Derbysieg News

Category: Derbys Italien – Author: Derbysieger – 11:53

Wenn am 25. Mai im Römer Olympiastadion Lazio und der AS Rom aufeinandertreffen, so geht es dabei nicht nur um den Sieg im 144. Meisterschafts-Derby, sondern auch um einen Fixplatz in der kommenden Champions League. Denn zwei Spieltage vor Schluss liegen der AS Rom und Lazio hinter dem als Meister bereits feststehenden Tabellenführer Juventus Turin auf den Plätzen zwei und drei. Während der Vizemeistertitel einen Fixplatz für die nächste Gruppenphase der Königsklasse mit sich bringt, muss der Drittplatzierte noch eine Qualifikationsrunde überstehen. Und dort wäre nach derzeitigem Stand keiner der beiden römischen Klubs gesetzt. Somit würde beispielsweise ein Aufeinandertreffen mit Manchester United oder Bayer Leverkusen drohen.

Roma scheiterte heuer in Champions- und Europa League

In der laufenden Champions-League-Saison, in der sich Italiens Meister Juventus sogar bis ins Endspiel emporarbeiten konnte, war der AS Rom bereits mit dabei, kam aber in seiner Gruppe hinter Bayern München und Manchester City über Platz drei nicht hinaus. Vor allem die Heimniederlagen gegen Bayern München (1:7) und gegen Manchester City (0:2), welche am Ende den Achtelfinaleinzug kosteten, schmerzten die Giallorossi sehr. Aber auch im anschließenden “Trostbewerb”, der Europa League, kam nach einer 0:3-Heimniederlage gegen Fiorentina bereits im Achtelfinale das Aus.
 


Die Quoten für Lazio gegen AS Rom im Wettanbieter Vergleich:

Tipico Bet365 Mybet Interwetten Bet3000 Bet-at-home
Sieg Lazio 2,55 2,30 2,55 2,50 2,60 2,49
Unentschieden 3,30 3,30 3,25 3,10 3,30 3,19
Sieg AS Rom 2,80 3,10 2,90 2,80 2,90 2,82

 

Lazio ist nächste Saison wieder international vertreten

Aber während der AS Rom auf internationaler Ebene im Olympiastadion nicht auf Touren kam, gilt die Truppe um Altstar Francesco Totti in der Serie A durchaus als heimstark und hat dort nur eine einzige Partie verloren (0:2 gegen Sampdoria Genua). Im ersten Römer Derby gegen Lazio gab es ein 2:2-Unentschieden. Ein Remis ist auch diesmal durchaus möglich und würde dem AS Rom vermutlich bereits Platz zwei sichern, denn am letzten Spieltag empfangen die Giallorossi daheim US Palermo, während Lazio beim SSC Neapel antreten muss, der die Hoffnungen zumindest auf den Qualifikationsplatz für die Champions League noch nicht ganz aufgegeben hat. Daher braucht Lazio am Pfingstmontag einen Sieg im Derby, um sich selbst die Chancen auf die Königsklasse offen zu halten. Die Europa League-Teilnahme ist den Biancocelesti dagegen bereits sicher, nachdem man die Europapokalsaison 2014/15 als Tabellen-Neunter der Vorsaison als Zuschauer verfolgen musste.
 


Derby-Gesamtbilanz im Derby della Capitale:

Spiele
Sieg Lazio Remis Sieg AS Rom Tore
Serie A 143 37 57 49 138:175
Coppa Italia 18 6 3 9 17:21
GESAMT 161 43 60 58 155:196

 

Lazio zuletzt mit Pokalerfolgen

Neben der Qualifikation für einen internationalen Bewerb stellt freilich auch die große Rivalität der beiden Vereine, vor allem jene der Fangruppen, eine große Motivation in diesem Aufeinandertreffen dar. In der Gesamtbilanz liegt der AS Rom in der Serie A mit 49 Siegen deutlich voran und könnte daher diesmal den Jubiläumssieg einfahren. Lazio brachte es bisher auf 37 Erfolge in Meisterschaftsspielen. Auch was die Titelbilanz betrifft liegt der AS Rom voran, wenngleich Lazio in den vergangenen Jahren vor allem im Pokal mehrere Erfolge (zuletzt 2013 im Finale gegen den Stadtrivalen) feiern konnte. Mit 3 (AS Rom) bzw. 2 (Lazio) Meistertiteln liegen die römischen Klubs in der Erfolgsbilanz allerdings deutlich hinter den Klubs aus Turin und Mailand zurück.

Die Wettanbieter haben diesmal Lazio mit Siegerquoten um 2,5 leicht in der Favoritenrolle, was wahrscheinlich auch daran liegt, dass der AS Rom, der mit Quoten um 2,9 gehandelt wird, mit einem Unentschieden wohl gut leben könnte.

Szenen aus Römer Derbys der vergangenen Jahre, wo es nicht immer friedlich zuging:


 

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Category: Derbys Österreich – Author: Derbysieger – 10:51

Zum bereits 281. Mal in der Meisterschaft seit 1911 findet am 17. Mai 2015 das Wiener Derby zwischen Rapid und Austria statt. Wenn alle Pflichtspiele zusammengezählt werden, ist es bereits das 313. Derby in Wien zwischen den beiden Traditionsklubs. Mit 116:96-Siegen liegt Rapid in der Gesamtbilanz einigermaßen deutlich voran, wenngleich der Vorsprung in den letzten Jahren etwas geschrumpft ist. Aktuell haben die Grün-Weißen allerdings wieder eine etwas bessere Phase als der Stadtrivale.

Violetter Absturz: Von der Champions League in die Bedeutungslosigkeit

Das war vor zwei Jahren noch anders gewesen, als die Austria 2013 unter dem aktuellen Köln-Trainer Peter Stöger sogar den Meistertitel vor dem hohen Favoriten Red Bull Salzburg holte und in der Folge erstmals den Einzug in die Champions League schaffte. Seit damals ging es mit den Violetten aber recht steil bergab. In der vorigen Saison verpasste man die Qualifikation für einen internationalen Bewerb und in der laufenden Saison rangiert man gar nur auf Platz sieben. Die letzte Chance auf eine Teilnahme an der Europa League liegt daher im Pokalfinale, wo man allerdings gegen das Team aus Salzburg nur Außenseiter ist.


