Derbysieg News

Category: Borussia Dortmund,Schalke 04 – Author: Derbysieger – 14:34

Zum 86. Mal treffen am kommenden Samstag Borussia Dortmund und Schalke 04 in der Bundesliga aufeinander. Die Bilanz ist dabei mit jeweils 30 Siegen bei 25 Unentschieden völlig ausgeglichen. Lediglich in der Tordifferenz haben die Schwarz-Gelben ein leichtes Plus von neun Toren zu verzeichnen. Insgesamt ist es bereits das 146. Aufeinandertreffen der beiden Revierrivalen in einem Pflichtspiel, wobei die Königsblauen in der Vorkriegszeit noch deutlich überlegen waren.

Von der ersten Begegnung in der „Ruhrgaumeisterschaft“ 1925 blieben die Schalker bis 1943 in 21 Partien gegen den BVB unbesiegt. Zum Zeitpunkt des ersten Erfolges der Dortmunder – 1:0 in der Gauliga Westfalen am 14. November 1943 – hatten die Königsblauen bereits 20 Siege eingefahren. Ab diesem Zeitpunkt holte die Borussia stark auf, in der Gesamtbilanz liegen die Schalker aber noch mit 58 Pflichtspielsiegen gegenüber 49 der Dortmunder voran.

Im Derby stets auf Augenhöhe

Während die Dortmunder in den letzten Jahrzehnten die deutlich größeren Erfolge feiern konnten – insgesamt acht Mal deutscher Meister, zuletzt 2012 – müssen die Knappen bereits seit 1958 auf den achten Meistertitel warten. Auch auf internationaler Ebene hat der BVB – Champions League Sieger 1997 und Finalist 2013 – dem früher überlegenen Rivalen den Rang abgelaufen. Der Sieg im UEFA-Pokal 1997 blieb, im gleichen Jahr als die Dortmunder in der Königsklasse triumphierten, der einzige große internationale Erfolg der Schalker. Aber trotz der deutlichen Unterschiede in der Erfolgsstatistik der beiden Klubs, schlug sich diese Differenz nicht in den direkten Aufeinandertreffen nieder.

So gewann Schalke elf der letzten 22 Bundesliga-Derbys gegen den BVB, der davon nur sechs für sich entscheiden konnte. Auch von den letzten sechs Revierduellen gewann Dortmund nur eines. Der Heimvorteil spielte in diesen Begegnungen oft nur eine untergeordnete Rolle. Vor allem die Dortmunder tun sich vor eigenem Publikum schwer, den Erzrivalen niederzuringen. Seit dem Jahr 2000 gelang das in 15 Heimspielen nur zwei Mal, zuletzt am 26. November 2011 mit 2:0. Im gleichen Zeitraum gab es gleich sieben Schalker Auswärtssiege.

Dortmund will weiter nach oben klettern

Diese Schreckensbilanz wollen die Dortmunder am kommenden Wochenende klarerweise nicht fortsetzen. In den letzten Wochen schien sich die Mannschaft von Jürgen Klopp nach einer bisher traumatisch verlaufenen Bundesligasaison wieder gefestigt zu haben. Mit drei Siegen in Folge schoben sich die Borussen vom letzten Tabellenplatz auf Platz zwölf vor. Obwohl aktuell noch zehn Punkte auf Schalke fehlen, ist der BVB aus Sicht der Fußballwetten der ganz klare Favorit der Buchmacher. Quoten im Bereich zwischen 7,0 und 8,0 sind ganz selten anzutreffen, wenn der Tabellen-Vierte gegen den Zwölften antritt. Die Quoten auf einen Dortmunder Heimsieg liegen dagegen um 1,4. Der Glaube der Wettanbieter an die Qualität von Klopp und seiner Mannschaft ist ungebrochen. Selbst die Dortmunder Tabellen-Letzter waren,  schien niemand an einen Abstieg des BVB zu glauben.

In der Champions League gab es zuletzt für beide Vereine Niederlagen. Während allerdings Schalke nach der 0:2-Heimniederlage gegen Titelverteidiger Real Madrid vor dem Abschied aus der diesjährigen Königsklasse steht, haben die Dortmunder nach der 1:2-Niederlage in Turin gegen Juventus noch alle Chancen, vor eigenem Publikum den Rückstand zu egalisieren.

Als kleiner Vorteil könnte sich für die Gelsenkirchener dagegen herausstellen, dass sie sich länger als der Gegner auf das Derby vorbereiten konnten. Allerdings zeigte die Formkurve der Schalker in den letzten Partien nach unten, in den vergangenen sechs Bundesligaspielen erzielten die Knappen jeweils höchstens einen Treffer. Durch die Rückkehr des zuletzt gesperrten Klaas Jan Huntelaar könnte die Offensive gegen den Dortmund wiederbelebt werden. Ansonsten droht nach den letzten beiden sieglosen Spielen gegen Frankfurt (0:1) und Werder Bremen (1:1) auch der Verlust des Champions-League-Platzes für die nächste Saison.

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Category: Derbys Schweiz – Author: Derbysieger – 14:41

Zum bereits 240. Mal treffen der Grasshopper Club und der FC Zürich am kommenden Wochenende in einem Pflichtspiel aufeinander, zum 220. Mal in der Meisterschaft. Das erste Duell fand bereits 1897 statt und endete mit einem 7:2-Sieg der Grasshoppers, die sich in der Saison 1897/98 auch den ersten Schweizer Meistertitel sicherten. Seit damals folgten 26 weitere Titelgewinne für den GC, der damit bis heute überlegener Schweizer Rekordmeister ist.

Grasshoppers in der Krise

Der bisher letzte Meistertitel des 1886 gegründeten Traditionsklubs liegt allerdings bereits länger zurück und wurde in der Saison 2002/03 eingefahren. Zehn Jahre später folgte mit dem Sieg im Schweizer Cup zumindest eine weitere Trophäe für die Klubvitrine. Vom Gewinn des 28. Meistertitels sind die Grasshoppers derzeit allerdings weit entfernt, als Tabellen-Siebenter liegt man nur vier Punkte vor dem Tabellenletzten und steckt damit mitten im Abstiegskampf.

Ein Mitgrund für die Misere der Grasshoppers dürfte wohl auch in der Stadionfrage liegen. Nachdem das altehrwürdige Hardturm-Stadion, Stätte der größten Erfolge de Klubs, nach dem letzten Spiel am 1. September 2007 abgerissen wurde, hätte eine neue Arena an dessen Stelle errichtet werden sollen. In der Folge kam es allerdings zu Differenzen zwischen Stadionbetreibern und der Stadt Zürich, die den Bau verzögerten. 2013 wurde das Stadion im Rahmen einer Volksabstimmung mit einer knappen Mehrheit abgelehnt, wodurch die Zukunft des Projekts in Frage steht.

