch er konnte die Roten Teufel bisher nicht zu altem Glanz führen. Nach neun Spieltagen rangiert Man United mit drei Siegen und zwei Niederlagen auf dem achten Tabellenplatz. Der Rückstand auf Tabellenführer Chelsea beträgt bereits zehn Punkte. Aus dieser Sicht war das 1:1-Remis am vergangenen Wochenende im Duell mit dem Spitzenreiter schon fast als Erfolg zu werten, vor allem da der Ausgleichstreffer durch Robin van Persie erst in der Nachspielzeit erzielt wurde.

Die Citizens noch nicht in der Vorjahrsform

Auf den Stadtrivalen holte United damit sogar einen Punkt auf, da sich die Citizens bei West Ham United überraschend mit 1:2 geschlagen geben mussten. Damit hat auch der regierende als Tabellendritter bereits sechs Punkte Rückstand auf Chelsea, womit eine erfolgreiche Titelverteidigung immer weiter in die Ferne rückt. Vor dem Stadtderby musste man nun sogar das Überraschungsteam aus Southampton in der Tabelle an sich vorbeiziehen lassen.

Dass Manchester City heuer nicht an die Leistungen in der Meistersaison anschließen kann, zeigte sich auch bereits in der Champions League, wo die Engländer nach drei Spieltagen noch sieglos sind und in der Bayern-Gruppe hart zu kämpfen haben, um sich für das Achtelfinale zu qualifizieren. In der Liga hat es die Mannschaft von Manuel Pellegrini vor allem dem argentinischen Torjäger Sergio Aguero – der in 9 Spielen ebenso oft traf – zu verdanken, dass sie nicht noch weiter zurück liegt und weiterhin mit dem Gewinn des fünften Meistertitels der Klubgeschichte spekulieren darf.

Man City in der Favoritenrolle

In den Derbys behielt Manchester City in der jüngeren Vergangenheit zumeist die Oberhand. Von den letzten sechs Duellen mit United gewannen die Citizens fünf, darunter alle drei im gegnerischen Old-Trafford-Stadion. Am Beginn dieser Serie stand am 23. Oktober 2011 das heute bereits legendäre 6:1 über den damaligen Meister. Manchester United konnte sich im Jahr darauf mit einem 3:2-Auswärtssieg für diese Schmach nur unzureichend revanchieren. Zudem blieb es das einzige Erfolgserlebnis der Red Devils in den letzten Derbys.

Auch vor dem neuerlichen Duell sieht es ganz danach aus, als ob Manchester City die Oberhand behalten würden. Die Wettanbieter stellen sich mit Quoten um 1,8 klar auf die Seite der Sky Blues. Bereits ein Unentschieden wäre fast den vierfachen Wetteinsatz wert, ein Erfolg von Manchester United ginge darüber noch etwas hinaus.

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Category: Derbys Spanien – Author: Derbysieger – 16:09

Behält Barcelona die „weiße Weste“?

Wieder einmal geht es im El Clasico zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona um die Vorherrschaft im spanischen Fußball. Vor dem Aufeinandertreffen am 9. Spieltag der Primera Division liegt „Barca“ als einziges noch ungeschlagenes Team an der Tabellenspitze. Von acht Spielen haben Messi, Neymar & Co. sieben gewonnen, nur ein Mal – beim 0:0 in Malaga – mussten sich die Katalanen mit einem Unentschieden zufrieden geben. Allerdings sind nicht allein die Superstars im Angriff für diese Bilanz verantwortlich, schließlich blieb die Mannschaft in allen acht Meisterschaftsspielen ohne Gegentreffer.

Dagegen hat Dauerrivale Real Madrid in dieser Saison bereits zwei Spiele verloren. Zunächst gab es am 31. August eine 2:4-Niederlage in San Sebastian gegen Real Sociedad und zwei Wochen später ging auch das Lokalderby gegen Titelverteidiger Atletico Madrid im heimischen Bernabeu-Stadion mit 1:2 verloren. An gleicher Stelle will Real nun mit einem Heimsieg über den FC Barcelona bis auf einen Punkt an den Tabellenführer herankommen. Somit wäre auch im Titelkampf wieder alles offen.

Real ohne Bale – Barcelona mit Suarez?

Sollten sich jedoch die Katalanen durchsetzen würden sie den Vorsprung bereits auf sieben Punkte ausbauen. Angesichts der Dominanz, die diese beiden Vereine in der Primera Division seit Jahrzehnten ausüben, wäre in diesem Fall schon fast von einer Vorentscheidung zu sprechen. Daher sind die Superstars um Cristiano Ronaldo, Karim Benzema, Toni Kroos und James Rodriguez gefordert, dafür zu sorgen, dass es gar nicht erst so weit kommt. Zwar muss das „weiße Ballett“ auf den verletzten Waliser Gareth Bale verzichten, aber auch ohne ihn wird Real eine hochklassige Mannschaft stellen.

Beim Gegner wird mit Spannung das erste Antreten von Luis Suarez erwartet. Der Uruguayer soll im „Clasico“ erstmals nach seiner viermonatigen Sperre, die er aufgrund seiner Beißattacke gegen den Italiener Chiellini bei der Weltmeisterschaft in Brasilien ausfasste, wieder spielen. In der vergangenen Saison ging er noch für den FC Liverpool auf Torjagd und wurde mit 31 Treffern überlegen Torschützenkönig. Ob Suarez tatsächlich auflaufen wird, scheint aber noch fraglich. Wenige Tage vor dem Derby wird noch darüber diskutiert, ob die Sperre des Stürmers am Spieltag (25. Oktober) oder erst einen Tag später abläuft.