Die letzten acht Wiener Derbys zwischen Rapid und Austria:

Datum Heimteam Auswärtsteam Ergebnis
08.03.2015 Austria Rapid 2:1
09.11.2014 Rapid Austria 2:3
24.08.2014 Austria Rapid 2:2
06.04.2014 Austria Rapid 0:1
09.02.2014 Rapid Austria 3:1
27.10.2013 Austria Rapid 0:1
11.08.2013 Rapid Austria 0:0
21.04.2013 Austria Rapid 2:2

 

In der Liga sind die Chancen auf einen internationalen Startplatz nur noch theoretischer Natur, aber natürlich will man sich im Wiener Derby gegen den Erzrivalen so teuer wie möglich verkaufen. Denn gerade in Wien hat der alte Spruch “ein Derby hat eigene Gesetze” seine Berechtigung. Nicht selten setzte sich gerade in diesem Spiel der Außenseiter durch. Das unterstreichen auch die bisherigen Saisonresultate. Denn obwohl Rapid in der Tabelle mit 18 Punkten Vorsprung auf die Austria Platz zwei belegt, holten die Grün-Weißen in dieser Saison aus drei Begegnungen gegen die Violetten nur einen einzigen Punkt. Der resultierte aus dem 2:2 im ersten Saisonduell am 24. August 2014. Die beiden weiteren Duelle entschied jeweils die Austria – mit 3:2 bzw. 2:1 – für sich.

Rapid will den ersten Derbysieg der Saison

Wenn man weiß, welchen Stellenwert ein Derbysieg für die große grün-weiße Fangemeinde hat, kann davon ausgegangen werden, dass Rapid alles daran setzen wird, um im vierten Saisonduell endlich den ersten Sieg zu feiern. Denn eine Saison ohne Derbysieg ist für viele Anhänger des Rekordmeisters nur halb so schön, auch wenn der sonstige Saisonverlauf durchaus ansprechend war. Mit dem derzeitigen zweiten Tabellenplatz kann Rapid sicherlich gut leben. Vier Spieltage vor Schluss beträgt der Vorsprung auf den Dritten Sturm Graz vier Punkte, womit der Qualifikationsplatz für die Champions League – wofür Platz zwei in dieser Saison berechtigt – vorerst einigermaßen gut abgesichert ist.


Derby-Gesamtbilanz zwischen Rapid und Austria:

Spiele
Sieg Rapid Remis Sieg Austria Tore
Meisterschaft 280 116 68 96 515:426
Cup 31 10 3 18 63:75
Supercup 1 1 0 0 3:1
GESAMT 312 127 71 114 581:502

 

Somit wäre ein Derbysieg über die Austria nicht nur aus Prestigegründen wichtig, sondern würde darüber hinaus auch zu einer weiteren Festigung des zweiten Tabellenplatzes beitragen. Aktuell ist Rapid das beste Team der Rückrunde, holte dabei sogar zwei Punkte mehr als der überlegene Tabellenführer Red Bull Salzburg, dem die Titelverteidigung mit zehn Punkten Vorsprung allerdings nicht mehr zu nehmen ist. Nur ein einziges Mal musste sich Rapid in den letzten 16 Bundesligaspielen geschlagen geben, das war im Derby gegen die Austria mit 1:2. Wobei auch diese Niederlage vermeidbar gewesen wäre, da die Grün-Weißen das Spiel vor allem zu Beginn klar dominiert hatten und auch mit 1:0 in Führung gegangen waren.

Nicht immer siegt der Favorit

Darin besteht auch das Manko der jungen Mannschaft von Trainer Zoran Barisic. Trotz meist dominanter Spielweise konnte die Feldüberlegenheit nicht immer in Tore umgemünzt werden. Auch zuletzt wurden etwa in den Heimspielen gegen Admira Wacker (1:1) und auswärts bei Sturm Graz (2:2) Punkte liegengelassen. Im Sechs-Punkte-Spiel gegen Aufsteiger Altach drehten die Grün-Weißen allerdings im Finish auf und verwandelten einen 0:1-Rückstand noch in einen 3:1-Sieg.

Von derartigen Husarenstücken ist die Austria derzeit weit entfernt. So wurde selbst ein 0:0-Heimremis gegen Sturm Graz bereits fast als Sieg gefeiert und als mögliche Wende zum Guten eingestuft. Für Interimstrainer Andreas Ogris, der vor einigen Wochen den glücklosen Gerald Baumgartner auf der Betreuerbank beerbte, zählt neben dem Derby vor allem das Cupfinale in Klagenfurt gegen Salzburg. Für die neue Saison ist unter anderem auch Felix Magath im Gespräch. Ob der deutsche Meistertrainer aber tatsächlich am Favoritner Verteilerkreis anheuert, wird sich wohl erst in den nächsten Wochen zeigen.

Davor wartet aber das Wiener Derby der beiden Erzrivalen. In den Fußballwetten sehen die Buchmacher recht einhellig Rapid in der Favoritenrolle. Aber es wäre nicht das erste Mal, dass am Ende der Außenseiter jubelt.


Die Quoten für Rapid gegen Austria im Wettanbieter Vergleich:

Tipico Bet365 Mybet Interwetten Bwin Bet-at-home
Sieg Rapid 1,70 1,61 1,65 1,70 1,65 1,64
Unentschieden 3,80 4,00 3,90 3,50 3,70 3,84
Sieg Austria 4,70 5,00 5,00 4,40 4,50 4,80

 

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Category: Bayern München,Derbys Deutschland,FC Augsburg – Author: Derbysieger – 11:14

Obwohl es sich bei der Begegnung zwischen dem FC Bayern München und dem FC Augsburg um ein bayrisches Derby handelt, ist der Derbycharakter selbst bei dieser Begegnung nicht besonders stark ausgeprägt. Das liegt natürlich vor allem daran, dass es sich dabei um eine klassische “David-Goliath”-Konstellation handelt. Während der FC Bayern in der laufenden Saison bereits den 25. Deutschen Meistertitel fixierte, steuern die Fuggerstädter als aktueller Tabellensechster die beste Endplatzierung der Geschichte und erstmals die Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb an.

