Derbysieg News

Category: Derbys Italien – Author: Derbysieger – 14:52

Am Sonntag (15:00 Uhr) ist es wieder soweit! Im Piemont und insbesondere in Turin wird Ausnahmezustand herrschen. Am 32. Spieltag der italienischen Serie A wird das “Derby di Torino” ausgetragen. Zum insgesamt 190. Mal treffen der FC Turin und Juventus in einem Bewerbsspiel aufeinander. Die Fronten sind auch im 108. Jahr der Rivalität zwischen den beiden Turnier Klubs klar: der FC ist einmal mehr der ganz große Außenseiter. Während “I Granata” (die Granatroten) sich knapp in der oberen Tabellenhälfte befinden und sich noch theoretische Chance auf die Europa League ausrechnen können, steht Juventus unmittelbar vor dem vierten Titelgewinn in Folge, dem 31. insgesamt.

Über 100 Jahre alte Rivalität

Die Rivalität zwischen FC Turin und Juventus Turin wird mit südeuropäischer Heißblütigkeit gelebt und von beiden Seiten heiß und innig gepflegt. Der FC ist der Verein der Arbeiterklasse aus Turin selbst oder aus der Region. Juventus hat im Gegensatz dazu in ganz Italien Anhänger und ist einer der weltweit populärsten Klubs überhaupt. Die “Alte Dame” wurde 1897 gegründet, der Foot Ball Club Torino folgte knappe neun Jahre später.

Das erste Turiner Derby oder “Derby della Mole”, wie das Stadtduell nach dem weltberühmten Wahrzeichen der Stadt, der Mole Antonelliana, auch genannt wird, fand im Jänner 1907 statt und endete mit einem Sieg des FC. In den Anfangsjahren des ältesten heute noch stattfindenden Stadtderbys in Italien hatte der FC Turin die Nase vorne, doch im Laufe der Jahrzehnte übernahm Juventus die Vorherrschaft. Von den bisher 189 ausgetragenen offiziellen Derbys hat Juve 80 für sich entschieden. Neben 54 Unentschieden gab es 55 Siege des FC Turin.

In den vergangenen Jahren gab es für die Granatroten gegen den Stadtrivalen nichts zu holen. Der letzte Triumph des FC ist mehr als 20 Jahre her. Anfang April 1995 gewann der FC Turin zum bis dato letzten Mal das “Derby della Mole” und setzte sich mit 2:1 durch. Seither wartet der FC seit 17 Aufeinandertreffen auf einen Sieg. Vier Unentschieden waren in den letzten beiden Jahrzehnten die einzige Ausbeute.

Juventus vor Titelgewinn

An der Tatsache, dass sich Juventus Turin zum vierten Mal in Folge den Scudetto holen wird, gibt es nichts zu rütteln. Die “Alte Dame” hat bei sieben ausstehenden Spieltagen bereits 15 Zähler Vorsprung auf die beiden schärfsten Verfolger Lazio und AS Rom. Damit haben die “Bianconeri” ausgerechnet beim Stadtrivalen im Olympiastadion die Gelegenheit, sich endgültig zum Meister zu küren. Sollten nämlich die beiden Römer Klubs nicht punkten und Juve gleichzeitig den FC Turin besiegen, dann wäre der 31. Meistertitel fix, denn in der Serie A zählt bei Punktegleichheit das direkte Duell.

Dieser Umstand bringt noch eine zusätzliche Portion Pfeffer in das 190. Turiner Stadtderby, denn “I Granata” werden unter allen Umständen vermeiden wollen, dass Juventus ausgerechnet vor ihren Augen den Scudetto klarmacht. An der krassen Außenseiterrolle der Mannschaft von Giampiero Ventura ändert dies freilich nichts. Die Wettanbieter haben sich erwartungsgemäß mehr als eindeutig auf die Seite von Juventus geschlagen. Bei den Fußball-Wetten schlägt sich ein Sieg des Serienmeisters mit Quoten um die 1,90 nieder. Schafft der FC eine Überraschung, dann wird der mehr als vierfache Wetteinsatz fällig.

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Category: Derbys Italien – Author: Derbysieger – 19:05

Dass das Mailänder Derby della Madonnina die Marienstatue des einheimischen Doms im Namen trägt, verweist seit eh und je darauf, dass das Duell zwischen Inter und Milan geradezu religiöse Züge hat: Angesichts des ernüchternden Abschneidens in der laufenden Spielzeit laufen derzeit jedoch die Anhänger gleich beider Klubs Gefahr, vom liebgewonnenen Glauben abzufallen. Am Sonntag wird die jeweilige Trostlosigkeit nun zu einem Gebräu der schlechten Laune vermengt – folglich darf dieses Mal noch nicht einmal der Sieger hoffen, dass die Saison dank des Dreiers im Derby möglicherweise doch noch ein versöhnliches Ende nimmt.

Derweil sich die beiden Klubs, auf den Tabellenplätzen 8 und 9 liegend, aktuell auch in der Serie A in unmittelbaren nachbarschaftlichen Beziehungen befinden, ist anzunehmen, dass die Stimmung in diesen Tagen vor allem bei den Gastgebern am Boden ist: Während die Rossoneri spätestens seit dem verkorksten Vorjahr schon eine Menge Übung darin haben, die eigenen Zielstellungen deutlich zu verfehlen, muss man sich bei Inter schließlich noch immer daran gewöhnen, dass sich inzwischen selbst die Qualifikation für die Europa League als eine zu große Hausnummer erweist. Dabei hatte der Verein in den vergangenen Monaten nichts unversucht gelassen, um sich der drohenden Nieten-Saison entgegenzustemmen – bislang hat jedoch keine der ergriffenen Maßnahmen für den entscheidenden Dreh gesorgt.