Spannung ist garantiert

Dramatisch sollte die Partie aber in jedem Fall verlaufen. Schon die letzten Aufeinandertreffen der beiden Vereine waren nichts für schwache Nerven. Im letzten Meisterschafts-Duell im Bernabeu-Stadion am 23. März 2014 drehte Barcelona einen 2:3-Rückstand durch zwei Elfmeter Tore von Lionel Messi noch in einen 4:3-Sieg um. Damit wahrten die Katalanen die Chance auf den Meistertitel, während diese Niederlage für Real einen Rückschlag im Titelkampf bedeutete. Am Ende freute sich der Dritte – nämlich Reals Stadtrivale Atletico – der erstmals seit 18 Jahren wieder den Titel holte.

Drei Wochen später revanchierte sich Real im Pokalfinale und siegte in Valencia gegen Barcelona mit 2:1. Vor der 229. Begegnung in einem Pflichtspiel – das erste fand bereits 1902 im Pokal statt – ist die Gesamtbilanz nahezu ausgeglichen. 91 Mal siegte Real, 89 Mal war der FC Barcelona erfolgreich. 48 Mal gab es keinen Sieger. Die Anbieter von Fußballwetten sehen aufgrund des Heimvorteils mit Quoten um 2,4 auch diesmal die Mannschaft aus der Hauptstadt in der Favoritenrolle. Ein Auswärtssieg des FC Barcelona wäre bei den meisten Buchmachern mehr als den dreifachen Wetteinsatz wert.

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Category: Derbys Schweiz – Author: Derbysieger – 15:56

Das Zürcher Derby zählt den zu den weltweit traditionsreichsten Derbys. Bereits 1897 fand die erste Begegnung der beiden Stadtrivalen statt. Der Grasshopper Club gewann das erste Aufeinandertreffen gegen den FC Zürich mit 7:2. Seitdem ging GC in insgesamt 238 Duellen 117 Mal als Sieger hervor, 82 Mal siegte der FCZ.

Eine Stadt – ein Stadion

Am kommenden Sonntag wird im Letzigrund-Stadion damit die bereits 239. Auflage des Stadtklassikers ausgetragen. Dieses Stadion ist ursprünglich die Heimstätte des FC Zürich und wurde vor allem auch durch die Abhaltung eines alljährlichen, hochkarätig besetzten, Leichtathletik-Meetings berühmt. Anlässlich der in der Schweiz und Österreich ausgetragenen Fußball-EM 2008 wurde das Stadion renoviert und umgebaut.

Seit September 2007 trägt aber auch Grasshoppers seine Heimspiele im Letzigrund-Stadion aus. Die ursprüngliche Heimstätte von GC war seit 1929 das Hardturm-Stadion, das aber 2007 wegen des schlechten Zustands geschlossen werden musste. Nach dem Abbruch scheiterte der geplante Neubau allerdings, da sich über 50 Prozent der Stimmberechtigten dagegen entschieden hatten. Somit finden auch die Derbys im Letzigrund-Stadion statt und sind von starker Rivalität geprägt. Das führte am 2. Oktober 2011 dazu, dass die Begegnung nach Fanausschreitungen beim Stand von 2:1 für GC abgebrochen werden musste.

Erfolgreiche Vergangenheit

Der Grasshopper Club Zürich wurde 1886 gegründet und ist damit nicht nur der älteste Klub Zürichs, sondern auch der erfolgreichste Verein der Schweiz. Der letzte der insgesamt 27 Meistertitel liegt allerdings bereits über zehn Jahre zurück und wurde 2003 noch im alten Hardturm-Stadion gefeiert. 2013 holten die Hoppers zumindest erstmals seit 1994 wieder den Schweizer Cup. Die letzten internationalen Erfolge feierten die Züricher in den 1990er-Jahren, als man sich zwei Mal in Folge (1995 und 1996) für die Gruppenphase der Champions League qualifizieren konnte. 1978 stand GC im Halbfinale des UEFA-Cups.

Etwas erfolgreicher fiel in den letzten Jahren die Bilanz des FC Zürich aus. Nachdem der 1896 gegründete Traditionsklub innerstädtisch jahrzehntelang nur die zweite Geige spielte, trumpfte der FCZ vor allem in den 2000er-Jahren auf und wurde zum härtesten Konkurrenten des – die letzten Jahre in der Schweiz dominierenden – FC Basel. 2006, 2007 und 2009 wurde der FC Zürich Schweizer Meister. Neben 12 Meistertiteln wurde zudem acht Mal auch der Pokalbewerb gewonnen, darunter auch letzte Saison mit einem 2:0-Finalsieg nach Verlängerung gegen die Basler.

Nach dem letzten Meistertitel 2009 erreichte der FC Zürich auch die Gruppenphase der Champions League und feierte dort mit einem 1:0-Auswärtssieg beim AC Mailand ein Erfolgserlebnis. Im Vorgängerbewerb, dem Europacup der Meister, erreichten die Schweizer 1964 und 1977 jeweils das Halbfinale.

FC Zürich mit dem besseren Saisonstart

Auch aktuell hat der FC Zürich vor dem Duell mit GC die besseren Karten. Mit 23 Punkten führt die Mannschaft von Trainer Urs Meier die Tabelle der Schweizer Super League an, einen Punkt vor dem FC Basel. Die Grasshoppers liegen dagegen mit nur 11 Punkten auf Platz acht. Der Vorsprung der Mannschaft von Michael Skibbe auf Schlusslicht FC Luzern beträgt zwar beruhigende sechs Punkte, im Falle einer Derbyniederlage könnte dem Tabellen-Zweiten der letzten Saison aber sogar der Abstiegskampf drohen. Denn Luzern empfängt am Wochenende den an neunter Stelle liegenden Aufsteiger Vaduz.