Augsburg im Champions-League-Sandwich der Bayern

Üblicherweise wäre für die Gäste in dieser Situation kaum etwas zu holen, aber zum derzeitigen Zeitpunkt ist die Truppe von Markus Weinzierl durchaus nicht chancenlos. Das zeigt sich auch bei den Fußballwetten. Die Quoten der Wettanbieter für einen Bayern-Heimsieg bewegen sich zwischen 1,5 und 1,6. Das ist deutlich mehr, als in der Vergangenheit für einen Heimsieg des Rekordmeisters ausgeschüttet wurde. Dafür gibt es mehrere Ursachen. Zum einen stehen die Bayern bereits als Meister fest und sind auf Punkte nicht mehr zwingend angewesen. Zum anderen findet das Spiel zu einem Zeitpunkt statt, an dem die Mannschaft von Pep Guardiola sich in der entscheidenden Phase der Champions League mit dem FC Barcelona messen muss. Am Mittwoch, den 6. Mai, treten die Münchner in Barcelona an, am darauf folgenden Dienstag steigt das Rückspiel in der Allianz Arena.


Die Quoten für Bayern gegen Augsburg im Wettanbieter Vergleich:
 

Tipico Bet365 Mybet Interwetten Bwin Bet-at-home
Sieg Bayern 1,55 1,60 1,53 1,57 1,52 1,58
Unentschieden 4,30 3,90 3,75 4,10 3,90 3,80
Sieg Augsburg 6,30 5,90 6,00 5,80 6,20 5,50

 
Die Quoten aus der Tabelle stammen von der Seite www.wettanbieter-vergleich.net mit aktuellem Stand vom 8.5.2015 – alle Angaben ohne Gewähr!


 
Bayern mit der B-Elf in der Bundesliga?
 
Der dazwischen am Wochenende angesetzten Partie gegen den FC Augsburg wird daher wohl bestenfalls Testcharakter für das anstehende Barcelona-Spiel zukommen. Aber auch das ist fraglich, da der FCB wohl nicht mit seiner stärksten Mannschaft antreten wird. Das wird allerdings auch gegen die Katalanen nicht möglich sein, denn der deutsche Meister wird von einer hartnäckigen Verletzungsserie heimgesucht. Mit Robben, Ribery, Alaba, Badstuber und Rode fallen gleich mehrere Stützen aus, Auch Mittelstürmer Robert Lewandowski ist nach seiner im Pokalspiel gegen Dortmund erlittenen Gesichtsverletzung noch angeschlagen. Möglicherweise wird gegen Augsburg noch der eine oder andere Star geschont, um keine weitere Verletzung zu riskieren.

Erreicht Augsburg die Europa League?

Daher wird es darauf ankommen, ob der FCA diese Schwäche des doch etwas angeschlagenen Meisters ausnützen kann. Im Kampf um einen Europa League Starplatz brauchen die Schwaben dringend Punkte. Von den letzten sieben Bundesligaspielen konnten die Augsburger nur eines gewinnen (2:1 im Heimspiel gegen den Tabellenletzten VfB Stuttgart). Daher rückte die Konkurrenz – vor allem jene aus Bremen, Hoffenheim und Dortmund – in den letzten Wochen immer näher, wodurch der bereits fast sicher scheinende europäische Startplatz der Fuggerstädter noch einmal ins Wanken gerät.

FCA in München noch sieglos

Ob allerdings ausgerechnet München der Ort sein wird, an dem Augsburg auf die Siegerstraße zurückkehrt, scheint fraglich. Bisher konnte der FCA auswärts bei den Bayern noch nie gewinnen. In 16 Pflichtspielen seit 1961 gab es bisher zwei Augsburger Siege, zuletzt in der Vorsaison, als man daheim auf den damals ebenfalls bereits feststehenden Meister traf und mit 1:0 siegreich blieb. Das erste Aufeinandertreffen der beiden Vereine in dieser Saison endete am 13. Dezember 2014 mit einer 0:4-Heimpleite für Augsburg.


 
Die bisherigen Bundesliga-Duelle zwischen Bayern München und dem FC Augsburg:

Datum Heimteam Auswärtsteam Ergebnis
13.12.2014 FC Augsburg Bayern München 0:4
05.04.2014 FC Augsburg Bayern München 1:0
09.11.2013 Bayern München FC Augsburg 3:0
11.05.2013 Bayern München FC Augsburg 3:0
08.12.2012 FC Augsburg Bayern München 0:2
07.04.2012 Bayern München FC Augsburg 2:1
06.11.2011 FC Augsburg Bayern München 1:2

 

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Category: Derbys Deutschland,Hannover 96,VfL Wolfsburg – Author: Derbysieger – 17:01

Zwar würde selbst die allseits erwartete Niederlage an diesem Wochenende die 96er natürlich noch nicht endgültig ins Verderben stürzen; nachdem jedoch bereits den letzten 14 Liga-Auftritten kein einziger Sieg entsprang, kämen die Roten im Falle einer weiteren Pleite wohl nicht mehr um den Absturz auf einen der drei Abstiegsplätze herum. Ein solches erstmaliges Aufschlagen auf einem der hintersten Ränge dürfte dem ohnehin angeschlagenen Nervenkostüm der Landeshauptstädter so kurz vor dem Saisonfinale gewiss nicht zuträglich sein – viel bedenklicher noch wäre aber sicherlich die Tatsache, dass der als letzter Joker gezogene Trainerwechsel bei einer Fortsetzung des Tieffluges endgültig wirkungslos verpufft.

Nachdem es dem als Retter-Hoffnung verpflichteten Michael Frontzeck vor wenigen Tagen nicht gelungen war, bei der unglücklichen und somit voll ins Bild passenden 1:2-Niederlage gegen Hoffenheim die Trendwende herbeizuführen, müssen angesichts des auf einen Zähler zusammengeschrumpften Vorsprungs auf den Relegationsplatz mittlerweile wohl schon außergewöhnliche Dinge passieren, um ein Abbrechen der Erstliga-Zelte doch noch zu vermeiden. Nach der undankbaren Prüfung in Wolfsburg stehen gegen Bremen und Augsburg schließlich gleich noch zwei weitere Spiele an, in denen sich Hannover mit Teams aus der oberen Tabellenhälfte messen muss: Sollte hier nicht das eine oder andere Mini-Wunder gelungen, droht dann im abschließenden Heimspiel gegen den SC Freiburg kaum noch etwas zu retten zu sein.