Podolski lacht auch bei Inter nicht das Glück

Insbesondere die in den Wintermonaten gestartete Transferoffensive hat bei den Nerazzurri die erhoffte Wirkung verfehlt; dass sich der Klub mit der Verpflichtung von Spielern wie Shaqiri, Podolski oder Brozovic reichlich internationale Erfahrung sicherte, konnte die Auftritte der Mannschaft nie in der beabsichtigten Weise beleben. Da neben dem zuletzt oftmals nur noch auf der Bank schmorenden Poldi auch der Bayern-Zuzügler Shaqiri regelmäßig unter seinen Möglichkeiten bleibt, fielen die Leistungen in der Rückrunde sogar noch einmal ab – hat sich der Lokalrivale Milan in der zweiten Saison-Hälfte immerhin den sechsten Tabellenplatz gesichert, tritt Inter mit der ausgeglichenen Bilanz von 4 Siegen, 3 Unentschieden und 4 Niederlagen zunehmend als graue Maus des italienischen Fußballs in Erscheinung.

Das Ausbleiben des erhofften Aufschwungs fällt naturgemäß auch auf Trainer Roberto Mancini zurück, der sich mittlerweile schon seit rund einem halben Jahr daran versucht, den spielerischen Problemen mit schlüssigen Konzepten zu Leibe zu rücken. Dass der 50-Jährige diesbezüglich noch nicht weit gekommen ist, wurde den enttäuschten Anhängern gerade erst wieder beim letzten Heimspiel gegen den Pleite-Klub aus Parma vor Augen geführt. Obwohl die in Not befindlichen Gäste als abgeschlagenes Schlusslicht im San Siro gastierten, kamen die Nerazzurri nicht über ein Unentschieden hinaus – während der enttäuschenden 90 Minuten versuchte der ratlose Manicini gleich mit drei verschiedenen taktischen Formationen sein Glück.

Milan scheint sich allmählich zu stabilisieren

Zunehmend wird somit deutlich, dass sich Inter mit der Entlassung von Walter Mazzarri offensichtlich keinen Gefallen getan hat: Dass sich Trainerwechsel nicht automatisch als ein Selbstläufer in Sachen Aufschwung erweisen, bekam Milan dagegen schon in der Vorsaison zu spüren. Nachdem sich das Experiment mit dem unerfahrenen Clarence Seedorf als ein Fehlschlag erwies, haben die Rossoneri aber immerhin ihre Lektion gelernt: Obwohl der Verein mit der Verpflichtung von Filippo Inzaghi gleich der nächsten verdienten Spieler-Legende zum Debüt auf dem Trainerstuhl verhalf, ist man inzwischen offensichtlich durchaus dazu bereit, dem einstigen Publikumsliebling  eine “Zwischen-Saison” zuzugestehen.

In Anbetracht der hohen Ansprüche ist es schon eine mittlere Überraschung, dass Inzaghi trotz des Ausbleibens der erhofften Erfolge noch immer seinen Posten behaupten kann: Da Milan zuletzt jedoch lediglich eines seiner jüngsten acht Pflichtspiele verloren hat, scheint sich die Geduld des Klubs so langsam aber sicher auszuzahlen. Ein “Auswärtssieg” im Derby böte Inzaghi deshalb nun vielleicht bereits die Möglichkeit, sich auch für die Zukunft das freie Geleit des Vereins zu sichern – somit ist das Derby della Madonnina für die sportliche Gegenwart zwar kaum von Belang; perspektivisch könnte die Stadt-Meisterschaft dagegen durchaus von richtungsweisender Bedeutung sein.

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Category: Derbys Großbritannien – Author: Derbysieger – 18:24

Im Manchester-Derby zwischen United und den Citizens schien sich zuletzt regelmäßig die vollzogene Wachablösung in der Industrie-Metropole zu zementieren; schließlich hatte der amtierende Titelverteidiger in den vergangenen beiden Jahren vier Mal in Folge über den englischen Rekordmeister triumphiert. Im nun anstehenden 169. Duell bietet sich den Red Devils jedoch die Chance, wieder die gewohnte Ordnung herzustellen – immerhin findet sich die Mannschaft von Louis van Gaal tabellarisch schon vor dem Heimspiel im “Theater der Träume” vor dem großen Rivalen ein.

In Manchester wird derzeit einmal mehr im Kleinen deutlich, wie schnelllebig das Geschäft mit dem runden Leder ist: Wurde van Gaal noch vor einem knappen Monat nach dem Ausscheiden aus dem FA Cup gegen den FC Arsenal das bevorstehende Ende seines Engagements auf der Insel prophezeit, waren die Anhänger des Klubs nach dem jüngsten 3:1-Erfolg über Aston Villa nicht mehr weit davon entfernt, den Holländer auf den Schultern aus dem Stadion zu tragen. Ein richtig guter Lauf in der Premiere League hat die Klagen über eine weitere Saison ohne echte Titel-Option binnen kürzester Zeit verstummen lassen – zumal mittlerweile selbst der Trainer trotz des (virtuellen) 11-Punkte-Rückstandes auf Spitzenreiter Chelsea verlautbaren ließ, sich fortan nur noch nach oben orientieren zu wollen.

ManU wähnt sich auf der Überholspur

Nach einer anderthalbjährigen Depression werden die jüngsten Erfolgserlebnisse mit einer Begeisterung aufgenommen, dass dem Tabellendritten offenbar nicht einmal mehr die Rückkehr in das Meisterschafts-Rennen unmöglich erscheint. Zwar dürfte es angesichts der konstanten Auftritte des Londoner Tabellenführers nach wie vor um einiges wahrscheinlicher sein, dass ManUnited die direkte Qualifikation für die Champions League verpasst, als dass es in Sachen Titel noch einmal spannend wird; umso mehr macht die veränderte Stimmungslage rund um das Old Trafford aber deutlich, dass der Verein zumindest hinsichtlich des Selbstbewusstseins schon wieder auf dem Niveau der Ferguson-Ära angekommen ist.