Am ersten Spieltag siegte der FC Zürich im Derby mit 1:0 und gilt aus Sicht der Fußballwetten auch diesmal als Favorit der Wettanbieter. Dennoch ist gerade in einem Derby jeder Ausgang möglich und so hoffen die Hoppers mit einem Derbysieg eine Trendwende einzuleiten. Die letzten beiden „Heim-Derbys“ konnte GC jeweils – mit 2:0 bzw. 3:1 – für sich entscheiden.

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Category: Derbys Großbritannien – Author: Derbysieger – 16:06

Eine Woche nach dem traditionellen Nordlondoner Derby gegen Tottenham steht für Arsenal das nächste innerstädtische Duell auf dem Programm. Die Begegnungen der Gunners mit dem FC Chelsea haben zwar nicht so eine lange Tradition wie jene mit den Spurs, gewannen jedoch durch den Aufstieg der Blues in den vergangenen Jahren stark an Brisanz.

Die frühen Jahre gehörten Arsenal

Das erste Aufeinandertreffen der beiden Vereine fand am 9. November 1907 statt und endete mit einem 2:1-Sieg von Chelsea. Der Klub war erst 1905 gegründet worden – fast 20 Jahre nach dem 1886 gegründeten FC Arsenal – stieg aber zwei Jahre später bereits in die höchste Spielklasse auf. In den darauf folgenden Jahren hatte in den direkten Duellen aber meist Arsenal das bessere Ende für sich, während Chelsea häufig um den Klassenerhalt kämpfen musste, nicht immer mit Erfolg.

Allerdings zählten beide Vereine in den ersten Jahrzehnten ihres Bestehens nicht zu den englischen Spitzenteams. Die größte Zeit hatte Arsenal in den 1930er-Jahren unter dem legendären Manager Herbert Chapman. Zwischen 1931 und 1938 wurden die Londoner fünf Mal Meister und holten zwei Mal den FA-Cup.

Chelseas später Aufstieg

Von derartigen Erfolgen konnte der FC Chelsea jahrzehntelang nur träumen. Erst nach dem 2. Weltkrieg stellten sich vereinzelt Erfolge ein, wie der Gewinn des Meistertitels 1955 und der Sieg im FA-Cup 1970, dem im Jahr darauf gleich der Gewinn des Europapokals der Pokalsieger folgte. Ähnliches gelang den Blues 1997, als man zum zweiten Mal den FA-Cup holte und im Jahr darauf erneut den Europapokal gewann.

Seitdem – und vor allem seit der Übernahme durch den russischen Milliardär Roman Abramowitsch – zählt der FC Chelsea zu den Spitzenteams Europas. Seit 2005 fügte Chelsea dem Championat von 1955 drei weitere englische Meistertitel hinzu. Den FA-Cup gewannen die Blues seit 1997 fünf weitere Male. Der größte Erfolg bisher war 2012 der Gewinn der Champions League, im Jahr darauf holte sich Chelsea auch noch den Sieg in der Europa League.

Arsenal im direkten Vergleich voran

Diese Erfolge auf internationaler Ebene kann Arsenal bisher nicht aufweisen. Zwar sind auch die Gunners in den letzten 25 Jahren stets in der obersten Liga der europäischen Spitzenklubs vertreten, Titel wurden aber nur 1970 (Messestädte-Cup) und 1994 (Europapokal der Pokalsieger) gewonnen. National ist Arsenal mit 13 Meistertiteln (zuletzt 2014) und 11 Siegen im FA-Cup (zuletzt 2014) dagegen deutlich erfolgreicher als Chelsea.

Das schlägt sich in den direkten Duellen nieder. Von 154 Begegnungen in der höchsten Spielklasse gewann Arsenal 61. 47 Mal war Chelsea erfolgreich, 46 Duelle endeten unentschieden. Alle Pflichtspiele zusammengenommen liegen die Gunners nach 185 Aufeinandertreffen mit 71:59-Siegen voran. Zuletzt hatten allerdings zumeist die Blues das bessere Ende für sich.

Die Tendenz geht zu Chelsea

Aktuell sind Chelsea und Arsenal in der Premier League die beiden einzigen noch ungeschlagenen Teams. Allerdings gewann die Mannschaft von José Mourinho fünf von sechs Meisterschaftsspielen und führt die Tabelle überlegen an. Arsenal spielte bereits vier Mal unentschieden und hat als Tabellen-Vierter bereits sechs Punkte Rückstand auf den Stadtrivalen.

Um den Rückstand zu verkürzen, braucht Arsenal den ersten Sieg über Chelsea seit dem 5:3 am 29. Oktober 2011. Im letzten Aufeinandertreffen am 22. März 2014 setzte es für Arsenal mit 0:6 an der Stamford Bridge die bisher höchste Niederlage in einem Duell mit Chelsea.

Die Anbieter von Fußballwetten glauben auch diesmal an eine Fortsetzung der Erfolgsserie des FC Chelsea und an einen Heimsieg über Arsenal.

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Category: Borussia Dortmund,Derbys Deutschland,Schalke 04 – Author: Derbysieger – 12:13

Das Ruhrgebiet ist weithin als größter Städte-Ballungsraum Deutschlands bekannt. Dort wo die zahlreichen ehemaligen Bergbaustädte und auch deren Einwohner über die Jahrhunderte hinweg immer näher zusammen gerückt sind, herrscht zwei Mal im Jahr der absolute Ausnahmezustand: dies ist genau dann der Fall, wenn der Gelsenkirchener Fußball-Club Schalke 04 – wie am anstehenden 6. Bundesliga Spieltag – auf den Ballsportverein Borussia Dortmund trifft.