Somit tragen beide Züricher Klubs ihre Spiele im nahen, für die EURO 2008 umgebauten, Letzigrund-Stadion aus. Für die Grasshoppers-Fans ist das freilich kein Ersatz, da an diesem Ort bereits seit 1925 der Stadtrivale FC Zürich beheimatet ist. Diese Rivalität kommt bei Derbys besonders zum Tragen. Vor allem das 226. Derby am 2. Oktober 2011 ist vielen noch als „Schande von Zürich“ in schlechter Erinnerung. Damals musste das Spiel in der 78. Minute beim Stand von 2:1 für GC aufgrund von Fanausschreitungen abgebrochen werden.

FC Zürich als erster Herausforderer des FC Basel

Während die Grasshoppers seit der Klubgründung nahezu immer zu den Topklubs in der Schweiz zählten, hat der FC Zürich eine deutlich unregelmäßigere Erfolgsgeschichte vorzuweisen. Zwar gelang bereits 1902 der erste Meistertitel, später musste der Verein aber immer wieder lange Phasen der Erfolglosigkeit überwinden und stieg sogar mehrfach aus der höchsten Spielklasse ab. Die erfolgreichste Zeit hatte der Verein in den 1960er- und 1970er-Jahren mit insgesamt sechs Meistertiteln. Nach dem letzten Titelgewinn 1981 dauerte es allerdings 25 Jahre, ehe man 2006 wieder den Meisterpokal in die Höhe stemmen durfte.

Im Jahr darauf und in der Saison 2008/09 war der FC Zürich der einzige Verein, der im vergangenen Jahrzehnt die Vorherrschaft des FC Basel im Schweizer Fußball zumindest zeitweise durchbrechen konnte. 2014 setzt sich der FCZ in einem umkämpften Pokalfinale im Stade de Suisse in Bern in der Verlängerung mit 2:0 gegen die Basler durch.

In der laufenden Meisterschaft müssten die Züricher allerdings am vergangenen Wochenende mit der 0:1-Heimniederlage gegen den FC Thun einen Rückschlag hinnehmen. Damit fiel der FC in der Tabelle auf den dritten Platz hinter Young Boys Bern zurück. Diese hatten am Tag davor die Grasshoppers mit 4:2 bezwungen. Für GC war es bereits das vierte sieglose Spiel in Folge und die dritte Niederlage hintereinander. Bleiben im Derby gegen den FC Zürich erneut die Punkte aus, steckt der Ex-Klub von Michael Skibbe – der von 2013 bis 2015 bei GC tätig war – weiter mittendrin im Abstiegskampf.

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Category: 1. FC Köln,Bor. M`gladbach,Derbys Deutschland – Author: Derbysieger – 12:00

Mit dem Aufeinandertreffen zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln steht am kommenden Wochenende eines der brisantesten deutschen Fußball-Derbys auf dem Programm. Nicht umsonst ziert auch ein Bild aus einem der bisherigen 80 Rhein-Derbys in der Bundesliga die Titelseite von derbysieg.com.

Glorreiche Vergangenheit

Vor allem die ersten beiden Jahrzehnte der Bundesligageschichte wurden – neben Bayern München – maßgeblich von diesen beiden Vereinen geprägt. Der 1. FC Köln war in der Saison 1963/64 der erste Bundesliga-Meister, die Gladbacher hatten in den 1970er-Jahren ihre ganz große Zeit mit fünf Meistertiteln von 1971 bis 1977.

Besonders spektakulär verlief das Saisonfinish 1977/78, als sich der 1. FC Köln unter dem langjährigen Gladbacher Erfolgstrainer Hennes Weisweiler nach 34 Spieltagen aufgrund der besseren Tordifferenz vor Mönchengladbach den Titel sicherte. Selbst ein 12:0-Heimsieg am letzten Spieltag über Borussia Dortmund reichte den – damals vom kürzlich verstorbenen Udo Lattek betreuten – Fohlen nicht zum Titel, da auch die Kölner in St. Pauli einen hohen 5:0-Auswärtserfolg feierten. Damals ahnte niemand, dass es bis heute der letzte Meistertitel für einen der beiden Vereine bleiben sollte.

Seit Ende der 1990er-Jahre steckten beide Klubs zunehmend im Abstiegskampf fest und mussten in der Folge auch zum wiederholten Mal den Gang in die Zweitklassigkeit antreten. Es waren die Gladbacher, die mit Platz vier in der Saison 2011/12 zunächst den Weg aus diesem tiefen Tal fanden, die Kölner schafften erst in der letzten Saison mit dem souveränen Meistertitel in Liga 2 wieder den Sprung in die höchste Spielklasse.

Gladbach will in die Champions League – Köln den Klassenerhalt

Auch vor dem Duell am kommenden Wochenende sind die Gladbacher in der besseren Position. Zwar gab es am vergangenen Freitag mit der 0:1-Niederlage in Gelsenkirchen gegen Schalke 04 einen kleinen Rückschlag, als Tabellenfünfter mit einem Punkt Rückstand auf Platz drei ist aber die Qualifikation für die Champions League weiterhin im Fokus. Die Kölner sind in ihrer Aufstiegssaison neun Punkte dahinter auf Platz elf klassiert. Mit fünf Punkten Vorsprung auf die auf dem Relegationsplatz liegenden Dortmunder ist der Klassenerhalt aber noch nicht gesichert.

Vor allem im eigenen Stadion ist die Ausbeute der Geißböcke bisher zu gering. Mit nur einem Sieg, vier erzielten Toren und insgesamt acht Punkten rangieren die Kölner in der Heimtabelle auf dem vorletzten Platz. Nur Tabellen-Schlusslicht VfB Stuttgart hat eine noch schlechtere Heimbilanz. Dass sich die Kölner dennoch im Mittelfeld der Tabelle platzieren können, liegt an der starken Performance in fremden Stadien. Nur Meister und Tabellenführer Bayern München kann eine bessere Auswärtsbilanz aufweisen als der Aufsteiger.

Die Bilanz spricht für Gladbach

Fünf von zehn Auswärtsspielen hat der FC in dieser Saison gewonnen. Aus diesem Grund rechnen sich die Domstädter auch im 50 Kilometer entfernten Borussia-Park einiges aus. Die Fußballwetten sprechen allerdings eher für einen Heimsieg der Gladbacher, was auch durch die Bilanz der letzten Begegnungen untermauert wird. Denn in den letzten acht Bundesliga-Duellen blieben die Kölner gegen Gladbach stets sieglos, holten dabei nur drei Punkte aus Unentschieden.