Nun soll am Sonntag natürlich ein Sieg im Derby dafür sorgen, dass sich der Aufschwung auch in der Tabelle unverkennbar niederschlägt; nachdem United vor zwei Wochen den ewigen Rivalen aus Liverpool an der Anfield Road mit 2:1 niederrang, werden nun sämtliche Anstrengungen darauf gerichtet, sich obendrein auch noch beim städtischen Nachbarn für die zuletzt erlittenen Demütigungen zu revanchieren. Bei den Roten Teufeln hat schließlich niemand vergessen, wie viel Unheil die Citizens bei ihren letzten Abstechern im eigenen Stadion angerichtet haben – angesichts solch historischer Schlappen wie dem 1:6 aus dem Jahr 2011 und dem in der Vorsaison kassierten 0:3 werden bei den Gastgebern nun mit aller Entschlossenheit die Messer gewetzt.

Die Citizens sind völlig von der Rolle

Wäre allerdings trotz des momentanen Formhochs noch vor ein paar Wochen kaum daran zu denken gewesen, dass Manchester United als Favorit in das Derby startet, steuert nun insbesondere die unerwartete Krise der Gäste den Löwenanteil zur Vorfreude der Hausherren bei. Von den fünf(!) Pleiten in den letzten sieben Pflichtspielen scheinen schließlich nur die beiden obligatorischen Niederlagen gegen den FC Barcelona im Achtelfinale der Champions League verzeihlich zu sein. Während das Scheitern in der Königsklasse für die Citizens praktisch zur Vereins-Folklore gehört, hatten zuletzt die peinlichen Ausrutscher gegen den FC Burnley und Crystal Palace obendrein zur Folge, dass mittlerweile auch von der Titelverteidigung in der Premier League keine Rede mehr ist.

Seit der vor der Entthronung stehende Meister sogar um den Wiedereinzug in die Champions Legaue zittern muss, wird dafür umso mehr über Trainer Manuel Pellegrini gesprochen. Obwohl das Beispiel von Louis van Gaal zeigt, dass solche Diskussionen bisweilen nur eine kurze Halbwertszeit besitzen, dürfte das Gastspiel des Chilenen spätestens nach dem Abschluss der Saison zu Ende gehen. Sollte nun allerdings ausgerechnet im Derby die Trendwende gelingen, könnte auch dies schon bald Geschwätz von gestern sein – Siege gegen die Red Devils haben Manchester City schließlich selbst in deutlich schlechteren Zeiten stets dabei geholfen, den Frieden mit der sportlich eher tristen Gegenwart zu machen.

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Category: Derbys Deutschland,Karlsruher SC,VfR Aalen – Author: Derbysieger – 10:38

Zwei Wochen nach dem torlosen Unentschieden im Südwest-Derby gegen den 1. FC Kaiserslautern steht für den Karlsruher SC neuerlich ein Derby auf dem Programm. Während allerdings das Kräftemessen mit den etwa 70 km entfernten Roten Teufeln vom Betzenberg stets von massiver Brisanz begleitet ist, geht es beim baden-württembergischen Duell gegen die etwa doppelt so weit entfernten Aalener vergleichsweise friedlich zu.

Neben der Entfernung – die KSC-Fans haben eine etwa zweistündige Anfahrt vor sich – liegt es vor allem an der mangelnden Tradition dieser Begegnung, dass bislang noch keine richtige Derbystimmung aufkommen mochte. Dabei könnte es nach der Begegnung am kommenden Karsamstag auch bleiben, denn aktuell ist keineswegs gesichert, dass die beiden Kontrahenten in der nächsten Saison noch in derselben Liga tätig sind.

Karlsruhe strebt wieder nach oben

Während der KSC als Tabellenvierter noch gute Chancen auf eine Rückkehr in die höchste Spielklasse hat, sieht es für die Aalener aktuell nach einem Sturz in die Drittklassigkeit aus. Derzeit rangiert Aalen punktgleich mit dem Schlusslicht St. Pauli auf dem Relegationsplatz, obwohl der VfR eigentlich zwei Punkte mehr errungen hat. Diese wurden allerdings aufgrund von Verstößen gegen Lizenzauflagen abgezogen. Somit wird der Verein aktuell nicht nur von sportlichen, sondern auch von wirtschaftlichen Problemen geplagt.

2012 gelang dem VfR Aalen der erstmalige Aufstieg in die 2. Bundesliga. Dort wurden mit den Plätzen neun und elf die wohl größten Erfolge des 1921 gegründeten Vereins erzielt. Auf diesem Gebiet hat der Karlsruher SC freilich deutlich mehr aufzuweisen. Der Vorgängerverein Phönix Karlsruhe holte 1909 den deutschen Meistertitel, nach der Fusion zum Karlsruher SC wurde in den Jahren 1955 und 1956 der DFB-Pokal gewonnen. 1963 zählte der KSC zu den Gründungsmitgliedern der Bundesliga, der er insgesamt 24 Jahre lang angehörte, zuletzt in der Saison 2008/09.

Nur Aalen gelang ein Heimsieg

Danach stürzten die Karlsruher gar in die Regionalliga ab, was ihnen in der Saison 2000/01 bereits ein Mal passiert war. Damals kam es auch auch zu den ersten Begegnungen mit dem VfR Aalen. Dabei siegte jeweils das Auswärtsteam mit 3:0 bzw. 1:0. Trotz der Heimniederlage wurde der KSC Meister und kehrte in die 2. Bundesliga zurück. Dort fanden ab der Saison 2013/14 drei weitere Begegnungen statt. Die beiden Spiele in Karlsruhe endeten unentschieden (1:1 bzw. 0:0), womit Aalen am 2. März 2014 mit 1:0 der bisher einzige Sieg in den Duellen der beiden Klubs glückte.