Steht nämlich besagtes Revierderby auf dem Spielplan, ist es mit der Einigkeit der Pott-Bewohner schnell vorbei und eine ganze Region folgt der Maxime „Entweder-oder?“ So auch am kommenden Samstag, wenn die „Knappen“ aus Gelsenkirchen in der heimischen Veltins Arena (15:30 Uhr) zum 167. Mal auf den BVB treffen.

Schalke nach erstem Saisonsieg wieder zuversichtlich

Der Saisonstart verlief für den Vorjahresdritten aus Gelsenkirchen alles andere als nach Wunsch. Schließlich standen für den Champions League-Teilnehmer nach vier absolvierten Partien zwei enttäuschende Pleiten und lediglich zwei magere Unentschieden zu Buche. Dass in Folge dessen einmal mehr heftige Kritik an Coach Jens Keller laut wurde, dürfte weder AufSchalke noch in der restlichen Bundesrepublik jemanden überrascht haben. Doch Stehaufmännchen Keller wäre nicht Keller, würde seine Mannschaft nicht wie Phönix aus der Asche immer wieder in die Erfolgsspur zurückkehren.

Ein starkes 1:1 beim großen FC Chelsea, eine Aufholjagd nach 0:2 Rückstand gegen Eintracht Frankfurt (Endergebnis 2:2) und einen 3:0-Auswärtssieg in Bremen später herrscht deshalb in ganz Gelsenkirchen wieder Friede, Freude, Eierkuchen. Gelänge nun beim samstäglichen Heimduell auch noch ein Sieg über den Erzrivalen, würde die wiedereingekehrte Zuversicht wohl im Handumdrehen einer riesigen Euphoriewelle weichen. Keller und seine Mannen verstehen die anstehende Begegnung deshalb wohl mehr denn je als Chance, die Wogen Auf Schalke mittelfristig zu glätten. Der vielgescholtene Trainer ist fest davon überzeugt, dass der erhoffte Derbysieg „eine Lawine auslösen könnte“.

Die Voraussetzungen für den angestrebten Heimerfolg könnten jedoch besser sein. Schließlich fehlen den Königsblauen mit Kapitän Benedikt Höwedes (Teilanriss der Hüftbeugersehne) und Julian Draxler (Gelb-Rot-gesperrt) nicht nur zwei frischgebackene Weltmeister, sondern auch zwei absolute Teamsäulen. Erschwerend kommt hinzu, dass Aggressiv-Leader Kevin-Prince Boateng ausgerechnet vor dem so wichtigen Revierderby in ein tiefes Leistungsloch gefallen ist. Ob sich der etatmäßige Dreh- und Angelpunkt des Schalker Spiels rechtzeitig an den zuletzt guten Leistungen seiner Teamkameraden hochziehen kann, bleibt abzuwarten.

Der BVB sucht nach der gewohnten Stabilität

Das Ausmaß der Schalker Personalmisere dürfte dem Dortmunder Coach Jürgen Klopp nur ein müdes Lächeln abringen. Schließlich hat es den wohl beliebtesten Übungsleiter der Republik in derlei Hinsicht noch weitaus schlimmer erwischt: mit Baszczykowski (Faserriss), Gündogan (Trainingsrückstand), Kirch (Muskelbündelriss), Mkhitaryan (knöcherner Bandausriss), Nuri Sahin (Knie-OP) und Marco Reus ((Außenbandteilabriss) muss der Meistertrainer von 2011 und 2012 momentan auf nicht weniger als sechs absolute Leistungsträger verzichten.

Hinzu kommt, dass der schwarz-gelben „Pressingmaschine“ derzeit mysteriöse Leistungsschwankungen zu schaffen machen. Rund um den Dortmunder Borsigplatz herrscht nämlich seit Tagen großes Rätselraten darüber, warum die eigentlich für ihre Konstanz gefürchtete Truppe nach einem fulminanten 2:0-Erfolg über Arsenal London eine verdiente Bundesliga-Pleite gegen Mainz 05 kassiert und nur vier Tage später ein erschreckend schwaches Heimspiel gegen den damaligen Tabellenletzten aus Stuttgart (2:2) abliefert.

Dennoch gibt es für den Tabellenachten zwei gute Gründe, dem wichtigsten Spiel des Restjahres zuversichtlich entgegenzublicken: so dürfen sich die Borussen-Anhänger einerseits auf die Rückkehr von Kapitän und Weltmeister Mats Hummels in die Startformation freuen, andererseits sollte die Tatsache, dass selbst in den jüngst etwas schwächeren Spielen stets die Moral stimmte, Balsam für die vor dem Derby so aufgeregte Fan-Seele sein. Daher geht der ansonsten erfolgsverwöhnte BVB nicht nur aus Sicht der Fussballwetten als Favorit ins wohl wichtigste Derby des deutschen Fußballs.

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Category: 1. FC Köln,Bor. M`gladbach,Derbys Deutschland – Author: Derbysieger – 16:37

Erstmals seit zweieinhalb Jahren findet am Sonntag wieder ein Rhein-Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach statt. Beide Vereine hatten ihre große Zeit in den 1960er- und 1970er-Jahren, in denen sie insgesamt acht Mal (5 x Mönchengladbach, 3 x Köln) die Meisterschaft an den Rhein holten und gemeinsam mit Bayern München den deutschen Vereinsfußball dominierten. In den 1990er-Jahren ging es jedoch mit den beiden Klubs steil bergab. Die Talfahrt endete schließlich sowohl für Köln, als auch für Gladbach mit dem Abstieg in die Zweitklassigkeit.