Auch der Nordkurve droht die Zweite Liga

Da sich die 96er bereits beim 1:3 im Hinspiel gegen den VfL Wolfsburg weitgehend chancenlos präsentierten, scheint das Derby für die Gäste auf den ersten Blick zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt auf der Tagesordnung zu stehen: Weil jedoch schon allein die Resultate des Vorjahres daran erinnern, dass auch das niedersächsische Familientreffen seinen eigenen Gesetzmäßigkeiten folgt, wird von den Hannoveranern dann aber doch vorsichtig darauf spekuliert, dass in der Volkswagen-Arena vielleicht noch am allerbesten der benötigte Rettungsanker ausgeworfen werden kann. Mit zwei denkwürdigen Auftritten (4:0; 3:1) konnten sich die Roten bereits bei ihren letzten beiden Besuchen den wertvollen Dreier in der VW-Stadt sichern – und auch in der Gesamtbilanz hatten die Gäste mit 13:9-Siegen bislang etwas häufiger das bessere Ende für sich.

Dass Hannover allerdings selbst nach einem Abstieg noch immer auf die sportlich derzeit unerreichbaren Wölfe herabschauen würde, ist in erster Linie auf die in der Landeshauptstadt deutlich stärker gelebte Fankultur zurückzuführen: Da es in Wolfsburg durchaus üblich ist, bei Auswärtsspielen jenseits der niedersächsischen Landesgrenzen das zur Verfügung gestellte Kartenkontingent nicht einmal auch nur ansatzweise auszuschöpfen, haben die 96er schon vor längerer Zeit den größeren Rückhalt der Supporter als ein zentrales Alleinstellungsmerkmal ausgemacht. Umso schmerzlicher kratzte es in den vergangenen Monaten am Selbstverständnis des Vereins, dass sich die Stimmung in der HDI-Arena nach dem Rückzug der Ultras zunehmend der „Friedhofs-Ruhe“ beim ungeliebten Nachbarn angenähert hat: Der kürzlich zwischen Fans und Klub-Boss Kind geschlossene Burgfrieden kommt aufgrund des anstehenden Derbys somit genau zur rechten Zeit.

Der VfL scheint unantastbar

Hatte die Rückkehr der Ultras bereits im letzten Heimspiel gegen Hoffenheim auch zu einer sichtlichen Belebung auf dem Rasen geführt, musste angesichts der dennoch erlittenen Niederlage schlussendlich aber doch das bittere Fazit gezogen werden, dass sogar der viel zitierte 12. Mann dem Absturz der 96er hilflos gegenübersteht. Am kommenden Samstagnachmittag könnte somit nun erneut im Gäste-Block zu beobachten sein, wie sich die anfängliche Zuversicht in blankes Entsetzen zu wandeln beginnt: Insbesondere in der heimischen Volkswagen-Arena scheint der VfL derzeit schließlich selbst die lautstärksten Gegner kaum zu fürchten zu haben.

Dass die in der laufenden Liga-Saison daheim noch ungeschlagenen Wölfe zudem gerade erst mit dem überaus souveränen 4:0-Erfolg im Pokal-Halbfinale bei Arminia Bielefeld ihre Mini-Durststrecke von vier sieglosen Pflichtspielen beendeten, dürfte in jedem Falle eher nicht dafür sprechen, dass es nun im Derby über Gebühr spannend wird – zumal die Truppe von Dieter Hecking durch den auf vier Zähler geschrumpften Vorsprung dazu gehalten wird, sich für die anvisierte Vizemeisterschaft noch einmal ein bisschen ins Zeug zu legen. Für eine Derby-Neuauflage im kommenden Jahr muss man in Niedersachsen deshalb wohl schon der Braunschweiger Eintracht die Daumen drücken, die in Liga zwei nach wie vor um die sofortige Rückkehr in die Bundesliga kämpft.

 

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Category: Derbys Italien – Author: Derbysieger – 14:52

Am Sonntag (15:00 Uhr) ist es wieder soweit! Im Piemont und insbesondere in Turin wird Ausnahmezustand herrschen. Am 32. Spieltag der italienischen Serie A wird das “Derby di Torino” ausgetragen. Zum insgesamt 190. Mal treffen der FC Turin und Juventus in einem Bewerbsspiel aufeinander. Die Fronten sind auch im 108. Jahr der Rivalität zwischen den beiden Turnier Klubs klar: der FC ist einmal mehr der ganz große Außenseiter. Während “I Granata” (die Granatroten) sich knapp in der oberen Tabellenhälfte befinden und sich noch theoretische Chance auf die Europa League ausrechnen können, steht Juventus unmittelbar vor dem vierten Titelgewinn in Folge, dem 31. insgesamt.

Über 100 Jahre alte Rivalität

Die Rivalität zwischen FC Turin und Juventus Turin wird mit südeuropäischer Heißblütigkeit gelebt und von beiden Seiten heiß und innig gepflegt. Der FC ist der Verein der Arbeiterklasse aus Turin selbst oder aus der Region. Juventus hat im Gegensatz dazu in ganz Italien Anhänger und ist einer der weltweit populärsten Klubs überhaupt. Die “Alte Dame” wurde 1897 gegründet, der Foot Ball Club Torino folgte knappe neun Jahre später.

Das erste Turiner Derby oder “Derby della Mole”, wie das Stadtduell nach dem weltberühmten Wahrzeichen der Stadt, der Mole Antonelliana, auch genannt wird, fand im Jänner 1907 statt und endete mit einem Sieg des FC. In den Anfangsjahren des ältesten heute noch stattfindenden Stadtderbys in Italien hatte der FC Turin die Nase vorne, doch im Laufe der Jahrzehnte übernahm Juventus die Vorherrschaft. Von den bisher 189 ausgetragenen offiziellen Derbys hat Juve 80 für sich entschieden. Neben 54 Unentschieden gab es 55 Siege des FC Turin.

In den vergangenen Jahren gab es für die Granatroten gegen den Stadtrivalen nichts zu holen. Der letzte Triumph des FC ist mehr als 20 Jahre her. Anfang April 1995 gewann der FC Turin zum bis dato letzten Mal das “Derby della Mole” und setzte sich mit 2:1 durch. Seither wartet der FC seit 17 Aufeinandertreffen auf einen Sieg. Vier Unentschieden waren in den letzten beiden Jahrzehnten die einzige Ausbeute.