Dennoch geht der KSC als Favorit der Wettanbieter in diese Partie. Mit einem Sieg würden die Blau-Weißen die Chancen auf den Bundesliga-Aufstieg wahren. Der Rückstand auf Platz zwei beträgt nur zwei Zähler und auch Spitzenreiter Ingolstadt ist mit fünf Punkten Vorsprung nicht allzu weit entfernt. Vor allem in der heimischen Scholz-Arena ist Aalen aber nicht zu unterschätzen und konnte sich mit deutlichen Heimsiegen über Fortuna Düsseldorf, aber auch Mitkonkurrenten im Abstiegskampf wie 1860 München oder Erzgebirge Aue, bereits mehrfach aus brenzligen Situationen befreien.

 

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Category: Derbys Spanien – Author: Derbysieger – 17:24

Nachdem der FC Barcelona kürzlich die Tabellenführung in der Primera Division übernommen hat, kann sich die Mannschaft von Luis Enrique nun im Duell der Giganten endgültig die besten Karten auf den nationalen Titel sichern – und sich dabei ganz nebenbei für die in der Hinrunde erlittene 1:3-Schlappe im Bernabeu-Stadion revanchieren.

Da die spanischen Top-Teams vor dem anstehenden Spieltag lediglich ein Pünktchen trennt, fällt dem Clasico wohl auch in dieser Saison die Aufgabe zu, den ewigen Wettlauf der beiden großen Rivalen zu entscheiden: Während jedoch der Tabellenstand im Camp Nou für jede Menge Spannung spricht, dürften sich die Klubs in den vergangenen Jahren kaum einmal in einer ähnlich gegensätzlichen Verfassung in den direkten Schlagabtausch begeben haben. Derweil Real nur eines seiner letzten vier Spiele siegreich bestritt, scheinen die Katalanen nahezu unantastbar zu sein – schließlich schloss der amtierende Spitzenreiter beeindruckende 17 der 18 unlängst absolvierten Pflichtspiele mit einem standesgemäßen Dreier ab.

Messi ist obenauf – Ronaldo schwächelt

Wie weit Barca und Real momentan auseinanderliegen, zeigt unter anderem die jeweilige Durchschlagskraft der Offensive auf: So hat es etwa der schon seit dem Jahreswechsel in Topform befindliche Lionel Messi im Alleingang auf mehr erfolgreiche Abschlüsse als der viel gerühmte BBC-Angriff des Weißen Balletts gebracht.  Allein auf den zuletzt stets schlecht gelaunt wirkenden Cristiano Ronaldo machte der Argentinier in der Torschützenliste 15 Treffer gut – und konnte dank des jüngsten Doppelpacks gegen Eibar mittlerweile auch in dieser Wertung die Spitzenposition übernehmen. Obendrein kommen auch Messis Sturmpartner Neymar und Luiz Suarez immer besser in Schwung: Nach einem eher verhaltenen Saisonstart scheint die Mannschaft inzwischen wieder für die Übernahme der europäischen Führungsrolle bereit zu stehen.

Während dem FC Barcelona somit ein offensives “Trio Infernale” zur Verfügung steht, scheinen momentan sämtliche Angreifer des hauptstädtischen Verfolgers mit Formschwächen zu kämpfen zu haben: Sieht sich etwa Garreth Bale – ungeachtet seines jüngsten Doppelpacks gegen Levante – mittlerweile regelmäßig den Pfiffen des eigenen Anhangs ausgesetzt, ist auch die Torquote von CR7 in den vergangenen Wochen besorgniserregend in den Keller gerauscht. Hatte es der amtierende Welt-Fußballer vor der Winterpause noch mit sensationellen 25 Toren in 14 Spielen auf einen Schnitt von fast zwei Buden pro Partie gebracht, steuerte der Portugiese zuletzt durchschnittlich nur zu jedem zweiten Auftritt einen Treffer bei – und dies auch nur, weil er in den beiden europäischen Achtelfinals gegen den FC Schalke gleich drei Mal zum Zuge kam.

Real ist seit Wochen außer Form

Angesichts des Beinahe-K.o.’s im Rückspiel denkt vermutlich aber noch nicht einmal Ronaldo gern an die Duelle gegen die Königsblauen zurück: Nachdem es unmittelbar zuvor bereits in der Liga gegen Villarreal (1:1) und in Bilbao (0:1) unangenehme Überraschungen setzte, legte der Bundesligist die aktuellen Schwächen des Titelverteidigers vielleicht am deutlichsten bloß. Abgesehen davon, dass die Madrilenen nie in den Genuss der Spielkontrolle kamen, stellte sich insbesondere die lustlos wirkende Abwehr als ein permanenter Unsicherheitsfaktor der spanischen Gastgeber heraus – gegen das im vergangenen Jahr noch nach Belieben beherrschte Schalke schien Real eine ungesunde Mischung aus Überheblichkeit und fehlendem Selbstbewusstsein zu schaffen zu machen.

Um nun nicht in Barcelona ein ähnliches Debakel wie beim peinlichen 0:4 im Stadtduell bei Atletico zu erleiden, wurde von Trainer Carlo Ancelotti bereits bei dem jüngsten 2:0-Sieg gegen Levante mit den Vorbereitungen auf das Clasico begonnen: So musste der gelbgefährdete Toni Kroos die erfolgreich bestrittene Generalprobe auf der Ersatzbank verfolgen, um gegen Barca in jedem Fall dabei zu sein. Auch der zuletzt unsichere Iker Casillas durfte vor dem Showdown noch einmal abseits des Rasens neue Kräfte sammeln – dagegen konnte sich Sergio Ramos nach seinem überstandenen Muskelfaserriss wertvolle Wettkampfpraxis für das nun anstehende Wochenende verschaffen.

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Category: Derbys Großbritannien – Author: Derbysieger – 18:17

Eigentlich haben die Hammers ihren Derby-Tiefpunkt der Saison schon vor zwei Wochen im eigenen Stadion erlebt: Schließlich hatte dem ungeliebten FC Chelsea ein bestenfalls durchschnittlicher Auftritt genügt, um die Tabellenführung mit einem 1:0-Erfolg im Upton Park noch ein bisschen weiter auszubauen. Nach der Niederlage gegen den Liga-Primus wartet West Ham United in der Premier League mittlerweile bereits seit sieben Spieltagen auf einen Sieg – folglich tritt das Team aus East End nun auch am Samstag nur mit geringen Erfolgsaussichten zum nächsten Derby im Emirates Stadium an.