Gladbach im Aufwärtstrend – zieht Köln nach?

Erst in den letzten drei Jahren zeigte sich Borussia Mönchengladbach wieder erholt, etablierte sich im oberen Tabellendrittel und qualifizierte sich in der vorigen Saison erneut für die Europa League. Auch in der neuen Saison ist die vom Schweizer Lucien Favre trainierte Mannschaft noch unbesiegt und zeigte vor allem mit dem 4:1-Heimsieg am vergangenen Wochenende über den Vorjahrs-Dritten Schalke 04 einen deutlichen Formanstieg.

Ganz so weit ist der langjährige Rivale aus Köln noch nicht. In den vergangenen Jahren erwies sich der erste Bundesliga-Meister der Saison 1963/64 als „Fahrstuhlmannschaft“ und pendelte zwischen Liga 1 und 2 hin und her. Nun ging es mit den Geißböcken aber wieder aufwärts. In souveräner Manier wurde in der vergangenen Saison der Titel in der 2. Bundesliga geholt und dieser Umstand gibt den Anhängern der Kölner Hoffnung, dass die mageren Jahre nun vorbei sind.

Dennoch tritt der nüchterne österreichische Meistertrainer Peter Stöger immer wieder auf die Euphorie-Bremse, um die Erwartungen nicht allzu hoch steigen zu lassen. Das straffe Defensivkonzept ging bisher auf, die Kölner sind als einziges Team der Bundesliga in dieser Saison noch ohne Gegentreffer. In der Offensive dagegen ist noch einige Luft nach oben. Nur in Stuttgart gelangen bisher (zwei) Tore, die beiden anderen Spiele endeten jeweils torlos.

Gladbach in der Derby-Bilanz klar voran

Was die direkte Bilanz der beiden Vereine betrifft, so spricht diese deutlich zugunsten der Gladbacher. Von 80 Begegnungen in der Bundesliga haben die Borussen doppelt so viele (44) für sich entschieden wie die Kölner (21). Besonders bemerkenswert ist, dass Mönchengladbach auswärts genau so oft wie daheim gegen die Geißböcke gewonnen hat, nämlich 22 Mal. Köln gewann nur 12 von 40 Heimspielen, woran zu sehen ist, dass der Heimvorteil in den Begegnungen der beiden Klubs keine überaus große Rolle spielt.

Das zeigt auch ein Blick auf die Statistik der letzten Jahre. Von den letzten vier Heimspielen gegen den Rivalen haben die Kölner drei verloren und nur ein einziges Mal einen Punkt geholt. Der einzige Kölner Sieg in den letzten acht Jahren resultierte aus einem 2:1-Auswärtserfolg am 4. Oktober 2008. Seitdem feierten Mönchengladbach in sieben Spielen fünf Siege, nur zwei Mal erreichte der FC ein Unentschieden.

Aus der Sicht der Fußball-Wetten ist der Ausgang dieser Partie einigermaßen offen. Leichte Vorteile werden auf Seiten der Gladbacher gesehen, die sich in den vergangenen Jahren in der Spitze behaupten konnten. Aufgrund der starken Kölner Defensive deutet aber auch einiges auf eine Punkteteilung hin.

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Category: Derbys Spanien – Author: Derbysieger – 17:14

Von manchen Derbys kann man eben nie genug bekommen: Wurde bis vor kurzem noch das einzig wahre Clasico zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid völlig zurecht als das alles überstrahlende Highlight des spanischen Fußballs angesehen, schwingt sich zunehmend auch das „Derbi madrileno“ zu einem prestigeträchtigen Duell zweier nahezu gleichwertiger Giganten auf. Nachdem die Stadtmeisterschaft jahrzehntelang unter der faktischen Chancenlosigkeit Atleticos zu leiden hatte, steht die Mannschaft von Diego Simeone mittlerweile regelmäßig zu Auftritten auf absoluter Augenhöhe bereit – auch beim anstehenden Gastspiel im Bernabeu sind die Erfolgsaussichten der Rojiblancos vermutlich deutlich besser, als sich dies zunächst den obligatorischen Außenseiterquoten der Wettanbieter entnehmen lässt.

Die zahlreichen Vergleiche der vergangenen Wochen und Monaten lassen in jedem Falle nur die Schlussfolgerung zu, dass mit nennenswerten Vorteilen für eine Mannschaft kaum zu rechnen ist: Immerhin hatte sich sowohl das Champions-League-Endspiel als auch der folgende Kampf um den nationalen Supercup als ein völlig offener Ritt auf der Rasierklinge erwiesen. Während die Königlichen auf dem europäischen Parkett dank eines zunächst glücklichen, bald furiosen Endspurts das bessere Ende für sich verbuchten, konnte sich der amtierende Meister dann kürzlich nach zwei weiteren Duellen mit dem Gewinn der „Supercopa“ revanchieren – angesichts der jeweiligen Millimeterentscheidungen hätten beide Wettbewerbe jedoch ebenso gut auch einen anderen Sieger finden können.