Juventus vor Titelgewinn

An der Tatsache, dass sich Juventus Turin zum vierten Mal in Folge den Scudetto holen wird, gibt es nichts zu rütteln. Die “Alte Dame” hat bei sieben ausstehenden Spieltagen bereits 15 Zähler Vorsprung auf die beiden schärfsten Verfolger Lazio und AS Rom. Damit haben die “Bianconeri” ausgerechnet beim Stadtrivalen im Olympiastadion die Gelegenheit, sich endgültig zum Meister zu küren. Sollten nämlich die beiden Römer Klubs nicht punkten und Juve gleichzeitig den FC Turin besiegen, dann wäre der 31. Meistertitel fix, denn in der Serie A zählt bei Punktegleichheit das direkte Duell.

Dieser Umstand bringt noch eine zusätzliche Portion Pfeffer in das 190. Turiner Stadtderby, denn “I Granata” werden unter allen Umständen vermeiden wollen, dass Juventus ausgerechnet vor ihren Augen den Scudetto klarmacht. An der krassen Außenseiterrolle der Mannschaft von Giampiero Ventura ändert dies freilich nichts. Die Wettanbieter haben sich erwartungsgemäß mehr als eindeutig auf die Seite von Juventus geschlagen. Bei den Fußball-Wetten schlägt sich ein Sieg des Serienmeisters mit Quoten um die 1,90 nieder. Schafft der FC eine Überraschung, dann wird der mehr als vierfache Wetteinsatz fällig.

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Category: Derbys Italien – Author: Derbysieger – 19:05

Dass das Mailänder Derby della Madonnina die Marienstatue des einheimischen Doms im Namen trägt, verweist seit eh und je darauf, dass das Duell zwischen Inter und Milan geradezu religiöse Züge hat: Angesichts des ernüchternden Abschneidens in der laufenden Spielzeit laufen derzeit jedoch die Anhänger gleich beider Klubs Gefahr, vom liebgewonnenen Glauben abzufallen. Am Sonntag wird die jeweilige Trostlosigkeit nun zu einem Gebräu der schlechten Laune vermengt – folglich darf dieses Mal noch nicht einmal der Sieger hoffen, dass die Saison dank des Dreiers im Derby möglicherweise doch noch ein versöhnliches Ende nimmt.

Derweil sich die beiden Klubs, auf den Tabellenplätzen 8 und 9 liegend, aktuell auch in der Serie A in unmittelbaren nachbarschaftlichen Beziehungen befinden, ist anzunehmen, dass die Stimmung in diesen Tagen vor allem bei den Gastgebern am Boden ist: Während die Rossoneri spätestens seit dem verkorksten Vorjahr schon eine Menge Übung darin haben, die eigenen Zielstellungen deutlich zu verfehlen, muss man sich bei Inter schließlich noch immer daran gewöhnen, dass sich inzwischen selbst die Qualifikation für die Europa League als eine zu große Hausnummer erweist. Dabei hatte der Verein in den vergangenen Monaten nichts unversucht gelassen, um sich der drohenden Nieten-Saison entgegenzustemmen – bislang hat jedoch keine der ergriffenen Maßnahmen für den entscheidenden Dreh gesorgt.

Podolski lacht auch bei Inter nicht das Glück

Insbesondere die in den Wintermonaten gestartete Transferoffensive hat bei den Nerazzurri die erhoffte Wirkung verfehlt; dass sich der Klub mit der Verpflichtung von Spielern wie Shaqiri, Podolski oder Brozovic reichlich internationale Erfahrung sicherte, konnte die Auftritte der Mannschaft nie in der beabsichtigten Weise beleben. Da neben dem zuletzt oftmals nur noch auf der Bank schmorenden Poldi auch der Bayern-Zuzügler Shaqiri regelmäßig unter seinen Möglichkeiten bleibt, fielen die Leistungen in der Rückrunde sogar noch einmal ab – hat sich der Lokalrivale Milan in der zweiten Saison-Hälfte immerhin den sechsten Tabellenplatz gesichert, tritt Inter mit der ausgeglichenen Bilanz von 4 Siegen, 3 Unentschieden und 4 Niederlagen zunehmend als graue Maus des italienischen Fußballs in Erscheinung.

Das Ausbleiben des erhofften Aufschwungs fällt naturgemäß auch auf Trainer Roberto Mancini zurück, der sich mittlerweile schon seit rund einem halben Jahr daran versucht, den spielerischen Problemen mit schlüssigen Konzepten zu Leibe zu rücken. Dass der 50-Jährige diesbezüglich noch nicht weit gekommen ist, wurde den enttäuschten Anhängern gerade erst wieder beim letzten Heimspiel gegen den Pleite-Klub aus Parma vor Augen geführt. Obwohl die in Not befindlichen Gäste als abgeschlagenes Schlusslicht im San Siro gastierten, kamen die Nerazzurri nicht über ein Unentschieden hinaus – während der enttäuschenden 90 Minuten versuchte der ratlose Manicini gleich mit drei verschiedenen taktischen Formationen sein Glück.

Milan scheint sich allmählich zu stabilisieren

Zunehmend wird somit deutlich, dass sich Inter mit der Entlassung von Walter Mazzarri offensichtlich keinen Gefallen getan hat: Dass sich Trainerwechsel nicht automatisch als ein Selbstläufer in Sachen Aufschwung erweisen, bekam Milan dagegen schon in der Vorsaison zu spüren. Nachdem sich das Experiment mit dem unerfahrenen Clarence Seedorf als ein Fehlschlag erwies, haben die Rossoneri aber immerhin ihre Lektion gelernt: Obwohl der Verein mit der Verpflichtung von Filippo Inzaghi gleich der nächsten verdienten Spieler-Legende zum Debüt auf dem Trainerstuhl verhalf, ist man inzwischen offensichtlich durchaus dazu bereit, dem einstigen Publikumsliebling  eine “Zwischen-Saison” zuzugestehen.

In Anbetracht der hohen Ansprüche ist es schon eine mittlere Überraschung, dass Inzaghi trotz des Ausbleibens der erhofften Erfolge noch immer seinen Posten behaupten kann: Da Milan zuletzt jedoch lediglich eines seiner jüngsten acht Pflichtspiele verloren hat, scheint sich die Geduld des Klubs so langsam aber sicher auszuzahlen. Ein “Auswärtssieg” im Derby böte Inzaghi deshalb nun vielleicht bereits die Möglichkeit, sich auch für die Zukunft das freie Geleit des Vereins zu sichern – somit ist das Derby della Madonnina für die sportliche Gegenwart zwar kaum von Belang; perspektivisch könnte die Stadt-Meisterschaft dagegen durchaus von richtungsweisender Bedeutung sein.