Arsenal vertreibt die Krise

Blickt man auf die Londoner Derby-Geschichte, hat es allerdings ohnehin Tradition, dass West Ham gegen die Gunners nicht allzu viel zu bestellen hat: Zwar liegt der letzte Auswärtssieg in der Höhle des Löwen aus dem Jahr 2007 noch gar nicht so lange zurück, zumindest in den jüngsten acht Duellen behielt dann aber stets die Mannschaft von Arsene Wenger die Oberhand. Da der Hausherr aus dem Norden die drei Punkte auch in dieser Saison dringend zur Verteidigung des direkten Startplatzes für die Champions League braucht, scheint nun aus Sicht der Hammers der neunte Fehlschlag in Serie fast schon vorgezeichnet zu sein – zumal sich die Kanoniere ausnahmsweise einmal in gehobener Stimmung zum Hauptstadt-Duell begeben werden.

Zwar hatte das bittere 1:3 im europäischen Achtelfinal-Hinspiel gegen den AS Monaco erst vor kurzem für den absoluten Saison-Tiefpunkt bei den Gunners gesorgt; in der Folge halfen dann aber die siegreichen Auftritte gegen den FC Everton und die Queens Park Rangers, die sich häufenden kritischen Stimmen wieder etwas in den Hintergrund zu drängen. Den ganz großen Stimmungsumschwung führte allerdings erst der am Montag eingefahrene Sieg bei Manchester United im Viertelfinale des FA Cup herbei: Nachdem Arsenal erstmals seit neun Jahren in Old Trafford triumphierte, scheint die Titelverteidigung im nationalen Cup-Wettbewerb nur noch einen Steinwurf weit entfernt zu sein.

Das Losglück sorgte schließlich dafür, dass es Özil & Co. in der Vorschlussrunde wahlweise mit dem Zweitligisten FC Reading oder dem drittklassigen FC Bradford zu tun bekommen: Den im vergangenen Jahrzehnt nicht gerade mit Titeln überhäuften Gunners wurde durch den starken Auftritt bei den Red Devils somit fast schon der rote Teppich nach Wembley ausgerollt. Was für eine befreiende Wirkung die Wahrung der Titelchance hatte, war nicht zuletzt dem gemeinsamen Tänzchen von Per Mertesacker und Aaron Ramsey unmittelbar nach dem Abpfiff in Manchester zu entnehmen – insbesondere der nach der Pleite gegen die Monegassen noch an den Pranger gestellte Weltmeister scheint durch den derzeitigen Lauf von einer Last befreit zu sein.

Die Hammers sind im Mittelmaß angekommen

Während sich die Perspektiven der Gastgeber somit innerhalb weniger Wochen wieder deutlich verbesserten, haben die Hammers in den vergangenen anderthalb Monaten die Chance auf eine historisch erfolgreiche Saison verspielt: Mischte die Truppe von Sam Allardyce noch im Januar sensationell im Kampf um die europäischen Startplätze mit, wurde dieses Thema aufgrund der nun schon seit etlichen Spieltagen ausbleibenden Siege inzwischen längst zu den Akten gelegt. Durch die in den zuletzt absolvierten Topspiel-Wochen kassierten Niederlagen gegen Liverpool und Chelsea sowie die Unentschieden gegen Man United, Southampton und Tottenham wurde dem von höheren Weihen träumenden Verein der Kopf mittlerweile wieder gerade gerückt.

Das heißt: So ganz gerade scheint der Kopf doch noch nicht wieder auf den Schultern zu sitzen. Obwohl die im Vorjahr noch gegen den Abstieg kämpfenden Hammers im Großen und Ganzen nach wie vor eine bemerkenswert gute Saison absolvieren, wird bei West Ham United schon seit geraumer Zeit nicht mehr an einem Strang gezogen. Insbesondere Teammanager Allardyce sieht sich heftiger Kritik des Umfeldes ausgesetzt – längst pfeifen die Spatzen deshalb von den Dächern, dass dessen Tätigkeit bei den Hammers in diesem Sommer beendet wird. Aufgrund der sich abzeichnenden Veränderungen dürfte es der im gesicherten Mittelfeld feststeckenden Mannschaft einige Mühe bereiten, bis zum letzten Spieltag hochmotiviert zu Werke zu gehen – zumindest im anstehenden Derby müssen die Anhänger aber ganz sicher noch keinen halbherzigen Auftritt von West Ham United fürchten.

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Category: Derbys Österreich – Author: Derbysieger – 14:48

Im 312. Wiener Derby zwischen Austria und Rapid, das am kommenden Sonntagnachmittag in der Generali-Arena auf dem Programm steht, geht es vor allem für die Heimmannschaft um viel. Denn nach drei Niederlagen in den ersten vier Partien im Frühjahr rangiert die Austria in der Tabelle nur auf Rang sechs. Der Rückstand auf die internationalen Startplätze beträgt nach Verlustpunkten bereits sieben Zähler.

Noch viel bitterer ist für die Violetten allerdings der Zehn-Punkte-Rückstand, den man auf den zweitplatzierten Stadtrivalen aufweist. Im Falle einer Heimniederlage gegen Rapid würde dieser auf wohl uneinholbare 13 Punkte anwachsen. Das ist auch deshalb von Bedeutung, da die Klubführung vor Beginn der Rückrunde noch mit Platz zwei und damit der Qualifikation für die Champions League spekuliert hatte. Dieses Ziel ist aber mittlerweile in weite Ferne gerückt.

Letzte Chance für Baumgartner?