Reals königlicher Derby-Triumph überstrahlt alles

Mit der prestigeträchtigen europäischen Krone scheint Real unter dem Strich zwar deutlich besser weggekommen zu sein; dieser seit über einem Jahrzehnt sehnsüchtig erwartete Erfolg täuscht allerdings etwas darüber hinweg, dass sich Atetico in den regelmäßigen Derbys der vergangenen 15 Monate alles in allem durchaus achtbar geschlagen hat. Nach den sieben Begegnungen in der Meisterschaft, dem nationalen Pokal, dem Supercup und der besagten Champions League springt für die Königlichen mit drei Siegen, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen gerade einmal ein hauchdünner Vorsprung heraus, der obendrein auch nur dem von Atletico bereits halbherzig weggeschenkten Rückspiel im Copa del Rey geschuldet ist.

Mit Blick auf diese stets engen Kisten mag man es sich kaum noch vorstellen, dass es für die Rojiblancos unmittelbar nach der Jahrtausendwende über ein Jahrzehnt lang nie mehr als einen warmen Händedruck im Derby madrileno zu gewinnen gab: Angesichts der vermeintlichen feindlichen Übermacht wurden die Zähler fast immer zum Nulltarif an den größeren Stadtrivalen herausgerückt. Diese schier endlose Durststrecke konnte erst zum Ende der Saison 2012/13 beendet werden, als mit dem Sieg im spanischen Pokalfinale ausgerechnet im gegnerischen Bernabeu eine besonders süße Rache für die erlittenen Demütigungen gelang.

Bei einer Derbypleite droht der Stotter-Start

Obwohl seit jenem Triumph noch nicht einmal ganz anderthalb Jahre vergangen sind, findet nun das Wiedersehen in der Primera Division unter gänzlich gewandelten Vorzeichen statt: Spätestens mit dem vorjährigen Gewinn der Meisterschaft ist den Rojiblancos der Nachweis geglückt, dass die angeblich zementierten „spanischen Verhältnisse“ keineswegs in Stein gemeißelt sind. Im nunmehr zu konstatierenden Dreikampf mit dem FC Barcelona sind in der neu gestarteten Spielzeit derzeit aber gleich beide Stadtrivalen hinten dran: Während sich Atletico schon am Premierenspieltag im kleinen Derby gegen Rayo Vallecano mit einem mageren 0:0 zufriedengab, wurde Real in der zweiten Runde beim 2:4 in San Sebastian nach einem Blitzstart noch regelrecht überrollt.

Somit steht im spanischen Topspiel des kommenden Wochenendes wohl nur vordergründig der Kampf um die Stadtmeisterschaft auf dem Spiel; das Hauptaugenmerk beider Rivalen dürfte schließlich vor allem darauf gerichtet sein, den gemeinsamen katalanischen Konkurrenten nicht schon frühzeitig entkommen zu lassen. Zumindest die ersten Auftritte deuteten immerhin an, dass man mit der Blaugrana nach einer durchweg enttäuschend verlaufenen Saison fortan wieder rechnen muss – möglicherweise bleibt es somit also doch einmal mehr dem Clasico vorbehalten, im Meisterrennen über Sieg und Niederlage zu entscheiden.

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Category: Derbys Österreich – Author: Derbysieger – 13:45

Zum 310. Mal wird am kommenden Sonntag das Wiener Derby zwischen Austria und Rapid ausgetragen. In den bisherigen 309 Duellen sind neben 277 Meisterschaftsspielen auch 31 Cup-Partien und ein Supercup-Spiel enthalten. Die letzten drei Aufeinandertreffen entschieden jeweils die Rapidler für sich, darunter auch die letzten beiden Begegnungen in der Generali-Arena – jener Austria-Heimstätte, in der das Derby auch diesmal wieder zur Austragung kommt.

Damit schraubten die Grün-Weißen die Gesamtbilanz zu ihren Gunsten auf 127 Siege. 112 Mal war die Austria erfolgreich, 70 Partien endeten unentschieden. Mittlerweile warten die Violetten bereits seit fünf Derbys auf einen vollen Erfolg über den Erzrivalen. Derartige Serien sind in der Derbygeschichte allerdings nicht ungewöhnlich. Schließlich musste Rapid in den Jahren 2011 bis 2013 insgesamt 10 Spiele auf einen Sieg warten. Die längsten Erfolgsserien – Rapid von 1996 bis 2000 und Austria von 2001 bis 2005 – dauerten jeweils 16 Spiele an. Die längste Siegesserie feierte Rapid zu Beginn der Derbyhistorie, als die ersten 11 Begegnungen (von 1911 bis 1917) allesamt gewonnen wurden.

Die Wiener Vorherrschaft ist Vergangenheit

Jahrzehntelang dominierten die beiden Wiener Vereine – mit kurzen Unterbrechungen – den österreichischen Fußball. Von 102 ausgetragenen Meisterschaften seit 1911/12 holten Rapid (32) und Austria (24) mit 56 Titeln deutlich mehr als die Hälfte. Das hat sich in den letzten Jahren geändert. Im vergangenen Jahrzehnt gewannen die beiden Wiener Klubs nur noch je zwei Titel. Allein fünf Mal holte sich in diesem Zeitraum das Red Bull-Imperium aus Salzburg den Meisterteller ab.

In der neuen Saison sieht es für Rapid und Austria allerdings noch düsterer aus. Aus fünf Meisterschaftsrunden holten die erfolgsverwöhnten Wiener Klubs insgesamt nur einen einzigen Sieg (1:0 von Rapid über die SV Ried am 2. Spieltag). Vor dem Aufeinandertreffen im Derby rangieren die Grün-Weißen nach der 0:1-Heimpleite gegen Aufsteiger Altach nur auf Platz sieben, die Austria – 2013 immerhin noch Meister – liegt gar auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Ein Derbysieg als Rettungsanker?