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Category: Derbys Großbritannien – Author: Derbysieger – 18:24

Im Manchester-Derby zwischen United und den Citizens schien sich zuletzt regelmäßig die vollzogene Wachablösung in der Industrie-Metropole zu zementieren; schließlich hatte der amtierende Titelverteidiger in den vergangenen beiden Jahren vier Mal in Folge über den englischen Rekordmeister triumphiert. Im nun anstehenden 169. Duell bietet sich den Red Devils jedoch die Chance, wieder die gewohnte Ordnung herzustellen – immerhin findet sich die Mannschaft von Louis van Gaal tabellarisch schon vor dem Heimspiel im “Theater der Träume” vor dem großen Rivalen ein.

In Manchester wird derzeit einmal mehr im Kleinen deutlich, wie schnelllebig das Geschäft mit dem runden Leder ist: Wurde van Gaal noch vor einem knappen Monat nach dem Ausscheiden aus dem FA Cup gegen den FC Arsenal das bevorstehende Ende seines Engagements auf der Insel prophezeit, waren die Anhänger des Klubs nach dem jüngsten 3:1-Erfolg über Aston Villa nicht mehr weit davon entfernt, den Holländer auf den Schultern aus dem Stadion zu tragen. Ein richtig guter Lauf in der Premiere League hat die Klagen über eine weitere Saison ohne echte Titel-Option binnen kürzester Zeit verstummen lassen – zumal mittlerweile selbst der Trainer trotz des (virtuellen) 11-Punkte-Rückstandes auf Spitzenreiter Chelsea verlautbaren ließ, sich fortan nur noch nach oben orientieren zu wollen.

ManU wähnt sich auf der Überholspur

Nach einer anderthalbjährigen Depression werden die jüngsten Erfolgserlebnisse mit einer Begeisterung aufgenommen, dass dem Tabellendritten offenbar nicht einmal mehr die Rückkehr in das Meisterschafts-Rennen unmöglich erscheint. Zwar dürfte es angesichts der konstanten Auftritte des Londoner Tabellenführers nach wie vor um einiges wahrscheinlicher sein, dass ManUnited die direkte Qualifikation für die Champions League verpasst, als dass es in Sachen Titel noch einmal spannend wird; umso mehr macht die veränderte Stimmungslage rund um das Old Trafford aber deutlich, dass der Verein zumindest hinsichtlich des Selbstbewusstseins schon wieder auf dem Niveau der Ferguson-Ära angekommen ist.

Nun soll am Sonntag natürlich ein Sieg im Derby dafür sorgen, dass sich der Aufschwung auch in der Tabelle unverkennbar niederschlägt; nachdem United vor zwei Wochen den ewigen Rivalen aus Liverpool an der Anfield Road mit 2:1 niederrang, werden nun sämtliche Anstrengungen darauf gerichtet, sich obendrein auch noch beim städtischen Nachbarn für die zuletzt erlittenen Demütigungen zu revanchieren. Bei den Roten Teufeln hat schließlich niemand vergessen, wie viel Unheil die Citizens bei ihren letzten Abstechern im eigenen Stadion angerichtet haben – angesichts solch historischer Schlappen wie dem 1:6 aus dem Jahr 2011 und dem in der Vorsaison kassierten 0:3 werden bei den Gastgebern nun mit aller Entschlossenheit die Messer gewetzt.

Die Citizens sind völlig von der Rolle

Wäre allerdings trotz des momentanen Formhochs noch vor ein paar Wochen kaum daran zu denken gewesen, dass Manchester United als Favorit in das Derby startet, steuert nun insbesondere die unerwartete Krise der Gäste den Löwenanteil zur Vorfreude der Hausherren bei. Von den fünf(!) Pleiten in den letzten sieben Pflichtspielen scheinen schließlich nur die beiden obligatorischen Niederlagen gegen den FC Barcelona im Achtelfinale der Champions League verzeihlich zu sein. Während das Scheitern in der Königsklasse für die Citizens praktisch zur Vereins-Folklore gehört, hatten zuletzt die peinlichen Ausrutscher gegen den FC Burnley und Crystal Palace obendrein zur Folge, dass mittlerweile auch von der Titelverteidigung in der Premier League keine Rede mehr ist.

Seit der vor der Entthronung stehende Meister sogar um den Wiedereinzug in die Champions Legaue zittern muss, wird dafür umso mehr über Trainer Manuel Pellegrini gesprochen. Obwohl das Beispiel von Louis van Gaal zeigt, dass solche Diskussionen bisweilen nur eine kurze Halbwertszeit besitzen, dürfte das Gastspiel des Chilenen spätestens nach dem Abschluss der Saison zu Ende gehen. Sollte nun allerdings ausgerechnet im Derby die Trendwende gelingen, könnte auch dies schon bald Geschwätz von gestern sein – Siege gegen die Red Devils haben Manchester City schließlich selbst in deutlich schlechteren Zeiten stets dabei geholfen, den Frieden mit der sportlich eher tristen Gegenwart zu machen.

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Category: Derbys Deutschland,Karlsruher SC,VfR Aalen – Author: Derbysieger – 10:38

Zwei Wochen nach dem torlosen Unentschieden im Südwest-Derby gegen den 1. FC Kaiserslautern steht für den Karlsruher SC neuerlich ein Derby auf dem Programm. Während allerdings das Kräftemessen mit den etwa 70 km entfernten Roten Teufeln vom Betzenberg stets von massiver Brisanz begleitet ist, geht es beim baden-württembergischen Duell gegen die etwa doppelt so weit entfernten Aalener vergleichsweise friedlich zu.

Neben der Entfernung – die KSC-Fans haben eine etwa zweistündige Anfahrt vor sich – liegt es vor allem an der mangelnden Tradition dieser Begegnung, dass bislang noch keine richtige Derbystimmung aufkommen mochte. Dabei könnte es nach der Begegnung am kommenden Karsamstag auch bleiben, denn aktuell ist keineswegs gesichert, dass die beiden Kontrahenten in der nächsten Saison noch in derselben Liga tätig sind.