Remis endete auch die letzte Begegnung, das erste Saisonduell am 21. September 2014 in Köln. Da trennten sich die beiden Rivalen torlos. Vor allem für die Mannschaft von Peter Stöger ist das kein ungewöhnliches Resultat. Bereits sechs Mal spielten die Kölner in dieser Saison 0:0, davon allerdings fünf Mal vor eigenem Publikum.

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Category: Derbys Spanien – Author: Derbysieger – 16:07

Dass sich unser Derby-Blog derzeit regelmäßig mit dem „Derbi madrileno“ beschäftigt, ist natürlich zum einen dem vermutlich unstrittigen Umstand geschuldet, dass die spanische Hauptstadt im Duell der beiden vorjährigen Finalisten der Champions League aktuell die heißumkämpfteste Stadtmeisterschaft des Kontinents zu vergeben hat. Zum anderen sorgen jedoch vor allem die beinahe monatlichen Vergleiche in den diversen nationalen und europäischen Wettbewerben dafür, dass uns der Fight zwischen den „Colchoneros“ und den „Königlichen“ kaum einmal Zeit zum Durchschnaufen lässt. So wird nun am kommenden Sonnabend (16:00 Uhr) bereits die sechste Ausgabe des lokalen Klassikers in der laufenden Spielzeit zelebriert.

Real wartet weiterhin auf den ersten Derby-Sieg der Saison

Dabei ließ Atletico in den vergangenen Monaten keine Gelegenheit aus, am städtischen Rivalen Rache für das auf den letzten Drücker verlorene Endspiel in der europäischen Königsklasse im Mai 2014 zu nehmen: Tröstete sich die Mannschaft von Diego Simeone gleich zu Saisonbeginn mit dem Gewinn des Super Cup (1:0, 1:1) über die vorangegangene Enttäuschung in Lissabon hinweg, wurde beim folgenden Meisterschafts-Duell dann sogar das gegnerische Bernabeu-Stadion mit einem 2:1-Triumph gestürmt. Erst vor wenigen Wochen wurde dem weißen Ballett zu guter Letzt auch im Copa del Rey der Garaus (2:0, 2:2) gemacht: Bevor der amtierende Meister bald darauf selbst gegen den FC Barcelona den Kürzeren zog, traten die „Rojiblancos“ zunächst einmal mehr als Real-Schreck in Erscheinung.

Doch obwohl Atletico somit letztlich sämtliche Derbys der vergangenen Monate für sich entschied, bleibt der Mannschaft auch im bevorstehenden Heimspiel die gewohnte Rolle des Herausforderers treu: Da sich der Stadtrivale in der Meisterschaft nämlich – einen Erfolg im am Mittwoch ausgetragenen Nachholspiel beim FC Sevilla vorausgesetzt – um fast schon uneinholbare sieben Zähler entfernte, nehmen Mandzukic & Co im heimischen Estadio Vincente Calderon die Position des zunehmend verzweifelten Jägers ein. Immerhin wird von den Gastgebern unbedingt ein Sieg gebraucht, um die erhoffte Titelverteidigung nicht bereits kurz nach der Saison-Halbzeit aus den Augen zu verlieren: Sollte sich Real stattdessen für die zuletzt erlittenen Niederlagen revanchieren, hätte der Spitzenreiter dann wohl höchstens noch einen Angriff des FC Barcelona zu fürchten.

Mandzukic macht Diego Costa vergessen

Der kleine Endspiel-Charakter garantiert somit dafür, dass auch das bevorstehende „Derbi madrileno“ nicht auf die gewohnte Fallhöhe verzichten muss: Welchen Wert ein Triumph im Stadt-Duell besitzt, ließ bereits der am vergangenen Wochenende eingefahrene 3:1-Sieg von Atletico in Eibar erahnen, an dem praktisch kein „gelbgefährdeter“ Spieler der Gäste beteiligt war. Aus Sorge, dass einer der Leistungsträger ausgerechnet gegen Real eine Sperre abzubrummen hat, wurden von Simeone alle betroffenen Akteure über die gesamten 90 Minuten auf der Bank platziert. Lediglich auf Raul Garcia glaubte der Trainer nicht verzichten zu können – der Sechser ließ dann jedoch in sämtlichen Zweikämpfen eine umso größere Vorsicht walten.

Eine Schonung wurde zudem auch Fernando Torres zu teil, der seit seiner Rückkehr nach Spanien einen wundersamen zweiten Frühling durchlebt; dass der langjährige Standby-Profi des FC Chelsea im Pokal sowohl gegen Real als auch Barca auf Anhieb knipste, hat offenbar auch den etablierten Kollegen im Angriff Beine gemacht. So steuerte das Gespann Mandzukic/ Griezmann allein im Januar neun Treffer zu den Erfolgen der „Colchoneros“ bei; zuletzt wurde der unerschrockene Aufsteiger aus dem Baskenland mit drei Toren von dem neuen Traumduo der Primera Division rücksichtslos zur Strecke gebracht.

Cristiano Ronaldo kehrt zurück

Während Atletico allerdings „nur“ eine schlagkräftige Doppelspitze vorzuweisen hat, steht den königlichen Gästen am Samstag endlich wieder der legendäre BBC-Sturm zur Verfügung: Dass Cristiano Ronaldo pünktlich zum Derby die Strafe für seine Unbeherrschtheit beim FC Cordoba abgesessen hat, dürfte insbesondere Karim Benzema entlasten, der sich zuletzt beim klaren 4:1-Erfolg über San Sebastian ersatzweise als Matchwinner versuchen musste. Nachdem es Benzema und Bale zusammen jedoch gerade einmal auf 21 Saison-Treffer bringen, während „CR7“ längst 28 Buden vorzuweisen hat, kann kein Zweifel daran bestehen, auf wem die Hoffnungen der Königlichen 22. Spieltag ruhen: Im von Real verfassten Drehbuch wird es fraglos die Aufgabe von Ronaldo sein, für die Vorentscheidung im Kampf um die Meisterschaft zu sorgen – und mit Siegquoten von 2,25 gehen offenbar auch die Wettanbieter davon aus, dass der amtierende Weltfußballer im Stadtderby den entscheidenden Unterschied besorgt.

 

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Category: Derbys Deutschland – Author: Derbysieger – 14:37

Am 30. Januar erfolgt mit dem Anpfiff zur Partie VfL Wolfsburg gegen Bayern München der Rückrunden-Auftakt zur 52. Saison der Fußball-Bundesliga. Der Ausgang dieser Partie könnte auch letzte Aufschlüsse darüber geben, ob den Bayern der neuerliche Titelgewinn noch zu nehmen ist. Denn aktuell haben die Münchner als Tabellenführer elf Punkte Vorsprung auf die an zweiter Stelle liegenden Wolfsburger.

Kommt Bayern noch einmal ins Wackeln?