Daher ist auch Trainer Gerald Baumgartner aktuell schwer angezählt. Eine Derbyniederlage würde für ihn wohl das endgültige Aus am Verteilerkreis bedeuten. Leidgeprüften Austria-Anhängern sind derartige Entwicklungen durchaus nicht fremd. Seitdem Peter Stöger nach dem überraschenden Titelgewinn in der Saison 2012/13 zum 1. FC Köln wechselte, ist mit Baumgartner bereits der dritte Austria-Trainer im Amt. Seine Vorgänger Nenad Bjelica und Herbert Gager scheiterten ebenfalls an der hohen Erwartungshaltung in Wien-Favoriten. Während Stöger aus dem vorhandenen Personal das Maximum herausholte, erreichten dieselben Spieler unter seinen Nachfolgern nie mehr die Form, die sie noch in der Meistersaison ausspielten.

Aktuell kam zur sportlichen Misere im letzten Spiel in Graz gegen Sturm auch noch Pech dazu, als man trotz einer 1:0-Führung im Finish noch zwei Tore kassierte, wobei der Siegtreffer der Grazer in der Nachspielzeit aus Abseitsposition erzielt wurde.

Rapid rotiert zum späten Sieg

Konträr dazu musste Derbygegner Rapid am Mittwoch im Heimspiel gegen Aufsteiger Altach ebenfalls bis in die Nachspielzeit warten, ehe in der 94. Minute der erlösende Siegtreffer durch den eingewechselten Philipp Prosenik fiel. Davor waren die Grün-Weißen über 90 Minuten lang vergeblich gegen die Abwehrmauer der Vorarlberger angerannt. Prosenik stand überhaupt nur deshalb im Kader, weil mit dem Slowenen Robert Beric der Topscorer der Hütteldorfer (16 Saisontore) wegen einer Gelbsperre pausieren musste.

Aber Trainer Zoran Barisic musste nicht nur auf Beric verzichten, er ließ zudem mit Hofmann, Schrammel, Kainz und Petsos vier weitere Spieler auf der Bank, die vier Tage zuvor beim 1:0-Sieg über Sturm Graz noch erste Wahl gewesen waren. Stattdessen kamen mit Schobesberger, Stangl, Grahovac und Starkl vier junge Spieler in die Mannschaft, die bisher erst selten – und vor allem nicht von Beginn an – zum Einsatz gekommen waren. Der eine oder andere konnte seine Chance auch nützen, dennoch ist damit zu rechnen, dass im Derby wieder das Stammpersonal auflaufen wird.

Welche Rolle spielt der Heimvorteil?

Aufgrund der letzten Ergebnisse ist Rapid eine leichte Favoritenrolle einzuräumen, aber gerade diese hatte im Wiener Derby meist nur wenig Aussagekraft. In der laufenden Saison konnte Rapid noch keines der Duelle mit der Austria gewinnen. Die erste Partie in der Generali-Arena endete 2:2, im Ernst-Happel-Stadion im Prater gab es einen 3:2-Erfolg der Violetten. Beim letzten Aufeinandertreffen kam es dabei zu Ausschreitungen beider Fangruppen, die zur Folge hatten, das die beiden restlichen Saisonderbys ohne Fans der Auswärtsmannschaft stattzufinden haben. Ob diese Maßnahme zur Beruhigung der Situation beitragen wird, bleibt abzuwarten.

Jedenfalls sollte der Heimvorteil in der Generali-Arena für die Austria doch spürbar sein. Der schlug sich für die Violetten in den letzten Heimderbys zumindest nicht im Ergebnis nieder. Ein 2:0-Sieg am 21. Oktober 2012 brachte den einzigen Austria-Sieg in den letzten neun Spielen am Verteilerkreis Favoriten. Im gleichen Zeitraum feierte Rapid vier Auswärts-Derbysiege, stets mit dem Ergebnis von 1:0. Vier weitere Begegnungen endeten unentschieden.

Gesamtbilanz Wiener Derby von 1911 bis 2014:

Pflichtspiele Gesamt (312): 127 Rapid-Siege, 113 Austria-Siege, 71 Unentschieden, Tore: 580:500
Meisterschaftsspiele (279): 116 Rapid-Siege, 95 Austria-Siege, 68 Unentschieden, Tore: 514:424

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Category: Borussia Dortmund,Schalke 04 – Author: Derbysieger – 14:34

Zum 86. Mal treffen am kommenden Samstag Borussia Dortmund und Schalke 04 in der Bundesliga aufeinander. Die Bilanz ist dabei mit jeweils 30 Siegen bei 25 Unentschieden völlig ausgeglichen. Lediglich in der Tordifferenz haben die Schwarz-Gelben ein leichtes Plus von neun Toren zu verzeichnen. Insgesamt ist es bereits das 146. Aufeinandertreffen der beiden Revierrivalen in einem Pflichtspiel, wobei die Königsblauen in der Vorkriegszeit noch deutlich überlegen waren.

Von der ersten Begegnung in der „Ruhrgaumeisterschaft“ 1925 blieben die Schalker bis 1943 in 21 Partien gegen den BVB unbesiegt. Zum Zeitpunkt des ersten Erfolges der Dortmunder – 1:0 in der Gauliga Westfalen am 14. November 1943 – hatten die Königsblauen bereits 20 Siege eingefahren. Ab diesem Zeitpunkt holte die Borussia stark auf, in der Gesamtbilanz liegen die Schalker aber noch mit 58 Pflichtspielsiegen gegenüber 49 der Dortmunder voran.

Im Derby stets auf Augenhöhe

Während die Dortmunder in den letzten Jahrzehnten die deutlich größeren Erfolge feiern konnten – insgesamt acht Mal deutscher Meister, zuletzt 2012 – müssen die Knappen bereits seit 1958 auf den achten Meistertitel warten. Auch auf internationaler Ebene hat der BVB – Champions League Sieger 1997 und Finalist 2013 – dem früher überlegenen Rivalen den Rang abgelaufen. Der Sieg im UEFA-Pokal 1997 blieb, im gleichen Jahr als die Dortmunder in der Königsklasse triumphierten, der einzige große internationale Erfolg der Schalker. Aber trotz der deutlichen Unterschiede in der Erfolgsstatistik der beiden Klubs, schlug sich diese Differenz nicht in den direkten Aufeinandertreffen nieder.