Karlsruhe strebt wieder nach oben

Während der KSC als Tabellenvierter noch gute Chancen auf eine Rückkehr in die höchste Spielklasse hat, sieht es für die Aalener aktuell nach einem Sturz in die Drittklassigkeit aus. Derzeit rangiert Aalen punktgleich mit dem Schlusslicht St. Pauli auf dem Relegationsplatz, obwohl der VfR eigentlich zwei Punkte mehr errungen hat. Diese wurden allerdings aufgrund von Verstößen gegen Lizenzauflagen abgezogen. Somit wird der Verein aktuell nicht nur von sportlichen, sondern auch von wirtschaftlichen Problemen geplagt.

2012 gelang dem VfR Aalen der erstmalige Aufstieg in die 2. Bundesliga. Dort wurden mit den Plätzen neun und elf die wohl größten Erfolge des 1921 gegründeten Vereins erzielt. Auf diesem Gebiet hat der Karlsruher SC freilich deutlich mehr aufzuweisen. Der Vorgängerverein Phönix Karlsruhe holte 1909 den deutschen Meistertitel, nach der Fusion zum Karlsruher SC wurde in den Jahren 1955 und 1956 der DFB-Pokal gewonnen. 1963 zählte der KSC zu den Gründungsmitgliedern der Bundesliga, der er insgesamt 24 Jahre lang angehörte, zuletzt in der Saison 2008/09.

Nur Aalen gelang ein Heimsieg

Danach stürzten die Karlsruher gar in die Regionalliga ab, was ihnen in der Saison 2000/01 bereits ein Mal passiert war. Damals kam es auch auch zu den ersten Begegnungen mit dem VfR Aalen. Dabei siegte jeweils das Auswärtsteam mit 3:0 bzw. 1:0. Trotz der Heimniederlage wurde der KSC Meister und kehrte in die 2. Bundesliga zurück. Dort fanden ab der Saison 2013/14 drei weitere Begegnungen statt. Die beiden Spiele in Karlsruhe endeten unentschieden (1:1 bzw. 0:0), womit Aalen am 2. März 2014 mit 1:0 der bisher einzige Sieg in den Duellen der beiden Klubs glückte.

Dennoch geht der KSC als Favorit der Wettanbieter in diese Partie. Mit einem Sieg würden die Blau-Weißen die Chancen auf den Bundesliga-Aufstieg wahren. Der Rückstand auf Platz zwei beträgt nur zwei Zähler und auch Spitzenreiter Ingolstadt ist mit fünf Punkten Vorsprung nicht allzu weit entfernt. Vor allem in der heimischen Scholz-Arena ist Aalen aber nicht zu unterschätzen und konnte sich mit deutlichen Heimsiegen über Fortuna Düsseldorf, aber auch Mitkonkurrenten im Abstiegskampf wie 1860 München oder Erzgebirge Aue, bereits mehrfach aus brenzligen Situationen befreien.

 

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Category: Derbys Spanien – Author: Derbysieger – 17:24

Nachdem der FC Barcelona kürzlich die Tabellenführung in der Primera Division übernommen hat, kann sich die Mannschaft von Luis Enrique nun im Duell der Giganten endgültig die besten Karten auf den nationalen Titel sichern – und sich dabei ganz nebenbei für die in der Hinrunde erlittene 1:3-Schlappe im Bernabeu-Stadion revanchieren.

Da die spanischen Top-Teams vor dem anstehenden Spieltag lediglich ein Pünktchen trennt, fällt dem Clasico wohl auch in dieser Saison die Aufgabe zu, den ewigen Wettlauf der beiden großen Rivalen zu entscheiden: Während jedoch der Tabellenstand im Camp Nou für jede Menge Spannung spricht, dürften sich die Klubs in den vergangenen Jahren kaum einmal in einer ähnlich gegensätzlichen Verfassung in den direkten Schlagabtausch begeben haben. Derweil Real nur eines seiner letzten vier Spiele siegreich bestritt, scheinen die Katalanen nahezu unantastbar zu sein – schließlich schloss der amtierende Spitzenreiter beeindruckende 17 der 18 unlängst absolvierten Pflichtspiele mit einem standesgemäßen Dreier ab.

Messi ist obenauf – Ronaldo schwächelt

Wie weit Barca und Real momentan auseinanderliegen, zeigt unter anderem die jeweilige Durchschlagskraft der Offensive auf: So hat es etwa der schon seit dem Jahreswechsel in Topform befindliche Lionel Messi im Alleingang auf mehr erfolgreiche Abschlüsse als der viel gerühmte BBC-Angriff des Weißen Balletts gebracht.  Allein auf den zuletzt stets schlecht gelaunt wirkenden Cristiano Ronaldo machte der Argentinier in der Torschützenliste 15 Treffer gut – und konnte dank des jüngsten Doppelpacks gegen Eibar mittlerweile auch in dieser Wertung die Spitzenposition übernehmen. Obendrein kommen auch Messis Sturmpartner Neymar und Luiz Suarez immer besser in Schwung: Nach einem eher verhaltenen Saisonstart scheint die Mannschaft inzwischen wieder für die Übernahme der europäischen Führungsrolle bereit zu stehen.

Während dem FC Barcelona somit ein offensives “Trio Infernale” zur Verfügung steht, scheinen momentan sämtliche Angreifer des hauptstädtischen Verfolgers mit Formschwächen zu kämpfen zu haben: Sieht sich etwa Garreth Bale – ungeachtet seines jüngsten Doppelpacks gegen Levante – mittlerweile regelmäßig den Pfiffen des eigenen Anhangs ausgesetzt, ist auch die Torquote von CR7 in den vergangenen Wochen besorgniserregend in den Keller gerauscht. Hatte es der amtierende Welt-Fußballer vor der Winterpause noch mit sensationellen 25 Toren in 14 Spielen auf einen Schnitt von fast zwei Buden pro Partie gebracht, steuerte der Portugiese zuletzt durchschnittlich nur zu jedem zweiten Auftritt einen Treffer bei – und dies auch nur, weil er in den beiden europäischen Achtelfinals gegen den FC Schalke gleich drei Mal zum Zuge kam.

Real ist seit Wochen außer Form

Angesichts des Beinahe-K.o.’s im Rückspiel denkt vermutlich aber noch nicht einmal Ronaldo gern an die Duelle gegen die Königsblauen zurück: Nachdem es unmittelbar zuvor bereits in der Liga gegen Villarreal (1:1) und in Bilbao (0:1) unangenehme Überraschungen setzte, legte der Bundesligist die aktuellen Schwächen des Titelverteidigers vielleicht am deutlichsten bloß. Abgesehen davon, dass die Madrilenen nie in den Genuss der Spielkontrolle kamen, stellte sich insbesondere die lustlos wirkende Abwehr als ein permanenter Unsicherheitsfaktor der spanischen Gastgeber heraus – gegen das im vergangenen Jahr noch nach Belieben beherrschte Schalke schien Real eine ungesunde Mischung aus Überheblichkeit und fehlendem Selbstbewusstsein zu schaffen zu machen.