Mit einem Sieg könnten die Niedersachsen den Rückstand auf drei Punkte reduzieren und damit zumindest eine kleine Chance auf den insgesamt zweiten Titelgewinn nach 2009 offen halten. Aus Sicht der Sportwettenanbieter ist es allerdings schwer vorstellbar, dass die Münchner ihren gewaltigen Vorsprung noch aus der Hand geben. Die besten Quoten auf einen Titelgewinn der Bayern liegen bei 1,01. Schließlich haben die Bayern in der laufenden Saison noch kein Meisterschaftsspiel verloren. Überdies musste Teamtorhüter Manuel Neuer in insgesamt 17 Saisonspielen in der Bundesliga nur vier Gegentreffer hinnehmen.
 
Wettquoten Bundesliga Meister
Grafik oben: Die Wettquoten für den Bundesliga Meister 2015 vor dem Auftakt zur Rückrunde – Bildquelle: sportwettenanbieter.info
 
Einen davon fügte den Bayern der VfL Wolfsburg am ersten Spieltag zu. Bei der 1:2-Niederlage zum Saisonauftakt in der Allianz Arena sorgte Ex-Bayer Ivica Olic für den Anschlusstreffer, kurz vor Schluss vergab der vor wenigen Tagen unter tragischen Umständen ums Leben gekommene Junior Malanda die Ausgleichschance zum 2:2. Somit feierten die Bayern den ersten von 14 Siegen in der Bundesliga, nur drei Mal musste sich der Titelverteidiger mit einem Remis zufrieden geben. Seit mittlerweile 21 Meisterschaftsspielen ist der unbesiegt.

Start zur Dortmunder Aufholjagd?

Der letzte Verein, der den Bayern in Deutschland eine Niederlage beibrachte, ist Borussia Dortmund. Am 12. April 2014 feierte der BVB in der Allianz-Arena in München einen 3:0-Auswärtssieg. Nicht zuletzt deshalb wurden die Dortmunder vor Saisonbeginn allgemein als härtester Kontrahent der Bayern erwartet. Aber bereits das erste Spiel daheim gegen Bayer Leverkusen ging mit 0:2 verloren, in den 16 folgenden Partien setzte es neun weitere Niederlagen. Völlig überraschend zierten die Borussen zeitweise sogar das Tabellenende und rangieren auch zur Hälfte der Saison auf einem direkten Abstiegsplatz.

Zum Rückrundenauftakt treten die Schwarz-Gelben in Leverkusen an und wollen damit eine Aufholjagd starten, die sie bis Ende der Saison wieder an die Spitzenplätze heranführen soll. Trotz des siebzehnten Tabellenplatzes rechnen die Wettanbieter nicht mit einem Abstieg der Dortmunder. Ob es sich allerdings noch für einen internationalen Startplatz ausgehen wird, ist fraglich. Aktuell belegt der Rückstand auf die Plätze vier bis sechs jeweils 12 Punkte. Dass den Dortmundern der Weg zurück an die Spitze nicht zu leicht gemacht wird, liegt auch im Interesse des ersten Gegners aus Leverkusen. Die Werkself hat als Tabellen-Dritter mit 17 Punkten Rückstand auf die Bayern zwar keine Aussicht mehr auf den Meistertitel, die Qualifikation für die Champions League ist dagegen realistisch.

Kampf um die Champions League Plätze

Gute Aussichten auf einen Platz in der Königsklasse hat aber auch Schalke 04. Die Königsblauen weisen als Fünfter nur einen Punkt Rückstand auf Leverkusen auf und haben als ersten Gegner in der Rückrunde Hannover 96 in Gelsenkirchen zu Gast. Andererseits könnten die Niedersachsen mit einem Auswärtssieg zu den Schalkern aufschließen.

Punktgleich mit den Knappen rangiert Borussia Mönchengladbach auf Platz vier. Gegen Ende der Herbstsaison kam bei den gut in die Saison gestarteten Borussen etwas Sand ins Getriebe. Vor allem auswärts, wo die Gladbacher nur einen Punkten aus den letzten vier Partien holten. Im ersten Spiel des Jahres 2015 muss die Mannschaft von Trainer Lucien Favre zum abstiegsgefährdeten VfB Stuttgart, der überdies die schlechteste Heimbilanz aller 18 Bundesligateams aufzuweisen hat.

Europa League für Augsburg oder Hoffenheim?

Ebenfalls auf den vorderen Plätzen mischt überraschend der FC Augsburg mit. Als Tabellen-Sechster haben die Schwaben die Chance auf die erstmalige Teilnahme an einem Europacupbewerb. Aufschluss darüber, ob diese Möglichkeit gewahrt werden kann, könnte das Auftaktspiel daheim gegen die in der Tabelle nur einen Punkt dahinter liegenden Hoffenheimer geben. Auch die Kraichgauer wollen erstmals in die Europa League.

Nach einer sehr wechselhaft verlaufenen Herbstsaison rangiert Eintracht Frankfurt in der Mitte der Tabelle. Als Neunter haben die Hessen vier Punkte Rückstand auf die internationalen Startplätze, konnten aber auch auf die zweite Tabellenhälfte einen ebenso großen Vorsprung herausholen.

Die halbe Liga im Abstiegskampf

Damit sind die Frankfurter aktuell nicht vom Abstieg bedroht, was sich im Falle einer längeren Serie an Misserfolgen noch ändern könnte. Zum Rückrundenstart ist die Eintracht beim Tabellenschlusslicht SC Freiburg zu Gast. Mit einem Sieg könnte der Tabellen-Letzte die Abstiegsplätze sofort wieder verlassen. Stattdessen droht einigen Traditionsklubs der Gang in die Zweitklassigkeit.

Neben Dortmund und Stuttgart gilt das vor allem für die beiden Nordlichter HSV und Werder Bremen. Beide starten mit Heimspielen in die Saison und haben mit dem 1. FC Köln bzw. Hertha BSC zwei Klubs zu Gast, die sich zwar platzierungsmäßig auf den Rängen 13 und 11 im grünen Bereich befinden, sich aufgrund des geringen Punktevorsprungs auf die Abstiegsplätze nicht sicher fühlen dürfen.

Erster Abstiegskandidat zu Saisonbeginn war Aufsteiger SC Paderborn. Nach einem überraschend guten Saisonstart wurden der Mannschaft von André Breitenreiter im weiteren Verlauf aber zunehmend ihre Grenzen aufgezeigt. Als Tabellen-Zehnter trennen Paderborn aktuell nur zwei Punkte vom Relegations-Platz 16. Erster Gegner des Aufsteigers im Jahr 2015 ist auswärts der 1. FSV Mainz 05, mit dem es in den letzten Wochen vor der Winterpause ebenfalls abwärts ging.