So gewann Schalke elf der letzten 22 Bundesliga-Derbys gegen den BVB, der davon nur sechs für sich entscheiden konnte. Auch von den letzten sechs Revierduellen gewann Dortmund nur eines. Der Heimvorteil spielte in diesen Begegnungen oft nur eine untergeordnete Rolle. Vor allem die Dortmunder tun sich vor eigenem Publikum schwer, den Erzrivalen niederzuringen. Seit dem Jahr 2000 gelang das in 15 Heimspielen nur zwei Mal, zuletzt am 26. November 2011 mit 2:0. Im gleichen Zeitraum gab es gleich sieben Schalker Auswärtssiege.

Dortmund will weiter nach oben klettern

Diese Schreckensbilanz wollen die Dortmunder am kommenden Wochenende klarerweise nicht fortsetzen. In den letzten Wochen schien sich die Mannschaft von Jürgen Klopp nach einer bisher traumatisch verlaufenen Bundesligasaison wieder gefestigt zu haben. Mit drei Siegen in Folge schoben sich die Borussen vom letzten Tabellenplatz auf Platz zwölf vor. Obwohl aktuell noch zehn Punkte auf Schalke fehlen, ist der BVB aus Sicht der Fußballwetten der ganz klare Favorit der Buchmacher. Quoten im Bereich zwischen 7,0 und 8,0 sind ganz selten anzutreffen, wenn der Tabellen-Vierte gegen den Zwölften antritt. Die Quoten auf einen Dortmunder Heimsieg liegen dagegen um 1,4. Der Glaube der Wettanbieter an die Qualität von Klopp und seiner Mannschaft ist ungebrochen. Selbst die Dortmunder Tabellen-Letzter waren,  schien niemand an einen Abstieg des BVB zu glauben.

In der Champions League gab es zuletzt für beide Vereine Niederlagen. Während allerdings Schalke nach der 0:2-Heimniederlage gegen Titelverteidiger Real Madrid vor dem Abschied aus der diesjährigen Königsklasse steht, haben die Dortmunder nach der 1:2-Niederlage in Turin gegen Juventus noch alle Chancen, vor eigenem Publikum den Rückstand zu egalisieren.

Als kleiner Vorteil könnte sich für die Gelsenkirchener dagegen herausstellen, dass sie sich länger als der Gegner auf das Derby vorbereiten konnten. Allerdings zeigte die Formkurve der Schalker in den letzten Partien nach unten, in den vergangenen sechs Bundesligaspielen erzielten die Knappen jeweils höchstens einen Treffer. Durch die Rückkehr des zuletzt gesperrten Klaas Jan Huntelaar könnte die Offensive gegen den Dortmund wiederbelebt werden. Ansonsten droht nach den letzten beiden sieglosen Spielen gegen Frankfurt (0:1) und Werder Bremen (1:1) auch der Verlust des Champions-League-Platzes für die nächste Saison.

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Category: Derbys Schweiz – Author: Derbysieger – 14:41

Zum bereits 240. Mal treffen der Grasshopper Club und der FC Zürich am kommenden Wochenende in einem Pflichtspiel aufeinander, zum 220. Mal in der Meisterschaft. Das erste Duell fand bereits 1897 statt und endete mit einem 7:2-Sieg der Grasshoppers, die sich in der Saison 1897/98 auch den ersten Schweizer Meistertitel sicherten. Seit damals folgten 26 weitere Titelgewinne für den GC, der damit bis heute überlegener Schweizer Rekordmeister ist.

Grasshoppers in der Krise

Der bisher letzte Meistertitel des 1886 gegründeten Traditionsklubs liegt allerdings bereits länger zurück und wurde in der Saison 2002/03 eingefahren. Zehn Jahre später folgte mit dem Sieg im Schweizer Cup zumindest eine weitere Trophäe für die Klubvitrine. Vom Gewinn des 28. Meistertitels sind die Grasshoppers derzeit allerdings weit entfernt, als Tabellen-Siebenter liegt man nur vier Punkte vor dem Tabellenletzten und steckt damit mitten im Abstiegskampf.

Ein Mitgrund für die Misere der Grasshoppers dürfte wohl auch in der Stadionfrage liegen. Nachdem das altehrwürdige Hardturm-Stadion, Stätte der größten Erfolge de Klubs, nach dem letzten Spiel am 1. September 2007 abgerissen wurde, hätte eine neue Arena an dessen Stelle errichtet werden sollen. In der Folge kam es allerdings zu Differenzen zwischen Stadionbetreibern und der Stadt Zürich, die den Bau verzögerten. 2013 wurde das Stadion im Rahmen einer Volksabstimmung mit einer knappen Mehrheit abgelehnt, wodurch die Zukunft des Projekts in Frage steht.

Somit tragen beide Züricher Klubs ihre Spiele im nahen, für die EURO 2008 umgebauten, Letzigrund-Stadion aus. Für die Grasshoppers-Fans ist das freilich kein Ersatz, da an diesem Ort bereits seit 1925 der Stadtrivale FC Zürich beheimatet ist. Diese Rivalität kommt bei Derbys besonders zum Tragen. Vor allem das 226. Derby am 2. Oktober 2011 ist vielen noch als „Schande von Zürich“ in schlechter Erinnerung. Damals musste das Spiel in der 78. Minute beim Stand von 2:1 für GC aufgrund von Fanausschreitungen abgebrochen werden.