Daher hat das Derby am Sonntag einen ganz besonderen Stellenwert. Der Sieger kann etwas durchatmen und darf sich wieder mehr nach oben orientieren, für den Verlierer wird die Lage dagegen immer schwieriger. Die Unzufriedenheit der Fans war zuletzt auf beiden Seiten spürbar. Die Austria-Spieler erhielten im Training bereits Besuch von aufgebrachten Anhängern und auch im grün-weißen Lager ist die Stimmung angespannt.

Tatsache ist, dass beide Mannschaften ihr Potential bisher nicht ausschöpfen konnten. Während die Austria noch nicht so spielt, wie es sich ihr neuer Trainer Gerald Baumgartner vorstellt, hat es bei Rapid vor allem mit dem personellen Aderlass im Sommer zu tun. Mit Trimmel, Boskovic, Burgstaller, Sabitzer und Boyd verließen fünf Stützen den Verein. Vor allem die drei letztgenannten Offensivspieler konnten bisher nicht entsprechend ersetzt werden. Bei Austria wurde für den nach Frankreich abgewanderten Topscorer Philipp Hosiner der israelische Teamspieler Omer Damari geholt. In fünf Meisterschaftsspielen erzielten Rapid und Austria jeweils nur vier Tore. Im gleichen Zeitraum verbuchte Tabellenführer Red Bull Salzburg 24 Treffer (bei nur einem Gegentor).

Wie sehr schwächt die Europa League?

Ein Vorteil für die gastgebende Austria könnte darin liegen, dass sich die Mannschaft eine Woche lang ganz auf die Begegnung mit dem Erzrivalen konzentrieren und sich auf den Gegner einstellen kann. Das ist bei Rapid ganz und gar nicht der Fall, müssen die Grün-Weißen doch noch am Donnerstag das Play-off in der Europa League in Finnland gegen HJK Helsinki bestreiten. Von diesem Spiel wird es wohl auch abhängen, in welcher Verfassung die Gäste am Sonntag antreten werden. Sollte das internationale Abenteuer von Erfolg gekrönt sein, könnte sich das auch im Derby positiv bemerkbar machen.

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Category: Derbys Spanien – Author: Derbysieger – 15:24

Nicht zum ersten Mal kommt es in dieser Saison zum Aufeinandertreffen der beiden Stadtrivalen aus Madrid, Real und Atletico. Während in der nationalen Meisterschaft Atletico mit einem 1:0 auswärts und einem 2:2 im Heimspiel knapp die Oberhand behielt, setzte sich Real im Halbfinale der Copa del Rey mit 3:0 und 2:0 ganz deutlich durch. Aber das Gipfeltreffen am 24. Mai im Finale der Champions League in Lissabon wird alle bisherigen Begegnungen in den Schatten stellen. Noch nie kam es in einem Finale im Europapokal zu einem Stadt-Derby. Diese Premiere bleibt nun den beiden Vereinen aus Madrid vorbehalten.

Real will „La Decima“

Standen einander noch im Endspiel der letzten Saison mit Bayern München und Borussia Dortmund zwei deutsche Mannschaften gegenüber, so eroberte die spanische Primera Division in dieser Saison wieder ihre Vormachtstellung zurück. Dabei eliminierte Real Madrid mit dem BVB und den Bayern beide Vorjahrsfinalisten, wobei die Gegenwehr der Dortmunder (Gesamtscore: 3:2) wesentlich heftiger ausfiel, als jene des Titelverteidigers, der nach eine 0:1-Niederlage im Bernabeu-Stadion vor eigenem Publikum mit 0:4 sang- und klanglos unterging.

Vor allem diese jüngste Machtdemonstration stempelt Real zum Favoriten in Sachen Fußball-Wetten. Und das, obwohl Atletico die heimische Liga vor dem letzten entscheidenden Spiel gegen den FC Barcelona anführt und sich auch in der Königsklasse gegen die favorisierten Katalanen durchsetzte. Aber die Rolle des Außenseiters liegt den Rojiblancos ohnehin. Schließlich ist es der Arbeiterverein aus Madrid gewöhnt, im langen Schatten des „Weißen Balletts“ zu stehen, das sich am Samstag endlich „ La Decima“, den zehnten Triumph im höchsten europäischen Klubbewerb, holen will.

Atletico bleibt der Außenseiter

Für Atletico Madrid wäre es dagegen der erste Triumph in der Champions League. Vor 40 Jahren stand man schon einmal im Endspiel des Europapokals der Landesmeister. Da hatte man in Brüssel den FC Bayern bereits am Rande einer Niederlage. Nach torlosen 90 Minuten ging Atletico in der Verlängerung durch – den in diesem Jahr verstorbenen – Luis Aragones mit 1:0 in Führung. Aber kurz vor dem Abpfiff gelang den Bayern durch einen Treffer des aufgerückten Verteidigers „Katsche“ Schwarzenbeck noch der Ausgleich. Da es damals noch kein Elfmeterschießen gab, wurde ein Wiederholungsspiel angesetzt. Zwei Tage später ließen völlig verwandelte Bayern den Spaniern keine Chance. Je zwei Treffer von Uli Hoeneß und Gerd Müller sorgten für einen souveränen 4:0-Sieg.

Während die Bayern in den darauf folgenden beiden Jahren den Titel erfolgreich verteidigten, musste Atletico bis zum heutigen Tag auf eine weitere Finalteilnahme im Meistercup warten. Dafür konnten sich die Spanier 1974 nach einem Sieg über Independiente mit dem Gewinn des Weltpokals trösten, da die Münchner auf eine Teilnahme verzichtet hatten. Auch sonst konnte Atletico international durchaus reüssieren. Bereits 1962 wurde der Europapokal der Pokalsieger gewonnen und in den Jahren 2010 und 2012 gewann Atletico Madrid jeweils die Europa League.