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Category: Derbys Spanien – Author: Derbysieger – 14:49

Selten waren die beiden Madrider Klubs Real und Atletico in den letzten Jahrzehnten so sehr auf Augenhöhe wie derzeit. Real Madrid ist mit über 50 nationalen und zahlreichen internationalen Titeln der wohl erfolgreichste Klub der Welt. In der vergangenen Saison gewann das „Weiße Ballett“ zum insgesamt zehnten Mal die wertvollste Trophäe des europäischen Klubfußballs. Aber seit Diego Simeone 2011 das Zepter bei Atletico übernahm, ist Real in der eigenen Stadt eine ernsthafte Konkurrenz erwachsen. In der Copa del Rey droht den „Königlichen“ nun bereits im Achtelfinale das Aus.

Atletico fordert Real immer öfter

In der Saison 2012/13 schnappte Atletico nach jahrelanger Durststrecke dem Stadtrivalen mit einem 2:1-Sieg im Bernabeu-Stadion den Pokalsieg weg und in der vergangenen Saison krönte sich Atletico gar erstmals seit 18 Jahren wieder zum spanischen Meister. Um ein Haar hätte Atletico auch die Champions League für sich entschieden, aber im Finale der beiden Madrider Topklubs in Lissabon gelang Reals Innenverteidiger Sergio Ramos in der Nachspielzeit der glückliche Ausgleichstreffer zum 1:1. Von diesem Schock erholte sich Atletico nicht mehr und ging in der Verlängerung mit 1:4 unter.

Diese Partie bildete eine Parallele zum ersten Meistercup-Finale Atleticos 40 Jahre zuvor. 1974 mussten die Spanier im Finale gegen den deutschen Meister Bayern München ebenfalls in der Schlussminute den Ausgleich zum 1:1 hinnehmen und verloren im Wiederholungsspiel glatt mit 0:4. Wie damals – als Atletico in Abwesenheit der Bayern den Weltpokal holte – konnten sich die „Matratzenmacher“ auch diesmal zumindest teilweise revanchieren.

Im spanischen Supercup setzte sich Atletico gegen Real mit 1:1 und 1:0 knapp durch und auch in der Meisterschaft siegte Atletico im Derby auswärts mit 2:1.

Real braucht Aufholjagd

Noch deutlicher behielt Atletico im ersten Spiel im Achtelfinale des spanischen Pokals die Oberhand. Nach einer torlosen ersten Spielhälfte im Estadio Vicente Calderon gingen die Rot-Weißen, bei denen Heimkehrer Fernando Torres seinen Einstand feierte, in der 58. Minute durch einen von Raul Garcia verwandelten Foulelfmeter mit 1:0 in Führung. Erst fünf Minuten später wurde der zuletzt erneut zum Weltfußballer gewählte Cristiano Ronaldo eingewechselt, konnte aber keine Wende mehr herbeiführen. Im Gegenteil, in der 77. Minute sorgte José Gimenez per Kopf für den 2:0-Endstand. Daran konnten auch die beiden deutschen Weltmeister Toni Kroos und Sami Khedira, die jeweils von Beginn an zum Einsatz kamen, nichts ändern.

Damit kann Atletico mit einer geradezu idealen Ausgangsposition zum Rückspiel am kommenden Donnerstag im Bernabeu-Stadion antreten. Dennoch gibt Real die Hoffnung auf ein Weiterkommen noch lange nicht auf. Ein Blick auf die Fußballwetten zeigt, dass die Buchmacher Ronaldo & Co. in jedem Fall einen Derbysieg zutrauen, fraglich ist jedoch, ob dieser hoch genug ausfällt, um ins Viertelfinale einziehen zu können. Für einen weiteren Derbysieg von Atletico wird der Gewinn des mehr als fünffachen Wetteinsatzes in Aussicht gestellt.

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Category: Derbys Großbritannien – Author: Derbysieger – 18:10

Gleich zwei Londoner Derbys erwarten die englischen Fußballfans am Boxing Day, dem 26. Dezember. Bereits um 13:45 empfängt der Tabellenführer FC Chelsea an der Stamford Bridge West Ham United, einige Stunden später hat Arsenal im Emirates Stadium um 18:30 Uhr die Queens Park Rangers zu Gast.

Der Spitzenreiter empfängt den Tabellen-Vierten

Wobei beide Derbys eines gemeinsam haben, nämlich die deutliche Favoritenrolle für die Heimmannschaft. Während Chelsea und Arsenal seit vielen Jahren nicht nur in London, sondern auch auf englischer und auch internationaler Ebene eine bedeutende Rolle spielen, bleibt den „Hammers“ und den „Super Hoops“ nur die Rolle des Underdogs.

Dabei ist der FC Chelsea der mit Abstand jüngste Verein dieses Quartetts, aktuell aber wohl der erfolgreichste. Das hat vor allem mit der Übernahme durch den russischen Geschäftsmann Roman Abramowitsch zu tun, der seit 2003 die Geschicke des Vereins leitet und unter dessen Führung der Verein seine größten Erfolge feierte. Dazu zählen drei englische Meistertitel (2005, 2006, 2010) und als Krönung der Sieg in der Champions League 2012.

Davor war Chelsea nur mäßig erfolgreich und im innerstädtischen Ranking hinter Arsenal und Tottenham bestenfalls die Nummer gewesen. Der zehn Jahre früher gegründete Klub von West Ham United kam an die ganz großen Erfolge noch nicht heran. Drei Mal holte man den FA-Cup und in der Folge gewannen die „Hammers“ 1965 den Europapokal der Pokalsieger.

Aktuell ist West Ham allerdings gut in Schuss und rangiert in der Premier League hinter Chelsea und den beiden Klubs aus Manchester auf Platz vier. Daher wird Chelsea das Duell nicht auf die leichte Schulter nehmen, vor allem, da Titelverteidiger Manchester City nach Verlustpunkten nur noch drei Zähler zurück liegt.

QPR-Highlights sind rar

Ganz anders sind die Verhältnisse im zweiten Derby des Tages zwischen Arsenal und den Queens Park Rangers. Zwar sind die 1882 im Westen Londons gegründeten Super Hoops der älteste der vier an den beiden Derbys beteiligten Vereinen, an Erfolgen steht QPR aber deutlich zurück. Zumeist pendelte der an der Loftus Road beheimatete Verein zwischen Ligen 1 bis 3. Der einzige Titelgewinn resultiert aus dem Gewinn des Liga-Cups im Jahr 1967. 1976 wurden die Rangers immerhin englischer Vizemeister.

Aktuell kämpft man nach dem Aufstieg in der letzten Saison aber wieder einmal um den Klassenerhalt. Der Vorsprung auf Rang 18 beträgt gerade einmal zwei Punkte. Daher könnte sich der Klub im Falle einer zu erwartenden Niederlage im Emirates Stadium auf einem Abstiegsplatz wiederfinden.