Um nun nicht in Barcelona ein ähnliches Debakel wie beim peinlichen 0:4 im Stadtduell bei Atletico zu erleiden, wurde von Trainer Carlo Ancelotti bereits bei dem jüngsten 2:0-Sieg gegen Levante mit den Vorbereitungen auf das Clasico begonnen: So musste der gelbgefährdete Toni Kroos die erfolgreich bestrittene Generalprobe auf der Ersatzbank verfolgen, um gegen Barca in jedem Fall dabei zu sein. Auch der zuletzt unsichere Iker Casillas durfte vor dem Showdown noch einmal abseits des Rasens neue Kräfte sammeln – dagegen konnte sich Sergio Ramos nach seinem überstandenen Muskelfaserriss wertvolle Wettkampfpraxis für das nun anstehende Wochenende verschaffen.

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Category: Derbys Großbritannien – Author: Derbysieger – 18:17

Eigentlich haben die Hammers ihren Derby-Tiefpunkt der Saison schon vor zwei Wochen im eigenen Stadion erlebt: Schließlich hatte dem ungeliebten FC Chelsea ein bestenfalls durchschnittlicher Auftritt genügt, um die Tabellenführung mit einem 1:0-Erfolg im Upton Park noch ein bisschen weiter auszubauen. Nach der Niederlage gegen den Liga-Primus wartet West Ham United in der Premier League mittlerweile bereits seit sieben Spieltagen auf einen Sieg – folglich tritt das Team aus East End nun auch am Samstag nur mit geringen Erfolgsaussichten zum nächsten Derby im Emirates Stadium an.

Arsenal vertreibt die Krise

Blickt man auf die Londoner Derby-Geschichte, hat es allerdings ohnehin Tradition, dass West Ham gegen die Gunners nicht allzu viel zu bestellen hat: Zwar liegt der letzte Auswärtssieg in der Höhle des Löwen aus dem Jahr 2007 noch gar nicht so lange zurück, zumindest in den jüngsten acht Duellen behielt dann aber stets die Mannschaft von Arsene Wenger die Oberhand. Da der Hausherr aus dem Norden die drei Punkte auch in dieser Saison dringend zur Verteidigung des direkten Startplatzes für die Champions League braucht, scheint nun aus Sicht der Hammers der neunte Fehlschlag in Serie fast schon vorgezeichnet zu sein – zumal sich die Kanoniere ausnahmsweise einmal in gehobener Stimmung zum Hauptstadt-Duell begeben werden.

Zwar hatte das bittere 1:3 im europäischen Achtelfinal-Hinspiel gegen den AS Monaco erst vor kurzem für den absoluten Saison-Tiefpunkt bei den Gunners gesorgt; in der Folge halfen dann aber die siegreichen Auftritte gegen den FC Everton und die Queens Park Rangers, die sich häufenden kritischen Stimmen wieder etwas in den Hintergrund zu drängen. Den ganz großen Stimmungsumschwung führte allerdings erst der am Montag eingefahrene Sieg bei Manchester United im Viertelfinale des FA Cup herbei: Nachdem Arsenal erstmals seit neun Jahren in Old Trafford triumphierte, scheint die Titelverteidigung im nationalen Cup-Wettbewerb nur noch einen Steinwurf weit entfernt zu sein.

Das Losglück sorgte schließlich dafür, dass es Özil & Co. in der Vorschlussrunde wahlweise mit dem Zweitligisten FC Reading oder dem drittklassigen FC Bradford zu tun bekommen: Den im vergangenen Jahrzehnt nicht gerade mit Titeln überhäuften Gunners wurde durch den starken Auftritt bei den Red Devils somit fast schon der rote Teppich nach Wembley ausgerollt. Was für eine befreiende Wirkung die Wahrung der Titelchance hatte, war nicht zuletzt dem gemeinsamen Tänzchen von Per Mertesacker und Aaron Ramsey unmittelbar nach dem Abpfiff in Manchester zu entnehmen – insbesondere der nach der Pleite gegen die Monegassen noch an den Pranger gestellte Weltmeister scheint durch den derzeitigen Lauf von einer Last befreit zu sein.

Die Hammers sind im Mittelmaß angekommen

Während sich die Perspektiven der Gastgeber somit innerhalb weniger Wochen wieder deutlich verbesserten, haben die Hammers in den vergangenen anderthalb Monaten die Chance auf eine historisch erfolgreiche Saison verspielt: Mischte die Truppe von Sam Allardyce noch im Januar sensationell im Kampf um die europäischen Startplätze mit, wurde dieses Thema aufgrund der nun schon seit etlichen Spieltagen ausbleibenden Siege inzwischen längst zu den Akten gelegt. Durch die in den zuletzt absolvierten Topspiel-Wochen kassierten Niederlagen gegen Liverpool und Chelsea sowie die Unentschieden gegen Man United, Southampton und Tottenham wurde dem von höheren Weihen träumenden Verein der Kopf mittlerweile wieder gerade gerückt.

Das heißt: So ganz gerade scheint der Kopf doch noch nicht wieder auf den Schultern zu sitzen. Obwohl die im Vorjahr noch gegen den Abstieg kämpfenden Hammers im Großen und Ganzen nach wie vor eine bemerkenswert gute Saison absolvieren, wird bei West Ham United schon seit geraumer Zeit nicht mehr an einem Strang gezogen. Insbesondere Teammanager Allardyce sieht sich heftiger Kritik des Umfeldes ausgesetzt – längst pfeifen die Spatzen deshalb von den Dächern, dass dessen Tätigkeit bei den Hammers in diesem Sommer beendet wird. Aufgrund der sich abzeichnenden Veränderungen dürfte es der im gesicherten Mittelfeld feststeckenden Mannschaft einige Mühe bereiten, bis zum letzten Spieltag hochmotiviert zu Werke zu gehen – zumindest im anstehenden Derby müssen die Anhänger aber ganz sicher noch keinen halbherzigen Auftritt von West Ham United fürchten.

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