FC Zürich als erster Herausforderer des FC Basel

Während die Grasshoppers seit der Klubgründung nahezu immer zu den Topklubs in der Schweiz zählten, hat der FC Zürich eine deutlich unregelmäßigere Erfolgsgeschichte vorzuweisen. Zwar gelang bereits 1902 der erste Meistertitel, später musste der Verein aber immer wieder lange Phasen der Erfolglosigkeit überwinden und stieg sogar mehrfach aus der höchsten Spielklasse ab. Die erfolgreichste Zeit hatte der Verein in den 1960er- und 1970er-Jahren mit insgesamt sechs Meistertiteln. Nach dem letzten Titelgewinn 1981 dauerte es allerdings 25 Jahre, ehe man 2006 wieder den Meisterpokal in die Höhe stemmen durfte.

Im Jahr darauf und in der Saison 2008/09 war der FC Zürich der einzige Verein, der im vergangenen Jahrzehnt die Vorherrschaft des FC Basel im Schweizer Fußball zumindest zeitweise durchbrechen konnte. 2014 setzt sich der FCZ in einem umkämpften Pokalfinale im Stade de Suisse in Bern in der Verlängerung mit 2:0 gegen die Basler durch.

In der laufenden Meisterschaft müssten die Züricher allerdings am vergangenen Wochenende mit der 0:1-Heimniederlage gegen den FC Thun einen Rückschlag hinnehmen. Damit fiel der FC in der Tabelle auf den dritten Platz hinter Young Boys Bern zurück. Diese hatten am Tag davor die Grasshoppers mit 4:2 bezwungen. Für GC war es bereits das vierte sieglose Spiel in Folge und die dritte Niederlage hintereinander. Bleiben im Derby gegen den FC Zürich erneut die Punkte aus, steckt der Ex-Klub von Michael Skibbe – der von 2013 bis 2015 bei GC tätig war – weiter mittendrin im Abstiegskampf.

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Category: 1. FC Köln,Bor. M`gladbach,Derbys Deutschland – Author: Derbysieger – 12:00

Mit dem Aufeinandertreffen zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln steht am kommenden Wochenende eines der brisantesten deutschen Fußball-Derbys auf dem Programm. Nicht umsonst ziert auch ein Bild aus einem der bisherigen 80 Rhein-Derbys in der Bundesliga die Titelseite von derbysieg.com.

Glorreiche Vergangenheit

Vor allem die ersten beiden Jahrzehnte der Bundesligageschichte wurden – neben Bayern München – maßgeblich von diesen beiden Vereinen geprägt. Der 1. FC Köln war in der Saison 1963/64 der erste Bundesliga-Meister, die Gladbacher hatten in den 1970er-Jahren ihre ganz große Zeit mit fünf Meistertiteln von 1971 bis 1977.

Besonders spektakulär verlief das Saisonfinish 1977/78, als sich der 1. FC Köln unter dem langjährigen Gladbacher Erfolgstrainer Hennes Weisweiler nach 34 Spieltagen aufgrund der besseren Tordifferenz vor Mönchengladbach den Titel sicherte. Selbst ein 12:0-Heimsieg am letzten Spieltag über Borussia Dortmund reichte den – damals vom kürzlich verstorbenen Udo Lattek betreuten – Fohlen nicht zum Titel, da auch die Kölner in St. Pauli einen hohen 5:0-Auswärtserfolg feierten. Damals ahnte niemand, dass es bis heute der letzte Meistertitel für einen der beiden Vereine bleiben sollte.

Seit Ende der 1990er-Jahre steckten beide Klubs zunehmend im Abstiegskampf fest und mussten in der Folge auch zum wiederholten Mal den Gang in die Zweitklassigkeit antreten. Es waren die Gladbacher, die mit Platz vier in der Saison 2011/12 zunächst den Weg aus diesem tiefen Tal fanden, die Kölner schafften erst in der letzten Saison mit dem souveränen Meistertitel in Liga 2 wieder den Sprung in die höchste Spielklasse.

Gladbach will in die Champions League – Köln den Klassenerhalt

Auch vor dem Duell am kommenden Wochenende sind die Gladbacher in der besseren Position. Zwar gab es am vergangenen Freitag mit der 0:1-Niederlage in Gelsenkirchen gegen Schalke 04 einen kleinen Rückschlag, als Tabellenfünfter mit einem Punkt Rückstand auf Platz drei ist aber die Qualifikation für die Champions League weiterhin im Fokus. Die Kölner sind in ihrer Aufstiegssaison neun Punkte dahinter auf Platz elf klassiert. Mit fünf Punkten Vorsprung auf die auf dem Relegationsplatz liegenden Dortmunder ist der Klassenerhalt aber noch nicht gesichert.

Vor allem im eigenen Stadion ist die Ausbeute der Geißböcke bisher zu gering. Mit nur einem Sieg, vier erzielten Toren und insgesamt acht Punkten rangieren die Kölner in der Heimtabelle auf dem vorletzten Platz. Nur Tabellen-Schlusslicht VfB Stuttgart hat eine noch schlechtere Heimbilanz. Dass sich die Kölner dennoch im Mittelfeld der Tabelle platzieren können, liegt an der starken Performance in fremden Stadien. Nur Meister und Tabellenführer Bayern München kann eine bessere Auswärtsbilanz aufweisen als der Aufsteiger.

Die Bilanz spricht für Gladbach

Fünf von zehn Auswärtsspielen hat der FC in dieser Saison gewonnen. Aus diesem Grund rechnen sich die Domstädter auch im 50 Kilometer entfernten Borussia-Park einiges aus. Die Fußballwetten sprechen allerdings eher für einen Heimsieg der Gladbacher, was auch durch die Bilanz der letzten Begegnungen untermauert wird. Denn in den letzten acht Bundesliga-Duellen blieben die Kölner gegen Gladbach stets sieglos, holten dabei nur drei Punkte aus Unentschieden.

Remis endete auch die letzte Begegnung, das erste Saisonduell am 21. September 2014 in Köln. Da trennten sich die beiden Rivalen torlos. Vor allem für die Mannschaft von Peter Stöger ist das kein ungewöhnliches Resultat. Bereits sechs Mal spielten die Kölner in dieser Saison 0:0, davon allerdings fünf Mal vor eigenem Publikum.

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