Arsenal wiederum mischt seit Jahren in England an der Spitze mit, ohne allerdings den großen Wurf landen zu können. Der letzte Meistertitel aus dem Jahr 2014 liegt bereits über 10 Jahre zurück, dafür holten die Gunners allerdings letzte Saison den Sieg im FA-Cup. In der Meisterschaft sieht es auch in dieser Saison nicht nach dem 14. Titelgewinn aus.

Arsenal braucht einen Sieg über den Underdog

Aktuell rangiert das Team von Arsene Wenger nach einer durchwachsenen Herbstsaison nur auf Platz sieben – unmittelbar vor dem Stadtrivalen Tottenham. Damit wären die beiden Londoner Klubs nicht einmal für die Europa League qualifiziert. Spitzenreiter Chelsea ist bereits um 13 Punkte einteilt.

Mit einem Sieg über QPR würde Arsenal zumindest an der Spitze dranbleiben und sich damit die Chance offen halten, sich wieder für die Champions League zu qualifizieren. In der laufenden Saison haben die Gunners bereits das Achtelfinale der Königsklasse erreicht.

Aus Sicht der Fußballwetten sind sowohl Chelsea gegen West Ham, als auch Arsenal gegen die Queens Park Rangers klar zu favorisieren.

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Category: Bayer Leverkusen,Bor. M`gladbach,Derbys Deutschland – Author: Derbysieger – 15:31

In Nordrhein-Westfalen ist der Profi-Fußball bekanntlich derart prominent vertreten, dass die bloße regionale Nähe zweier Mannschaften noch lange nicht die Gemüter erhitzen muss: Da etwa auch die Teams aus Leverkusen und Gladbach den sportlichen Erzfeind in erster Linie in Köln verorten, hatten wir sogar in diesem Blog schon mehrfach darauf hingewiesen, dass die Duelle zwischen der Werkself und den Fohlen eigentlich jede halbwegs streng gezogene Derby-Grenze unterschreiten. Da jedoch auch vergleichbare Ambitionen zu ganz neuen Rivalitäten führen können, wird selbst so mancher Derby-Purist das anstehende Topspiel am Sonntagnachmittag bereits mit gesteigertem Interesse verfolgen.

Zwei Nachbarn wollen in die Königsklasse

Dass sich die beiden Klubs vom Rhein derzeit punktgleich und mit identischer Tordifferenz im Kampf um einen Champions-League-Startplatz gegenseitig auf den Füßen stehen, dürfte doch zumindest schon einmal für eine äußerst spannende Angelegenheit auf absoluter Augenhöhe sprechen: Immerhin werden in der BayArena möglicherweise bereits vorentscheidende Weichen gestellt, welcher Verein am größten deutschen Fluss künftig den fußballerischen Takt bestimmt. Während Leverkusen viele Jahre lang die klare – wenn auch nicht unbedingt hinsichtlich der Sympathiewerte – Nummer 1 der Gegend war, ist die Mannschaft von Lucien Favre nun schon seit einiger Zeit damit beschäftigt, Bayer die Vorherrschaft streitig zu machen.

Insbesondere in der Saison 2012/13 schien dieser Machtwechsel sogar bereits einmal vorübergehend vollzogen worden zu sein: Während es für die auf dem fünften Platz über die Ziellinie gegangenen Werkskicker auf direktem Weg in die Europa League ging, verpassten erst die viertplatzierten Fohlen in der Folgesaison nur knapp, in den Playoffs gegen Dynamo Kiew dann auch tatsächlich in die europäische Königsklasse einzuziehen. Wie sich jedoch nicht nur gegen das Top-Team aus der Ukraine zeigte, ließen sich die Abgänge von Spielern wie Reus, Dante und Hochstädter nicht so ohne weiteres kompensieren – nach dem Aderlass benötigte die Borussia ganze zwei Jahre, bis nun in der laufenden Spielzeit vielleicht erneut nach den Sternen gegriffen werden kann.

Geht’s mit den Fohlen schon wieder bergauf?

Dass in Gladbach wieder eine äußerst schlagkräftige Mannschaft zusammengewachsen ist, hatte insbesondere der sensationell erfolgreiche Auftakt in die Saison offenbart: Mit 18 Pflichtspiel-Auftritten ohne jede Niederlage wurde ein über 40 Jahre alter Startrekord aus der glorreichen Meistersaison 1970/71 atomisiert. Die aufgrund des „Jahrhundert-Eigentors“ von Christoph Kramer kassierte Pleite beim BVB läutete nach dem vielversprechenden Beginn jedoch eine kleine Durststrecke ein – nachdem sich das Team in den folgenden Partien auch Frankfurt und Wolfsburg geschlagen geben musste, schien die gewohnte Ordnung selbst beim jüngsten 3:2-Erfolg über die Hertha noch nicht wieder vollends wiedergefunden worden zu sein.

Dennoch dürfte die Borussen auch im Moment der Schwäche die unbestreitbare Tatsache trösten, das angestrebte Soll momentan noch vollauf zu erfüllen – bei den punktgleich aufliegenden Gastgebern kann man sich diesbezüglich dagegen nicht ganz so sicher sein. Wurde der aus Salzburg verpflichtete Roger Schmidt zunächst als Wundertrainer begrüßt, welcher der Werkself endlich den Ausweg aus der schier endlosen titellosen Ära verspricht, hat nun auch der frühere Mozartstädter seine Schwierigkeiten, seiner neuen Mannschaft die seit Jahren gewohnten Leistungsschwankungen auszutreiben: Oft genug bleibt nach Vorstellungen der Leverkusener noch immer das Gefühl zurück, dass Bayer längst nicht das Optimale aus seinen Möglichkeiten macht.

Im Derby ist Gladbach eine kleine Nummer

Wurde aufgrund dieser Schwäche gerade erst der so greifbare Gruppensieg in der Champions-League-Vorrunde mit enttäuschenden Auftritten gegen den AS Monaco und Benfica Lissabon weggeschenkt, hat sich mittlerweile auch in der Bundesliga schon wieder ein beachtlicher Berg von vermeidbaren Fehlleistungen angehäuft. So gaben die Leverkusener etwa gegen Bremen und in Stuttgart jeweils von A bis Z dominierte Partien ärgerlicherweise aus der Hand. Während es darüber hinaus unter anderem auch gegen den HSV und den SC Paderborn an Peinlichkeit grenzende Punktverluste (bzw. gar Niederlagen) setzte, wurde es beim vorwöchigen 0:1 in München versäumt, das Chancenplus der ersten Halbzeit in etwas Zählbares umzusetzen.