Zwei Finalspiele für Atletico

Die Saison 2013/14 könnte somit die erfolgreichste in der Geschichte von Atletico Madrid werden. Aber noch stehen die Rojiblancos ohne Titel da. Zwei Finalspiele stehen noch an. In der Meisterschaft darf die abschließende Partie gegen den FC Barcelona im Camp Nou nicht verloren werden, um erstmals seit 1996 wieder den nationalen Meistertitel zu gewinnen. Seitdem musste Atletico zwischenzeitlich sogar in die 2. Liga.

Im Pokalfinale 2013 wurde Real Madrid auswärts im Bernabeu-Stadion mit 2:1 besiegt. Das war der erste Titel für Atletico seit 17 Jahren. Sollte ein Jahr später ein weiterer Erfolg über den Stadtrivalen folgen, thronen die Rojiblancos an der Spitze des europäischen Klub-Fußballs.

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Category: Bayern München,Derbys Deutschland,VfB Stuttgart – Author: Derbysieger – 18:29

Am letzten Spieltag der Bundesliga treffen am Samstag, den 10. Mai, der FC Bayern München und der VfB Stuttgart zum 94. Mal in der Bundesliga aufeinander. Ob sich diese Begegnung auch unter dem Begriff “Derby” einordnen lässt, da scheiden sich die Geister. Aber aufgrund der relativen Nähe und der langjährigen regelmäßigen Begegnungen auf höchster Ebene scheint der Begriff “Süd-Derby” zumindest nicht allzu fehl am Platze zu sein.

Derby oder nicht?

Mit 190 Kilometern ist die Distanz zwischen München und Stuttgart etwa doppelt so groß wie jene zwischen Hamburg und Bremen (95 km), deren Klubs HSV und Werder seit Jahrzehnten unwidersprochen zum “Nord-Derby” antreten. Dieses fand in diesem Frühjahr zum 100. Mal statt, ob es in der nächsten Saison zu einer weiteren Neuauflage kommt, ist vor dem letzten Spieltag der Saison 2013/14 noch fraglich.

Mit 93 Begegnungen in der Bundesliga zählt das Duell zwischen dem FC Bayern und dem VfB Stuttgart mit zu den traditionsreichsten im Lande. Wobei der 1893 gegründete VfB um fast sieben Jahre älter ist als der FCB. Ansonsten haben die Münchner jedoch in nahezu allen Belangen die Nase vorn. Sie holten bereits 1932 ihren ersten deutschen Meistertitel, während die Schwaben bis 1950 darauf warten mussten. Dafür holten sie sich zwei Jahre später bereits die nächste Meisterschaft.

Beginn des bayrischen Höhenflugs

Die wirklich große Zeit der Bayern begann jedoch erst am Ende der 1960er-Jahre, als man innerhalb von vier Jahren drei Mal den DFB-Pokal gewann und 1967 mit dem Sieg im Europapokal der Pokalsieger auch den ersten internationalen Titel holte. 1968/69 wurden die Bayern zum zweiten Mal Meister und gewannen erstmals das Double. Ab dann ging es Schlag auf Schlag. In den 1970er-Jahren wurden drei weitere Meistertitel und darüber hinaus drei Mal in Folge der Europapokal der Landesmeister an die Isar geholt.

In der Saison 2013/14 wurden die Bayern zum insgesamt 24. Mal Deutscher Meister und sind damit der Konkurrenz weit voraus. Getrübt wurde die über weite Strecken großartig verlaufene Saison erst in den letzten Wochen, als die Truppe von Pep Guardiola im Halbfinale der Champions League mit einem Gesamtscore von 0:5 die Segel streichen musste, womit der Traum von der erfolgreichen Titelverteidigung ein abruptes Ende erfuhr.

Stuttgart bleibt erstklassig

Von diesem Niveau konnten die Stuttgarter in den letzten Jahren nur träumen. 2007 wanderte der letzte von bisher fünf Meistertiteln an den Neckar. Der letzte große internationale Erfolg – die Finalteilnahme im Europacup der Pokalsieger 1998 – liegt bereits 16 Jahre zurück. Aktuell sind die Schwaben jedoch vor allem froh, dass sie auch in der nächsten Saison weiterhin in der Bundesliga vertreten sind. Zwar ging das Heimspiel am vergangenen Wochenende gegen Wolfsburg mit 1:2 knapp verloren, aber da auch die Vereine auf den dahinter liegenden Plätzen ihre Spiele verloren, ist der VfB schon vor dem Duell mit den Bayern gerettet.

Allzu groß wären die Chancen der Stuttgarter in der Allianz-Arena wohl nicht gewesen, wenn es noch einmal eng geworden wäre. Von den 93 Begegnungen mit dem Rekordmeister haben die Schwaben 56 verloren und nur 17 gewonnen. Den letzten Erfolg über die Bayern feierte der VfB aber auswärts. Am 27. März 2010 gab es in der Allianz-Arena einen 2:1-Sieg der Stuttgarter. Seitdem gingen aber alle sieben weiteren Duelle – egal ob in München oder in Stuttgart – an die Bayern. Daher sind auch aus Sicht der Fußballwetten die Bayern als klare Favoriten anzusehen. So stehen die Quoten für einen Heimsieg der Bayern um 1,2, während ein Auswärtssieg der Stuttgarter das 11- bis 13-fache des Wetteinsatzes einbringen würde.

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