Schon allein die Aufzählung, was mit ein wenig mehr Konsequenz eigentlich möglich gewesen wäre, muss unmittelbar zu der Schlussfolgerung führen, dass Bayer vor dem anstehenden Spitzenspiel dennoch mit dem deutlich größeren Lebendgewicht den Rasen der heimischen Arena betritt: Die Favoritenstellung der Hausherren wird zudem auch durch die direkte Bilanz gestützt, aus der sich für die Werks-Kicker relativ klare Vorteile ergeben (24 Siege, 25 Unentschieden, 15 Niederlagen). An dem denkwürdigsten Aufeinandertreffen der jüngeren Vergangenheit hatten allerdings die Fohlen an entscheidender Stelle mitgewirkt: So sorgte ein Gladbacher 6:3-Auswärtssieg im August 2010 dafür, dass es auch über das vermeintliche oder tatsächliche „Nicht-Derby“ bereits so manche spannende Anekdote zu berichten gibt.

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Category: Derbys Spanien – Author: Derbysieger – 18:35

Während das madrilenische Derby zwischen Real und Altetico nach jahrzehntelanger Dominanz des weißen Balletts dank des Aufschwungs der Rojiblancos mittlerweile wieder regelmäßig Dramatik verspricht, stellt sich die am häufigsten aufgeführte Stadtmeisterschaft des spanischen Fußballs noch immer allzu oft als eine vorhersehbare Angelegenheit heraus: Am späten Samstagnachmittag wird Espanyol nun bereits zum 161. Mal versuchen, die festgezurrten katalanischen Verhältnisse im „Derbi Barceloni“ durcheinanderzubringen.

Das einseitigste Derby Spaniens?

Würde die Blaugrana eine überraschende Pleite gegen den Lokalrivalen im Kampf um die Meisterschaft richtig schmerzen, käme ein solcher Prestigeerfolg aus Sicht der Gäste in der ewigen Derby-Bilanz kaum über die Rolle des berühmten heißen Tropfens auf dem Stein hinaus: Da der FC Barcelona in den bisherigen Duellen 91 Siege bei nur 35 Niederlagen verbuchte, dürfte der Mannschaft von Luis Enrique der Titel des lokalen Derby-Königs in diesem Jahrhundert wohl nicht mehr abzujagen sein. Allerdings müssen natürlich noch nicht einmal die direkten Aufeinandertreffen herangezogen werden, um sich über die zu erwartende Rollenverteilung im Camp Nou zu informieren – mit notorischen Platzproblemen in der Vereinsvitrine haben bekanntermaßen nur die Hausherren zu kämpfen.

Während Barca mit 22 Meistertiteln – zumindest historisch gesehen – die klare Nummer zwei des spanischen Fußballs ist, gehört Espanyol zu den ganz wenigen Gründungsmitgliedern der Primera Division, die seit der erstmals im Jahre 1929 ausgetragenen Meisterschaft am Ende nie an der Spitze der Tabelle standen. Selbst die mittlerweile angehäuften vier Siege im Copa del Rey nötigen dem Rekord-Pokalsieger aus der Nachbarschaft fraglos nur ein müdes Lächeln ab. Nicht minder ungleich sind auch die internationalen Meriten in der katalanischen Hauptstadt verteilt: Konnte sich der Platzhirsch im Laufe der Jahrzehnte insgesamt zwölf Titel in den diversen europäischen Wettbewerben sichern, kam der kleine Nachbar nicht über zwei Endspiel-Niederlagen im UEFA-Cup hinaus.

Zuletzt wurde Barca im Jahr 2009 überrascht

Angesichts der klar abgesteckten Kräfteverhältnisse ist es dann schon durchaus symptomatisch, dass man sich bei Espanyol ausgerechnet für einen gleichermaßen possierlichen wie harmlosen Wellensittich als Vereinsmaskottchen entschied: Geht es hinsichtlich der gewählten Glücksbringer bei den meisten konkurrierenden Vereinen deutlich martialischer zu, scheint die Mannschaft von Sergio González tatsächlich nur dazu in der Lage zu sein, ab und an und nahezu unmerklich auf den übermächtigen Rivalen einzuhacken. Letztmals ist dies Espanyol vor über 5 Jahren mit einem Sieg im Camp Nou geglückt – in den seither absolvierten zehn Duellen hat sich der ewige Außenseiter dagegen mit überschaubaren zwei Punkten und ebenso „vielen“ Treffern begnügt.

Eine Fortsetzung dieser Negativserie dürfte nun auch am Samstag der absolute Normalfall sein, immerhin ist Espanyol nach nur einem Sieg aus den letzten sechs Ligaspielen gerade einmal wieder vollauf damit beschäftigt, sich einen drohenden Abstiegskampf vom Leib zu halten, während die Blaugrana im anstehenden Heimspiel mit sechs Pflichtspiel-Dreiern in Folge wuchern kann. Zuletzt konnten Messi & Co. mit Erfolgen gegen die stark gestarteten Klubs aus Sevilla und Valencia die eigenen Meisterschaftsambitionen untermauern; nachdem die Mannschaft noch im Vorjahr unter dem nunmehrigen argentinischen Nationalcoach Gerardo Martino komplett leer ausgegangen war, drängt das Team nun offensichtlich mit aller Macht in die Erfolgsspur zurück.

Schrumpft die Blaugrana zur lokalen Größe?

Da sich der FC Barcelona kurz vor dem Jahresende allerdings nicht nur in der Primera Division, sondern darüber hinaus auch in der Champions-League-Vorrunde erneut nur in der Rolle des ersten Verfolgers befindet, muss man wohl dennoch vermuten, dass auch der im Sommer vollzogene Trainerwechsel vorerst nur wenig an der erfolgten Wachablösung der Blaugrana geändert hat. Wurde noch vor einigen Jahren in zehn von zehn Fällen stets das katalanische Wunderteam genannt, wenn man sich für die stärkste Fußball-Mannschaft der Welt interessierte, scheint derzeit keineswegs nur der ewige Rivale aus Madrid ein kleines bisschen vorausgeeilt zu sein. Insbesondere in der Offensive hatten die Königlichen im ersten Saison-Drittel deutlich mehr anzubieten gehabt – und es bleibt offen, ob allein der seit kurzem endlich spielberechtigte Luiz Suarez den zu konstatierenden Rückstand mittelfristig wettmachen kann.

Angesichts der vorhandenen Fragezeichen muss es für Barca eine umso größere Bedeutung haben, nun wenigstens nicht auch noch im städtischen Derby zurechtgestutzt zu werden: Dass man das prestigeträchtige Duell bei den Gastgebern dieses Mal deshalb vielleicht ein kleines bisschen ernster nimmt, wird von Espanyol vermutlich mit einigem Schrecken zur Kenntnis genommen – schon allein die denkbar eindeutigen Quoten der Wettanbieter dürften gut und gerne dazu geeignet sein, den Herausforderer bereits vor dem schweren Gang ins Camp Nou gründlich zu demoralisieren.

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Category: Derbys Deutschland,Hannover 96,VfL Wolfsburg – Author: Derbysieger – 19:17

Obwohl der VfL Wolfsburg derzeit im Begriff ist, sich in der laufenden Saison als die unangefochtene Nummer 2 der Bundesliga zu etablieren, muss die Mannschaft von Dieter Hecking doch auch weiterhin damit leben, in der niedersächsischen Heimat nicht die allererste Wahl zu sein. Aufgrund der glorreichen Vergangenheit ist hier mit „Derby“ schließlich noch immer vor allem ein Duell zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig gemeint – folgerichtig nehmen die Roten aus der Landeshauptstadt die Wölfe nun am kommenden Sonnabend nach der offiziellen Sprachregelung nur zu einem „kleinen Derby“ in Empfang.

Hannover ist eine Derby-Macht

Mag es einerseits durchaus verständlich sein, dass die Anhänger der 96er den durch unzählige VW-Millionen zur lokalen Fußball-Macht aufgestiegenen Wölfen die große Ehre einer offen zur Schau getragenen Rivalität partout verweigern möchten, kann zugleich jedoch auch sehr wohl angenommen werden, dass man ebenso auch bei den Gästen keinen besonderen Wert auf die regelmäßigen Nachbarschafts-Duelle legt. Denn während der VfL die nationalen Konkurrenten zunehmend in Angst und Schrecken versetzt, ist die Mannschaft innerhalb der eigenen Landesgrenzen nach wie vor ein ziemlich kleines Licht: Niedersächsische Derbys bedeuteten für den Europa-League-Teilnehmer zuletzt fast immer den sicheren Untergang.

Ließen die Wölfe etwa in der Vorsaison gegen die nur kurzzeitig in der Bundesliga vorbeischauenden Löwen aus Braunschweig gleich fünf fest eingeplante Zähler liegen, stand das Team nach den beiden Duellen gegen Hannover sogar komplett mit leeren Händen da; mit beachtlichen fünf Derby-Siegen in Folge stellten sich die 96er in der jüngsten Vergangenheit ohnehin als der große nationale Angstgegner des VfL heraus. Ungeachtet dieser langen Siegesserie hat die Elf von Tayfun Korkut in der Gesamtbilanz aber trotzdem nur denkbar knapp die Nase vorn: Nach insgesamt 39 Vergleichen von der Bundesliga bis zur Regionalliga-Nord sowie einem Aufeinandertreffen im DFB-Pokal könnte der Vorsprung mit 17:16-Siegen kaum dünner sein.

…aber die Tabelle spricht für den VfL

Dennoch darf durchaus angenommen werden, dass der zusammengetragene Zahlensalat für das nun anstehende 40. Derby der beiden niedersächsischen Bundesligisten allenfalls untergeordnete Relevanz besitzt: Die recht deutliche Favoritenstellung der Wolfsburger Gäste dürfte schließlich nicht nur darauf zurückzuführen sein, dass sich die Lust der VfL-Kicker in Grenzen hält, schon wieder nach einem der regelmäßigen Prestigeduelle der große Depp zu sein. Insbesondere der von dem Gespann Allofs/Hecking eingeleitete Aufschwung schanzt den Wölfen am Samstagnachmittag die besseren Karten zu – sieben Siege aus den letzten acht Bundesliga-Partien lassen den VW-Klub hoffen, dass beim nunmehrigen Aufeinandertreffen mit den 96ern trotz aller schlechten Erfahrungen nun wirklich nichts Unangenehmes passieren kann.

Namentlich in der Offensive ist der VfL derart gut aufgestellt, dass man beinahe schon das Schlimmste für die Roten fürchten muss. Während sich die Gastgeber aus Hannover im bisherigen Saisonverlauf mit ganz mageren 13 Treffern begnügten (die zweitschlechteste Ausbeute aller Bundesligisten, brachte der Lokalrivale den Ball im gleichen Zeitraum fast doppelt so häufig im gegnerischen Kasten unter. Als großer Pluspunkt stellte sich dabei vor allem die ungeheure Vielzahl an potentiellen Scharfschützen heraus: Ist zum einen die vorderste Linie mit Spielern wie Olic, Bendtner, Persisic und Hunt ausgesprochen hochwertig besetzt, weiß das Team darüber hinaus auch die torhungrigste Abwehr der Liga in seinen Reihen: Knoche, Naldo und der derzeit verletzungsbedingt pausierende Rodriguez trugen immerhin bereits beachtliche acht Treffer zur Ausbeute der Wölfe bei.

Auch ein kleines Derby hat seinen Reiz

Feuerten die Gäste in den vergangenen Wochen aus buchstäblich allen Rohen, machte den 96ern im zu Ende gehenden Herbst ein permanenter Zickzack-Kurs zu schaffen: So ließ Hannover auf die Niederlagen gegen Stuttgart, München und Gladbach zunächst eine Erfolgsserie gegen Dortmund, Frankfurt und die Berliner Hertha folgen, bis es dann in der Tabelle nach den beiden jüngsten Pleiten gegen Leverkusen und Hoffenheim wieder ein gutes Stück nach unten ging. Im Vergleich zur verkorksten Vorsaison stellt der momentan zu Buche schlagende achte Rang für die Mannschaft allerdings trotz allem eine erfreuliche Stabilisierung dar – zumal der zwischenzeitliche Höhenflug darauf hoffen lässt, dass sich die unlängst erlittenen Rückschläge nun ebenfalls nur als ein vorübergehendes Phänomen erweisen.

Da die Hausherren zuletzt jedoch bereits gegen zwei unmittelbare Tabellennachbarn leer ausgingen, schlagen die Roten vor der schweren Aufgabe gegen den ungleich ambitionierteren Nachbarn dennoch vorsichtshalber erst einmal etwas leisere Töne an: So tat der ansonsten keinesfalls als Leisetreter bekannte Klubchef Martin Kind vor dem Derby kund, „schon mit einem Punkt deutlich zufrieden“ zu sein. Dass ein dreifacher Punktgewinn entsprechend „mehr als erfreulich“ wäre, dürfte sicher nicht nur auf die bloße Stärke des Gegners zurückzuführen sein – allein der Umstand, dass Kind ohne Not das sportliche Tagesgeschäft kommentiert, verweist schließlich darauf, dass man das Niedersachsen-Duell in Hannover dann doch um einiges ernster nimmt, als man es dem Wolfsburger Rivalen im Grund des eigenen Herzens eigentlich zugestehen will.

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